Bubo, Drago, Armand
und das Festungstürmchen
Sicher erinnert ihr euch noch an den Ausflug von Heng und Bubo am
Samstag. Ihnen war am Ende des Petruss-Tales, hoch über der Vorstadt Grund, dieses Festungstürmchen aufgefallen
und da Simone ihre Fragen dazu nicht zufriedenstellend beantworten konnte 8O und ausserdem sehr mit anderen Dingen beschäftigt war, :? nahmen sie die Sache in die eigenen Pfoten.
Am
Dienstag unternahmen Drago und Bubo einen Erkundungsflug während Heng die nötigen Recherchen zu Hause übernahm. :thumbup: :thumbup: :thumbup:
Bubo hat heute in Abwesenheit von Simone nicht geruht, bis er mit Dragos Hilfe mehr darüber herausbekommen hat.
Die beiden haben einen kleinen Flug dorthin unternommen

und konnten Simone nun genau beschreiben, wie auch Zweibeiner zum Türmchen gelangen können.
Sie haben sogar Bilder mit Simones Handy gemacht, 8O :thumbup: 8) das sie zufällig zu Hause vergessen hatte als sie zur Arbeit ging.

:~ :~ :~
Mehr dazu demnächst in diesem Arktonet! :lol:
Mehr dazu demnächst in diesem Arktonet! :lol:
Stay tuned! :]
Heute ist es nun soweit und wir können euch mehr erzählen und zeigen.
Simone lobte uns sehr für die mitgebrachten Bilder und war vor allem dankbar für unsere Schilderung auf welchen Wegen Zweibeiner dorthin gelangen können.
Anflug und Landung
Zweibeiner müssen entweder den Anstieg aus dem Tal am Ende der Montée de la Pétrusse oder den kürzeren Abstieg vom Boulevard d'Avranches aus wählen:
Hier unsere Bilder vom Türmchen:
Einen Namen scheint es nicht zu haben. Es gab zu unserem Leidwesen auch keine Informationstafel. Heng hat aber Interessantes im Netz entdeckt, doch davon später mehr.
Blick auf das gegenüberliegende
Rham-Plateau (dahinter liegt der Bockfelsen :idea

und die Altstadt:
Direkt am Türmchen vorbei verläuft der
Viadukt Pulvermühle und die Eisenbahnlinie Richtung Bahnhof. Kurz davor vereinen sich die Strecke aus dem Norden und jene aus dem Osten des Landes.
Als Simone von der Arbeit nach Hause kam bärichteten wir natürlich mit grossem Eifer von unseren Entdeckungen. Sie fand alles so spannend, dass sie uns zur Belohnung einen kleinen Ausflug dorthin versprach :thumbup: 8)

roud: aber noch hiess es Geduld haben. Angeblich :~ :~ unaufschiebbare Zweibeinerangelegenheiten hatten oberste Priorität.
Am Mittwoch nahm sie sich Zeit für den Ausflug mit Harry, Sally und Fatzi an den Bockfelsen, danach musste sie wieder zur Arbeit aber ihre Neugier war nun auch kaum mehr zu bremsen und so fuhr sie nach Feierabend mal eben kurz am Boulevard d'Avranches vorbei. Sie schlug gleich zwei Fliegen mit einer Klappe denn 1) gibt es dort ein weiteres spanisches Türmchen und 2) beginnt auf der anderen Strasssenseite der Abstieg zu "unserem" wahrscheinlich jüngeren Türmchen. Da das Licht gerade so schön war machte sie nun Fotos für uns.
Ein weiteres spanisches Türmchen, das siebte an diesem Tag, sah sie auf dem Heimweg, konnte aber nicht anhalten um es abzulichten. Da es insgesamt neun davon gibt, müssen wir noch zwei suchen. :idea:
Weiter ging sie nicht, wollte sie doch gerne am nächsten Morgen mit uns zusammen zurückkehren.

roud: :thumbup:
Am heutigen Donnerstag war es dann endlich soweit. Vor Arbeitsbeginn fuhr Simone mit uns ins Petrusstal und machte sich mit Armand zusammen an den Aufstieg
während Drago und Bubo wieder klar im Vortel waren
und die beiden oben erwarteten.
Kaum waren wir alle versammelt, galt unsere Aufmerksamkeit allerdings nicht dem Festungstürmchen sondern diesem Entenmännchen, das seelenruhig den Blick auf die Altstadt genoss:
Ganz leise, um es nicht zu stören, machten wir diese Pfotos:
Hinter uns, unter der Trauerweide, seht ihr die Stelle, an der der Petrussbach in die Alzette mündet
"Unsere" Ente sass immer noch friedlich an ihrem Platz. Wir wagten uns ein wenig näher heran und hofften sie nicht zu vertreiben:
Für die Dauer des Pfotos hielt sie still aber dann flog sie ins Tal davon. Wir wechselten den Standort um noch einige Bilder zu machen ... und als wir uns wieder umdrehten landete das Entenmännchen gerade mit seiner BEVA zusammen am Türmchen.

8) Auch sie wollte wohl den aussergewöhnlichen Besuch in Augenschein nehmen können.

Da Simone zur Arbeit musste, sagten wir den beiden Enten und dem Türmchen "Aeddi" und kehrten zum Auto zurück.
Zum Abschluss hier noch die vorhin angesprochenen, von Heng zusammengetragenen Informationen. Der hübsche kleine Turm gehörte wohl zum Kastell Verlorenkost dessen Geschicht Heng
hier entdeckt hat:
Verlorenkost war ursprünglich ein abseits der Festung Luxemburg gelegenes Kastell. Daher die Benennung "verlorenes Kastell", "Verlorenkost". Noch heute erinnert die Ruine eines Festungsturms, die sich unterhalb der Eisenbahnbrücke am Boulevard d'Avranches erhebt, an die ehemalige Befestigung Verlorenkost.
(...) An die Entstehung des Namens dieses Turmes knüpft sich eine Sage. Als nämlich das Werk Verlorenkost gebaut wurde, stürzte ein Maurer gegen Mittag ins Tal, gerade als er sich anschickte hoch oben auf dem Gerüste die mitgebrachte Kost zu verzehren und erlitt tödliche Verletzungen. Seine Frau traf kurze Zeit später ein, jammerte wenig über den Verlust ihres Mannes, desto mehr aber über die "verlorene Kost".
Wissenschaftler hingegen deuten der Name Verlorenkost sei ein Außenwerk der Festung gewesen, das bei einem Angriff leicht habe aufgegeben werden können, das also verloren gehe. Und Kost sei für Kastell gedacht, das heißt für Befestigung schlechthin.
Eine Ruine ist er allerdings nicht!