Lieber Velasquez und alle mitlesenden Höhlen,
leider haben wir nur sehr wenig PC-Zeit und können momentan nicht auf eure letzten Beiträge eingehen. Die Zeit Velasquez zu
3000
Beiträgen zu gratulieren, nehmen wir uns aber jetzt einfach!
Lieber kleiner Freund und nunmehr Kollege im Amt des Censors 8) :thumbup:, ganz ohne Pauken und Trompeten wolltest du dein neues Amt antreten

, vielleicht ja aber mit Flügel und Klarinette :?:, damit könnten wir zum Schluss unseres jetzt zu verfassenden Beitrages dienen

:nod:.
Komm mit, wir fahren nach
REGENSBURG
Mini-FT/BT (17. bis 21. Februar 2010)
Am 17.2.2010 fuhren wir, Lasse und Heng, die Honnefer Gastbären am Bockfelsen mit Simone im Zug ganz entspannt nach Regensburg. Sonne und Schnee verzauberten die Landschaft entlang von Mosel, Rhein und Main bis zur Donau. Die schöne Landschaft, ein gutes Buch und nette Sms liessen die Zeit wie im Flug vergehen. Nach sieben Stunden Fahrt holte uns Angela am Bahnhof ab und in der Rengschburger Höhle erwarteten uns schon Frédéric und Poldi mit König Winter, den wir respektvoll begrüssten:
Wir verstanden uns auf Anhieb prächtig und als Angela und Simone verkündeten, sie würden am Abend in die
Oper gehen, freuten wir uns darauf sturmfreie Bude zu haben und genossen die Kissenschlacht in vollen Zügen. Als die beiden zurückkamen schliefen wir bereits selig :nod:.
Am nächsten Morgen tranken wir gemütlich Kaffee und durften am Computer von Frédérics und Poldis grossem Zweibeiner ein wenig ins Rom-Forum schauen während Angela für das Konzert am Sonntag übte. Soooo schöne, romantische Musik war das :nod:. Frédéric wusste natürlich alle Komponisten und Stücke zu nennen, so dass wir auch noch eine Menge gelernt haben.
Zum Mittagessen ging es dann in den
Leeren Beutel. Hier trafen wir die bereits von Angela angekündigte Überraschung in der Person von heinzbeck62. Das war natürlich eine tolle Sache :nod:. Viel gab es zu erzählen und viel zu schnell verging die Mittagspause!
Während Angela und Heinz wieder an die Arbeit mussten besuchte Simone zuerst kurz den Dom. Dort war es aber so eiskalt, dass sie ihn ziemlich überstürzt wieder verliess, kaum dass sie gefunden hatte, was sie gesucht hatte:
Daher unsere Worte, Lasse habe hier ein Lächeln, mindestens so schön, wie sein eigenes gefunden

An der sicher ebenso (K)alten Kapelle und einer Apotheke, in deren Schaufenster diese beiden Kumpels Ausschau nach vorbeikommenden Bären hielten

, vorbei
ging es nun zum
Historischen Museum mit seinen interessanten Abteilungen über die Römerzeit und das Mittelalter in Regensburg. Simone machte gaaaaanz viel Fotos von denen wir euch jetzt einige zeigen möchten:
In der Mitte:
Romulus und Remus mit der Kapitolinischen Wölfin
Fundstücke aus einem Merkurheiligtum
Blick in einen rekonstruierten Gutshof
Als Intermezzo, bevor es in die mittelalterliche Abteilung geht, folgen ein paar Bilder aus dem schönen Innenhof (Kreuzgang des Minoritenklosters). In die Minoritenkirche selbst konnten wir leider nur durch ein Fenster im Museum blicken:
Nun sind wir in der Abteilung für das frühe Mittelalter:
Gross war unser Erstaunen, als wir plötzlich und unverhofft auf diesen als Reittier verwendeten Bären stiessen 8O:
Es handelt sich hier um eine Darstellung von König Cyrus (Kyros) und der Bär ist das Symbol für das Reich der Perser und Meder.
Vergleiche bei Interesse:
Buch Daniel ? Wikipedia
Interessant ist vor allem Daniels Vision der vier Weltreiche - symbolisiert durch vier wilde Tiere, welche aus dem Meer aufsteigen. Die Löwin für das Reich Babylons, der Bär für das Reich der Meder und Perser, der Leopard für das Griechenreich Alexander des Großen und schließlich ein gehörntes Tier, welches für das Römerreich steht.
Rechts: das Original-
Bruckmandl von der Steinernen Brücke (unten im Modell)
Interessant auch dieses Stadtmodell und die Möglichket auf dem Plan an der Wand die Ausdehnung des römischen Regensburgs hervorzuheben:
Nun kommen wir in die Abteilung für das späte Mittelalter in den oberen Etagen des Museums:
Links: die Statuette eines jüdischen Priesters gefunden am Neupfarrplatz
Dieses schöne Museum, in dem sie einer von sechs Besuchern war, kann Simone nur empfehlen.
Zurück in der gemütlichen Höhle fand sie uns Bärenbrüder in der Obhut von König Winter wieder:
Den Abend verbrachten Simone und Angela wieder im schönen Regensburger Theater bei dieser sehr gelungenen Aufführung von
Eugen Onegin :thumbup:. Wunderbärig!
Am nächsten Morgen verliessen die Zeibeiner die gemütliche Höhle nur ungern, war es doch sehr neblig, feucht und kalt. Wir zogen es vor zuhause zu bleiben und auf Lenia aufzupassen

Während Angela ihren Pflichten nachkam, bummelte Simone ein wenig durch die Stadt. Umsonst hielt das Bruckmandl Ausschau nach kleinen Bären

.
Simone hatte mehr Glück, traf diese freundlichen
Seebären und verabredete mit ihnen, dass sie Velasquez (falls dies einmal sein Wunsch sein sollte) mit auf grosse Fahrt auf der Donau zum Schwarzen Meer nehmen. Ihr Schiff lag gar nicht weit entfernt vor Anker!
Über den bei diesem Wetter sehr stillen Haidplatz ging es in eine schöne, grosse, gemütlich warme Buchandlung und dann zum mit Angela vereinbarten Treffpunkt:
Am Nachmittag waren wir alle zusammen zur Generalprobe für das Konzert in Schloss Eichhofen. Das ist ein Schlösschen, ganz nach unserem Geschmack, beeindruckend aber auch anheimelnd ... dazu die schöne Musik... Nachdem wir die Fensternische sozusagen zu unserem Logenplatz auserkoren hatten, mussten wir natürlich auch noch die hübschen Biedermeierstühle testen, sehr bequem

!
Als Angela und Simone nachhause kamen hörten sie ein Prusten und Kichern ... Sie fanden uns bei der Zeitungslektüre vor und grinsend platzten wir heraus: "Der Bischof hat einen Dachschaden" :lol:. Sie wollten uns schon ausschimpfen

, verstanden dann aber, dass wir uns nur einen kleinen Scherz erlaubt hatten, denn eigentlich war die Lage ernst (und wir schnell wieder gaaaaanz brav :blush

, wie man diesem Zeitungsbericht entnehmen kann:
Nach einem leckeren Abendessen machten wir es uns alle vor dem Fernseher gemütlich und sahen einen netten Film :nod: aus der DVD-Sammlung von Frédéric und Poldi. Dann zogen wir uns zur nächsten Kissenschlacht zurück :].
Als wir am folgenden Morgen, es war der Samstag, aufstanden, freuten wir uns sehr, dass der grosse Zweibeiner von F. und P. aus Florenz zurückgekehrt war. Bei einem ausgedehnten Frühstück gab es natürlich eine Menge zu erzählen und wir passten gut auf, z.B. als Angelas Beva von den verschiedenen
Darstellungen des letzten Abendmahls in Florenz erzählte, das war richtig spannend :thumbup:.
Während die Zweibeiner auf Besichtigungstour gingen, blieben wir zuhause und lasen, nachdem wir die inzwischen doch recht mitgenommenen Kissen

gut aufgeschüttelt hatten, ein gutes Buch:
Via Rom und Florenz waren wir nun in Venedig angekommen

In den Ausgrabungen des
document Neupfarrplatz mit Zeugnissen aller Epochen (römische Spuren, Überreste des jüdischen Ghettos, Bunker aus dem 2.Weltkrieg ...)
Mehr oder weniger "tiefgekühlt" kamen die drei grossen Zweibeiner nach der hochinteresanten Besichtigung mit Filmvorführung wieder ans Tageslicht, warfen noch einen Blick auf dieses
Denkmal des Künstlers Dani Karavan, das den Grundriss der alten Synagoge aufnimmt und tauten dann bei leckerem Kaffee und Kuchen wieder auf:
Leider brach am nächsten Morgen der letzte Tag in Regensburg an. Zum Trost schien die Sonne über Berg und Tal, so wie wir uns das für das stimmungsvolle Konzert im schönen
Schloss Eichhofen gewünscht hatten :thumbup: :thumbup: :thumbup:.
Noch war es still im Schloss und wir freuten uns über die Begegnung mit netten Schloss- und Ehrenbären:
Gleich würden die Konzertbesucher kommen!
Es wurde ein wunderschönes Konzert mit sehr grossem Besucherandrang (sogar ein Ehrenbär lauschte mit seiner jungen Chefin andächtig) und viel verdientem Applaus :nod: Wir platzten fast vor Stolz dabeigewesen zu sein

roud:.
Leider war nun auch sehr abrupt der Moment des Abschieds gekommen.
Vielen Dank, liebe Regensburger für die wunderbärige Zeit!!!!