Pecorellas Rom-Reiseführer

Schwarzwaldgirl

Centurio
Stammrömer
Rom-Reise
15.08.2020-22.08.2020
Wir waren gestern im Innenhof des Palazzo Venezia. Herrlich ruhig, Schatten und ein Brunnen, Sitzmöglichkeiten, was will man mehr?!
Ganz herzlichen Dank
Schwarzwaldgirl
 

pecorella

Magnus
Stammrömer
Edelkaufhaus Rinascente

Edelkaufhaus Rinascente


geöffnet: täglich von 9:30 - 23:00 Uhr

Mitte Oktober2017 ist in der Via del Tritone 61 das Edel-Kaufhaus Rinascente neu eröffnet worden und sicherlich fragt man sich jetzt warum es dieses Kaufhaus in meinen Reiseführer geschafft hat.

Zumal, wenn man weiß, dass die Preise dort nett gesagt etwas gehoben sind. Aber wer nach Gucci & Co Ausschau hält, der wird dort garantiert fündig.

Zum einen wurden beim Bau im Untergrund archäologische Funde gemacht, die man nun im Untergeschoss besichtigen kann. Man vermutet, dass es sich um die Aqua Virgo handelt.

Das bietet kleinen Shoppinqueens natürlich die Gelegenheit Shoppingmuffel, mit dem vorgeschobenen Interesse an der Antike, ins Kaufhaus zu locken :D


Kaum war ich dort angekommen gab es eine kostenlose Light-Show, die die Vergangenheit wieder aufleben lässt.
Sie dauert ca. 10 Minuten und man kann sie ganz entspannt mit einem Getränk auf den Stühlen des Bistros genießen.




Zum anderen lockt natürlich die kostenlose Aussicht auf Rom von der Dachterrasse des Rinascente. Auch dort kann man in verschiedenen Lokalen etwas essen und trinken.




 
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dentaria

Caesar
Stammrömer
Rom-Reise
06.07.2929-10.07.2020

pecorella

Magnus
Stammrömer
Assisi

Assisi



Wer wie ich schon oft in Rom war, der findet auch immer mal wieder Zeit die ewige Stadt für einen Tag zu verlassen. So zog es mich dieses Mal nach Assisi. Eines vorweg, man könnte seitenlang über die Geschichte von Assisi und insbesondere die von Franz von Assisi schreiben. Ich versuche es trotzdem recht kurz zu machen und hoffe auf eure Neugier Assisi selber erleben zu wollen.

Man erreicht Assisi vom Rom aus in etwas mehr als 2 Stunden mit dem Regionalzug, die Einzelfahrt kostet gerade mal 10,40 Euro.
Am Bahnhof gibt es einen Bus, der hinauf Richtung Basilika fährt. Die Tickets dazu kann man direkt am Bahnhof kaufen und es mach Sinn dort auch gleich das Ticket für die Rückfahrt zu kaufen.

Die Bushaltestelle ist ein wenig unterhalb der Basilika San Francesco, der Fußweg hinauf ist kurz, aber zuweilen steil.


Über den großen Vorplatz erreicht man nach einer Sicherheitskontrolle die Unterkirche der Basilika, denn sie ist in Unter- und Oberkirche aufgeteilt.



Der Eingang in die Unterkirche ist für eine so berühmte Basilika eher klein und sobald man ins Innere gelangt erwartet einen eine wunderschöne Basilika mit recht niedrigen Decken. Leider darf man in der Basilika nicht fotografieren. Das Kreuzgewölbe in der Basilika ist wirklich wunderschön.


In der Unterkirche befindet sich auch das Grab von Franz von Assisi. Dazu steigt man noch 2 Treppen tiefer. Das Grab ist schlicht gehalten, ein mit einem Eisengitter umgebener Steinpfeiler und entspricht somit der Haltung, die Franz von Assisi predigte.
In den Seitenwänden der Krypta sind vier Nischen eingelassen, dort liegen Leone, Angelo Rufino und Masseo. Es handelt sich um die Franziskus ergebensten Brüder. Außerdem gibt es in der Basilika eine mit Öl gefüllte Votivlampe, die jedes Jahr am 4. Oktober von einer anderen Gemeinde in Italien der Basilika geschenkt wird.
Von der Unterkirche gelangt man auch zum Kreuzgang und hier durfte man endlich fotografieren.


Die Oberkirche liegt vor einer großen grünen Wiese, die auch Schauplatz für religiöse Treffen ist.
Auch hier darf man nicht fotografieren.


Man erkennt aber sehr gut die große Rosette, die mehrere Botschaften enthält. Im äußeren Ring findet man 44 kleine Kreise miteinander verbunden, sie erinnern an die 44 Lebensjahre von Franz von Assisi, der von 1182 – 1226 lebte.


In Assisi selber gibt es noch viele wichtige Kirchen, die alle mit dem Wirken von Franz von Assisi in Verbindung stehen.

San Rufino
In dieser Kirche wurde Franz von Assisi und Clara von Assisi getauft. Sie beide sind die Gründer der Franziskaner und des Klarissenordens.



Santa Chiara
Hier liegt die Heilige Klara begraben, sie starb 1253. außerdem wird in dieser Kirche das Kreuz aufbewahrt, das in San Damiano zu Franziskus sprach. Vom Vorplatz hat man einen wunderbaren Blick über die Talebene



Chiesa Nuova
Hier soll einst das Elternhaus von Franz von Assisi gestanden haben. Ein modernes Denkmal stellt seine Eltern, reiche Tuchhändler, dar.





Basilika Santa Maria degli Angeli


Eine Kirche mit gewaltigen Ausmaßen, die unten im Tal nicht weit von der Bahnstation liegt. Sie zählt zu den größten christlichen Bauwerken überhaupt.
Diese Kirche enthält etwas ganz besonderes, das man natürlich auch nicht fotografieren darf.
Die Porziuncola. Dabei handelt es sich um eine kleine Kirche, die von der riesigen Basilika überwölbt wird. Hier ist die Wiege des Franziskanertums. Die winzige Kirche wurde zum Mittelpunkt für Franziskaner und von hier aus zogen die Franziskaner hinaus in die Welt um Armut und Verzicht zu predigen.
In dieser Kirche starb Franz von Assisi am 3. Oktober 1226. Sein Sterbezimmer kann man auch heute noch besichtigen.

Zur Kirche gehört auch ein Roseto, also ein Rosengarten, der leider aber in keinem guten Zustand ist. Dennoch finde ich dort etwas Wunderschönes. Eine Staue von Franz von Assisi mit einem Schäfchen.


Assisi selber ist eine wunderschöne umbrische Stadt.
Hier ein paar Eindrücke aus der Stadt.




Piazza del Comune mit Minervatempel



Santa Maria sopra Minerva



Rocca Maggiore


Tipp: Der Bus von Assisi hinunter zum Bahnhof fährt nur alle 30 Minuten. Das kann dann zuweilen knapp werden, wenn man einen Zug erwischen muss. Von daher empfehle ich euch, sich bei der Ankunft direkt über die Abfahrtzeiten Richtung Tal zu erkundigen.​
 
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ColleMarina

Praetor
Stammrömer
Danke fürs Mitnehmen, liebe pecorella. Es hat mir viel Spaß gemacht, mit dir durch Assisi zu schlendern und deine schönen Fotos anzuschauen. Das scheint ein sehr schöner Ausflugstag gewesen zu sein mit vielen interessanten Eindrücken.
Und wenn dann auch noch ein Schäfchen mit ins Spiel kommt... ;)
 

romfan

Praetor
Stammrömer
Ich liebe Assisi, es lohnt dort aber auch zu übernachten. Gerade im Sommer sind auf der Piazza del Commune immer wieder Jugendgruppen, die Programm machen.
Der Bischof Domenico Sorrentino spricht gut deutsch und war vorher im Vatikanischen Staatssekretariat beschäftigt daher trägt er auch noch den Titel Erzbischof "ad personam". Mit etwas Glück öffnet er auch den Bischofspalast, wo man nach wie vor den Raum besichtigen kann, wo Franz von Assisi vor dem Bischof sein Armutsgelübte abgelegt und sich seiner Kleidung entledigt hat.
Beim betreten der Basiliken San Francesco und Santa Maria degli Angeli befindet man sich übrigens im Vatikan. Beides sind extraterritoriale Gebiete des Hl. Stuhls.
 

pecorella

Magnus
Stammrömer
Aventin

Auf dem Aventin


Der Aventin ist der südlichste der 7 römischen Hügel und - obwohl mitten im Zentrum gelegen - eine kleine Oase der Ruhe und Beschaulichkeit.

Dabei geht es am Fuße des Aventin zunächst mal gar nicht so beschaulich los. Denn dort steht eine der absoluten Touristen-Attraktionen, der Bocca della Verità, vor dem sich meist eine sehr lange Schlange bildet.


Der dazugehörigen Kirche Santa Maria in Cosmedin schenken hingegen die wenigsten Besucher Beachtung und ich muss gestehen, dass auch ich kein schönes Foto von der Kirche habe :blush:

Gegenüber vom Bocca della Verità findet man am Forum Borarum den Tempel des Hercules Victor und den Tritonenbrunnen.



Um sogleich einen der schönsten Orte auf dem Aventin zu erleben, läuft man die viel befahrene Via della Greca hinauf, denn dort befindet sich nach ca. 300 m auf der rechten Seite der Roseto. Der Roseto ist ein wunderschöner Rosengarten, der immer vom 21. April bis Mitte Juni geöffnet ist. Aber auch wenn er geschlossen ist, lohnt ein Blick durch den Zaun.




Von hier aus geht es weiter über die Via di Valle Murcia
zum Orangengarten, dem Giardino degli Aranci oder Parco Savello. Von dem hübschen mit vielen Orangebäumen bewachsenen Park hat man eine traumhafte Aussicht zum Gianicolo und auf die Kuppel von San Pietro. Ganz nebenbei bietet der Park auch reichlich Bänke und einen Nasone für eine schattige Rast.



Unmittelbar neben dem Park ist die Backsteinkirche Santa Sabina, die man übrigens von Orangengarten aus am besten bewundern kann. Papst Honorius III hatte die Kirche 1222 dem heiligen Dominikus übergeben und er gründete dort ein Dominikanerkloster.



Auf dem Vorplatz befindet sich übrigens dieser hübsche Brunnen


Wieder einige Schritte weiter gelangt man zu einem weiteren kleinen Park, dem Giardino di Sant'Alessio

Von hier hat man eine ebenso schöne Aussicht auf den Gianicolo und San Pietro. Der kleine Garten ist meist viel weniger überlaufen, wie der Orangengarten und bietet auch Plätze für eine Rast und Brunnen.



Gleich neben dem Park ist die Kirche SS Bonifacio e Alessio. Hier findet mehrmals wöchentlich eine Armenspeisung für Obdachlose statt. Außerdem ist SS Bonifacio e Alessio eine beliebte Hochzeitskirche.



Nun sind es nur noch wenige Schritte bis zum Buco die Roma auf der Piazza Cavalieri Malta.
Hier am Portal zur Residenz des Großmeisters des Malterserordens


kann man durch ein winziges Schlüsselloch die Kuppel von San Pietro bewundern.



Nebenan findet man die Kirche Sant'Anselmo, zu der auch ein hübscher Klosterladen gehört. Auch hier lohnt ein Blick, sowohl in die Kirche,



wie auch in den Klosterladen.




Von hier aus ist es nicht mehr all zu weit zur Piramide und dem Cimitero Acattolico, weitere Informationen dazu findet ihr in diesem Beitrag.


 
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pecorella

Magnus
Stammrömer
Quirinal

Auf dem Quirinal



Palazzo del Quirinal: Piazza del Quirinale
geöffnet: Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag 9.30–16.00 Uhr;
Voranmeldung nötig unter
La prenotazione della visita

Der Quirinal ist der höchste der sieben römischen Hügel und auf ihm ließen die Päpste einst im 16. Jahrhundert eine päpstliche Sommerresidenz, den Quirinalspalast, errichten. Erbaut wurde der Palast zwischen 1573 und 1730. Ab 1870 diente er dann zunächst als königliche Residenz. Seit 1974 ist aber dort der Sitz des italienischen Staatspräsidenten.

Zum Palast gehören auch wunderschöne Gärten, die man im Zuge eines großen buchungspflichtigen Rundganges besuchen kann. Am 2. Juni, dem Tag der Republik, sind sie ohne Buchung für die Öffentlichkeit zugänglich. Öffnungszeiten und Website siehe oben.

Einen schönen Bericht über eine Führung im Quirinalspalast mit den Gärten findet ihr hier von Pasquetta


Jeden Sonntag findet dort eine Wachablösung statt, die von viel mitlitärischem Drill begleitet wird.
von Oktober bis 2. Juni: jeden Sonntag 16.00 Uhr
vom 3. Juni bis Ende September: jeden Sonntag 18.00 Uhr


Aber auch ohne Wachablösung lohnt ein Besuch, denn von hier hat man eine schöne Aussicht über Rom bis hin zum Petersdom



Wie immer darf auf großen Plätzen in Rom ein imposanter Brunnen nicht fehlen und die Fontana dei Dioscuri (Dioskurenbrunnen) ist so einer.


5,60 m hoch ragen die Statuen von Castor und Pollux hier in die Höhe


und das ganze wird noch von einem 14 m hohen Obelisk überragt, der einst beim Augustusmausoleum stand.



Das Becken des Brunnens wurde einst im Forum Romanum als Tränke genutzt.


Gegenüber vom Palazzo dei Quirinal liegt der Palazzo Consulta, der für Papst Clemens XII erbaut wurde. Heute befindet sich dort das italienische Verfassungsgericht.


Ein weiteres wichtiges Gebäude ist die Scuderie del Quirinale, früher waren hier die Stallungen des Palazzos del Quirinale untergebracht, heute hingegen finden dort viele interessante Ausstellungen statt.
Zu buchen unter: Scuderie del Quirinale



Nicht weit entfernt liegt unterhalb des Quirinals übrigens mit der Fontana di Trevi einer der absoluten Touri-Hotspots.


Wer es aber etwas gemütlicher mag und nun die Via del Quirinale weiter hinauf geht, der findet bald zwei schöne Parkanlagen, die zur Rast einladen.

Zuerst die Villa Carlo Alberto al Quirinale


und ein paar Schritte weiter und wesentlich schattiger, den Giardino Sant'Andrea al Quirinale


Zwischen den beiden Gärten befindet sich die Kirche Sant'Andrea al Quirinale.
geöffnet: Dienstag - Samstag von 8.30-12 und 14.30-18 Uhr
An Sonn- und Feiertagen: von 9.00-12.00 und 15.00 -18.00 Uhr
Montags geschlossen!


Die Kirche basiert auf Plänen Berninis, die seine Assistenten ausführten.





Wer nun die Straße noch etwas weiter hinauf geht gelangt an eine Kreuzung mit 4 Brunnen, der Via alle Quattro Fontane



An dieser zugegebenermaßen sehr stark befahrenen Kreuzung befindet sich eine winzige Kirche mit langem Namen, San Carlo alle Quattro Fontane. Im Volksmund aber nur San Carlino, also heiliges Karlchen, genannt.

Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag 10:00 - 13:00 und 15:00 - 18:00 Uhr
Sonntag 10:00 - 13:00 Uhr ab 11:00 Uhr Messe




Da San Carlino zu meinen absoluten Lieblingskirchen zählt, findet ihr hier einen ausführlichen Bericht über diese Kirche.​
 
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pecorella

Magnus
Stammrömer
Auf dem Esquilin


Der Esquilin besteht eigentlich aus 3 kleinen Hügeln nämlich dem Cispio im Norden, dem Fagutal im Westen und dem Oppio im Süden. Das Gebiet des Esquilin befindet sich grob zugeordnet zwischen dem Kolosseum und Santa Maria Maggiore.

Bei meiner Suche nach den genauen Grenzen des Esquilin habe ich übrigens so viele verschiedene Angaben gefunden, dass ich mich für die hier beschriebene Variante entschieden habe.

Wer heute zum Esquilin geht, der kann sich gar nicht vorstellen, dass der lateinische Name excolere, "draußen wohnen" bedeutet. Doch früher war der Esquilin ein Vorort außerhalb des servianischen Mauerrings und war ausschließlich für Bestattungszwecke bestimmt. Denn Tote durften nie innerhalb der Stadtmauern beerdigt werden.

Erst zu Zeiten des Augustus wurde der östliche Teil des Gebietes in ein Wohnviertel für reiche Angehörige des kaiserlichen Hofes verwandelt. Der westliche Teil war ein Armenviertel.

Aber so ein ganz klein wenig "draußen" ist der Esquilin auch heute noch. Jedenfalls ist er nicht ganz mitten im historischen Zentrum, wie etwa der Palatin oder das Kapitol.

Trotzdem ist er für viele Romreisende meist der erste Hügel mit dem sie Bekanntshaft machen, denn ganz am Rande des Esquilin liegt der römische Hauptbahnhof Termini. Die Experten streiten übrigens, ob der Termini noch dazu gehört oder nicht.



Weitaus hübscher als der Bahnhof Termini ist mit Sicherheit die Papstbasilika Santa Maria Maggiore


über die ihr hier einen gesonderten Bericht findet.

Kommt man von der Via Cavour aus, so sieht man sofort den schönen Obelisco Esquilino. Dieser hat übrigens einen Zwilling, der auf dem Quirinalplatz steht. Beide stammen aus dem Mausoleum des Augustus.



und nur ein paar Schritte neben Santa Maria Maggiore (von vielen unbemerkt) Santa Prassede mit der wunderschönen Kapelle des Heiligen Zeno.

Der Eingang ist wenig spektakulär, aber es lohnt sich ;)


Die frühchristliche Basilika hat einige der schönsten Meisterwerke der hochmittelalterlichen Mosaikkunst bewahrt.


Ganz beonders die Kapelle des heiligen Zeno, die man früher Paradiesgarten nannte, ist ganz besonders sehenswert.






Wer nun den Esquilin über die Via Cavour weiter hinuter Richtung Kolosseum geht, der kommt an einer recht auffälligen Treppe vorbei, nämlich der Salita dei Borgia.



Ich finde die Geschichte dieser Treppe so interessant, dass ich ihr hier sogar einen eigenen Beitrag gegönnt habe.

Wer sich von der blutrünstigen Geschichte der Treppe nicht erschrecken lässt und sie hinauf steigt, der kommt zu einem weiteren Highlight auf dem Esquilin, nämlich San Pietro in Vincoli.

Wie so oft bei römischen Kirchen, ist auch hier der Eingang eher schlicht, das ändert sich drinnen allerdings schlagartig.


Das Gotteshaus ist dem ersten Papst in der Kirchengeschichte geweiht und in ihm werden die beiden Ketten, mit denen die Hand-und Fußgelenke Petrus während der Gefangenschaft im Marmertinischen Kerker gefesselt wurden, aufbewahrt.


Im rechten Querschiff findet man ein sehr bedeutendes Kunstwerk, den Moses von Michelangelo. Einst hergestellt für Papst Julius II, der aus der Familie Della Rovere stammt und das unter der Kuppel der Peterskirche aufgestellt werden sollte. Doch das Grabmal wurde nie fertig und so setzte man die schon fertigen Teile in der heute sichtbaren Form zusammen. In der Mitte erscheint riesengroß Moses, daneben Lea und Rachel.


Wem nach so viel Kunstgenuss nach etwas Entspannung zumute ist, dem sei nun der Colle Oppio empfohlen. Der Park liegt oberhalb vom Colosseum und wenn man Glück hat, erwischt man eine freie Parkbank mit exclusiver Aussicht.


Der Park lädt zu einem kleinen Spaziergang ein


und ist auch hier noch mal extra beschrieben.


Außerdem ruhen unter dem Colle Oppio die Überreste des sagenumwobenen Domus Aurea, dem einstigen Palast von Nero. Teile davon kann man schon wieder besichtigen. Hier findet ihr ein kleines Video. Zu buchen ist die Besichtigung über Coopculture.
 
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pecorella

Magnus
Stammrömer
Liebe Leser von Pecorellas Romreiseführer,

im neuen Forum erscheinen die Bilder im neuen Gewand und leider tragen viele Fotos bei mir lediglich ihre IMG Nummer und die Beschriftung steht unter den Bildern. So nach und nach werde ich versuchen alle Fotos nun der neuen Optik des Forums anzupassen und die IMG Nummern durch die entsprechende Sehenswürdigkeit ersetzen und vielleicht auch noch ein paar Zusatzinformationen zu schreiben. Aber das dauert bei der Menge der Beiträge und Fotos leider eine Weile. Aber wie ihr seht, ich gebe mir Mühe!

 
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pecorella

Magnus
Stammrömer
Da es viele Neuerungen zum Eintritt in das Kolosseum und Forum Romanum gibt, habe ich gerade im Beitrag zum Kolosseum alle Änderungen eingepflegt. Dort steht nun eine Übersicht über die verschiedenen Tickets mit ihren Bedingungen und wo man sie buchen kann. Außerdem wird das Super-Ticket auch bei dem Beitrag zum Forum Romanum erwähnt.
 
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dentaria

Caesar
Stammrömer
Rom-Reise
06.07.2929-10.07.2020
Wobei für mich klar ist, wenn schon Forum und Palatin, dann nur mit dem erweiterten Angebot.
 

Ludovico ROB

Triumphator
Teammitglied
Moderator
Forum-Sponsor
Stammrömer
Es gibt noch einen Eingang. Ich hatte für meinen Enkel und mich eine Führung mit Roma Culta gebucht. Als ich eine Viertelstunde vor dem Treffen die riesige Warteschlange vor dem Colosseo sah, war ich entsetzt. Die Führerin ging mit uns aber auf die gegenüberliegende Seite. Dort hat man aber nur zu einer vorgebuchten, festen Zeit Eintritt. Kurze Gepäckkontrolle, und schon ist man drin. Das Ticket kostete hier für Collosseo, Forum und Palatin 24 Euro. Der Eintritt für die Kinder war frei.
Übrigens war der Eingang am Palaltin fast so stark frequentiert, wie jener am Colosseo. Der große Geheimtipp ist das wohl nicht mehr. Ich habe noch nie so viele Menschen auf dem Palatin gesehen, wie bei diesem Besuch. Ich habe mich an Zeiten erinnert, an denen ich frühmorgens den Hügel für mich alleine hatte.
 

pecorella

Magnus
Stammrömer
Villa Gregoriana Tivoli

Wie komme ich hin:
Am besten nehmt ihr den Zug ab Tiburtina (zu erreichen mit der Metro B), denn ab hier fahren deutlich mehr Züge nach Tivoli als vom Bahnhof Termini. Bitte beachtet, dass ihr in Tiburtina zu den Gleisen 1,2,3 est laufen müsst. Diese sind auf der ersten Etage zu finden. Der Weg von der Metro bis dort dauert ca. 10 Minuten.
In Tivoli verlasst ihr dann den Bahnhof nach rechts und lauft einfach die Straße hinunter, die Villa Gregoriana ist an der nächsten großen Kreuzung (ca. 800 m)

Öffnungszeiten: Da diese sehr variabel sind, hier eine Übersicht:
  • März Dienstag bis Sonntag 10:00 - 17:00
  • April bis Juni täglich 10:00 - 18:30
  • Juli und August täglich, 10:00 - 20:00
  • September täglich 10:00 - 18:30
  • Oktober , jeweils täglich vom 1. bis 15 Oktober 10:00 - 18:30 ;vom 16. bis 22. Oktober 10:00 - 18:00; vom 23. bis 27. Oktober 10:00 - 17:30; vom 28. Oktober bis 11. November 10.00 – 16.30, vom 12. bis 16. Dezember 10.00 – 16.00
Eintritt: 7,00 Euro


Wild und romantisch kommt die Villa Gregoriana daher. Sie liegt in einer Schlucht mit den Namen Valle dell'Inferno - Teufelstal - . Die Villa trägt ihren Namen Gregoriana, weil Papst Gregor XVI im 19. Jahrhundert Tivoli vor den Fluten der Aniene schützen wollte, da es teilweise zu schlimmen Überschwemmungen kam. Papst Gregor XVI ließ nach einer besonders schlimmen Überschwemmung Kanäle, Schleusen und Überläufe unter dem Monte Catillo anlegen, die die Aniene von der Stadt Tivoli fernhalten sollten.

Da sich die Villa Gregoriana in einer steilen Schlucht befindet, ist gutes Schuhwerk ist hier ein Muss.
Die Wege sind schmal und steil. Wer nicht gut zu Fuß ist, für den ist die Villa Gregoriana eher nicht geeignet.



Von der Villa Gregoriana hat man mehrmals eine schöne Aussicht auf den Vesta Tempel der sich auf der ehemaligen Akropolis in Tivoli befindet.


Überreste der römischen Villa von Manlius Vopiscus


Über schmale Wege erreicht man den spektakulären Wasserfall, wo sich das Wasser der Aniene 120 Meter in die Tiefe stürzt.



Über schmale Wanderwege kann man vorbei an vielen kleinen Wasserfällen bis hinauf zu dem Tempel laufen, dort gibt es einen Ausgang und man ist sofort oben in Tivoli.


Wem das zu viel und zu steil ist, der kann auch zum Eingang zurück kehren und von dort über die Brücke die Aniene überqueren und hinauf nach Tivoli gehen, es ist nicht weit und man sieht gleichzeitig etwas von dem hübschen Ort.

Weitere Hinweise bitte hier: Diskussions- & Kommentar-Thread zu "Pecorellas Rom-Reiseführer"
 

pecorella

Magnus
Stammrömer
Palazzo Massimo alla Terme

Standort: Largo Via Peretti 1

Wie komme ich hin: Metro / Bus / Tram / Zug die zum Bahnhof Termini fahren

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 9:00 - 19:45 Uhr
Geschlossen: montags und am 1. Januar und 25. Dezember

Eintritt: 7,00 Euro
oder ein Kombiticket für 4 Museen (Terme di Diocleziano, Palazzo Altemps und Crypta Balbi) zu 12,00 Euro, welches 3 Tage gültig ist.
Beim Kauf an einem Sonntag gilt das Ticket bis Mittwoch, da alle vier Museen montags geschlossen sind.

Der Palazzo Massimo alla Terme gehört zum Museo Nazionale Romano und liegt direkt in Sichtweite zum Bahnhof Termini.


Das Gebäude ist für römische Verhältnisse jung, es wurde erst 1887 fertiggestellt.

Zu bestaunen gibt es im Palazzo Massimo alla Terme Skulpturen,


Reliefs,


Sarkophage


Das Gartenzimmer aus der Villa Livia mit einer Gartenlandschaft aus Bäumen, Blumen, Früchten und Pflanzen.


und eine beachtenswerte Münzsammlung im Untergeschoss. Dort findet man Münzen von der Antike bis zur Neuzeit. An heißen Tagen ist es dort unten übrigens durch die Klimaanlagen sehr angenehm.


Tipp: Gleich gegenüber vom Palazzo Massimo liegen die Terme di Diocleziano die auch in der Kombi-Karte zu 12,00 Euro enthalten sind.

 

pecorella

Magnus
Stammrömer
Terme di Diocleziano

Standort: Viale Enrico de Nicola, 76,

Wie komme ich hin: Metro / Bus / Tram / Zug die zum Bahnhof Termini fahren

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 9:00 - 19:45 Uhr
Geschlossen: montags und am 1. Januar und 25. Dezember

Eintritt: 7,00 Euro

oder ein Kombiticket für 4 Museen (Palazzo Massimo, Palazzo Altemps und Crypta Balbi) zu 12,00 Euro, welches 3 Tage gültig ist.
Beim Kauf an einem Sonntag gilt das Ticket bis Mittwoch, da alle vier Museen montags geschlossen sind.

Die Termen di Diocleziano gehören zum Museo Nazionale Romano und liegen direkt gegenüber vom großen Busbahnhof am Bahnhof Termini und ebenfalls fast gegenüber vom zuvor beschriebenen Palazzo Massimo.

Die Thermen wurden im Jahr 298 begonnen und 306 fertiggestellt. Sie waren früher die größte Thermenanlage in Rom. Auch die Basilika Santa Maria degli Angeli e dei Martiri gehörte früher dazu. Michelangelo schuf aus einstigen Frigardium eine Kirche.

Heute befindet sich in den einstigen Thermen ein sehenswertes Museum, das über viele Räume verteilt ist. Hier ein paar Eindrücke.



Aber auch der Kloster-Kreuzgang von Michelangelo ist sehenswert, dort findet man ebenfalls Statuen und Sarkophage.



Mitten auf der grünen Wiese findet man übrigens diese hübschen Geschöpfe, die man in den Trajansforen gefunden hat.


Leider hat es bei unserem Besuch dort arg geregnet, sodass mehr schöne Aufnahmen draußen nicht möglich waren.
Allerdings ist das Museum natürlich ein guter Tipp bei Regenwetter.​
 
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