Mini-BT
9.-11. September 2011
Bei unserem Aufbruch am Morgen lachte die
Bärensonne 
vom Himmel, so dass Gauki gut gelaunt und
wohlbehütet aus dem Haus ging - d.h. mit ihrem
Bärenhut auf dem Kopf.
Erstes Ziel war das Archiv
(davon haben die Bockfelsener einige nette Pfotos), wo wir zusammen mit Bruno und Gereon in der Weihbischofsecke frühstückten.
Leider hatte niemand
auch die Bärensonne zu unserem Frühstück eingeladen 8O, und vermutlich deswegen zog sie sich beleidigt zurück ... der Bärenhut konnte daraufhin gleich im Archiv bleiben.
Aus den vielen verschiedenen Besichtigungsmöglichkeiten, welche zeitlich, d.h. bzgl. der Führungen, gar nicht so einfach zu koordinieren waren, hatten wir für den Anfang
St. Maria Lyskirchen ausgewählt. Das erwies sich als ein Glücksgriff, denn nicht nur ist diese romanische Kirche sehr reizvoll
(das wussten wir Archivbären selbstverständlich vorher), sondern auch die Führung erwies sich als ganz ausgezeichnet :thumbup::thumbup::thumbup:
(was vorher niemand hatte wissen können ... und man wird sehen: Es geht leider auch ganz anders :~:~:~).
Unsere einzigen drei Pfotos - aufgenommen extra für meinen lieben ältesten Archivbärenbruder

- zeigen den hl. Gereon in einem der Fenster des nördlichen Seitenschiffs.
Als wir St. Maria Lyskirchen verließen, setzte Regen ein, der immer heftiger wurde und uns treu blieb für nahezu den gesamten Rest des Tages. Deswegen und wegen einer Großbaustelle kippten wir das Zwischenziel Groß St. Martin, so dass unser nächster Programmpunkt - erst am Nachmittag - St. Pantaleon war. Zwischendurch fanden wir Unterschlupf im 2010 neu eröffneten "Kulturquartier am Neumarkt", wie sich diese bauliche Verbindung von
Schnütgen-Museum und
Rautenstrauch-Joest-Museum seitdem nennt.
Auch
St. Pantaleon zählt zweifellos zu den interessantesten Kirchen, welche Köln zu bieten hat. :thumbup::thumbup::thumbup: Während wir dort auf den Beginn der Führung warteten, lasen wir schon mal einiges Wissenswerte aus einem der schlauen Heftchen unseres großen Zweibeiners - und waren darum freudig gespannt darauf, noch Näheres aus berufenem Munde zu erfahren.
Jedoch es kam anders ... denn leider erwies sich der Führer, dessen Name hier taktvoll verschwiegen sei, als der "Nachtwächter-Kategorie" zugehörig. x( Soll heißen: Wie weiland sein Pappkamerad in Xanten verlor er sich in endlosen Dönekens zur Geschichte Kölns (und z.T. des gesamten Rheinlands:!

, worüber Baugeschiche, Architektur und künstlerische Ausgestaltung der Kirche durchaus zu kurz kamen. :x :thumbdown :frown:
Diese
(Insdern der Pfarrei St. P. seit Langem bekannte) "Eignung" besagten Nachtwächters :twisted: für qualifizierte Kirchen-Führungen bestätigte uns tags drauf im Archiv auch unser stv. Direktor - und lachte sich gemeinsam mit uns Archivbären halbtot über dessen völlig abwegige Behauptung,
Theophanu habe bei ihrer Ankunft "kein Purpurkleid getragen" 8O :lol::lol::lol: und es seien
darauf die anfänglichen Schwierigkeiten mit ihrer Schwiegermutter Adelheid zurückzuführen gewesen. :roll::roll::roll: Denn selbstverständlich drehte sich dieser Streit nicht um ein Kleidungsstück, sondern darum, dass Theophanu nicht Tochter, sondern nur Nichte des byzantinischen Kaisers Johannes Tzimiskes war - und also vermutlich keine
porphyrogenita, d.h.
Purpurgeborene.
Ja, ja ... wäre die couragierte Chefin der claudischen Höhle zugegen gewesen, dann wäre es bestimmt nicht allein dabei geblieben, dass wir kundigen Bären stillschweigend unsere Knopfaugen verdrehten ...
sondern es wäre für den Führer bestimmt ebenso ausgegangen wie Ende August 2008 am absoluten Nullpunkt des Kölner Domes für das Pferd mit dem Rucksack. :~:~:~ :twisted:
Kurzum, die Sache erwies sich als ingesamt so wenig ergiebig, dass sich einzelne Mitglieder der geführten Gruppe, darunter auch Gauki, aus derselben lösten und auf eigene Faust im Kirchenraum umhergingen. Auch überlegten wir gemeinsam mit den Bockfelsenern bereits, der Veranstaltung vorzeitig den Rücken zu kehren. Jedoch in genau diesem Moment stellte sich heraus, dass wir nun endlich doch noch in den (abgeschlossenen) Chorraum hinter dem
gotischen Lettner (über den so gut wie nichts 8O in der Führung vorkam :x :thumbdown :frown

und in die Krypta gehen könnten, was immerhin ein halbwegs versöhnliches Ende der Sache darstellte.
Nachdem wir dergestalt zwei
Sakralbauten besichtigt hatten, wendeten wir uns zuletzt einem ebenfalls sehr sehenswerten Beispiel der Kölner
Profan-Architektur zu
(noch dazu aus demjenigen Jahrhundert, welches im Focus dieses Denkmaltages 2011 stand, also dem 19.), dem
Oberlandesgericht am
Reichensperger-Platz; hier weitere
Details zur Historie.
Zur Besichtigung ausgeschrieben war das imposante
Treppenhaus, und zwar in Verbindung mit einem Kunsthandwerkermarkt.
Jedoch erwiesen sich auch sämtliche andere Flure als geöffnet; und darum ging Gauki
(die - ganz im Gegensatz zu den Bockfelsenern - mit Kunsthandwerkermärkten ohnehin ebenso wenig wie unser großer Zweibeiner am Hut hat) zeitweise eigene Wege, d.h. schlenderte durch das gesamte Gebäude in nostalgischer Erinnerung an ihre Referendariatszeit vor vielen, vielen Jahren.
Auch mit dem Panorama-Aufzug sind wir mehrfach gefahren. :thumbup: :]
Im Treppenhaus ...
... trafen wir später mit den Bockfelsenern wieder zusammen, um gemeinsam die Knopfnasen heimwärts zu drehen.
Kurz zuvor trafen wir allerdings noch diese echt süßen Lämmchen:
Gennaro hätte sich gefreut :nod: - aber er war ja damals noch nicht bei uns.
Wohlverdientes Abendessen nach einem langen Tag: mit Pasta und Pilzen!

:thumbup::thumbup: