Europawahl
Dass unsere Honnefer Bärenhöhle einigermaßen europäisch besetzt ist, wisst ihr ja: Amadeus aus Wien; Benoit aus Paris; Ferdinand aus der Schweiz; Jirschi aus Prag; Heng und Armand aus Luxemburg ... und sogar einige Bayern haben wir in unseren Reihen.
Und so, als guter Europäer, bin auch ich heute zur Europawahl gegangen – mit der bekannten gelben Wahlbenachrichtigung zwischen den Pfoten.
Unsere Chefin hat mich begleitet: Bis zum Wahllokal geht man von uns aus nur etwa 2 bis 3 Minuten; und wirklich sehr schön durch den Park der
Fachhochschule (für die Gesamtansicht des Parks etwas nach unten scrollen; früher Handelsschule der Schulbrüder von St. Anno). Es stand auch schon ein weiterer Wähler vor der Tür: ein gewisser Siegfried, der in einem Photogeschäft arbeitet; Gauki und er kennen sich seit Jahrzehnten. Er meinte, man dürfe wohl noch nicht hinein, weil es erst 7.59 h war; aber mit uns als Rückendeckung traute er sich dann doch. 8)
Natürlich ließ man uns schon 'rein, und wir wurden auch freundlich begrüßt; durften aber noch nicht sofort wählen, weil Europa noch nicht hinreichend organisiert war :roll: ... wie Gauki sagte; und Siegfried antwortete, das sei ja nun wahrlich nichts Neues. :twisted: :roll: :twisted:
Sondern der Wahlleiter – Hahn im Korb zwischen 3 Wahlhelferinnen 8) – musste zunächst noch seine Damenriege einweisen: wer wo zu sitzen und wer wann was zu tun und zu sagen hatte. Dann kam Siegfried dran, gleichsam als Versuchskaninchen, wobei der Wahlleiter die Dame zu seiner Linken anleitete, Siegfrieds Wahlschein zu kontrollieren, mit seinem Personalausweis zu vergleichen und festzustellen, dass alles in Ordnung sei. Beim zweiten Wähler werde sie jetzt sofort ein Gegenbeispiel erleben, sagte Gauki zu ihr ... und in der Tat: Die Wahlhelferin nahm von mir die Wahlbenachrichtigung entgegen, fragte mich nach meinem Namen und stellte fest, dass ich nicht mitwählen dürfte; zumal ich auch nicht in der Wahlliste verzeichnet stünde und keinen Personalausweis vorlegen könne.
Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Unsere Chefin hatte mich vorher gewarnt, dass es höchstwahrscheinlich so ausgehen werde. :uhoh: Aber immerhin: Sie fanden mich alle nett :nod: :thumbup: :nod:; und sowohl für sie wie auch für Siegfried begann darum der Wahlsonntag mit fröhlichem Lachen.
Als
ganz wichtig lernten die Wahlhelferinnen, dass vor dem Gang in die Wahlkabine (immerhin, dorthin durfte ich mit!

) jedem Wähler unbedingt diese Spielregel einzuschärfen sei, bekannt aus dem „Leben des Brian“:
:twisted: :twisted: :twisted:
Als wir aus der Wahlkabine kamen und unsere Chefin ihren Stimmzettel in die Urne geworfen hatte, habe ich zum Abschied noch gebrummt, dass ich ihnen eigentlich eine Runde Rosinenbrötchen hätte mitbringen wollen, vorhin vom Bäcker; dass aber Gauki gesagt hätte, das gehe wohl nicht, wegen Vorteilsannahme und so :roll: ... immerhin bekleiden sie für die Dauer ihrer Tätigkeit ein öffentliches Amt

, auch im Sinne des StGB. :nod:

Jedoch, nun sieh’ mal einer an: bedauernde Mienen

... und der Wahlleiter sagte, och, das hätten sie
so eng aber nicht gesehen

... tja, zu spät; so spielt das Leben.

:~
Und was ist mit euch, habt ihr auch alle brav gewählt heute?
Wenn nicht 8O – dann jetzt aber flott; ihr habt noch genau 93 Minuten Zeit! :thumbup: