Jetzt haben wir so lange den berühmten Augenaufschlag geübt, dass die Chefin die Bilder ausgesucht, verkleinert und hochgeladen hat. Dabei haben wir nicht einmal nachgelesen, was in den 10 Tagen unserer Abwesenheit hier so passiert ist (und das dürfte eine Menge gewesen sein ...).
Die Koffer waren schon am Montagabend gepackt worden und so konnte es am Dienstag, 20.7., losgehen. Der Weg zum Flughafen war zwar mit den Öffis etwas beschwerlich, da es eine ganze Menge an Dingen zu transportieren gab - neben dem Koffer noch ein Rucksack, die Flöte und das kleine Täschchen mit Geldbeutel und Papieren.
Entspannt konnten wir dann in den Flieger steigen: wir hatten Glück, denn der Vorlauf des Streiks führte nur zu einer Stunde Verspätung. Wären wir am Abend oder am Mittwoch geflogen, hätten wir wahrscheinlich ein Problem gehabt. Aber so war Fortuna auf unserer Seite.
Im Flieger schlich sich Fausto aus dem Rucksack, in den er sich mal wieder hineingeschmuggelt hatte:
Am Flughafen von Pisa wartete bereits unsere Freundin, die auch schon die Formalitäten wegen des Autos erledigt hatte (leider mußte sie diesmal lange auf uns warten) und dann ging es los zum Antico Borgo nach Tignano.
Dort gab es zur Begrüßung einen Prosecco - ewas sonst? - und die Freundin unserer Chefin lernte den vielzitierten Forumsausspruch kennen (den sie einfach nur toll fand).
Es galt noch einen Geburtstag, nämlich den von Claude, zu begießen und was gab es für ein Geburtstagsgeschenk? Wir konnten es nicht fassen, weil wir es so toll fanden - zumal die Aussichten auf weitere Ausflüge damit für einen größeren Kreis möglich werden könnten. Und mal ehrlich: eine TTT ist doch besser als ein BTR (oder???):
Wir müssen mal ausprobieren, wie viele von uns da rein gehen!
Die nächsten Tage verbrachten wir mit Enspannen, Lesen, da es richtig schön heiß war, bot der Pool willkommene Abkühlung. Und es gab kleinere Ausflüge in die herrliche Umgebung.
Hier einige Impressionen aus Casole d'Elsa:
Überall im Städtchen waren Skulpturen versteckt - ob wir alle gefunden haben, wissen wir gar nicht:
Besonders lustig fanden wir diese hier:
Ausgesprchen passend zu dieser Reise in die Toskana war das Kirchenfenster:
Auch Volterra sollte wieder ein Besuch gelten. Aber nicht wegen des museo della tortura - dafür sind wir zu friedlich gesinnte Zweibeiner und Arktoi. Viel interessanter fanden wir die Alabasterbearbeitung. Von Kunst bis Kitsch ist da so ziemlich alles zu finden. Im 18. Jh. hat man dieses Kunsthandwerk im Zuge des wachsenden Interesses an der etruskischen Kunst wiederbelebt.
Auf den Flöten aus Alabaster kann man sogar spielen - das haben die Chefinnen letztes Jahr selbst ausprobiert.
Der Türklopfer an dem Portal lud uns herzlich ein, den herrschaftlichen Flur zu betreten. Dort waren einige Nachbildungen antiker Plastik bekleidet worden.
Was wäre ein Besuch in Volterra, ohne einen Blick auf das römische Theater zu werfen. Zumal in der Straße ein tolles Geschäft mit etruskisch inspiriertem Schmuck ist. Schon die Preise zeigen an, dass es nicht der übliche Tourikram ist. Die von der Chefin schon lange gesuchte Zwiebelknopffibel gab es leider nicht. Aber die wäre ja auch ganz und gar nicht etruskisch.
Interessant waren auch die Wolkenformationen vor der untergehenden Sonne:
In San Gimignano sind dieses Jahr keine Fotos entstanden. Warum? Das wissen wir auch nicht so genau.
Siena ist immer wieder ein schönes Örtchen, das zum Verweilen einläd. Die Archivbären werden sich sicher darüber freuen, dass wir das erzbischöfliche Archiv ausfindig gemacht haben:
Viel Material kann da eigentlich nicht aufbewahrt sein, wenn man mit dem ersten Stockwerk auskommt.
Petrus hält sein wachsames Auge über eine Häuserzeile:
Und für das leibliche Wohl konnte man auch so manches entdecken.
Pfotos gibt es leider nicht so viele. Aber bei einer Probe war meine Anwesenheit unverzichtbar. Auf dem Programm stand der "Einzug der Königin von Saba":
Und es gab einen Geburtstag zu feiern.
An dem Abend war das Abendrot besonders schön:
An einem anderen Abend konnten wir tolle Gewitterwolken beobachten. Davon gibt es sogar ein Filmchen.
Diesen Kumpel fanden wir bei Gabriella. Das wäre doch ganz nach dem Geschmack von Frederic.
Auch sonst ist bei Gabriella immer viel zu entdecken:
Unser Häuschen kennt ihr vielleicht noch vom letzten Jahr.
Den letzten Tag verbrachte die Chefin dann in Pisa. Der Flieger ihrer Reisegefährtin ging schon gegen Mittag, das Flugzeug nach Paris dagegen sollte erst um 20.45 starten. Also wurde der Koffer eingeschlossen und es gab einen gemütlichen Stadtbummel mit einem Besuch im Dom. Was dann mit dem Flieger passierte, habe ich ja bei der Rückmeldung im Arktonet schon geschrieben.
Der Löwe extra für Leo!
Eine ausführliche Siesta war an der torre pendente vorgesehen:
Der Ausflug war mal wieder viel zu schnell vorbei. Wir haben aber schon ausgemacht, dass wir uns wieder anmelden und gemeinsam Musik machen. Das wäre dann: Toskana 2011.
Viele Grüße
S.