Mit dem Pavillon auf der Architekturbiennale ist dem Vatikan ein paradiesischer Ort der Ruhe und Begegnung gelungen. (...)
Dazu passt auch die unabhängig von der Biennale, aber fast zeitgleich in der Klosterkirche stattfindende Kunstausstellung der österreichischen Künstlerin Helga Vockenhuber (geb. 1963). Im Zentrum ihrer ausgestellten Arbeiten steht dabei eine aufwändige und wirkungsvolle Installation in der Mitte des Gotteshauses. Auf einem schwarzen, mit Wasser gefüllten Rondell liegen sieben jeweils in sich verdrehte Blöcke aus Bronze, aus denen lange Spieße herausstechen.
Die Objekte symbolisieren die gesprengte Dornenkrone. Gewalt, Unmenschlichkeit und die Verletzlichkeit der menschlichen Existenz werden überwunden und treten in eine spannungsgeladene Beziehung zu Glaube, Hoffnung und Auferstehung, wie sie im barocken Kirchengebäude und dessen Ausstattung ausgedrückt sind und sich nun auf der Wasseroberfläche des Rondells widerspiegeln. Der Durchmesser des Rondells entspricht exakt dem der Kuppel, die nach venezianischer Tradition den Kirchenbau dominiert. Ein Besuch von Kloster und Kirche empfiehlt sich besonders am Sonntag. Um elf Uhr kann die heilige Messe in der Hauskapelle der Benediktiner mitgefeiert werden.