Hinweis: Venedig: Vorsicht beim Briefmarken-Kauf

humocs

Caesar
Stammrömer
Wie gerade andernorts berichtet scheint sich in Venedig eine neue Geschäfts-Masche abzuzeichnen.

Versucht man als Tourist in einem Tabacchi (Kiosk, Zeitungsladen etc.), der mit dem "T"-Symbol gekennzeichnet ist, Briefmarken für Postkarten/Ansichtskarten zu erwerben, erhält man fast ausschließlich Marken eines neuen, ominösen Privatunternehmens mit Namen "GPS-network".
Über diese Firma sind keinerlei Informationen im Netz auffindbar (einzige ansatzweise postähnliche Verbindung ist der "Global Postal Service" der US-amerikanischen Post, mit der dieses Geister-Unternehmen aber wohl nichts zu tun hat).
Unsere Benutzerin Claude hat zunächst von ihrem Venedig-Aufentahlt im Mai 2013 berichtet:
Uebrigens ist es unmoeglich, in den Tabacchi Briefmarken der italienischen Post zu bekommen. Das ist jetzt ein ominoeses privates Unternehmen namens GPS-network. Die Preise sind variabel bis 1,20: ich kann also nicht einmal sagen, wie viel das Porto kostet. Man muss die Postkarten in schwarze Briefkaesten in den Tabacchi einwerfen. Ich bin gespannt, wie lange die Post unterwegs ist und ob alles ankommt. Anscheinend ist das fuer die Inhaber der Tabacchi lukrativer.
Man zahlt also 1,10€ oder 1,20€ und erhält eine "Briefmarke" (man sollte es wohl eher als kleinen Aufkleber bezeichnen), auf der keine Wertangabe und auch kein Land oder sonstige Informationen vorhanden sind.
Vielmehr war auf dem von uns verwendeten Postwertzeichen kein Betrag ausgewiesen (deswegen war es für uns nicht möglich zu eruieren, wie teuer denn nun das Porto ist: da ich ja erst im März in Italien war, stellte ich nur fest: teurer als die italienische Post). Es stand nicht einmal Italia auf der Marke und das Motiv war die Rialto-Brücke. Ja - und wir haben 1,10 Euro, in einem anderen Tabak sogar 1,20 für eine Briefmarke bezahlt. Das macht dann eine Differenz von bis zu 35 ct. Das scheint sich bei so vielen Touris zu rechnen.
Man erhält auch Anweisungen (siehe oben), die Karten oder Briefe, die mit diesen Pseudo-Briefmarken versehen sind, nur in spezielle, schwarze "Briefkästen", die sich nur in den Tabacchis finden, zu werfen. Man bekommt eine Karte mit den Abgabestellen. Die gängigen roten Briefkästen der italienischen Post soll man keinesfalls benutzen.

Es stellt sich schließlich heraus, dass die so aufgegebene Post wohl von irgenjemandem nach Leerung der schwarzen "Briefkästen" umfrankiert wird und reguläre Briefmarken der italienischen Post aufgeklebt werden. Die italienische Post verlangt aktuell für Standard-Postkarten 0,85€ Porto.

Im Falle der Benutzerin Claude wurden die Postkarten letztendlich über Rom/Fiumicino transportiert, was natürlich eine erheblich verlängerte Zustellzeit nach sich zog.

Und wisst Ihr auch, warum sie so lange bis zu uns gebraucht hat?
Man sieht es sehr deutlich am Poststempel:
Sie hat den Weg über Rom genommen :!::idea:8O​





[...]
Aber nein, denn der Stempel zeigt ebenfalls überdeutlich das Datum:​

16.5.13 - da waren sie schon längst wieder zu Hause. :idea:​
Empfehlung: Briefmarken sollte man in Venedig wohl nur noch in Filialen der italienischen Post (poste italiane) kaufen oder zumindest darauf achten, dass man reguläre/echte Briefmarken der italienischen Post erhält (mit Aufdruck des Portos und "Italia"). Damit sind dann natürlich die "normalen" roten Briefkästen zu verwenden!
Man kann für ganz Italien hier nach Filialen suchen: Poste Italiane - Cerca Ufficio Postale
(Für Venedig gibt man einfach "Venezia, VE" ein und klickt auf "Cerca ufficio").

Alternativ findet man in den gelben Seite auch eine Liste: Poste Italiane Venezia | PagineGialle.it

Gruß

humocs
 
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Claude

Triumphator
Stammrömer
Auch in San Gimignano konnte ich letzte Woche so einen schwarzen Briefkasten entdecken, der bei einem Tabacchaio draußen aufgehängt war (keine 100 m vom richtigen Postamt entfernt :!:). Das scheint also in touristischen Hochburgen Schule zu machen. Leider hatte ich den Photoapparat nicht bei mir, sonst hätte ich auch gleich ein Bild mitliefern können.

Viele Grüße
Claude
 
Nachdem unsere eigentlichen "Beschriebenen" bereits erzählt haben, dass bisher keine Karte angekommen ist, bin ich durch Google auf den Thread gestoßen. Da werden wir wohl das gleiche Spektakel zwecks der Versendung durchmachen. Versendet wurde am 23.09.2014 in Rom und bisher ist noch keine Karte beim Empfänger angekommen. Wäre ja schön, wenn sie überhaupt noch ankämen. Hoffnung besteht noch. :~

Von GPS haben wir auch noch nichts gehört und waren überrascht, dass uns erstmalig diese Briefmarken angeboten worden sind. Man ist ja überhaupt froh, in Italien Briefmarken zu erhalten (...was für ein Akt immer wieder aufs Neue). :uhoh:

Beim nächsten Mal, noch fünf Mal mehr suchen und doch gewohnt über die italienische Post schicken. *to-do*
 
Chaos mit Briefmarken und Briefkästen in Venedig!

War dieses Jahr in der letzten Septemberwoche auf in Venedig und habe bestimmt für um die 30 Euro Briefmarken und Postkarten gekauft. Zum Glück hat mich gleich der erste Kioskverkäufer auf die unterschiedlichen Briefkästen aufmerksam gemacht und dazu einen Flyer mit ins Tütchen gesteckt. Von der ganzen Ansage habe ich mir nur gemerkt, dass ich auf keinen Fall rote Briefkästen benutzen darf. Blöd nur, dass mein Hotel nun ausgerechnet nur einen roten Briefkasten besaß. Also habe ich mich etwas genauer mit dem Flyer befasst und darauf unter anderem ein Standortverzeichnis der zu meinen gekauften Briefmarken passenden Briefkästen gefunden. Nagut, ich hatte ja keine besonderen Pläne, außer durch möglichst viele Gassen und Stadtteile zu laufen, möglichst viel Vaporetto zu fahren und ansonsten in den Tag hinein zu leben. So konnte ich in Ruhe den nächstbesten richtigen Briefkasten nehmen, den ich am Weg finden würde.

Den nächsten Postkarten- und Briefmarkeneinkauf tätigte ich in einem Tabakladen, das waren aber wieder andere Marken, auch zu einem anderen Preis, und ich durfte auf keinen Fall rote oder gelbe Briefkästen, sondern nur noch blaue verwenden. Dieser Verkäufer sprach sehr gut Englisch, also hakte ich nach.

Hier die Erklärung:

Laut der Erklärung dieses Tabakladenverkäufers hat die reguläre italienische Post den Kiosken und Tabakläden und allen anderen Postkartenverkäufern die Lizenz zum Verkauf der regulären Briefmarken der italienischen Post entzogen. Deshalb sind neue Kurierdienste entstanden mit eigenen Briefmarken und eigenen Briefkästen. Diese Kurierdienste arbeiteten allerdings dann doch mit der italienischen Post zusammen, denn letztlich müssen die Postkarten ja dann doch von der italienischen Post weiter transportiert werden.

Mit dieser Erläuterung gab ich mich erstmal zufrieden, - was blieb mir auch anderes übrig, ich hatte ja die neumodischen Briefmarkenaufkleber von GPS (gelbe Briefkästen) und diesem anderen Kurierdienst (blaue Briefkästen) schon gekauft .... Außerdem wäre mir die nächste Postfiliale mir zu weit weg gewesen.

Nun bin ich seit zwei Wochen zurück daheim und keiner meiner Freunde und Verwandten hat bisher meine Kartengrüße aus Venedig erhalten. Das ist richtig übel!!!! Ich meine, auch die reguläre italienische Post ist nicht gerade für ihren schnellen Brieftransport berühmt (in einer Anwaltskanzlei, in der ich früher gearbeitet habe, haben wir regelmäßig unsere Briefe nach Italien in Trauerumschlägen verschickt, weil die deutlich schneller zugestellt wurden ...), aber ich schätze mal, mit der regulären italienischen Post wären meine Karten mittlerweile zugestellt.

Mein Rat also:

Lieber einen weiteren Weg oder Umweg zur richtigen Post in Kauf nehmen und die Postkartenaktion so planen, dass man die Karten am Ende bei einer richtigen Postfiliale frankieren und gleich absenden kann!

Herzliche Grüße und trotzdem allen eine herrliche Zeit in Bella Iatalia!
 
Selbes Phänomen letztes Jahr in Rom erlebt. Auf Rückfragen konnten werder die Angestellten im Hotel, noch Souvenirverkäufer, noch sonstige Einheimische etwas mit den "Aufklebern" von GPS anfangen. Flyer gab es nicht - hätte uns nicht das Misstrauen gepackt und hätten wir nicht nochmal richtige Marken gekauft, wären unsere Karten im normalen Briefkasten gelandet und, nach eurer Schilderung, wohl nie zugestellt worden.

Dieses Jahr: Briefmarken bei der Vatikanischen Post gekauft, Karte bei der italienischen Post in den normalen Briefkasten geworfen, nach 6 Tagen war die Karte zugestellt :thumbup:

Wenn das Ganze auch in Venedig und anderen beliebten Städten Schule macht, ist auch dort nun Vorsicht geboten (der "Trick" mit der Vatikanischen Post ist ja anderenorts schwer nachahmbar). Am Besten in ein richtiges Postamt gehen. Denkt dran, dass diese Ämter anders funktionieren als unsere, denn das sind, in der Regel, Ämter im wörtlichen Sinn und man muss erstmal Nummern ziehen und warten bis man aufgerufen wird. Briefmarken-Automaten wie in Deutschland habe ich bis jetzt vergeblich gesucht...
 

humocs

Caesar
Stammrömer
Selbes Phänomen letztes Jahr in Rom erlebt. Auf Rückfragen konnten werder die Angestellten im Hotel, noch Souvenirverkäufer, noch sonstige Einheimische etwas mit den "Aufklebern" von GPS anfangen. Flyer gab es nicht - hätte uns nicht das Misstrauen gepackt und hätten wir nicht nochmal richtige Marken gekauft, wären unsere Karten im normalen Briefkasten gelandet und, nach eurer Schilderung, wohl nie zugestellt worden.

Dieses Jahr: Briefmarken bei der Vatikanischen Post gekauft, Karte bei der italienischen Post in den normalen Briefkasten geworfen, nach 6 Tagen war die Karte zugestellt :thumbup:
Zum Briefmarken-"Problem" in Rom haben wir auch einen eigenen Thread: Fehler, die zu vermeiden sind
(Leider ist der Titel ncht ganz so eindeutig gewählt...)

Ich vermute, dass eher diese privaten Kurierdienste auf die Kioskbetreiber zugegangen sind, ihnen die neutralen "Briefmarken"/Aufkleber angeboten und einen Gewinn pro Marke von bspw. 0,10€ versprochen hat. Weiterhin wird die italienische (die offizielle) Post sicher nur wenige Cent pro Briefmarke als Gewinn für die Ladenbesitzer "ausspucken". Die Lizenz für den Briefmarkenverkauf haben sie nicht vorher entzogen, sondern - so nehme ich eher an - nachdem die Kioskbesitzer die neuen "Marken" mit der höheren Gewinnspanne angeboten haben.
 
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Zitat von humocs:
Ich vermute, dass eher diese privaten Kurierdienste auf die Kioskbetreiber zugegangen ist, ihnen die neutralen "Briefmarken"/Aufkleber angeboten und einen Gewinn pro Marke von bspw. 0,10€ versprochen hat. Weiterhing wird die italienische (die offizielle) Post sicher nur wenige Cent pro Briefmarke als Gewinn für die Ladenbesitzer "ausspucken". Die Lizenz für den Briefmarkenverkauf haben sie nicht vorher entzogen, sondern - so nehme ich eher an - nachdem die Kioskbesitzer die neuen "Marken" mit der höheren Gewinnspanne angeboten haben.
So herum könnte ich es mir auch eher vorstellen. Warum sollte die Post den Kioskbesitzern auch von sich aus die Lizenz entziehen, nachdem das jahrelang gut funktioniert hat? Damit mehr Touris in die ohnehin schon vollen Postämter kommen? Könnte mir schon vorstellen, dass das gerade für kleine Kioske lukrativ ist, denn es macht ja schon einen Unterschied, ob man beispielsweise für einen 10er-Pack Briefmarken 8,50 Euro oder 11/12 Euro zahlt. Das mal hochgerechnet auf die Massen an Post, die täglich verschickt werden....
 
Ganz schön angeschmiert...

Hallo an alle,

ich bin über die Suche nach "friendpost" und "Venedig" hierher gelangt. Ich hatte schon geahnt, dass meine Postkarten vielleicht nicht ankommen, aber eure Beiträge lassen nichts Gutes hoffen...

Bei mir war es so ähnlich. In meinem Reiseführer stand zwar, dass man sich an den schwarzen Tabacchischildern orientieren solle, aber ich habe mir nichts dabei gedacht, in einen Laden zu gehen, der ein blaues Tabacchischild hatte. Nachdem ich am 01.10.2014 in Venedig angekommen bin, habe ich mir noch am selben Tag alle Utensilien für Nachrichten in die Heimat besorgt (15 Postkarten und 15 Briefmarken). Als der Verkäufer sagte, das mache 25,50€ habe ich erstmal gedacht, ich hätte mich verhört. Aber nein, er rechnete mir vor: 15 x 0,60 Cent für die Karten und 15 x 1,10€ für die schönen, roten selbstklebenden Spezial-Plastikmarken mit der aufgedruckten Basilica San Marco (allerdings ohne Aufdruck Italia, Wertangabe oder sonstige offizielle, staatliche Aufmachung; kam mir durchaus seltsam vor). Ich habe mich auch gewundert, dass die italienische Post beim Postkarten-Porto so dermaßen angezogen hat, aber sei's drum. Außerdem habe ich mich in dem Moment noch total über die Aussage des Verkäufers gefreut, dass ich meine Postkarten wieder direkt bei ihm in die Box werfen könne. Ich brauche also nicht selber zur Post oder mir einen Briefkasten suchen...

Wieder im Hotel habe ich mir den beigefügten Flyer etwas genauer angeschaut und kapiert, dass ich soeben offensichtlich abgezockt wurde. Leider hatte ich die Marken da bereits aufgeklebt.

Ich bin dann am letzten Tag in den Laden, hab die Karten eingeworfen und dem Ladenbesitzer gesagt, dass ich echt sauer darüber bin, wie er das so dargestellt hat (selbstklebende "Spezialmarken", Postbox bei ihm im Laden, alles total toll...) und ich mich ziemlich abgezockt fühlen würde. Möglicherweise liegt es an meiner angesäuerten Ansage an den Verkäufer, möglicherweise aber auch einfach daran, dass das ganze System totaler Nepp ist, auf jeden Fall ist bisher keine der 15 Karten angekommen. Ich bin echt richtig sauer und enttäuscht darüber, weil ich auf den ganzen Karten richtig viel von Venedig geschrieben und geschwärmt habe.

Ich bin auch davon überzeugt, dass alle Mutmaßungen hier im Forum zutreffen. Dass die Post den Tabacchis erst die Verkaufsberechtigung entzogen hat, als sie das Zusatzgeschäft mit den Abzockmarken angefangen haben und nicht umgekehrt. Dass die Verkäufer das machen, weil sie daran mehr verdienen als mit den regulären Marken. (Eine gewisse Skrupellosigkeit gehört allerdings schon dazu, finde ich.) Dass die Fakemarken abgezogen und durch reguläre Marken ersetzt werden oder die Karten jetzt gleich garnicht mehr ankommen. Denn wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Verhalten ernsthafte Konsequenzen hat? Ich denke gleich null. Zumindest habe ich nicht vor, nach Venedig zu fahren und den Verkäufer zu massakrieren. Obwohl...;). Und verklagen kann ich leider auch niemanden, gleichwohl sie es verdient hätten. Wenn man sich überlegt, wieviel Geld die damit verdienen, dass ahnungslose und gutgläubig-naive Touristen diese Marken kaufen. Das kann ich nur mutmaßen, aber es dürfte sich pro Tag um Gewinne im hohen vierstelligen Bereich handeln (besonders wenn die Karten garnicht mehr verschickt werden).

Fazit: man sollte sich immer auf sein Gefühl verlassen. Ich fand den Portopreis überraschend hoch und dass die Marken so ungewöhnlich aussahen, hätte mich vom Kauf Abstand nehmen lassen sollen.

Aber ich finde es beruhigend, dass es noch andere Ahnungslose wie mich gibt...:D

Viele Grüße
Zwopfeva

P.S.: Nur als schönen Gedanken zum Schluß: Ich hatte fünf wunderschöne Tage in Venedig mit strahlendem Sonnenschein. Die Stadt hat mich total begeistert und ich fahre auf jeden Fall wieder hin. Das ist viel wichtiger als dieser Portonepp.:nod:
 
Jippiiiiej, meine Karten trudeln ein!

Also für alle zur Aufmunterung: meine Karten, die ich allesamt so um den 24. September herum in Venedig jeweils mit den seltsamen Briefmarken in die zu den Marken gehörenden Briefkästen eingeworfen habe, trudeln seit ein paar Tagen bei den Empfängern ein. Die Freude und die Überraschung ist allerseits groß.
Allerdings werde ich in Zukunft doch lieber wieder zur "echten" italienischen Post gehen, denn vier Wochen für die Zustellung von Postkarten ist dann doch etwas lang, zumal die "richtigen" Postbriefmarken ja auch ein hübsches Sümmchen billiger gewesen wären .....
Ich drück allen hier die Daumen, dass Eure Karten auch noch ankommen. Nur Geduld!!
 
Ende gut, alles gut?

Guten Abend zusammen,

ich kann mich U.I.R. erfreulicherweise anschließen: auch meine Karten kommen seit Freitag nach und nach bei Ihren Empfängern an. Abgesendet am 05.10.2014 haben sie also fast vier Wochen gebraucht. Und auf meine Nachfrage sagten alle Empfänger, die Karten seien mit "normalen" Briefmarken frankiert gewesen. Das heißt also, die "friendpost-Marken" wurden abgezogen und durch normale Briefmarken ersetzt. Für mich ist und bleibt das Betrug.

Schönen Abend noch an alle!
Zwopfeva
 
Hier die neuesten Neuigkeiten:
ich habe eine Freundin nun mal um ein Foto der Briefmarke gebeten.
Postkarte friendpost.jpg
Siehe da, es ist die friendpost-Briefmarke, abgestempelt in Zürich.

Die Erklärung hierfür könnte sich aus dem Flyer von friendpost ergeben, den ich hier noch liegen habe. friendpost arbeitet mit einem Unternehmen namens "Asendia" zusammen. Und diese arbeiten wiederum offenbar mit der Schweizer Post zusammen.
friendpost flyer.jpg
Die Postkarten mussten also erstmal irgendwie in die Schweiz gelangen, um dann von dort verschickt zu werden. Das dauert dann offenbar auch mal vier Wochen...

Grüße
Zwopfeva
 

humocs

Caesar
Stammrömer
Nun habe ich auch eine "persönliche" Erfahrung mit dem eingangs erwähnten Globalpostalservice bzw. Globepostalservice (GPS) - meine Schwester war gerade mit der Familie im Veneto im Urlaub (Litorale di Cavallino). Dort hat sie ebenfalls in einem Kiosk des Campingplatzes nur Briefmarken dieses privaten Postdienstleisters erhalten. Die Marke war grün mit einem Bild der Railtobrücke in Venedig und darunter in einem weißen Feld ein QR-Code und der Wert 1,30€ (!) aufgedruckt. Für eine Postkarte wurde also die Preise erhöht (Claude erwähnte ja, dass sie bis zu 1,20€ bezahlt hatte).
Die Postkarte wurde am 16.08. abgestempelt und kam heute (24.08.) hier an. An den Transportzeiten gibt es also eigentlich fast nichts auszusetzen.
 
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humocs

Caesar
Stammrömer
Die Postkarte wurde am 16.08. abgestempelt und kam heute (24.08.) hier an. An den Transportzeiten gibt es also eigentlich fast nichts auszusetzen.
Kleine Korrektur, der 16.08. war nicht das Absendedatum, kam mir gleich etwas merkwürdig vor. Der Stempel stammt aus der Repubblica San Marino 8O, also wird die Post erstmal in die völlig falsche Richtung transportiert.
Hier noch ein Foto bzw. Scan (ich musste ein paar Stellen schwärzen bzw. "weißen"):

View media item 292599

Interessant ist auch, dass auf der Briefmarke "No Italy" aufgedruckt ist.

P.S. Zur Laufzeit: Meine Schwester meinte, dass sie die Postkarte(n) am 06.08. aufgegeben hat, am 16.08. waren sie dann in San Marino und heute ist meine hier angekommen. Also gute 3 Wochen war sie unterwegs.


 
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humocs

Caesar
Stammrömer
Weitere Ergänzung: Hinter dem QR-Code verbirgt sich die URL zur Website dieses privaten Postdienstes: Globe Postal Service | Tourism services

Die machen dort auch keinen Hehl daraus, dass es sich um einen Dienst für (Italien-)Touristen handelt.
Hier gibt es auch eine Preisliste: GPS Preisliste (PDF)

Ziele innerhalb der EU kosten (aktuell) 1,30€
Ziele außerhalb der EU (bspw. Asien, USA, Australien usw.) 2,50€
 
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