Gefillde

nummis durensis

Pontifex Maximus
Stammrömer
Kennengelernt habe ich diese gehaltvolle Mahlzeit erstmals in Mettlach an der Saar in einer kleinen Brauerei; die Stadt ist bekannt durch Villeroy & Boch.

Gefillde - ergo "Gefüllte" ist eine der saarländischen Spezialitäten, die überregional kaum bekannt ist. Vegetarierer und Kalorienzähler sollten allerdings nicht weiterlesen. Es sind Kartoffelknödel "halb und halb" mit einer raffinierten Füllung, die mit Specksauce auf Sauerkraut serviert werden.


Die Zutaten sind einfach, und viele sind als Fertigprodukt erhältlich. Macht also recht wenig Arbeit.

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Die Füllung für den Kloßteig besteht aus Schweinehack und geräucherter grober Leberwurst etwa im Verhältnis 2:1, Ei und etwas Paniermehl bzw. einem getrockneten Brötchen.

Für eine schnelle Specksauce hat sich folgendes bewährt: Den geräucherten Speck mit wenig Zwiebel anbraten, dazu einen Becher Schmand, der eine herrliche Säure an die Sauce gibt. Dazu zerbrösel ich ein bischen "Maggi Bratensaft" für die Würze. Also da braucht man nicht zaubern. Die Klöße sollten allerdings sorgfältig gemacht werden und im Salzwasser auch nur sieden und nicht kochen. Aus der Fertigpackung Kloßteig entstehen vier Gefillde, und die brauchen auch ca. 45 Minuten im heissen Wasser.

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Serviert werden die Klöße wie gesagt auf Sauerkraut, der Specksauce und etwas Schnittlauch...

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Grüsse
Rainer
 
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Nihil

Praetor
Stammrömer
Hallo Nummis

Das klingt lecker, gehaltvoll und vorallem einfach. Ich mag allerdings keine "Pfanni-Knödel" die müssen schon Handarbeit sein. Ich weiss bloss nicht, ob die so lange im Wasser sieden möchten.
Danke für das Rezept, wird nachgekocht.
 

Romsüchtig

Primus Pilus
Stammrömer
Hallo Rainer, also was soll ich sagen?
Da hat ja wieder Einer Geschmack an unserer „gehaltvollen“ saarländischen Küche gefunden ;) Das freut mich!
Kleine Anmerkung dazu: Wir essen auch gerne mal statt dem Sauerkraut „Äppelschmeer“ (Apfelkompott) dazu.
Und statt der gefüllten Variante gibt es noch eine Ungefüllte, mit Namen „Spitzbuuwe“, die mit den gleichen Beilagen serviert werden, allerdings eine längliche Form aufweisen. Daneben gibt es noch den „Dibbelabbes“ und das „Schaales“ als nennenswerte und auch schmackhafte saarländische Kartoffelgerichte. Die Rezepte dazu findet ihr sicher im www.
Viele Grüße
Der nach der ewigen Stadt schmachtende
Jörg
 
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