Vatikan/Papst: Altes Fresko am Campo Santo Teutonico restauriert

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Mosaik am Campo Santo Teutonico im Vatikan restauriertRadio Vatikan

Wenn Papst Franziskus sich von seinem Gästehaus Santa Marta zur Synodenaula begibt - in der Regel zu Fuß - sieht er auf der Rückseite des Campo Santo Teutonico ein frisch restauriertes Marienfresko. Es zeigt eine Darstellung der auf einer Mondsichel stehenden Gottesmutter, die der Maler Luigi Garzi (1638-1721) für das Hauptportal des alten Oratoriums 1681 angefertigt hatte. An diesem Sonntag wurde es in einer Feierstunde offiziell eingesegnet.

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Rom: Altes Fresko am Campo Santo Teutonico restauriert

Bei den großen Umbauarbeiten am Campo Santo im Jahre 1964 wurde das Fresko Garzis, der eng mit flämischen Landschaftsmalern zusammengearbeitet hatte, abgenommen und über den rückwärtigen Eingang an der Via Teutonica angebracht. Dort befindet es sich gegenüber der Ostmauer der modernen Audienzhalle.
Zum Künstler: Luigi Garzi - Wikipedia
 
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Leider stehen für uns Normalsterbliche die Chancen nicht gut, es jemals zu sehen zu bekommen ... und umso bedauerlicher ist, dass 1. der Artikel kein Bild enthält; 2. und vor allem: dass der Autor offenbar selbst nicht weiß, ob es sich nun um ein Mosaik oder ein Fresko handelt. :roll:
 

Simone-Clio

Augustus
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(...) umso bedauerlicher ist, dass 1. der Artikel kein Bild enthält; 2. und vor allem: dass der Autor offenbar selbst nicht weiß, ob es sich nun um ein Mosaik oder ein Fresko handelt. :roll:

Ja, ein Photo habe ich auch vermisst.
Das Wort "Mosaik" im Titel der Radio-Vatikan-Mitteilung ist sicher "nur" ein Tippfehler. Vielleicht wird er ja noch korrigiert. :idea:
 

Gaukler

Caesar
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Also mit Verlaub: "Mosaik" statt Fresko ist kein schlichter Vertippsler, sondern schon ein ganz richtiger und ausgewachsener Fehler. Und er wirft ein bezeichnendes Licht auf die "Sorgfalt", mit der der Artikelschreiber zu Werke gegangen ist, sowie auf die Korrektur-Gepflogenheiten in der Redaktion. :twisted: :~
 

Simone-Clio

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Ausführlicher Artikel von Andreas Raub auf der Webseite des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft in Rom mit zwei schönen Photos. :thumbup: :thumbup:

Frisch restauriertes Fresko am Campo Santo Teutonico

Von einer dicken Staub- und Rußschicht befreit, zeigt es die von einer Mondsichel gen Himmel getragene Muttergottes, die als „neue Eva“ eine sich unter ihr windende Schlange zertritt. Dem klassischen Darstellungstypus entsprechend wird Maria von einem roten Untergewand und einem himmelblauen Mantel umhüllt, wodurch sowohl auf ihre irdisch-fleischliche, als auch ihre himmlische Natur verwiesen wird. Die Hände über die Brust verschränkt, bekundet sie demütig ihre Hingabe an den Willen Gottes, während sich ihr Blick nach unten, zu dem durch die "Paradies-Pforte" eintretenden Besucher wendet. Die Kunstfertigkeit des Malers kommt besonders in der Ausführung der Gewandfalten zur Geltung, die den S-förmigen Körper Mariens umhüllen. Während das rote Untergewand in strengeren Schwungfalten, die sich am unteren Mantelende fast röhrenförmig zusammenschließen, ausgebildet ist, spiegelt sich die innere Verzückung der Jungfrau in der Gestaltung der voluminösen Drapierung des Obergewandes wieder, die sich im Zentrum durch zahlreiche Hakenfalten verdichtet, um auf der rechten Seite in großen Schwüngen aufzubauschen. (...)

Bei dem nun restauriertem Portalbild handelt es sich im eigentlichen Sinne um keine Wandmalerei, sondern um ein Leinwandgemälde: ein sogenanntes Strappo, also einem auf eine Leinwand gelegten Fresko, das von einer Gips- und Holzplatte verstärkt wird. Den Archivdokumenten des Campo Santo kann entnommen werden, dass das 1964 in den Neubau eingesetzte Fresko dem abgerissenem Altbau, wo es an gleicher Stelle angebracht war, entnommen worden war.
 

Simone-Clio

Augustus
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Vielen Dank für dieses nette "Mitbringsel" aus Rom! Schöne und detailreiche Aufnahmen sind Dir da gelungen und bereichern diesen Thread. 8) :thumbup:
 

Simone-Clio

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Das Römische Institut der Görres-Gesellschaft macht auf einen Artikel in italienischer Sprache über das restaurierte Fresko und ein verlorenes barockes Marienbild aufmerksam.

Die Zeitschrift der Vatikanischen Museen

Darüber hinaus enthält der Band einen bemerkenswerten Beitrag von Andreas Raub über das restaurierte Immaculata-Fresko an der Südtür des Campo Santo Teutonico und über das verlorene barocke Marienbild im ehemaligen Oratorium.

Direkter Link zum Artikel im PDF-Format.
 
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