Vatikan/Papst: Vatikan und Papst 2026

In der kommende Woche beginnenden Fastenzeit vor Ostern sollten die Gläubigen, so der Papst weiter, "auf Worte, die unsere Mitmenschen verletzen und kränken, verzichten". Konkret forderte er: "Beginnen wir damit, unsere Sprache zu entwaffnen, indem wir auf scharfe Worte, voreilige Urteile, schlechtes Reden über Abwesende, die sich nicht verteidigen können, und Verleumdungen verzichten. Bemühen wir uns stattdessen, unsere Worte besser abzuwägen und Freundlichkeit zu pflegen: in der Familie, unter Freunden, am Arbeitsplatz, in den sozialen Medien, in politischen Debatten, in den Medien, in den christlichen Gemeinschaften. Dann werden viele Worte des Hasses Worten der Hoffnung und des Friedens weichen."


Vgl.: Die Fastenbotschaft 2026 im Wortlaut - Vatican News
 
... Misericordie-Gruppen: "Ein Baum der Barmherzigkeit."


Aus persönlichen Gründen möchte ich speziell dies noch zitieren:
Heute ist die Confederazione Nazionale delle Misericordie d'Italia ein riesiges Netzwerk von Freiwilligen, die in ganz Italien (und darüber hinaus) Rettungsdienste, Krankentransporte, soziale Hilfe und Katastrophenschutz leisten.
Was in mir die Erinnerung wachruft, wie gut sie mit uns Maltesern zusammengearbeitet haben damals im hl. Jahr 2000.
Und sehr oft hatten sie an der jeweiligen päpstlichen Basilika, wo wir Dienst taten, ein Rettungsfahrzeug postiert. Okay, zumeist kamen unsere Patienten ohne Transport aus. Aber hin und wieder halt nicht; und dann waren wir wirklich froh, nicht erst ein Fahrzeug herbeitelefonieren zu müssen.
Was dann übrigens stets mir aufgehalst wurde, mit meinen im Mai/Juni noch höchst defizitären Italienisch-Kenntnissen (im Oktober ging es zum Glück schon deutlich besser). Denn man hatte uns aufgetragen – warum, das mögen die Götter wissen – seitens der Einsatzleitung, bei solchen Telefonaten möglichst nicht Englisch zu sprechen. Da hab' ich dann gelegentlich Blut und Wasser geschwitzt ... :rolleyes:
 
Vatican News bereitet uns heute schon mal vor auf morgen. ;)
... Februar – schon vor dem Aschermittwoch – Santa Maria Regina Pacis in Ostia. Das Gebiet gilt als Strand Roms, hat aber das ganze Jahr über viele soziale Probleme.

Als 2015 Papst Franziskus zu Besuch kam, habe er scherzhaft gefragt: „Ist das noch meine Diözese?“, weil Ostia weit abgeschlagen vom Zentrum Roms liegt.

Santa Maria Regina Pacis entstand zwischen 1919 und dem Ende der 1920er Jahre in der Phase, als sich das moderne Ostia entwickelte. Die 1924 eröffnete Eisenbahnverbindung begünstigte das Entstehen eines neuen Vorortes, der Strand und urbanes Leben zu vereinen trachtete und naturgemäß auch eine Kirche brauchte.
 
... Maggiore an. Wie die Veranstalter am Samstag mitteilten, berechtigt die Eintrittskarte zum Museum der Basilika nun auch zum preislich vergünstigten Besuch der großen Bernini-Ausstellung im Palazzo Barberini – und umgekehrt.

Zum Museumspol der Basilika gehören unter anderem die Gräber von Pietro und Gian Lorenzo Bernini, ein Bernini-Taufbecken und eine Skulptur des spanischen Königs Philip IV. Über eine von Bernini geschaffene Wendeltreppe gelangen die Besucher schließlich zu einer der spektakulärsten Dachterrassen Roms. Der Blick geht bis zur Kuppel des Petersdoms, den Bernini ebenfalls maßgeblich mitgestaltete.

Wegen Santa Maria Maggiore die Verlinkung zunächst einmal hier. Werde aber jetzt gleich einen Blick in den Ausstellungsthread werfen, um dann dort ggf. ebenfalls hinzuweisen auf diese Notiz der Vatican News.
 
Auf der italienischsprachigen Website kann man ab 16.50 h die hl. Messe live verfolgen: Vatican News - Notizie sul Papa sul Vaticano e sulla Chiesa - Vatican News.

Edit: Mittlerweile wurde wider Erwarten der Link auch auf die deutschsprachige Website gesetzt.
 
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@Gaukler Kein Problemchen! ;)

... Problemstadtteil Ostia erinnerte das Kirchenoberhaupt daran, dass Versöhnung, Respekt und die Kraft des Evangeliums auch dort, wo Gewalt und Kriminalität den Alltag prägen, Herzen öffnen und Leben verändern können.


... „Maria Regina Pacis" in Ostia Lido gehalten hat.​
 
Was seine zahlreichen Begegnungen angeht, so ist Leo XIV. nach wie vor wirklich sehr eifrig, finde ich. Auch in Bezug auf Leute, von denen man qua Amt und in ihrer Gesamtheit (was natürlich nichts aussagt über den jeweils einzelnen Menschen!) zunächst mal nicht unbedingt eine besondere Beziehung zur Kirche erwarten würde. Jedoch Papst Leo, als guter Hirte, geht allen nach.
So heute diesen Staatsdienern:

Der Pontifex erinnerte zu Beginn an den gemeinsamen Schutzpatron der Präfekten, den Heiligen Ambrosius von Mailand. Dieser verkörpere beispielhaft die Konvergenz von Staat und Kirche: Als Präfekt der damaligen Kaiserstadt wurde er durch das Volk zum Bischof ausgerufen. „Ambrosius übte seine öffentlichen Funktionen auf neue Weise aus und stellte die ihm verliehene spirituelle Autorität in den Dienst des Volkes“, so das Kirchenoberhaupt.
Mit kurzem Video.

 
Die Dachwohnung gilt als deutlich schlichter als das historische Appartement der Päpste. Es sei dem zurückhaltenden Lebensstil von Leo XIV. entsprechend, so ist aus seinem Umfeld zu hören. Und wie wohnt der Papst dann so?
Die Räume sind überwiegend weiß gestrichen, funktional eingerichtet und sparsam möbliert, heißt es. Neben Schlafzimmer, Küche und Bad verfügt die Wohnung über einen Fitnessbereich, wo sich der sportbegeisterte Papst fit halten kann, eine kleine Kapelle sowie einen Zugang zu einer Dachterrasse. Dort befindet sich seit dem Pontifikat Johannes Pauls II. (1978–2005) eine Nachbildung der Lourdesgrotte.
Das Schlafzimmer besitzt kein eigenes Bad, eine kleine Küche wurde neu eingerichtet.
 
... Sankt Peter. Geplant ist stattdessen eine Vergrößerung der Fläche, einschließlich des bereits vorhandenen kleinen Imbiss-Bereiches, um „die Besucherströme zu entzerren“.

Aktueller Zusatz:
... Terrasse der Basilika wird zugänglich sein", sagte der zuständige Kardinal Mauro Gambetti am Montag auf einer Pressekonferenz. Derzeit ist nur ein Drittel der Terrasse öffentlich zugänglich. Der "Snackbereich" auf der Aussichtsterrasse soll den Angaben zufolge zudem auf etwa 100 Quadratmeter vergrößert werden.
Den Angaben zufolge sollen auf der Terrasse auch Ausstellungen über die Geschichte und Instandhaltung des Doms stattfinden - auch für Kinder.
Vgl.: 18. November 2026: 400 Jahre Weihe des Petersdoms
 
Ich hänge folgenden historischen Rückblick mal hier an:

Pius XII. (1939-1958), der Papst des Zweiten Weltkriegs und vormalige Nuntius in München, hatte der Kirche des besiegten Deutschland eine hohe Ehre erwiesen: In der Zeit höchster Not verlieh er vor 80 Jahren, am 16. Februar 1946, den Bischöfen von Köln, Münster und Berlin, Josef Frings, Clemens August Graf von Galen und Konrad Graf von Preysing, die Kardinalswürde.
 
... Ratzinger/Benedikt XVI. im Jahr 1927. Die Ausstellung, die am Dienstag in der deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl vorgestellt wurde, wird begleitet von Vorträgen und Debatten zur Theologie des 2022 im Alter von 95 Jahren gestorbenen Papstes.
 
Am 8. Mai, zum Jahrestag seiner Wahl, beabsichtigt Leo XIV. nach Pompeji zu reisen.

Quando per la prima volta si è affacciato dal balcone parlando ai fedeli in piazza San Pietro, Papa Leone ha chiesto alla Madonna di Pompei di pregare per il suo pontificato. Dopo un anno accetta l'invito partito subito dal santuario che custodisce il culto della Madonna, il papa eletto l'8 maggio del 2025 nel giorno dell'anniversario sarà a Pompei.
Als Papst Leo zum ersten Mal vom Balkon aus zu den Gläubigen auf dem Petersplatz sprach, bat er die Madonna von Pompeji um Fürsprache für sein Pontifikat. Ein Jahr später nimmt der am 8. Mai 2025 gewählte Papst die damals sofort erfolgte Einladung seitens des dortigen Marienheiligtums* wahr und wird am Jahrestag in Pompeji sein.


* Vgl. dazu:
 
Zuletzt bearbeitet:
So kann's gehen: Kaum war ich mit dem obigen Beitrag endlich fertig (nach rd. einstündiger Unterbrechung), da sah ich diese Meldung:
... bekannt gegeben. Die erste Reise steht zum Jahrestag seiner Wahl zum Papst am 8. Mai 2026 an.

Am 23. Mai steht hingegen vormittags in Acerra, das in der auch in deutschsprachigen Medien bekannten „Terra dei Fuochi“ („Feuerland“) in der süditalienischen Region Kampanien liegt, ein Treffen mit den dortigen Gläubigen an. Die Gegend um Acerra hat traurige Berühmtheit durch die Tatsache erlangt, dass hier die Mafia über Jahrzehnte Giftmüll illegal auf den Feldern entsorgt oder verbrannt hat: ein Erbe, das die Menschen noch heute belastet.

Nach Pavia im Norden Italiens geht es für Papst Leo XIV. am Nachmittag des 20. Juni 2026; am 4. Juli Lampedusa auf dem Programm steht. Die vor Sizilien gelegene Insel ist als Anlaufstelle für zahlreiche Migranten bekannt (...).

Am Donnerstag, 6. August, möchte Papst Leo wiederum nach Assisi reisen, wo er in der Basilika Santa Maria degli Angeli zum Gedenken des 800. Todestages von Franz von Assisi mit den dort versammelten Jugendlichen eine Messe feiern wird.

Nach Rimini geht es dann aus Anlass des 47. Meetings für die Freundschaft unter den Völkern, wo er am Samstagnachmittag, 22. August, eine Heilige Messe mit den Gläubigen der Diözese feiern wird.
 
... einer „zunehmenden Erosion der religiösen Praxis“ brauche es neue Formen. Gleichzeitig rief der Bischof von Rom zu mehr Zusammenarbeit zwischen den Pfarreien auf und verlangte eine stärkere Nähe zu Jugendlichen.
 
Ja, ich weiß: Für Nicht-Abonnenten der FAZ endet dieser (durchaus lesenswerte) Artikel an der Bezahlschranke. Aber der frei lesbare Beginn gefällt mir gut:

Hingegen in voller Länge schrankenfrei:
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hatte das vatikanische Fernbleiben mit der "besonderen Natur des Heiligen Stuhls" begründet, die sich von der anderer Staaten unterscheide. Zudem gebe es bei dem Projekt einige "ungeklärte Punkte". Im Übrigen sei der Vatikan der Meinung, dass vor allem die UN für derartige Dinge zuständig seien. Auch Deutschland verweist auf die Vereinten Nationen zur Lösung internationaler Konflikte. Ein hoher Beamter des Außenministeriums vertritt Deutschland in Trumps "Friedensrat" – als Beobachter.

Einen Teil der vatikanischen Kritik, worauf die FAZ näher eingeht, kann man hier nachlesen: Friedensrat (Trump) – Wikipedia. Darunter dies:
(...) soll aus folgenden Organen bestehen:
  • Dem Vorsitzenden des Friedensrates, Donald Trump, der namentlich in der Charta auf Lebenszeit ernannt ist. Die meisten wichtigen Entscheidungen, wie die Aufnahme neuer Mitglieder, die Ernennung der anderen Organe oder seines Nachfolgers, sowie die Auslegung der Charta werden von ihm allein getroffen.
 
... habe. Dies erklärt der Generalobere Davide Pagliarani in einem Schreiben an den Präfekten des Dikasteriums für die Glaubenslehre, Kardinal Víctor Manuel Fernández. Da in Lehrfragen keine Einigung möglich sei, werde die Entscheidung bestätigt, am 1. Juli neue Bischöfe zu weihen.
 
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