Vatikan/Papst: Vatikan und Papst 2026

katholisch.de: Papst Leo an Gründonnerstag nicht im Gefängnis – Fußwaschung woanders
Traditionell wusch Papst Franziskus an Gründonnerstag sozial Benachteiligten symbolisch die Füße. Oft besuchte er dazu Gefängnisse oder Einrichtungen für Migranten. Diesen Brauch will Leo XIV. offenbar nicht fortsetzen.

Papst Leo XIV. bricht mit einer Tradition seines Vorgängers: Anders als Franziskus wird er die traditionelle Fußwaschung am Gründonnerstag nicht in einem Gefängnis, sondern so wie frühere Päpste wieder in der Lateranbasilika vollziehen. Das geht aus dem Terminplan hervor, den die Präfektur des Päpstlichen Hauses veröffentlicht hat.

Leo XIV. feiert am Gründonnerstag (2. April) zunächst um 9:30 Uhr im Petersdom die Chrisammesse, bei der traditionell die Öle geweiht werden, die für Sakramente wie Taufe, Firmung oder Priesterweihe benutzt werden. Um 17:30 Uhr folgt die Messe in San Giovanni in Laterano, der Bischofskirche des Papstes in Rom. Wem Leo die Füße waschen wird, wurde noch nicht mitgeteilt.
 
... zurückhaltend in seinem Dienst, stand er Johannes Paul II. am Tag des Attentats auf dem Petersplatz am 13. Mai 1981 zur Seite.

Seine Laufbahn im direkten Dienst der Päpste – sehr jung war er bereits als Gendarm in den Vatikan gekommen – startete im kurzen Pontifikat des aus Venetien stammenden Johannes Paul I., der seinen Landsmann zu seinem Kammerdiener ernannte. Anschließend begleitete er das sehr lange Pontifikat von Johannes Paul II., dessen stiller Zeuge er fast 27 Jahre lang war, bis zum Beginn des Pontifikats von Benedikt XVI., als er im Alter von 70 Jahren seinen Dienst beendete.
 
Auslöser sind Äußerungen von Erzbischof Georg Gänswein
Nämlich hierfür – und das wundert mich nicht:
katholisch.de: Spekulation um mögliche Seligsprechung von Benedikt XVI.

Macht doch der gute Gänswein seit Wochen immer wieder von sich reden ... und ich hege den leisen Verdacht: Genau das ist seine Zielsetzung. :rolleyes:
Als aus Kardinal Joseph Ratzinger Papst Benedikt XVI. wurde, machte er den Weg frei für eine sehr rasche Seligsprechung seines Vorgängers: Johannes Paul II. kam in Rekordzeit zu dieser Ehre. Nun wird mit Blick auf Benedikt über Ähnliches spekuliert.

(...) Erzbischof Georg Gänswein. Dieser hatte unlängst bei einer Veranstaltung in Litauen gesagt, dass er auf die baldige Eröffnung eines solchen Verfahrens hoffe.
Bald danach kursierten Berichte über die wundersame Heilung eines US-Amerikaners im Netz, die der damalige Papst noch zu Lebzeiten bewirkt haben soll. Allerdings sind Wunder zu Lebzeiten für Selig- oder Heiligsprechungsprozesse in der katholischen Kirche nicht relevant. Ausschlaggebend sind Wunder, die sich nach dem Tod eines Selig- oder Heiligsprechungskandidaten auf dessen Fürsprache bei Gott hin ereignet haben sollen.

Nach dem Kirchenrecht muss zwischen dem Tod eines Menschen und der Eröffnung eines Seligsprechungsverfahrens eine Frist von fünf Jahren eingehalten werden. Nur der amtierende Papst kann eine Ausnahme von dieser Regel erlauben. Benedikt XVI., der als Kardinal Joseph Ratzinger ein Vierteljahrhundert unter Papst Johannes Paul II. (1978-2005) im Vatikan arbeitete, hatte nach seiner eigenen Wahl zum Papst eine solche Ausnahme für seinen Vorgänger gewährt. Das Verfahren wurde umgehend eröffnet, die Seligsprechung erfolgte sechs Jahre nach dessen Tod am 1. Mai 2011.
Wobei ich das Gefühl habe: Papst Leo XIV. wird sich, zumindest zunächst, eher um irdische Dinge kümmern.
 
Tja, welche Last denn nun? Der Text des Artikels sagt leider nichts darüber.

Während des Heiligen Jahres 2025 waren diese offiziellen Treffen ausgesetzt worden, sodass die Begegnung mit den Slowenen die erste dieser Art für Papst Leo XIV. darstellte. Zuletzt waren die Bischöfe aus Ljubljana, Maribor und den weiteren Diözesen im Februar 2018 in Rom gewesen.
 
Einen Tag später als gestern Vatican News berichtet nun auch katholisch.de: Er diente drei Päpsten: Kammerdiener Angelo Gugel gestorben.

Hier nur zwei bei VN nicht erwähnte Details.
Als Johannes Paul I. am 28. September 1978 plötzlich starb, war Gugel einer der wenigen Menschen in seinem Sterbezimmer. Anschließend sagte er bei dem Prozess um die Seligsprechung seines Dienstherrn aus.
In einem Interview des "Corriere della Sera" erzählte Gugel 2018, dass der polnische Papst ihn auch um sprachlichen Rat fragte. "Ich war verblüfft, als mich der Heilige Vater am Morgen des 22. Oktober 1978, bevor er sich zum feierlichen Beginn seines Pontifikats auf den Petersplatz begab, in sein Arbeitszimmer rief und mir die Predigt vorlas, die er gleich halten würde", so der Kammerdiener. "Habt keine Angst! Öffnet, ja, öffnet weit die Türen für Christus! Habt keine Angst! Christus weiß, was im Menschen ist. Nur er weiß es!", zitierte er die erste Predigt des Papstes." Er bat mich, ihm die falschen Aussprachen zu zeigen, und notierte sich mit einem Bleistift, wo die Akzente gesetzt werden mussten."
 
... Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin statt. (...)
"Brücken des Friedens und der Gerechtigkeit bauen, authentische Beziehungen wiederherstellen und eine Zivilisation fördern, die auf Liebe und Achtung der Würde jedes Menschen basiert“. So fasst Salvatore Pennacchio, Präsident der Päpstlichen Diplomatenakademie „Pontificia Accademia Ecclesiastica“ (PAE) Auftrag und Diplomatie des Heiligen Stuhls angesichts der neuen und vielfältigen Herausforderungen in der Welt zusammen.

Das Jubiläumsjahr, das die Päpstliche Akademie in diesem Jahr feiert, ist vor allem eine Gelegenheit, Gott für den Weg zu danken, den sie 1701 auf Wunsch von Papst Clemens XI. begonnen hat.



Edit:
... ja, die was denn nun? Leider schweigt der Text sich darüber aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
... veröffentlichten Audienzliste hervor. Der Vatikandiplomat ist seit 2013 auf Posten in Berlin und vollendet in wenigen Tagen sein 75. Lebensjahr.

Apostolische Nuntien müssen dem Papst mit 75 Jahren ihren Rücktritt anbieten, können aber auch – anders als andere Bischöfe – bereits mit 70 Jahren um Entpflichtung bitten.
 
katholisch.de: Katzenhass und Elefanten-Fan: Skurriles aus der Geschichte der Päpste

In den vergangenen knapp 2.000 Jahren waren schon die unterschiedlichsten Persönlichkeiten Papst – mit ihrer je eigenen Prägung. Da bleiben Skurrilitäten nicht aus. Schlaglichter ausgefallener Kirchenoberhäupter.

Leo X. (1475-1521) genoss als Papst noch eine deutlich größere weltliche Machtfülle, als sie seine heutigen Amtsnachfolger innehaben. Er wachte unter anderem über den Vertrag von Tordesillas aus dem Jahr 1494. Damals hatten die Großmächte Spanien und Portugal die Erde unter sich aufgeteilt – das Zeitalter der Kolonisierung hatte gerade begonnen. Amerika sollte Spanien gehören, Afrika und Asien Portugal. Selbstredend wurden die Einwohner der jeweiligen Regionen nicht über ihre Meinung zu diesem Deal befragt. Der portugiesische König wollte in dieser Situation Punkte beim Pontifex sammeln und machte ihm ein besonderes Geschenk: einen Elefanten. Schon als der Elefant in Rom einzog, war er sofort das Stadtgespräch. Der Elefant kniete vor dem Papst nieder und spritzte mit Wasser um sich. Leo X. war ingerissen.


Edit:
Insgesamt eine Reihe recht netter Anekdoten. :) Allerdings werde ich bestimmt nicht der Einzige sein, dem durchaus bewusst ist: Nicht alle/alles würden einer historischen Untersuchung standhalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mittlerweile ist der gestern angekündigte Besuch eingetroffen:

... am Mittelmeer und dem Zentrum der Weltkirche.

In den Gesprächen standen neben den bilateralen Beziehungen vor allem der Umweltschutz, die Lage im Nahen Osten sowie die humanitäre Hilfe in Afrika im Fokus.



Edit: Hab' vorhin vergessen, das Video zu verlinken.


 
Zuletzt bearbeitet:

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. soll dem Münchner Kardinal Reinhard Marx im Jahr 2021 seine Bedenken wegen des deutschen Synodalen Weges mitgeteilt haben, Marx jedoch habe den Appell des Emeritus ignoriert. Das berichtete am Samstag die italienische Tageszeitung Il Giornale. Der Artikel kolportiert auch, Marx habe sich beim zurückliegenden Konsistorium der Kardinäle für den Diakonat der Frau ausgesprochen und damit ein Thema des Synodalen Weges in die Diskussion eingebracht.
Der Autor des Artikels, Nico Spuntoni, beschwört, wie viele Kritiker des deutschen Reformprojekts, die Gefahr eines Schismas – etwas, das die deutschen Wortführer stets zurückgewiesen haben.
Spuntoni meint: "Prevost teilt die Bedenken Benedikts XVI., aber wenn er nicht die Kraft hat, Nein zur vorgeschlagenen Synodalkonferenz zu sagen, besteht die Gefahr, dass die deutsche Lawine zu einer Lawine namens Schisma für die gesamte Kirche werden könnte."
Huhuuu, huhuu :eek: ... wir Deutschen sind wieder gefährlich! :D

Jedoch traue ich Papst Leos diplomatischem Geschick durchaus zu, diese Lawine rechtzeitig zu ... also um im Bild zu bleiben: sie rechtzeitig zu sprengen.
Und angesichts seines bislang an den Tag gelegten Bienenfleißes denke ich außerdem: Er wird wohl auch die Terminierung eines Gesprächs zur rechten Zeit nicht versäumen.

Im Übrigen macht dieser Passus mich auch ein wenig schmunzeln:
Am 7. Januar 2026 hatte der Papst Vertreter der Initiative "Neuer Anfang" empfangen, einer Gruppe von ausgesprochenen Kritikern des Synodalen Wegs. Im November 2025 war die Moraltheologin Katharina Westerhorstmann beim Papst, die den Synodalen Weg 2023 unter Protest verlassen hatte. Das Präsidium des Synodalen Wegs hingegen bekam bislang weder bei Franziskus noch bei Leo XIV. einen Termin.
Es sollte aber jene Theologin nun nicht etwa denken, sie könne – trotz gleichen Vornamens – wie weiland Katharina von Siena den Papst "am Ärmel zupfen" ;):D:D;) und ihn dadurch auf einen von ihr gewünschten Weg (wenn auch eben nicht einen synodalen) lenken.
 
Zuletzt bearbeitet:
... zu beeindrucken, sondern um unsere Mühen zu teilen“, sagte der Papst beim traditionellen Mittagsgebet an diesem Sonntag.

Leo hob neben der Wachsamkeit noch eine weitere Qualität des Täufers hervor. Johannes habe in Jesus den Erlöser erkannt, dessen Gottheit verkündet und sei danach, als seine Aufgabe erfüllt war, beiseite getreten, um ihm Platz zu machen. „Wie wichtig ist sein Zeugnis für uns heute! Tatsächlich wird der Anerkennung, der Zustimmung, der Sichtbarkeit oft eine übermäßige Bedeutung beigemessen“, erklärte der Papst.
 
In Anknüpfung hieran:
... gewürdigt. Das Schreiben wurde bei den Exequien für Gugel in Rom am Samstag verlesen.

Leo XIV. versichert, er bete für „die Seele eines so großzügigen Jüngers Christi“. Zugleich erbittet er den apostolischen Segen für alle, die um Angelo Gugel trauern.
 
Zuletzt bearbeitet:

In seinem Telegramm hob das katholische Kirchenoberhaupt zudem die Bedeutung der Helfer hervor. Er ermutigte die Rettungsteams ausdrücklich, „in ihren Bemühungen um Hilfeleistung und Unterstützung auszuharren“. Inmitten der schwierigen Bergungsarbeiten sprach er ihnen seinen Zuspruch aus.

Abschließend erteilte der Papst unter der Fürsprache Unserer Lieben Frau von Pilar – der Schutzpatronin Spaniens – allen Betroffenen den apostolischen Segen als „Zeichen der Hoffnung auf den auferstandenen Herrn“.
An diesem Montag steht der spanische Fernverkehr nach der Entgleisung der zwei Hochgeschwindigkeitszüge weiterhin weitgehend still, während die Ermittlungen zur Unfallursache andauern.



Übrigens hat er mich damit auf eine Idee gebracht: Werde jetzt gleich mal eine Mail senden an die spanischen Schwestern der Casa per Ferie Virgen del Pilar.
 

Der Personalwechsel auf beiden Seiten bietet die Chance auf einen Neuanfang in den zuletzt belasteten Beziehungen zwischen der katholischen Kirche in Deutschland und der römischen Zentrale.
 
... sich abseits zu halten.

„Als Hüter der Einheit im Heiligen Geist ermahne ich euch, eure Spiritualität zu leben, ohne euch jemals vom Rest des kirchlichen Leibes zu trennen, als lebendiger Teil der gewöhnlichen Seelsorge der Pfarreien und ihrer verschiedenen Realitäten, in voller Gemeinschaft mit den Geschwistern und insbesondere mit den Priestern und Bischöfen.“ Das sagte der Papst zu Vertretern der Bewegung bei einer Audienz im Vatikan an diesem Montag.

Der „Neokatechumenale Weg“ entstand nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Er will das urchristliche „Katechumenat“ wiederbeleben, also die stufenweise, geistliche Hinführung von Menschen zur Taufe. Außerdem geht er auf Menschen zu, die der Kirche fernstehen. Neokatechumenale Gemeinschaften sind heute mit 1,5 Millionen Mitgliedern in 134 Ländern auf allen Kontinenten vertreteten; die Gemeinschaft unterhält auch mehr als 120 eigene Priesterseminare.


Näheres nachzulesen ggf. hier: Neokatechumenaler Weg – Wikipedia
 

Sowohl der Papst als auch der tschechische Präsident betonten die Notwendigkeit, jene Prinzipien und Werte wiederzuerlangen, die das Fundament für ein friedliches internationales Zusammenleben bilden. Der Besuch Pavels wird in diplomatischen Kreisen als wichtiges Signal für die europäische Geschlossenheit und die Rolle des Heiligen Stuhls als Vermittler in Krisenzeiten gewertet.

Wobei alle diese jüngsten Begegnungen in meinen Augen – wenngleich ein Urteil darüber mir natürlich nicht zusteht – dass Papst Leo mit ganz besonderem Eifer um die Intensivierung der innereuropäischen Kontakte bemüht sei, die ja derzeit immer wieder mal gefährdet erscheinen.


Im Übrigen frage ich mich, warum die weibliche Begleitung des Präsidenten nicht benannt wird. Denn es sieht doch wohl so aus, als ob es sich um die Ehefrau handele, oder?
 

Nach dieser Meldung von gestern geht es nun weiter Ende Februar.

katholisch.de: Der DBK-Vorsitzende: Wie er gewählt wird und was seine Aufgaben sind
Vom 23. bis 26. Februar kommen die deutschen Bischöfe in Würzburg zu ihrer nächsten Vollversammlung zusammen.
Nach dem überraschenden Verzicht von Bischof Georg Bätzing auf eine weitere Amtszeit als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz müssen die Bischöfe Ende Februar in Würzburg einen Nachfolger wählen.

Hatten die meisten Beobachter bisher auf eine erneute Kandidatur Bätzings und eine weitgehend geräuschlose Wiederwahl des Limburger Bischofs gesetzt, müssen die Karten für das Amt an der Spitze der Konferenz nun plötzlich völlig neu gemischt werden.

Eine Richtlinienkompetenz, wie sie etwa der Bundeskanzler hat, hat der oberste Repräsentant der Bischöfe nicht. Seinen kirchlichen und gesellschaftlichen Einfluss muss sich der Vorsitzende deshalb erst erarbeiten: Durch Führungs- und Vermittlungsfähigkeiten in der Konferenz, gute Kontakte in den Vatikan und eine überzeugende Präsenz auf den Bühnen der Öffentlichkeit.
 
katholisch.de: Luxemburgs neues Großherzogspaar besucht Papst Leo XIV.
Nächster Adelsbesuch beim Papst: Leo XIV. empfängt am Freitag Großherzog Guillaume und Großherzogin Stéphanie von Luxemburg, wie der Vatikan am Montag ankündigte. Erst am Samstag war Fürst Albert II. von Monaco bei Leo, allerdings ohne Begleitung von Fürstin Charlène, die auch zuvor nicht angekündigt war.

Leos Vorgänger, Papst Franziskus (2013–2025), hatte Ende September 2024 die Finanzmetropole Luxemburg besucht. Dabei traf er auch mit Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa samt ihrer 15-köpfigen Familie zusammen, darunter auch der damalige Thronfolger Guillaume, ältester von fünf Geschwistern.
 
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