katholisch.de: Standpunkt: Der Papst macht vor, wie Synodalität geht
Unter Papst Franziskus kannten sich die Kardinäle kaum – sein Nachfolger änderte das gleich im ersten Jahr seiner Amtszeit. Damit setzt er ein klares Signal, wie er Partizipation in der Kirche will, kommentiert Stefan Orth die Früchte des Konsistoriums.
Es war ein außergewöhnliches und aller Voraussicht nach zukunftsweisendes Konsistorium. Nachdem Papst Franziskus im Vorfeld der familienpastoralen Synoden über deren Thema unter den Kardinälen diskutieren ließ, ohne dass sich ein Konsens abzeichnete, hatte er danach die Lust an diesem Veranstaltungsformat verloren. Im folgenden Jahrzehnt kamen die Kardinäle vor allem zusammen, wenn weitere kreiert, das heißt der Kreis ergänzt wurde. Wie langweilig. Jetzt Papst Leo. Er hatte vergangene Woche in den Vatikan geladen, um das Kardinalskollegium wirklich auch als seinen Beraterstab zu nutzen.