Vatikan/Papst: Vatikan und Papst 2026

... Konferenz an der Päpstlichen Universität Urbaniana.
Das Thema lautet „Menschliche Stimmen und Gesichter bewahren“; Akademiker, institutionelle Vertreter, Hightech-Experten und Journalisten eingeladen werden über Künstliche Intelligenz (KI) und ihre Auswirkungen auf das Leben von Einzelpersonen, Gemeinschaften und Nationen diskutieren.
 
Wohl wissend, dass nur ganz wenige Foristi außer mir diese Buchrezension in voller Länge werden lesen können, verlinke ich sie trotzdem.

Immerhin Matthias Rüb, der Autor, ist ja seit Jahren für hochwertiges Rom-Berichterstattung bekannt.

Und vielleicht hat ja auch die FAZ, wie so manche andere Zeitung, für den Nicht-Abonnenten die Option der freien Lesbarkeit einer stark begrenzten Anzahl von Artikeln.
 

Die Reise findet statt vom 25. bis 28. September.
 
Eigentlich hatte ich erwartet, zuerst bei Vatican News zu lesen von diesem Schreiben des Staatspräsidenten (es findet sich natürlich auch auf seiner Website). Aber okay, dann halt doch aus der Repubblica. ;)
Wobei übrigens offenbar aufgrund des hohen Respekts, den Sergio Mattarella allenthalben genießt, die Zeitung sich nicht getraut hat, eine Bezahlschranke einzuziehen. :cool:


Mattarella schreibt an Papst Leo: "Ihre Friedensappelle wecken Hoffnung."
Die Botschaft des Staatsoberhaupts anlässlich des ersten Jahrestages des Pontifikats: "Ihr Aufruf hallt wider in der ganzen Welt."

Di fronte al dilagare di prevaricazioni e violenza, ci invita a considerare la pace 'un bene arduo, ma possibile' (...), e per la tutela, senza compromessi, della dignità della persona. Ascoltare tali suoi incessanti richiami induce ad avere ancora fiducia che le attuali generazioni sappiano affrontare le temibili sfide della contemporaneità secondo un principio di fraterna solidarietà, scongiurando un futuro di degradante impoverimento spirituale e materiale.
Angesichts der Ausbreitung von Amtsmissbrauch und Gewaltsamkeit laden Sie uns ein, den Frieden in's Auge zu fassen: "ein schwieriges Gut, aber ein mögliches" (...); und zum kompromisslosen Schutz der Würde des Menschen. Auf Ihre so unablässigen Mahnungen zu hören erweckt Vertrauen, dass die heutigen Generationen den furchterregenden Herausforderungen dieser Zeit auf der Basis brüderlicher Solidarität zu begegnen wissen und einer Zukunft entwürdigender geistiger und materieller Verarmung abschwören werden.

La lettera del capo dello Stato così si conclude: "Desidero infine esprimerle, Santità, il mio più sentito ringraziamento per le attestazioni di vicinanza nei confronti del popolo italiano, che attende con gioia e unanime affetto di accoglierla in occasione delle prossime visite pastorali nel nostro paese. Nel lieto ricordo delle occasioni di incontro di questi mesi e nell'attesa delle altre che auspico seguiranno presto, rinnovo i miei migliori auguri per il benessere della sua persona e per il suo servizio alla chiesa e all'umanità."
Der Brief des Staatsoberhauptes schließt so: "Abschließend möchte ich Ihnen, Heiligkeit, meinen tief empfundenen Dank sagen für die Beweise Ihrer Hinwendung zum italienischen Volk, das schon mit Freude und ungeteilter Zuneigung darauf wartet, Sie zu empfangen bei Ihren nächsten Pastoralbesuchen in unserem Land. In froher Erinnerung an die Begegnungen während der letzten Monate und in Erwartung weiterer, von denen ich hoffe, sie mögen bald folgen, wiederhole ich meine besten Wünsche für Ihr persönliches Wohlbefinden und für Ihren Dienst an der Kirche und der Menschheit."
 
... persönlich anwesend sein - eine Premiere.
Wobei ich nicht bezweifele: Sie wird ihm gleichermaßen gut glücken wie seine bisherigen bereits. :)

Und apropos: In meinen Augen sehr gut geglückt – oder noch besser gesagt: sehr gekonnt formuliert! – ist auch dieser Satz aus der Botschaft des Staatspräsidenten zum ersten Jahrestag der Papstwahl:
Di fronte al dilagare di prevaricazioni e violenza, ci invita a considerare la pace (...).
Angesichts der Ausbreitung von Amtsmissbrauch und Gewaltsamkeit laden Sie uns ein, den Frieden in's Auge zu fassen (...).
Sehr diplomatisch!
Mattarella sagt nicht, wo wohl diese Verbrechen anzusiedeln sind bzw. wer in erster Linie und in schwerwiegendster Weise
sie begeht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich hatte ich erwartet, zuerst bei Vatican News zu lesen von diesem Schreiben des Staatspräsidenten (es findet sich natürlich auch auf seiner Website). Aber okay, dann halt doch aus der Repubblica. ;)
Wobei übrigens offenbar aufgrund des hohen Respekts, den Sergio Mattarella allenthalben genießt, die Zeitung sich nicht getraut hat, eine Bezahlschranke einzuziehen. :cool:


Mattarella schreibt an Papst Leo: "Ihre Friedensappelle wecken Hoffnung."
Die Botschaft des Staatsoberhaupts anlässlich des ersten Jahrestages des Pontifikats: "Ihr Aufruf hallt wider in der ganzen Welt."

Di fronte al dilagare di prevaricazioni e violenza, ci invita a considerare la pace 'un bene arduo, ma possibile' (...), e per la tutela, senza compromessi, della dignità della persona. Ascoltare tali suoi incessanti richiami induce ad avere ancora fiducia che le attuali generazioni sappiano affrontare le temibili sfide della contemporaneità secondo un principio di fraterna solidarietà, scongiurando un futuro di degradante impoverimento spirituale e materiale.
Angesichts der Ausbreitung von Amtsmissbrauch und Gewaltsamkeit laden Sie uns ein, den Frieden in's Auge zu fassen: "ein schwieriges Gut, aber ein mögliches" (...); und zum kompromisslosen Schutz der Würde des Menschen. Auf Ihre so unablässigen Mahnungen zu hören erweckt Vertrauen, dass die heutigen Generationen den furchterregenden Herausforderungen dieser Zeit auf der Basis brüderlicher Solidarität zu begegnen wissen und einer Zukunft entwürdigender geistiger und materieller Verarmung abschwören werden.

La lettera del capo dello Stato così si conclude: "Desidero infine esprimerle, Santità, il mio più sentito ringraziamento per le attestazioni di vicinanza nei confronti del popolo italiano, che attende con gioia e unanime affetto di accoglierla in occasione delle prossime visite pastorali nel nostro paese. Nel lieto ricordo delle occasioni di incontro di questi mesi e nell'attesa delle altre che auspico seguiranno presto, rinnovo i miei migliori auguri per il benessere della sua persona e per il suo servizio alla chiesa e all'umanità."
Der Brief des Staatsoberhauptes schließt so: "Abschließend möchte ich Ihnen, Heiligkeit, meinen tief empfundenen Dank sagen für die Beweise Ihrer Hinwendung zum italienischen Volk, das schon mit Freude und ungeteilter Zuneigung darauf wartet, Sie zu empfangen bei Ihren nächsten Pastoralbesuchen in unserem Land. In froher Erinnerung an die Begegnungen während der letzten Monate und in Erwartung weiterer, von denen ich hoffe, sie mögen bald folgen, wiederhole ich meine besten Wünsche für Ihr persönliches Wohlbefinden und für Ihren Dienst an der Kirche und der Menschheit."
Wie beneide ich die Italiener um Ihren Präsidenten.
Wir könnten in Deutschland demnächst doch einen hervorragenden "Gebrauchten" aus Italien importieren. Lach.
So jemand/e ist hier nicht in Aussicht. LEIDER :rolleyes:
 
Diese Idee mit dem "Gebrauchten" :D;) gefällt mir wirklich sehr gut! :cool:

Und übrigens, was ich wohl bereits am Montag hätte hinzufügen sollen hier:
Angesichts der Ausbreitung von Amtsmissbrauch und Gewaltsamkeit laden Sie uns ein, den Frieden in's Auge zu fassen (...).
Sehr diplomatisch!

Mattarella sagt nicht, wo wohl diese Verbrechen anzusiedeln sind bzw. wer in erster Linie und in schwerwiegendster Weise
sie begeht.
Ebenso bedachtsam und diplomatisch geht ja auch Papst Leo selbst vor.

Er benennt und kritisiert Missstände, darunter auch Verbrechen, etc. – aber ohne dabei den/die Verantwortlichen namentlich anzuprangern.
 
Macht der unsrige ja auch. Der wird nur nicht/kaum beachtet wenn er was sagt im Gegensatz zum Pontifex oder dem großen Matarella.
 
Zu Spekulationen, der Papst werde bei seiner Frankreichreise außer Paris auch Scy-Chazelles bei Metz besuchen, äußerte sich am Donnerstag der Vatikan-Botschafter bei der EU, Erzbischof Bernardito Auza. Er sprach bei einer Pressekonferenz im Vatikan.
Christlicher Glaube
Der Apostolische Nuntius erklärte, zum Abschluss der Papstreise nach Frankreich solle das Thema "Europa und Frieden" in den Fokus gerückt werden. Ob dies am lothringischen Sterbeort des Europapolitikers Robert Schuman (1886-1963) geschehen werde, sei aber noch nicht entschieden.

Siehe auch weiter oben: Vatikan/Papst: - Vatikan und Papst 2026
 
Verständigung unter den Staaten könne nur funktionieren, wenn "Worte wieder die Wirklichkeit klar zum Ausdruck bringen, ohne Verdrehung und Feindseligkeit". Nur so könnten Missverständnisse überwunden und Vertrauen in den internationalen Beziehungen wieder aufgebaut werden. Ein "höflicher und klarer Dialog" sei notwendig, betonte der Papst.
 
...ng ist beachtlich.
Medienvertreter sind als Beobachter zugelassen, doch die meisten Zuhörer werden Vatikan-Mitarbeiter, beim Heiligen Stuhl akkreditierte Botschafter und Wissenschaftler sein.
Mit der erheblichen Verzögerung und dem ungewöhnlichen Rahmen der Präsentation sendet Leo XIV. gleich mehrere Botschaften. Zum einen kann er seine wiederholt betonte Grundüberzeugung untermauern, wonach letztlich der Mensch im Handeln entscheidet – und nicht die Netzwerke oder die Algorithmen. Zudem belegt die tagelange Geheimhaltung, dass er seinen Apparat gut im Griff hat und «Durchstechereien» unterbleiben.
 
Tröstende Worte richtete der Papst in der Kathedrale von Acerra an betroffene Familien: "Ich bin vor allem gekommen, um die Tränen derer zu sammeln, die geliebte Menschen verloren haben, getötet durch die Umweltverschmutzung, die von skrupellosen Menschen und Organisationen verursacht wurde, die viel zu lange ungestraft handeln konnten."

Siehe auch: Papst fordert Umdenken in Acerra: „Das Gemeinwohl vor Profit stellen“ - Vatican News
Bei seinem Pastoralbesuch in der von Umweltkriminalität gezeichneten süditalienischen Stadt Acerra hat Papst Leo XIV. eine radikale ökologische und wirtschaftliche Kehrtwende gefordert. Vor Bürgermeistern und Gläubigen verurteilte er eine Politik der Profitgier sowie die Ausgrenzung Schwacher und rief zu einem gemeinsamen, ethischen Handeln gegen die Zerstörung des Gemeinwohls auf.

... Müllverbrennung, mahnte das katholische Kirchenoberhaupt: „Der Schrei der Schöpfung und der Armen unter euch ist hier besonders dramatisch zu hören, aufgrund einer tödlichen Mischung aus dunklen Interessen und Gleichgültigkeit gegenüber dem Gemeinwohl, die das natürliche und soziale Umfeld vergiftet hat. Es ist ein Schrei, der nach Umkehr ruft!"
 

Medienvertreter sind als Beobachter zugelassen, doch die meisten Zuhörer werden Vatikan-Mitarbeiter, beim Heiligen Stuhl akkreditierte Botschafter und Wissenschaftler sein.
Das bezieht sich natürlich auf die persönlich Anwesenden:
Und sie soll nicht, wie bei Enzykliken seit Jahrzehnten üblich, im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz erfolgen. Vielmehr soll sie in Anwesenheit des Papstes von drei Kurienkardinälen und einigen Fachleuten in der Synodenaula des Vatikans vorgestellt werden.

Hingegen wird man, wie angekündigt auf Vatican News, weltweit live dabei sein können per Internet: Übertragung morgen Vormittag ab 11.20 h.
 
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