Und was kochen wir heute ...?

Ludovico ROB

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Stammrömer
Bei mir gehen leider weder Produkte aus Weizenmehl noch mit Käse. Aber wir finden in dem eingeschränkten Sortiment immer noch genügend leckere Speisen. Ich wünsche guten Appetit.
 

nummis durensis

Pontifex Maximus
Stammrömer
Man kann die Spätzle bestimmt auch gut mit Dinkelmehl machen.

Jetzt habe ich noch eine gute Portion übrig und weiss noch nicht, was damit machen? Käsespätzle gehen natürlich immer - Käse habe ich ja immer reichlich im Kühli. Was auch sehr lecker ist: Nur in Butter mit Haselnüssen leicht anbraten.

Das Schaben geht wirklich gut. Irgendwelches Gerät muss für mich nicht sein; die Schränke sind eh schon voll genug.

Aber heute gibt es erstmal Carpaccio mit viel Salat. Mein Kasten mit verschiedenen Sorten (Mizuna u.a.) ist jetzt soweit, dass ich ernten kann.

P1200038.JPG

Einen schönen Feiertag euch allen

Grüsse
Rainer
 
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gordian

Praetor
Stammrömer
Bei Spätzle bin ich lokal bedingt wohl als Fachmann anzusehen. Ja, mit Dinkel gehen Spätzle auch, nur mit Vollkornmehl ists gewöhnungsbedürftig.
Und noch eine Durchsage an alle, die Spätzle selber machen wollen. Selbst in Schwaben schaben längst nicht alle Leute die Spätzle. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind die, die sie tatsächlich vom Brett schaben sogar in der Minderheit. Gebräuchlich sind Spätzlepressen aller Art sowie Lochsiebe (wenn man die runden Knöpfle vorzieht, wie häufig im Allgäu) Geschmacklich ists nämlich wurst, was man benutzt. Und bei größeren Mengen dauert es halt sehr lange, wenn man alles schaben will. Schon meine Mutter benutzte regelmäßig die Spätzlepresse.
Von viel größerer Bedeutung ist die Wahl des Mehls. Ratsam ist das, was man bei uns "Dunst" nennt oder in Österreich "doppelgriffig"
 

nummis durensis

Pontifex Maximus
Stammrömer
Bei Spätzle bin ich lokal bedingt wohl als Fachmann anzusehen. Ja, mit Dinkel gehen Spätzle auch, nur mit Vollkornmehl ists gewöhnungsbedürftig.
Und noch eine Durchsage an alle, die Spätzle selber machen wollen. Selbst in Schwaben schaben längst nicht alle Leute die Spätzle. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind die, die sie tatsächlich vom Brett schaben sogar in der Minderheit. Gebräuchlich sind Spätzlepressen aller Art sowie Lochsiebe (wenn man die runden Knöpfle vorzieht, wie häufig im Allgäu) Geschmacklich ists nämlich wurst, was man benutzt. Und bei größeren Mengen dauert es halt sehr lange, wenn man alles schaben will. Schon meine Mutter benutzte regelmäßig die Spätzlepresse.
Von viel größerer Bedeutung ist die Wahl des Mehls. Ratsam ist das, was man bei uns "Dunst" nennt oder in Österreich "doppelgriffig"
Auch auf die Gefahr hin, jetzt gesteinigt zu werden, aber ich habe das "Kuchenmehl", also 405er genommen. Weil ich zur Zeit nix anderes im Hause habe... Dunst ist - glaube ich - 550er, also das Allround-Brotbackmehl. Ergo kann ich ja auch Tipo 00 nehmen.

Lecker war es trotzdem. Ich habe aus dem Rest dann gestern doch noch Käsespätzle gemacht.

Trotz der wenigen Zutaten gibt es doch verschiedene Rezepte, was die Zugabe von Wasser angeht. Ok, pro 100 Gramm Mehl 1 Ei ist überall gleich, dann wurde bei meinem Rezept noch 110 ml Wasser dazu gegeben. Später hatte ich noch ein Rezept gefunden, wo überhaupt kein Wasser mehr dazu kam. Nach meinem Gefühl und nach meiner Erfahrung denke ich, dass so um die 50 ml vollauf genügen müsste.

Grüsse
Rainer
 

Ludovico ROB

Triumphator
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Stammrömer
Bei Mehl geht nur glutenfreies. Milchprodukte nur Ziege (Capra) und pflanzliche Milch. Wir bevorzugen Mandelmilch. Glutenfreie Mehlen fehlt leider Klebereiweiß. BEVA gat aber einige glutenfreie Kuchenrezepte. Italien ist in dieser Beziehung deutlich weiter als Deutschland. Dort habe ich in vielen Restaurants glutenfreie Pasta oder auch Pizza gefunden. Das schmeckt nicht ganz so gut wie die normalen Produkte, ist aber ok und für mich halt bekömmlicher. BEVA nutzt natürlich jeden Restaurantbesuch, um mal was anderes zu genießen als das, was es zuhause gibt.

Leider kommt dazu noch die Histamin Unverträglichkeit, was das Lebensmittelangebot noch deutlich mehr einschränkt. Langsam weiß ich was die einzelnen Indikatoren bedeuten und wie ich gegensteuern muss.
 

gordian

Praetor
Stammrömer
Dunst oder doppelgriffiges Mehl ist weniger ausgemahlen als 550er. es liegt zwischen Grieß und 550er, also durchaus nah an italienischem Nudelmehl. Ist ideal, aber natürlich geht auch anderes Mehl. Mit Dunst werden die Spätzle einfach kerniger, was sie ja sein sollen. Und man muss den Teig wirklich lange schlagen. Bis er Blasen wirft. Und ohne Wasser geht nichts. Nur mit Ei und Mehl kriegt man italienischen Nudelteig. Aber den kann man weder schaben noch durch die Presse drücken.
 

nummis durensis

Pontifex Maximus
Stammrömer
So, ich habe eben mal 100 Gramm Tipo 00 mit einem Ei verarbeitet. Ohne Wasser geht das nicht; das obige Video muss also 'nen Fehler enthalten. Ich habe jetzt mal 40 ml (Mineral)Wasser dazugenommen, und mir scheint es so, dass das auch genug ist. Das erste Rezept, nach dem ich gearbeitet hatte, verlangte 55 ml Wasser auf 100 Gramm Mehl. Schlagen dann mit dem Zauberstab + Schneebesen-Aufsatz, das geht am besten.

Schauen wir mal heute nachmittag, wie's wird. Dazu gibt es dann panierte Rinderschnitzel nach Tim M. und einen Kräutersaitlings-Rahm (nach mir).

Somit hat Gordian absolut recht!
 
Zuletzt bearbeitet:

gordian

Praetor
Stammrömer
Der Gute im Video hat auf etwa 100 Gramm Mehl zwei ganze Eier genommen. Meine sparsamen Landsleute würden durchdrehen. Mal davon abgesehen, dass wir bei Spätzle unter 500 Gramm Dunst erst gar nicht anfangen. Man kann überzählige Spätzle sehr gut auch einfrieren oder eben am nächsten Tag mit Butter in der Pfanne anrösten. Auch sehr gut mit in Butter angeröstetem Paniermehl.
Dann gibts noch Spinatspätzle und den absoluten Höhepunkt : Leberspätzle ! Eine Irre Sauerei in der Herstellung aber geschmacklich genial.
Machen wir immer mit mindestens zwei Kilo junger Rinderleber. Gibt etwa zehn Portionen. Lassen sich genial einfrieren.
 

nummis durensis

Pontifex Maximus
Stammrömer
Der Gute im Video hat auf etwa 100 Gramm Mehl zwei ganze Eier genommen.
Asche auf mein Haupt. Das hatte ich übersehen. Das könnte dann eher die rheinländische Version sein... Viel ist viel lecker(er). Mein Oma hat auch an Eiern nicht gespart; für sie waren die Eier das, was für Lichter die Butter ist.

So, und jetzt mal mein Ergebnis von gerade eben:

P1200042.JPGP1200046.JPG
 

Angela

Augustus
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Rom-Reise
15.03.2020-22.03.2020

Angela

Augustus
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Rom-Reise
15.03.2020-22.03.2020
Die verträgt der BEVA nicht ...
Deshalb haben wir die geschmälzten Semmelbrösel genommen. ;)
Ungefähr ebenso gesund ... :p
 

pecorella

Magnus
Stammrömer
Hier bekommt man ständig Hunger und das bei gerade etwas eingeschränkter Bewegung.

Wenn das so weitergeht, nehme ich noch beim Lesen zu.
 

nummis durensis

Pontifex Maximus
Stammrömer
Die Spätzle habe ich nur mit ein wenig Muskat in Butter geschwenkt. Dazu gab's dann die Rinderschnitzel mit den Rahm-Kräutersaitlingen... und für die Farbe auf'm Teller noch Erbsen mit Kräutern (Estragon, Petersilie, Weinraute, Kresse und ein wenig Pfefferminze)....

P1200049.JPG

Die Spätzle werde ich weiterhin genau so zubereiten. Und auch weiter schaben. Ich mag diese etwas rustikale Struktur...

Einen schönen Samstagabend
Grüsse
Rainer
 
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