[TV] Hercule Poirot

Gaukler

Caesar
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Soeben sah ich: Mittlerweile sind die Sendeterminankündigungen fortgeschritten bis zum 5. August. Demzufolge konnte ich jetzt sämtliche Fragezeichen eliminieren aus meiner am 2. Juni erstellten Tabelle - weil Vorhang ja die definitiv letzte Episode ist.

1. JuliNikotin
8. JuliDie Halloween-Party
15. JuliAuf doppelter Spur
22. JuliElephanten vergessen nicht
29. JuliDie großen Vier
5. AugustWiedersehen mit Mrs. Oliver = Dead Man’s Folly
12. AugustDie Arbeiten des Herkules
19. AugustVorhang



So, und nun hierzu:
Übrigens habe ich am 5. August den englischen Titel hinzugesetzt aus zwei ganz bestimmten Gründen. Der eine Grund ist: Es wurde diese Folge - und nicht etwa Vorhang - als allerletzte gedreht (...). Und der andere Grund ... nun, darauf werde ich zu einem späteren Zeitpunkt zu sprechen kommen.
Nämlich um jetzt dieses Interview zu verlinken, das gesendet wurde vor der Erstausstrahlung von Dead Man's Folly am 27.10.2013 - bzw. kurz nach Abschluss ("2 Wochen", wie der Interviewer sagt) der Poirot-Dreharbeiten insgesamt.




Wobei natürlich das Internet wahrlich nicht eben arm ist an Interviews mit David Suchet. Jedoch ist in meinen Augen dieser umfassende Rückblick auf seine Rolle als Hercule Poirot besonders sehenswert. Auch unter den Gesichtspunkten Gesprächsführung, Inhalt, Länge.
Und angesichts der Nennung hier: Interviews and TV documentaries ganz weit oben (Platz 2, unmittelbar hinter der Dokumentation Being Poirot) denke ich mir: Vermutlich sind auch noch weitere Menschen meiner Ansicht.
 
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Gaukler

Caesar
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Stammrömer
Die Halloween-Party gestern Abend hat mir besonders gut gefallen. Nicht zuletzt auch darum, weil der charakteristische Poirot-Soundtrack deutlich öfter hineinspielte als bei den meisten Folgen während der letzten Wochen. Er stand sogar eigens im Abspann.

Auch heute sind - wie nach jedem Poirot-Tag - die Sendeterminankündigungen fortgeschrieben worden. Sie reichen nunmehr bis zum bitteren Ende: 19. August. Übrigens unter Beibehaltung der Uhrzeit: 20.15 h.

Worauf ich mich freue, das ist der 29. Juli: Die großen Vier. Denn meinen speziellen Freund Hastings habe ich ja nun schon längere Zeit vermisst.

Okay, er tritt auch auf in der allerletzten Episode: Vorhang. Aber ich glaube eigentlich nicht, dass ich es über mich bringen werde, mir dieses Trauerspiel ein zweites Mal anzusehen.
 
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nummis durensis

Pontifex Maximus
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Die hat mir auch gut gefallen.

Interessant war allerdings die vorletzte Folge. Da gab es ein unerwartetes Wiedersehen mit Martin Shaw. Vielleicht hat der ein oder andere auch vor Jahrhunderten die englische Krimiserie "Die Profis" verfolgt...

Grüsse
Rainer
 

Gaukler

Caesar
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Also ich nicht.


Kleiner Nachtrag hierzu:
Die Halloween-Party gestern Abend hat mir besonders gut gefallen.
... selbst wenn ein für die Handlung zentral wichtiges Detail nicht stimmig war (was ich übrigens sogar von der ersten Ausstrahlung dieser Folge her noch in Erinnerung hatte):
Dermaßen pitschnass, wie das Kleid der Mörderin wurde, während sie neben dem Becken kniete und im Ringen mit dem Opfer dessen Kopf wieder und wieder unter Wasser drückte, wäre es (d.h. das Kleid) niemals geworden einfach nur beim Herabfallen jener (wenngleich recht großen) Blumenvase. Sondern das nach deren Aufprall vom Boden aufspritzende Wasser hätte wohl nur die Knöchel oder maximal die Unterschenkel erreicht; und hätte zudem den Stoff keinesfalls dermaßen gründlich durchtränkt.

Aber natürlich braucht man so kleinlich ja sicherlich nicht zu sein - und natürlich hat es mein Vergnügen an dieser Episode ganz und gar nicht beeinträchtigt.
 
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nummis durensis

Pontifex Maximus
Stammrömer
Aber natürlich braucht man so kleinlich ja sicherlich nicht zu sein
Wo du recht hast.... ;):p

Nachdem ich jetzt einige Geschichten aus dem "grossen Hercule Poirot Buch" gelesen habe, muss ich sagen, dass das ganze Produktionsteam rund um die Serie sehr gute Arbeit geleistet hat. Schon bei der Auswahl des Darstellers fängt's an: AC beschreibt Herucle des öfteren als "eierköpfig". Passt doch. Und dann hat David Suchet seine Rolle perfekt einstudiert. Ich glaube, er hat (fast) jeden Krimi auch gelesen.

Grüsse
Rainer
 

Gaukler

Caesar
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Ja, alle drei Punkte treffen zu - wie belegt wird durch die hier im Thread ja nun schon dreimal verlinkte Dokumentation Being Poirot:
Suchet hat wirklich jeden Poirot-Roman gelesen. Ferner hat er dabei eine lange Liste von Notizen (meiner Erinnerung zufolge etwas über 90) angelegt, welche die Wesensmerkmale des Charakters akribisch erfassen; und hat aufgrund dessen seine Rolle in allen Details gestaltet.
Und schließlich sagt er zu seinem Interviewer an irgendeiner Stelle, amüsiert lächelnd und mit den Zeigefingern beider Hände seinen eigenen Kopf umreißend: "This is an egg-shaped head".

Im Übrigen, wie auch in dem einen oder anderen meiner früheren Beiträge erwähnt: Ja, auch in meinen Augen hat das gesamte BBC-Team wirklich sehr, sehr gut gearbeitet.
 
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Gaukler

Caesar
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Nun also gestern Abend Auf doppelter Spur.
Ein m.E. wirklich gut gelungener Plot, im Wesentlichen angelegt auf Basis der britischen Appeasement-Politik vor dem Zweiten Weltkrieg.
Genauer: 1938.
 

Gaukler

Caesar
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Nun schau' einer an ... damit hätte ich niemals gerechnet: Am 26. August - d.h. am Mittwoch unmittelbar nach Ausstrahlung der letzten Episode - startet ARD One die Serie wieder von vorn!
... zusätzlich im englischen Originalton.
Also gut, es wird sich wohl kaum jemand erneut Mittwoch für Mittwoch alle 70 Folgen anschauen.
Jedoch für mich persönlich kann ich sagen: Es gibt eine ganze Reihe, deren Wiederholung mir durchaus Vergnügen bereiten wird. Vor allem aus den frühen Staffeln; nämlich mit dem Original-Soundtrack sowie mit mon cher ami 'Astings.
 
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Gaukler

Caesar
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Muss zugeben, mit der gestrigen Folge ausnahmsweise nicht so sonderlich glücklich gewesen zu sein: Elefanten vergessen nicht. Denn nicht nur empfand ich die Verknüpfung jener unterschiedlichen Morde als doch etwas zu sehr konstruiert, sondern vor allem den gesamten Plot als zu Ariadne-Oliver-lastig. Diese Figur ist einfach zu exzentrisch, als dass sie mir gefallen könnte. Oder vielleicht besser gesagt: Ihre Art von Exzentrik ist einfach nicht mein Ding - hingegen die von Poirot sehr wohl.

Aber macht nichts; denn umso mehr freue ich mich jetzt auf die Rückkehr von Captain Hastings, Miss Lemon und Inspector Japp am Mittwoch kommender Woche: Die großen Vier.
 
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nummis durensis

Pontifex Maximus
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Muss zugeben, mit der gestrigen Folge ausnahmsweise nicht so sonderlich glücklich gewesen zu sein
Hat mir auch nicht sonderlich gefallen. Mit der Zeit fehlte mir dann die Aufmerksamkeit. Allerdings finde ich die Rolle der Mrs. Oliver sehr gut besetzt. Und auf Captain Hastings freue ich mich auch schon...

Grüsse
Rainer
 

Gaukler

Caesar
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Und auf Captain Hastings freue ich mich auch schon ...
Ebenso wie ich, versteht sich. Die Positionen zwei bis vier der Besetzungsliste verkörpern eine lang entbehrte Freude!

Apropos: An Nr. 5 steht Butler George ... wäre es möglich, dass er erstmals gemeinsam mit Miss Lemon aufträte? Oder gab es das doch schon früher einmal?


Im Übrigen bin ich ein klein wenig gespannt, ob die (deutsche Synchronisation der) BBC-Verfilmung diesen Ausnahmefall aus der Romanreihe übernimmt:
Laut Episodenliste ist Die großen Vier die viertletzte Folge (und müsste also, sofern es zwischendurch keine Unterbrechung gäbe, gesendet werden am 29. Juli). Zum Buch liest man dort bei Wikipedia unter Wissenswertes u.a.:
In der deutschen Übersetzung des Romans sprechen sich Poirot und Hastings mit „Du“ an, in den meisten anderen jedoch mit „Sie“.
Jedoch glaube ich das eher nicht.
 
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Gaukler

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Tja ... fast alle diese Gedanken haben sich ja nun völlig unvermutet als gegenstandslos herausgestellt - nämlich aufgrund der nahezu kompletten Abweichung der Film-Handlung von der des Romans.
 

Gaukler

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Womit ich jedoch - bitte keine Missverständnisse - nicht gesagt haben möchte, dass das BBC-Drehbuch mir nicht gefiele. Trotz seines weitgehend vom Roman abweichenden Handlungsverlaufs; und insbesondere nicht, nachdem ich mir mittlerweile die ganze Episode nochmals angeschaut habe in der Mediathek (auf Englisch). Zumal die dezidiert theatralische Inszenierung m.E. der Intention Agatha Christies durchaus entspricht.



Eine Anmerkung nun noch mit Blick auf kommenden Mittwoch: Dead Man's Folly bzw. Wiedersehen mit Mrs. Oliver:
Ihre Art von Exzentrik ist einfach nicht mein Ding - hingegen die von Poirot sehr wohl.
Letztere spiegelt sich m.E. nirgendwo eindrucksvoller wider als in jener Szene, die ich allerdings leider nicht der entsprechenden Episode zuzuordnen vermag; immerhin jedoch sieht man sie ab 1:01 hier:


Poirot erklärt, er könne diese beiden Frühstückseier unmöglich essen, da sie unterschiedlich groß seien.

Das Gegenstück dazu findet sich in Mord im Orientexpress: Poirot bestellt zum Frühstück ausdrücklich zwei absolut gleich große Eier; und als man sie ihm serviert, legt er (in einer kaum drei Sekunden langen, wortlosen Szene) zur Kontrolle - welche dann offenbar zu seiner Zufriedenheit ausfällt - als eine Art von Wasserwaage sein Besteckmesser darauf.

Also da ziehe ich wirklich den Hut vor Agatha Christie: So etwas muss man sich erst einmal ausdenken!
 
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Gaukler

Caesar
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Stammrömer
Sehr ähnlich übrigens eine Szene in der Episode, wo Captain Hastings in die Handlung eingeführt wird (s. oben): The mysterious Affair at Styles, ab ca. 13:00: Nachdem Poirot an der Spitze seiner gleichfalls aus Belgien geflohenen Landsleute die Brücke nach Styles überquert hat, erklärt er sich für - im Gegensatz zu ihnen - völlig außerstande, in den Pub zu gehen, da dort Getränke ausgeschenkt würden aus sehr unterschiedlich großen und zudem vollkommen ungeordnet nebeneinander stehenden Behältnissen.
 

Gaukler

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Okay, Hastings tritt auch auf in der allerletzten Episode: Vorhang. Aber ich glaube eigentlich nicht, dass ich es über mich bringen werde, mir dieses Trauerspiel ein zweites Mal anzusehen.
Nun habe ich das gestern Abend doch getan ... und siehe an: Es hat mir sehr viel besser gefallen als bei der Erstausstrahlung. Wirklich sehr gut gefallen sogar.

Und ganz am Schluss, in den allerletzten Sekunden, war Poirot der Abschied zu einigen Tönen aus seinem Original-Soundtrack vergönnt.
 

Gaukler

Caesar
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Wer's am Mittwoch verpasst haben sollte, der hätte nochmals die Gelegenheit (außer für nur noch dreieinhalb Wochen in der Mediathek) heute Abend:
 

Gaukler

Caesar
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Stammrömer
Köchin gesucht: So, der geniale Soundtrack von Christopher Gunning ist zurück!

Zurück ist allerdings auch Synchronsprecher Helmut Schellhardt, der leider Poirots so charmanten Akzent völlig vermissen lässt.

Hingegen sehr erfreulich ist, dass man sich jetzt wieder im Londoner Ambiente bewegt, das ja vor allem Angela und mir so besonders zusagt (s. oben).

In diesem speziellen Zusammenhang habe ich ein paar Einzelheiten nachgelesen, nämlich hier: Florin Court, the fictitious Whitehaven Mansions, home of Hercule Poirot (und übrigens auch bei Google Maps findet sich das Haus eingetragen). Dort erfährt man u.a.:

The area known as Charterhouse Square started (presumably) as a burial ground for victims of the Black Death (1347-1351).


Beide Vorgängerbauten von Florin Court wurden als Hotels errichtet, wobei das von 1937 besonders teuer und luxuriös war.
In 1902 the 107 room Charterhouse Hotel opened on the northwest corner. It is the first purpose-built property on the square primarily for business clients and to supplement the need for housing. (...) The square continued to decline with the remaining residences on the east side demolished in 1935. This made way for a flourishing revitalization in 1937. The new Charterhouse Hotel was built in the moderne style by the architects Guy Morgan & Partners for Charterhouse Ltd. (by 1937 Charter Estates). The builders were J. Gerrard & Sons Ltd. with interior decoration by Mrs. V. M. Thomas. The cost? About £74,000 (about $6,963,005.33 in 2018.) This at a time when the average worker earned £201.60 per year!
Da bekanntlich die BBC-Verfilmung weitestgehend in den Jahren 1936/37 spielt, verdienen die Verantwortlichen ein Kompliment auch für ihre stilsichere Wahl dieses Gebäudes.
Hinzu kommt, dass es im Jahr des Beginns der Dreharbeiten (1988) renoviert und in ein Apartment-Haus umgestaltet wurde. M.a.W.: Sowohl in der historischen Fiktion als auch in der filmischen Realität bezieht Poirot ein neues, modernes Haus. Das entspricht haargenau seinem Stilempfinden.
In 1988, architects Hildebrand & Glicker and interior designer Andrew Dandridge renovated and restored the east side of the block at a cost of about £2 million. Renamed Florin Court, the building became fully residential boasting newly restored roof-top gardens, a gym, jacuzzi and a basement swimming-pool.
Ungeachtet dieser großzügigen Ausstattung der Gemeinschaftsbereiche von Florin Court, wie der nun neue Name lautete, sind die einzelnen Wohneinheiten deutlich spartanischer geschnitten als Poirots elegante Film-Wohnung.
So, what more can I say? Consequently, fantasy is so much more than reality. Hercule Poirot’s beautiful flat would occupy the square footage of at least 3 actual units.
Der Artikel illustriert dies mit zwei Grundriss-Zeichnungen der (im Studio gebauten) Wohnung aus den Staffeln 1-5 und derjenigen nach dem Umzug in Staffel 6 sowie mit einigen vergleichenden Photos.
 
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nummis durensis

Pontifex Maximus
Stammrömer
So, der geniale Soundtrack von Christopher Gunning ist zurück!
So, und genau das hatte ich gestern auch gedacht... ;)

Aber an den Poirot aus den frühen Tagen muss ich mich erst wieder gewöhnen. Und dann nur die 50-Minuten-Folgen. Ok, immerhin gibt es ja sonntags mittlerweile wieder den Vice Questore.

Grüsse
Rainer
 

Gaukler

Caesar
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Stammrömer
Wobei mir das "Warum?" zwischenzeitlich per Mail habe erklären lassen: Das sei so aus lizenzrechtlichen Gründen, lautete die Antwort.

Schade.
 
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