[TV] Hercule Poirot

Gaukler

Caesar
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Hiermit setze ich die Anregung von @nummis durensis um, unserem offenbar gemeinsamem Freund Hercule Poirot (alias David Suchet) nun doch einen eigenen Thread zu gönnen.

Wobei Nummis und ich zunächst in seinem Thread [TV] Der Kommissar und die Alpen einige Poirot-Abstecher unternommen hatten, mit denen er als TO ganz einverstanden war - beginnend hiermit:
Mein TV bleibt meistens kalt, ausser David Suchet als Poirot - sozusagen das genaue Gegenteil des alpinen Kommissars. Den verpasse ich fast nie. :)
Unsere Poirot-Diskussion in jenem Thread, der auch @Angela und @Schwarzwaldgirl sich anschlossen, findet sich im Wesentlichen in den Postings #8 bis #13; #15 f.; #28; #32; #42 ff.

Hauptgegenstand ist also diese britische Serie (1989-2013): Agatha Christies Poirot – Wikipedia.

Damit (also: mit den wiederholten Wiederholungen) geht es weiter heute Abend auf ARD ONE: Agatha Christies Poirot (7 [und 8]).

So viel (bzw. so wenig) erst einmal hier zur Thread-Eröffnung. Weiteres wird wohl bald folgen - zumal ich aus Nummis' Ausgangs-Thread auch noch einige Poirot-Links hierhin zu transferieren gedenke.
 
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Gaukler

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Zuvor aber eine Antwort hierauf:
Richtig, Poirot in Uniform war schon ganz besonders, wir haben auch viel gelacht bei dieser Episode.
Wozu sie ja sicherlich auch angelegt war. ;)

Allerdings mir persönlich hat noch besser gefallen jene leicht wehmütige kleine Jugend-Romanze.
 

Gaukler

Caesar
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(...) zumal ich aus Nummis' Ausgangs-Thread auch noch einige Poirot-Links hierhin zu transferieren gedenke.
Wobei es aber vermutlich doch besser sein dürfte, statt der "nackten" Links die jeweiligen Zitate zu verwenden; nämlich wegen des Sinnzusammenhangs.

Also:
Ja, diese Musik ist wirklich sehr gut bzw. sehr passend. Und speziell dazu sah bzw. hörte ich irgendwann letztes Jahr mal in der Dokumentation Being Poirot, was maßgeblich entscheidend war für die Wahl dieses Motivs. Nur leider habe ich es zu einem guten Teil wieder vergessen (...); aber es war meiner Erinnerung zufolge ungefähr so: Der Komponist schlug vor, es zu transponieren in die Tonlage eines Altsaxophons (...) - und danach waren alle Beteiligten davon begeistert.
Wobei diese Masche ja seit ca. 10 bis 15 Jahren von den allermeisten Krimi-Drehbuchautoren gestrickt wird: Es wird auch "quer" erzählt, d.h. der Zuschauer muss zurechtkommen mit einer von Fall zu Fall fortlaufenden Verknüpfung bestimmter Elemente. (...) Im Gegensatz dazu kommt Poirot fast vollständig ohne derartige Querverbindungen aus.
Darum umso netter das kleine Prequel in Die Pralinenschachtel: Das macht mich jedes Mal lächeln.
Ebenfalls recht hübsch finde ich die kleine Rückblende in The mysterious affair at Styles mit Captain Hastings (von Beginn an) und Poirot (ab ca. 11:00):


Vor allem die Szene (ab ca. 13:00), wo er seine belgischen Mit-Exilanten, im Gänsemarsch über jene Brücke, dieses schöne Lied singen lässt: It's a long way to Tipperary.



Und außerdem natürlich: Agatha Christie Poirot: Sendetermine.
 
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Gaukler

Caesar
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Und um auch dieses heutige Posting hierher zu holen:
An eine Folge kann ich mich auch gut erinnern ... die spielte in Ägypten. Aber fasziniert bin ich auch von den vielen Fahrzeugen, insbesondere den schönen alten Dampfzügen, die man für die Serie bereitstellte.
Ägypten ... da müsste ich jetzt erst einmal nachdenken bzw. googeln.

Aber jedenfalls bzgl. der Fahrzeuge bin ich ganz deiner Meinung.

Apropos: Welche Folge war das übrigens, wo Auto-Fan "Eɪstɪŋz" am Schluss bei der Verfolgungsjagd seine eigene Neuerwerbung demoliert?

Edit: Ach ja, hier war das:
 
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Gaukler

Caesar
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Stammrömer
An eine Folge kann ich mich auch gut erinnern ... die spielte in Ägypten.
Ägypten ... da müsste ich jetzt erst einmal nachdenken bzw. googeln.
Letzteres habe ich soeben getan: Du meinst diese hier, nicht wahr?


Mal abgesehen davon, dass auch ich sie gerne anschaue: Das Haus des toten Archäologen; genauer gesagt: die Fassade (unter meinem Link zuerst bei 4:45) dient meiner vagen Erinnerung zufolge als Schauplatz auch in mindestens einem weiteren Fall ... n'est-ce pas?

Apropos: Vermutlich gefallen ja nicht nur mir Poirots französische Einsprengsel, sein Akzent, sein stummes h und seine Grammatikfehler. Wobei ich in Bezug auf letztere natürlich schon mehrfach dachte: In der englischen Originalversion haben sie keinen Platz, jedenfalls zum allergrößten Teil nicht; sondern das sind Eigenheiten der deutschen Synchronfassung. - Das hat sich bestätigt, als ich soeben mal rd. 20 Minuten des ägyptischen Abenteuers auf Englisch habe laufen lassen. Und außerdem: Poirot spricht da Wörter wie z.B. husband, health, have einwandfrei aus; und vor allem auch: Hastings.

Irgendwo las ich vor längerer Zeit mal (recht kurz) etwas über David Suchets deutsche Synchronsprecher bzw. die Unterschiede zwischen ihnen. Damit werde ich mich wohl bei Gelegenheit einmal näher befassen.
 
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nummis durensis

Pontifex Maximus
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Vermutlich gefallen ja nicht nur mir Poirots französische Einsprengsel, sein Akzent, sein stummes h und seine Grammatikfehler.
Ja, obwohl es manchmal etwas sehr genäselt übertrieben daherkommt; weniger wäre vielleicht mehr.

Aber so intensiv kann ich mich zur Zeit nicht mit Poirot beschäftigen, weil ich noch über beide Ohren in den Gestalten und der Chronologie des Jahres 195 n.Chr. stecke. Nachher werfe ich das noch durcheinander, und Poirot steht mit seinen Truppen vor Viminacium, während Hastings Trier besetzt. Dann gibt's noch 'nen "battle of Hastings"... :eek: :D;)
 

Gaukler

Caesar
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Stammrömer
Muss zugeben, das vorhin übersehen zu haben.

Allerdings macht das die Sache in meinen Augen nicht besser; denn diese 100-Min.-Folgen gefielen mir von jeher schon etwas weniger als die zu 50 Min. Für mein Empfinden überfrachtet nämlich diese Doppeldauer das zugrundeliegende Konzept, eine ganz bewusst sehr detailreich-komplizierte Handlung zu stricken, die dann am Ende von Poirot aufgedröselt wird in seiner selbstbewusst-genialen Manier.

Außerdem fehlt (zumindest mir) in einigen dieser Langfolgen Captain Hastings - so heute und auch am 4. März (Agatha Christies Poirot: Alibi).
 
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Gaukler

Caesar
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Stammrömer
... und es passt m.E. nicht gut zu Miss Lemon, diese Rolle des "Sidekicks" ausfüllen zu sollen.


Immerhin jedoch ist es mir gestern gelungen, also beim zweiten Sehen der "Kleptomanin", zurechtzukommen mit dieser Schwierigkeit:
Für mein Empfinden überfrachtet nämlich diese Doppeldauer das zugrundeliegende Konzept, eine ganz bewusst sehr detailreich-komplizierte Handlung zu stricken, die dann am Ende von Poirot aufgedröselt wird in seiner selbstbewusst-genialen Manier.
Jedoch spricht das m.E. nach wie vor dafür, dass grundsätzlich die Folgen zu 100 Minuten für den Zuschauer eine unnötige Herausforderung sind.

Ganz nebenbei übrigens hat mich der kulinarische Widerstreit zwischen Poirot und Chief Inspector Japp amüsiert. Denn was, bitte schön, könnte jemand einzuwenden haben gegen lecker zubereitete Schweinsfüßchen?
 

Angela

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15.03.2020-22.03.2020
Da hätte ich zwar einiges einzuwenden :D, jedoch fand ich die allerletzte dieser kulinarischen Szenen ganz am Ende wirklich köstlich.
 

gordian

Praetor
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Zumal speziell Franzosen (und sicher auch Wallonen wie Poirot) gegen Innereienküche oder die Verwertung aller Teile vom Tier nach meiner Erfahrung nichts einzuwenden haben, Im Vergleich zu z.B. Andouillettes sind Fleischküchle aus Ochsenschwanz, wie sie der gute Japp angeboten hat, doch geradezu normal.
 

Gaukler

Caesar
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(...) jedoch fand ich die allerletzte dieser kulinarischen Szenen ganz am Ende wirklich köstlich.
Wobei speziell dieses Adjektiv haargenau den Kern der Sache trifft.


Zumal speziell Franzosen (und sicher auch Wallonen wie Poirot) gegen Innereienküche oder die Verwertung aller Teile vom Tier nach meiner Erfahrung nichts einzuwenden haben (...)
Sehr richtig. Und dementsprechend war es auch nicht Poirot, der da die Zähne hochzog - sondern Japp.
Hab' versucht, die Stelle nachträglich für dich herauszusuchen in der Mediathek; aber die Internetverbindung hat sich geweigert, leider.
 
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gordian

Praetor
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Schweinsfüße oder Rinderfüße (gern auch gespalten) gehören in den französischen Regionalküchen speziell in eine Vielzahl von Eintopfgerichten (das gibt Kraft und Bindung) und für regelrechte Schweinshaxen gibt es sogar im 1. Pariser Arrondissement ein Lokal, das darauf spezialisiert ist (heißt "Pied de Cochon") und wo - ich möchte fast sagen zu meinem Schrecken - die Dinger sogar paniert und dann frittiert werden. Das traut man der französischen Küche ja sonst kaum zu.
Poirot ist wohl ob des unappetitlichen Anblicks der Ochsenschwanzfrikadellen mit Kartoffelbrei und Erbsen in der Schlusszene erblasst.
 

Gaukler

Caesar
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Mir deucht, dass ich die Folge schon kenne. Schade! :confused:
Nun, das ging mir natürlich ganz genauso; s. oben:
Immerhin jedoch ist es mir gestern gelungen, also beim zweiten Sehen der "Kleptomanin", zurechtzukommen mit dieser Schwierigkeit (...)


Eine ganz andere Sache aber noch; nämlich hierzu:
Vermutlich gefallen ja nicht nur mir Poirots französische Einsprengsel, sein Akzent, sein stummes h und seine Grammatikfehler.
Ja, obwohl es manchmal etwas sehr genäselt übertrieben daherkommt; weniger wäre vielleicht mehr.
Könnte sein. Aber jedenfalls mir gefällt es, wie's ist; denn gerade das Übertriebene ist ein Charakteristikum der Serie. ;) Und vermutlich stimme ich diesbezüglich überein mit dem Durchschnittsgeschmack des deutschen Zuschauers; oder jedenfalls mit dessen Einschätzung seitens der Synchronisierungs-Verantwortlichen. Denn es verhält sich weitgehend anders in der englischen Originalfassung. Zwei Beispiele: Dort kommt z.B. Miss Lemon niemals in französischer Aussprache daher; und Poirots Nachname wird teils französisch und teils englisch ausgesprochen.
Es handelt sich also offenbar um ...
... Eigenheiten der deutschen Synchronfassung.
 

Gaukler

Caesar
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Da meine eigenen kulinarischen Kenntnisse gegen Null gehen (außer, dass ich natürlich weiß, was mir schmeckt; nämlich fast alles), lese ich diese Ausführungen mit Interesse:
Schweinsfüße oder Rinderfüße (gern auch gespalten) gehören in den französischen Regionalküchen speziell in eine Vielzahl von Eintopfgerichten (das gibt Kraft und Bindung) und für regelrechte Schweinshaxen gibt es sogar im 1. Pariser Arrondissement ein Lokal, das darauf spezialisiert ist (heißt "Pied de Cochon") und wo - ich möchte fast sagen zu meinem Schrecken - die Dinger sogar paniert und dann frittiert werden. Das traut mal der französischen Küche ja sonst kaum zu.
Poirot ist wohl ob des unappetitlichen Anblicks der Ochsenschwanzfrikadellen mit Kartoffelbrei und Erbsen in der Schlusszene erblasst.
Dass es sich dabei um Frikadellen gehandelt hätte, ist zugegebenermaßen meiner Aufmerksamkeit entgangen, sorry. Jedoch das muss ja nun auch wirklich nicht sein - da bin ich ganz Poirots Ansicht. ;)
 
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