Nun gingen wir auf das Rathaus mit der schönen Sonnenuhr zu
und betraten im Erdgeschoss den neuen Dokumentationsraum. Ein Stadtmodell zeigt die furchtbaren Zerstörungen, die die Stadt am 16. April 1945 erlitt. Die britischen Piloten sahen den Feuerschein der brenneneden Stadt noch in 230 km Entfernung. Siehe auch
hier.
Einen nächsten Halt legten wir vor dem alten Lokal "Zum Stachel" mit einem romantischen Innenhof ein:
Letzte Etappe unserer Stadtführung war die bereits erwähnte
Marienkapelle.
Hier begannen wir unsere Besichtigung am Nordportal.
Eine interessante Darstellung der Verkündigung an Maria sieht man auf dem Tympanon des Nordportals: Der Hauch des Geistes geht als gedrehter Schlauch vom Mund Gott Vaters zum linken Ohr Marias und endet mit der Taube des Heiligen Geistes. Auf diesem Strahl eilt Jesus als kleines Kind bäuchlings zu Maria. Die Darstellung symbolisiert die Empfängnis durch das Hören der Worte.
Dieser moderne Wasserspeier stellt eine Mahnung vor Krieg und Gewalt dar:
Innenaufnahmen:
Grabdenkmal des Ritters Konrad von Schaumberg rechts vom Westportal.
Geferrtigt 1502 bis 1504 von Tilman Riemenschneider
Aussenaufnahmen:
Kopien der berühmten Skulpturen Tilman Riemenschneiders Adam und Eva darstellend. Die Originale sahen wir am Sonntag im Mainfränkischen Museum auf der Festung Marienberg. Gedichte von Rainer Maria Rilke zu den beiden Kunstwerken sind
hier nachzulesen.
Die Fassade schmücken u.a. Figuren von Aposteln, ebenfalls Kopien. Neun erhaltene Originale befinden sich im Mainfränkischen Museum.
Petrus
Mittagspause und Residenzführung
Hier verabschiedeten wir uns von unserer Stadtführerin und ruhten uns nach so viel Kunstgenuss bei einem leichten Mittagessen, gefolgt von einem leckeren Eis aus der Gelateria des
Café am Dom, aus.
Was sich hier genau abspielt, :? vermögen wir nicht zu sagen aber der Esel gefiel uns:
Eine gemütliche Rast legten wir auch im
Hofgarten neben der Würzburger Residenz ein, wo wir um 16 Uhr einen Termin für eine weitere Führung hatten.
Die Blumenpracht erfreute unsere Knopfaugen.
Wiir Kumpels konnten nach Herzenslust herumlaufen und hatten sehr viel Spass.
Steinerene Damen und Herren liessen uns geduldig gewähren,
Hochzeitsbilder wurden gemacht,
ein Brunnen sandte seinen Strahl nach einem undurchschaubaren Muster in die Höhe,
Europa wurde von Zeus in Gestalt eines Stiers entführt und den Raub der Persephone konnten wir auch nicht verhindern!

Ein Papagei verabschiedete sich krächzend von uns
als wir zum Brunnen vor der Residenz gingen um uns mit den anderen Foristi und unserem Führer zu treffen. Zuerst aber trafen wir am
Frankoniabrunnen Tilman Riemenschneider in Person.

Leider haben wir keine Bilder seiner beiden Künstlerkollegen Walter von der Vogelweide und Matthias Grünewald. :cry:
Gemeinsam mit
Herrn Held ging es noch einmal in den Hofgarten zurück
Er kennt unser Forum und hat sich vor seiner letzten Rom-Reise Informationen bei uns geholt! :thumbup: :thumbup:
In der Residenz herrscht leider Fotografierverbot, aber was unsere Knopfaugen sahen war fantastico!

:nod:
Hier ein Link für Neugierige. Wir waren im Treppenhaus mit der tollen Muldendecke
Balthasar Neumanns und den
Fresken Tiepolos, die vier Kontinente darstellend, im Weissen Saal, im Kaisersaal (Dort gefiel uns eine Statue der Göttin Flora besonders gut. Leider finden wir kein Photo von ihr) und in den südlichen Kaiserzimmern. In einem der Kaiserzimmer, dem Venezianischen Zimmer, entdeckten wir auf einem Wandteppich einen veritablen Bären. Auf
dieser Seite könnt ihr ihn hoffentlich links unten auf dem grossen Bild erkennen.
Schnell verflogen die zwei Stunden. Um 18 Uhr verliessen wir als letzte Gruppe die Residenz.
Auf der Terrasse des Cafés neben der Residenz verbrachten wir noch eine sehr angenehme Rast, machten kurz mit Simone Station im Hotel. Dort trafen wir Andrea, die als letzte Teilnehmerin anreiste und machten uns auf den Weg ins Restaurant.
Abendessen im Mainkai 7
Kurz nach uns traf auch Friedrich in Begleitung und mit der FFF (Friedrichs Forums-Fahne) ein. Ein paar Pfotos entstanden. Es sind die letzten Bilder mit Brummi von diesem BT. Er trägt, wie versprochen, den roten Ranzen vom Bockfelsen.
Kielius, Matze, Bärnini, Leo, Simeon, Konstantin und Brummi
Kurz danach stiessen auch Lizabetta und Frottola zu uns. Das FT in Trier hatte Frottola auf den Geschmack gebracht aber sie hatte auch etwas von einer bevorstehenden Rom-Reise gehört ... :~ Gerne erfüllten wir ihre reizende Bitte als Gast mit an den Bockfelsen und nach Rom genommen zu werden.
Zwar mussten wir lange auf das Essen warten aber alles schmeckte lecker!
Sonntag, 14.8.
Festung Marienberg und Mainfränkisches Museum
Auf der
Festung trafen wir auch die drei Frankenapostel wieder (rechts)
Blick zum Käppele
Dieses Eichhörnchen und seine Kumpels bewohnen den
Bergfried
Im
Innenhof steht u.a. das Brunnenhäuschen aus der Renaissance
Nun gab es eine freudige Überraschung, denn es stellte sich heraus, dass auch Frédéric und Poldi aus der Rengschburger Höhle zum BT gekommen waren. 8) :thumbup:
Bärnini freute sich riesig Frédéric und Poldi endlich bärsönlich

kennenzulernen
Es folgte ein Besuch der Zweibeiner im
Mainfränkischen Museum, das Simone seh begeisterte. Obwohl nur ohne Blitzlicht fotografiert werden durfte, sind die Bilder gar nicht mal schlecht geworden, sagt sie und hofft, dass sie euch so viel Freude machen, wie uns.
Hier fühlten wir uns an Rom und den
Dornauszieher in den Kapitolinischen Museen erinnert:
Szenen aus dem Leben der Kaiser Konstantin und Theodosius
Flucht nach Ägypten und Detail daraus
Riemenschneider-Madonna
Geburt Christi aus der Riemenschneider-Werkstatt
Die vierzehn Nothelfer
Riemenschneider-Originale
Zu den Besonderheiten des Mainfränkischen Museums gehört die große Bozzetti-Sammlung. Ein Bozzetto ist ein kleines, für die spätere Ausführung verbindliches Entwurfsfigürchen.
Sie standen hinter Glas und waren schwer zu fotografieren. Die ersten sind Entwürfe für die Statuen des Kreuzweges zum Käppele, die ich leider nicht gesehen habe.
Entwürfe für andere Statuen:
Noch zwei Gemälde:
Bär vom Entwurf für den Wandteppich im Venezianischen Zimmer der Residenz, den wir weiter oben erwähnt und verlinkt haben
Nun kam man in einen zauberhaften Raum mit den Originalen von Skulpturen aus dem Veitshöchheimer Schlossgarten:
Merkur
Vier Kontinente
Flötespielender Junge und Frau mit Dudelsack
Allegorien auf die Tageszeiten:
Nacht, Abend, Mittag, Morgen
Letzte Eindrücke aus dem Museum:
Sehr nett war dann noch das gesellige Beisammensein auf der Terrasse der Burggaststätte. Es war wieder ein gelungenes FT/BT.