Borromäus und Schnuckel in Tawern (D)
Vergangene Woche stiess Simone zufällig im Web auf den Hinweis, dass am Sonntag in
Tawern, wenige Kilometer von der luxemburgischen Grenze entfernt, ein kleines Fest stattfinden sollte. Der Verein Römisches Tawern lud dazu ein, sich die restaurierten Spuren des römischen Vicus Tabernae an der ehemaligen Römerstrasse von Trier nach Metz und Rom, anzusehen.
Die gallo-römische Tempelanlage hoch über Tawern kannte sie bereits, die Sache mit dem restaurierten Vicus war ihr neu.
Da unsere Zeit als Gastbären am Bockfelsen diese Woche endet (wir sind aber jetzt schon herzlich eingeladen wiederzukommen) und wir noch keinen Ausflug gemacht hatten, stand sofort fest, dass wir beide mit von der Partie sein würden.

roud:

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Leider sind nur ganz wenige Pfotos entstanden aber der Sonntagsausflug hat uns sehr gut gefallen und wir hatten viel Spass! :nod:
In Tawern folgten wir zunächst dem Wegweiser zur römischen Tempelanlage. Durch den Wald ging es eine abenteuerliche Strasse steil bergauf zu den teilweise wiederaufgebauten Gebäuden.
Römischer Tempelbezirk
Am Eingang lasen wir die Informationstafel
und betraten dann den ehemaligen Tempelbezirk mit einst sieben Tempeln:
In römischer Zeit betrat man die Anlage durch dieses talwärts gelegene Tor:
Jupitersäule
In der halbmondförmigen Aussparung im Boden war früher ein Standbild verankert
Haupttempel mit rekonstruiertem Standbild (leicht überlebensgross) des Gottes Merkur
Rückseite des Umgangstempels
Ein Schatzhaus und sein moderner Inhalt

Zur Bergseite hin gelegener Nebeneingang
Aus Griechenland stammendes korinthisches Säulenkapitell
Rekonstruktion eines profanen Gebäudes neben den Tempeln. Der Zweck ist nicht ganz klar, eine Feuerstelle wurde dort nicht gefunden. Ein Wohnhaus für Priester war es wohl nicht. Vielleicht war es ein Stall. Vielleicht konnten Reisende sich dort stärken, Andenken und Weihegaben kaufen.
Blick von dort auf die ummauerte Tempelanlage mit einer der Eckbauten, in denen Geräte für die Kulthandlungen aufbewahrt wurden, und den Brunnen. Dort in einer Tiefe von 5 Metern wurde der Kopf der antiken Merkurstatue gefunden
Endlich ein paar Pfotos!
Borromäus und Schnuckel
Blick zurück
Römischer Vicus
Wieder im Tal angekommen folgten wir dem Hinweisschild zum römischen Vicus.
Wir bewunderten das Modell des Ortes,
und sahen uns die erhaltenen Grundmauern der Häuser an:
Sehr gut gemacht sind die Informationstafeln. Interessiert lasen wir alle Texte
und liessen uns den Verlauf der Römerstrasse erklären.
Wir lauschten noch den Erklärungen zur römischen Schmiedekunst
und zum Abschluss genehmigte Simone uns schliesslich ein leckeres Glas Mulsum, von dem wir euch gerne etwas anbieten. Der Honiggeschmack ist sehr lecker! :nod: :thumbup:
Hochzufrieden kehrten wir in unsere Gasthöhle zurück und erstatteten den anderen Bäricht. Heute nun durften wir diesen kleinen Pfotobäricht für euch hier einstellen und hoffen, es hat euch gefallen.
Brüderliche Brummgrüsse
von
Borromäus und Schnuckel
PS:
Wer sich genauer über Tawern informieren möchte findet hier mehr Infos und Bilder: