Bruno und Gereon auf den Spuren von Anton Wendling im Saarland
6. April 2010
Auf diesen Ausflug hatten wir uns lange gefreut und er fand bei allerschönstem Wetter und angenehmen Temperaturen statt. Der erste richtige Frühlingstag in unseren Gefilden! Nur schade, dass die Honnefer Zweibeiner mit Velasquez es nicht möglich machen konnten dabeizusein, es wäre ein Ausflug so ganz auch nach ihrem Gusto gewesen.
Zum Glück weilen ja Bruno und Gereon ferienhalber fern vom Archiv am Bockfelsen und werden jetzt nachhause und für alle darüber hinaus Interessierten bärichten.
Gestern (18.4.2010) war Simone noch einmal ohne die beiden, dafür aber mit Doudou in Merzig und Umgebung. Sie haben eine interessante Konferenz besucht und ein paar zusätzliche Bilder gemacht um unseren Pfotobäricht zu ergänzen.
Da unsere PC-Zeit knapp bemessen ist werden wir etappenweise bärichten, dies bleibt also vorerst eine Baustelle.
Da das Museum erst ab 14 Uhr geöffnet ist besuchten wir zunächst die beiden Kirchen in Brotdorf und Merchingen, bummelten ein wenig durch Merzig und gingen dann erst in die Ausstellung. Die beiden Kirchen wurden vom Architekten
Clemens Holzmeister errichtet und besitzen sehr schöne Fenster des Glasmalers
Anton Wendling.
Teil I
Sankt Maria-Magdalena, Brotdorf
Brotdorf liegt etwa 4 km von Merzig entfernt, die Kirche entdeckten wir schnell. Informationen zur Geschichte der Kirche bietet die
Webseite der Pfarrei. Wir parkten unterhalb der hohen Mauer und hatten gleich einen guten Blick auf die gesamte Anlage. 1932 wurde der Grundstein für den Umbau einer Kirche aus dem 17. Jahrhundert gelegt. Die weiss verputzten Teile (links der Turm, rechts der Chor der alten Kirche) unterscheiden sich von dem neuen Teil aus lokalem, unverputztem Naturstein.
Hier noch ein paar Bilder, die das verdeutlichen:
Wir, Bruno und Gereon, machten uns auf die Suche nach dem Eingang, was sich als nicht so einfach herausstellte, denn diese Kirche hat viele Türen 8O. Dies ist zwar der Haupteingang aber er war verschlossen.
Nach einigem Suchen fanden wir einen geöffneten Seiteneingang versteckt hinter einer Glaswand. Dort hängt auch ein Kunstwerk, das uns sehr gut gefiel:
Dieser bemalte Stein war 500 Jahre lang die Altarplatte der alten Kirche.
Wir waren ganz allein in der dunklen Kirche und konnten in aller Ruhe die herrlichen Rundfenster von Anton Wendling bewundern. Allerdings übersahen wir, woher der Altarrraum sein Licht erhält und zwar durch drei identische Fenster, die wir gestern erst pfotografiert haben:
Machen wir nun virtuell eine Runde durch die Kirche um die übrigen Fenster zu bewundern.
Dem Altarraum gegenüber liegen der Haupteingang und die Orgel. Drei Fenster schmücken diese Wand, eines kann man nur durch die Wendeltreppe, die zur Orrgelempore führt und verschlossen ist, erahnen:
Mittleres Fenster
Das rechte Fenster
Das linke Fenster
Die Seitenwände sind mit je zwei Fenstern geschmückt:
Die Internetseite der Kirche informiert im Kapitel "
Bauliche Veränderungen" darüber, dass es 1948 zur Neuverglasung der durch Kriegseinwirkung zerstörten Rundfenster
in den klassischen Glasfarben der Gotik Blau (als Farbe des Himmels) und Rot (als Farbe des Feuers, der Liebe, des Lebens)
kam.
Weitere Aufnahmen aus der Brotdorfer Kirche vom 6.4.
und vom 18.4.
Das bunte Farbenspiel der Fenster gefiel uns sehr aber wir freuten uns auch wieder Licht und Wärme vor der Kirche zu spüren:
Wird fortgesetzt
Bruno und Gereon
