So, aber nun wollen wir mal erzählen!
Als wir am Mittwoch (29.7.) im Borgo ankamen gab es erst mal ein lautes Hallo: es war, als käme die Chefin zu alten Freunden. Das ist die italienische Herzlichkeit. Wir haben uns sofort zuhause gefühlt. Nach einer Flasche Prosecco (es gab einen Geburtstag zum Nachfeiern) hat Angelo ein tolles toskanisches Menu für die Chefin und ihre Freundin gekocht. Natürlich haben auch wir unseren Anteil bekommen - und als Leckermäuler sind wir ja bekannt.
Am nächsten Morgen ging es dann erst mal an den Pool: Sonne und Wärme luden dazu ein, den Tag gemächlich zu beginnen und sich an das für nicht verwöhnte Nordländer Klima zu gewöhnen. Allein die Helligkeit hebt die Stimmung und ist gut für die Moral!
Später haben die beiden Zweibeiner noch musiziert - für die anderen Gäste der Vorgeschmack darauf, was noch kommen sollte.
Am späten Nachmittag gab es einen Ausflug nach San Gimignano, der mit einem Restaurantbesuch ausklang. Und auf dem Heimweg begann eine große Odyssee: wir haben drei mal so lang gebraucht, wie auf dem Hinweg, weil wir uns erbärmlich verfahren haben. Eine Woche später hat Claude herausgefunden, wo der Denkfehler lag.
Den nächsten Tag gab es das "dolce far niente": Lesen, Schwimmen - und Musizieren. Währenddessen war große Unruhe im Borgo: zwei Wagen der vigili del fuoco rückten an. Kätzchen auf einem Baum, das zu retten war? Gasalarm? Ein schwelendes Feuer? Nein: es galt ein Wespennest zu entfernen - und eine Glühbirne auszuwechseln.
An einem anderen Tag ging es nach Volterra - das Städtchen lieben wir besonders! Die Chefin hat dort auch endlich gefunden, was sie schon mal vor vier Jahren gesucht hat: Querflöten aus Alabaster. auf Nachfrage, durften diese sogar ausprobiert werden. Man kann wirklich richtig darauf spielen und sie klingen erstaunlich gut. Gewöhnungsbedürftig waren nur das Mundloch, die Anzahl der Löcher und deren Anordnung. Aber Spaß hat es gemacht!
Damit war der "Urlaub" beendet: nun gab es "Musik total". Aus allen Wohnungen erklangen von Morgens bis spät abends Flötentöne. Herrlich - aber für die nicht-musizierenden Gäste sicher ein Härtetest. Bei der Gelegenheit kam noch ein Kamerad dazu, dessen Chefin zudem eine Packung Honigkekse mitgebracht hatte, über die wir uns gemeinsam hermachten:
Der Tag zur freien Verfügung wurde zu einem Ausflug nach Siena genutzt. Dort fanden wir folgenden Kumpel:
Im Borgo haben wir auch unsere Freundschaft mit den dort heimischen Katzen erneuert: in diesem Jahr waren es 24 felidae - unser Freund Attila hat uns vorgestellt und wir haben uns prächtig amüsiert. Hier einer unserer Gefährten bei einem Nickerchen an seinem Lieblingsplatz:
Leider gingen die Tage viel zu schnell vorbei ... Die Chefin - nun nur noch in unserer Gesellschaft - konnte noch einen Tag in Pisa genießen, denn der Flieger ging erst spät am Abend.
Besonders gefreut haben wir uns, sie
zu sehen. Das war allerdings in Siena. Woran haben wir da wohl gedacht :?::?::?:
Hoffentlich ist es uns vergönnt, im kommenden Jahr wieder in das Land der Etrusker zu reisen.
Reisen ist wirklich eine unserer Lieblingsbeschäftigungen ... aber das brauchen wir Euch ja nicht zu sagen :nod:
Viele Grüße an alle Arktoi und Ehrenbären - nicht zu vergessen natürlich die dazugehörenden Zweibeiner!
S., Victor und Felix