Also ob ihr das mir - als musikalisch eher unbedarftem :blush: kleinem erzbischöflichen Archivbären - nun zu glauben vermögt oder auch nicht ... aber es war wirklich
genau das, was auch ich
sofort dachte, auf den allerersten Blick - d.h. nachdem ich das Bild größer gezoomt hatte. :nod:

roud: :nod:

:~
Da hattest Du vollkommen Recht! :thumbup:
Wenn man es allerdings
noch genauer nimmt, sind links die Bratschennoten und rechts die (originale) Klarinettenversion dieser Brahms-Sonate zu sehen: zwar im Violinschlüssel, aber da die Klarinette zu den transponierenden Instrumenten gehört, nicht in der Klang-, sondern in der Griffnotation. Aber das dürfte für einen tatsächlich zu schwierig sein! :~ :twisted:
Na, es geht so :blush: :uhoh: ... also zum Begriff "Griffnotation" fällt mir immerhin was ein; das ist wohl so was Ähnliches wie eine
Gitarrentabulatur, oder?
Wovon wiederum allerdings sowohl Gauki wie auch ich nur teilweise was verstehen.

:~
Und dass rechts außer "Klavier" auch "Klarinette" angegeben ist, hatte ich gesehen - aber mich schon gewundert, bzw. verstehe es immer noch nicht, wieso das über ein und demselben Satz stehen könnte ...:?:
Hat wahrscheinlich auch etwas zu tun mit dieser Frage: Was
genau hab' ich mir vorzustellen unter einem "transponierenden Instrument" :?:
rätselt
Velasquez
Hallo lieber Velasquez,
ja, ich sehe schon, das ist sozusagen fast ein eigenes Kapitel!
Aber da ja Ihr als Archivbären besonders lernfähig seid versuche ich mal eine Klarstellung:
Also:
1. Eine Tabulatur (siehe obiger Link) ist etwas
ganz anderes als eine Griffnotation. Während bei letzterer die zu greifenden Akkorde in Zahlen notiert werden (um es einmal vereinfacht auszudrücken), ist bei der Notation eines
transponierenden Instruments
jeder Ton bezogen auf C-Dur als Grundtonart notiert, unabhängig von der Stimmung des Instruments. Ein notiertes "C" erklingt deshalb z.B. auf einer "B-Klarinette" als "B", wird aber wie gesagt, als "C" notiert. Das gilt entsprechend für alle Stimmungen.
Bei näherer Betrachtung wird deshalb klar, warum es z.B. die Klarinette in "A" und "B" (das sind die gebräuchlichsten Stimmungen) gibt: Bei Tonarten, die A-Dur näher verwandt sind, d.h. die Kreuztonarten, wird die "A-Klarinette" verwendet, bei den B-Tonarten die B-Klarinette. Wobei man selbstverständlich alles auch auf einem Instrument spielen kann, nur sind die Griffe dann komplizierter....
Und nun zu Punkt
2. Die Notierung einer Sonate.
Bei einem Stück für Klavier und ein weiteres Instrument (meist ist das dann eine Sonate) gibt es zwei Stimmen: Die des Klarinettisten beispielsweise sowie die Klavierstimme, und bei letzterer ist immer der Part des anderen Instruments oben - kleiner gedruckt - mit dabei, um das Zusammenspiel zu erleichtern.
Gleiches gilt ebenso für alle Stücke mit Klavier und mehreren Instrumenten. Deshalb braucht ein Pianist auch immer einen Umblätterer, da teilweise viel mehr Noten in seiner Stimme notiert sind als er zu spielen hat! :twisted:
Und doch spielt er immer wesentlich mehr Töne als jeder seiner Partner! :~
In diesem Fall allerdings handelte es sich bei dem fotografierten Stück um die 2 Versionen derselben Brahms-Sonate, links die für Viola, rechts die für Klarinette, und das ist jeweils die oben erwähnte Einzelstimme.
So, ich hoffe, Ihr habt alle diesen Ausflug in die Musiktheorie kapiert - falls nein, einfach nochmal nachfragen!
Viele Grüße
Frédéric
P.S.:
Nachdem wir nun mehrere dieser neuen Zitate gesehen haben, schließen wir uns Eurer Einschätzung an:
Das dezente Beige von vorher war doch schöner! :~ :blush: :lol: