Sonniges und stilles Rom

Padre

Censor
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Stammrömer
Ersteller des Themas #1
Sonniges und stilles Rom


vom 24. bis 31.Oktober 2014



Inhaltsverzeichnis

I.





II.






III.




IV.


Stille Orte



V.




VI.



Im Centro Storico
I. Teil
II. Teil


VII.


 
Zuletzt bearbeitet:

dentaria

Caesar
Stammrömer
Rom-Reise
20.07.2018-21.07.2018
#3
Auch mir gefällt das Inhaltsverzeichnis sehr gut und ich freue mich auf den weiteren Bericht.
Kann es sein, dass Du auch Granatapfelsaft auf dem Campo dei Fiori getrunken hast?​
 

Padre

Censor
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Stammrömer
Ersteller des Themas #4
Herzlichen Dank für die Rückmeldungen! Leider will mein PC nicht so, wie ich - und so sitze ich am vorletzten Urlaustag an meinen Firmen - PC.
 

Padre

Censor
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Stammrömer
Ersteller des Themas #5
I.
Anreise
Vor vier Jahren waren Dottore (mein bester Freund) und ich zum letzten Mal gemeinsam in Rom. Im letzten Frühjahr fasten wir den Entschluss, in den Herbstferien erneut in die ewige Stadt zu reisen. Erstaunlich schnell hatten wir ein Quartier bei den Pallotinerinnen gefunden, die ein Gästehaus in der Nähe der Piazza di San Pietro unterhalten. Je näher der Oktober heranrückte, umso mehr freuten wir uns auf die Tage in Rom. Dottore hatte den Wunsch, Rom abseits der üblichen „Trampelpfade“ zu erkunden. Das sollte sich wohl machen lassen …


So machten wir uns am 24. Oktober auf den Weg. Der Hinflug von Hannover aus verlief völlig problemlos. Trotz einer kleinen Verzögerung beim Start, landeten wir fast pünktlich auf dem Flughafen Rom-Fiumicino. Nach einer 15 minütigen Wartezeit hatten wir unser Gepäck zurück und strebten dem Ausgang zu. Die Schwestern hatten für uns einen Mietwagen gebucht und wir waren gespannt, ob der Fahrer auf uns warten würde? Er wartete - und brachte uns schnell zu unserer Unterkunft. Dort angekommen, wurden wir freundlich in Empfang genommen und mit den Gepflogenheiten des Hauses vertraut gemacht. Schnell waren die Zimmer bezogen


und dann begannen wir unseren ersten Spaziergang bei 25 Grad und Sonnenschein.


Der erste Spaziergang
So stürzten wir uns ins römische Getümmel. Unser erster Weg führte uns zum Petersplatz. Dottore wäre gerne in den Petersdom hineingegangen, aber als wir die Warteschlange sahen, die fast um den gesamten Platz umspannte, nahmen wir davon rasch Abstand und bummelten ein wenig über der Piazza und genossen einfach das Dortsein.


Anlässlich der Seligsprechung von Papst Paul VI. fand im Flügel Karls des Großen eine Ausstellung statt, die ich mir unbedingt anschauen wollte. Der Titel der Ausstellung lautete: Paul VI. und die Künstler. Giovanni Battista Montini, so der bürgerlicher Name des Papstes, war ein großer Freund und Förderer der modernen Kunst seiner Zeit. Die Ausstellung würdigte zum einen das Pontifikat Pauls VI. indem auf Fotowänden die wichtigsten Stationen seiner Amtszeit gezeigt wurden und zum anderen wurden Werke der Künstler gezeigt, die der Papst besonders schätzte und die zum Teil auch Arbeiten für den Vatikan ausgeführt haben. Besonders gespannt war ich, ob – und vor allem wie das Werk des italienischen Künstlers Lello Scorzelli in dieser Ausstellung präsentiert würde? Seit einiger Zeit besteht unter einigen Foristi ein reges Interesse an Scorzelli. Bevor wir die Ausstellungsräume betraten, wurden wir Zeugen, wie die vatikanische Feuerwehr am Ausstellungsbanner werkelte.


Gleich zu Beginn wurden wir von einer Bronzestatue begrüßt, die Paul VI. zeigt und von Lello Scorzelli stammt.




Nebenbei sei angemerkt, dass die gezeigten Exponate aus der Sammlung der Vatikanischen Museen stammten. Wir waren fast allein in der Ausstellung und so konnten wir in aller Ruhe diese kleine, aber durchaus feine Ausstellung genießen. Besonders gut hat uns die Kombination von Kunst und neuerer Kirchengeschichte gefallen und Dottore gefiel besonders das Modell der Bronzeplastik aus der Audienzhalle,



es weckte bei uns Erinnerungen an unsere jeweils erste Papstaudienz (damals bei Johannes Paul II.) auf. Hier noch einige Bilder:

Als wir den Ausstellungsraum verließen, war die Warteschlange immer noch genauso lang und wir beschlossen, den Besuch von St. Peter auf einen späteren Zeitpunkt zu vertagen.

Wir gingen die Via della Conziliazione hinunter zur Engelsburg und über die Ponte di Sant`Angelo ging es weiter in die Innenstadt. In meiner Lieblingsbar gab es den ersten römischen Cappuccino. Von dort aus ging es dann weiter zur Piazza Navona und dort stand gleich die nächste Ausstellung auf dem Programm. Wir besuchten die Überreste des Stadion des Domitian. So betraten wir die Piazza Navona, die mit der Arena des Stadions nahezu identisch ist. Schnell war der Eingang des Museumsbereiches gefunden und wir tauchten in vergangene Zeiten hinein. Unsere Moderatorin Simone hat Gladiatore e Agone Sportivo. Hauptsächlich wurden Rüstungen (vor allem Helme)




und andere Utensilien der Gladiatoren gezeigt. Wenn ich richtig informiert bin, dann fanden in diesem Stadion nie Gladiatorenkämpfe statt, sondern nur sportliche Veranstaltungen. Um beides unter einen Hut zu bringen, hat man sich wohl anscheinend für diesen Titel entschieden. Besonders gefiel mir hier eine kleine Videoschau, die die römischen Stätten der Antike aus heutiger Sicht zeigen und per Computeranimation wird das damalige Aussehen rekonstruiert. Mich mich als "Antike-Muffel" sehr hilfreich.

Hier einige Bilder:


Als wir wieder auf der Piazza Navona standen, sahen wir den Platz mit ganz anderen Augen!


Wir hielten uns aber ganz bewusst vom Vier-Ströme-Brunnen entfernt, da er am nächsten Tag noch eine besondere Rolle spielen sollte. Von dort aus gingen wir weiter zum Pantheon,


das super voll war, trotzdem warfen wir einen kurzen Blick hinein und besuchten anschließend Santa Maria in sopra Minerva.

Dann sahen wir in einem Kirchenausstattungsgeschäft dieses Bild


und gingen weiter zur Area sacra. Danach ging es in mein Lieblingsrestaurant, indem wir herzlich begrüßt und bewirtet wurden. Nach einem schönen Essen ging es dann über den Petersplatz wieder zurück und auf Dottores Balkon gab es noch ein Gläschen Wein. So endete unser erster Tag in Rom.
 
Zuletzt bearbeitet:

Tizia

Pontifex Maximus
Stammrömer
#7
Hallo Padre,

vielen Dank für den Beginn deines Reiseberichtes. Das Inhaltsverzeichnis mit den tollen Bildern gefällt mir sehr gut.

Ich freue mich auf mehr, es geht ja schon mal munter los. Obwohl, wie ich zugebe, ich kein Scorzelli-Fan bin.

Viele Grüße

Tizia
 

pehda

Praetor
Stammrömer
#8
Ich bin zwar auch nicht so sehr interessiert an "aktuellerer Kunst", aber gleichwohl auch von mir besten Dank für den Einstieg, lieber Padre, und als großer Freund der Gegend rund um die Via Appia bin ich schon besonders auf den Bericht zum Fahrradausflug gespannt.
 

Simone-Clio

Augustus
Mitarbeiter
Moderator
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Stammrömer
#9

Gleich zu Beginn wurden wir von einer Bronzestatue begrüßt, die Paul VI. zeigt und von Lello Scorzelli stammt. (...)

Gerne bin ich Dir und Dottore auf Euren ersten Wegen gefolgt und habe mit besonderem Interesse, wie Du Dir unschwer vorstellen kannst, vom Besuch dieser Ausstellung gelesen. Vgl. Paul VI. und die Künstler - Ausstellung im Vatikan . Dass man fotografieren durfte (wenn auch ohne Blitz) war natürlich schön für Dich und nun auch für uns. Im Mai 2013 habe ich, nach freundlicher Anfrage bei einem Aufseher, auch ein Foto der Statue mit Blitz machen dürfen. (Siehe: Lello Scorzelli (1921-1997) - Seite 5 ) Deine Nahaufnahmen gefallen mir sehr gut.

Ich hoffe, dass Dein Computer seine Dienste wieder tut und freue mich (in aller Ruhe) auf die Fortsetzung.
 

Ludovico ROB

Triumphator
Mitarbeiter
Moderator
Stammrömer
#10
Ich durfte vor wenigen Jahren einen Vortrag im Campo Santo hören. Dort ging der Referent auch auf den kunstsinnigen Papst Paul VI und sein Verhältnis zu dem Architekten Nervi ein, der u.a. die Audienzhalle und die beiden Olympiastadien gebaut hat. Über Lello Scorzelli wusste ich damals noch nichts.
 

FestiNalente

Censor
Stammrömer
#13
Ich hoffe, dass Dein Computer seine Dienste wieder tut und freue mich (in aller Ruhe) auf die Fortsetzung.
Danke, der Nachfrage! Es scheint nun alles wieder in Ordnung zu sein.
Tja - Computer sind auch nur Menschen :twisted: :~:~:~ :twisted:
(Ich zumindest habe manchmal so das Gefühl, daß die auch so ihre Launen und Macken haben ....)

Aber im Ernst: Mit Deinem Inhaltsverzeichnis und dem ersten Berichtsteil hast Du Appetit auf mehr geweckt ....

Ich warte also mit aller Geduld begierig auf die Fortsetzung ....
(Mal sehen, ob wir - bei unserer anstehenden 3-Wochen-Kur - ´ne vernünftige WLAN-Anbindung haben)
LG
 

Angela

Caesar
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Stammrömer
#17
Danach ging es in mein Lieblingsrestaurant, indem wir herzlich begrüßt und bewirtet wurden. Nach einem schönen Essen ging es dann über den Petersplatz wieder zurück und auf Dottores Balkon gab es noch ein Gläschen Wein. So endete unser erster Tag in Rom.
Lieber Padre,

vielen Dank für die Fortsetzung des "Fast-Parallel-Berichts"!
Auch wir wollten einmal Dein Lieblingsrestaurant besuchen und waren am letzten Abend dort. Es war sehr gut, sehr netter Service, wir werden sicher wiederkommen!

Liebe Grüße

Angela
 

Padre

Censor
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Stammrömer
Ersteller des Themas #19
Gerne, liebe Tizia,
im Mai hatte ich zum ersten Mal bewusst eine "Blaue Stunde" in Rom wahrgenommen. Diesmal an fast allen Abenden. Wir saßen dann meist vor einer Bar und genossen dieses Schauspiel mit einem Sprizz.

Lieben Gruß
Padre
 

pehda

Praetor
Stammrömer
#20


Hier einige Bilder:


Als wir wieder auf der Piazza Navona standen, sahen wir den Platz mit ganz anderen Augen!



Das sieht ja sehr interessant aus. Mir war das Museum bisher gar nicht bekannt, werde ich auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.

Und vielen Dank auch von mir für den Abschluss des Berichts mit den stimmungsvollen Abendaufnahmen vom Pantheon. :thumbup::nod:
 
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