Bericht: Sehnsuchtsziel Nordkapp

Ludovico ROB

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Stammrömer
Als wir Anfang dieses Jahres eine Werbung mit dieser Überschrift als Beilage in unserer Tageszeitung fanden, fühlten wir uns sofort angesprochen. Wir überlegten noch einige Wochen und buchten dann diese Bustour. Zu den Details komme ich später. Da die Fortsetzung wegen anderer Verpflichtungen noch etwas dauern kann, will ich schon einmal eine bebilderte Gliederung erstellen. Wie gewohnt werde ich die Gliederungspunkte zu gegebener Zeit mit einem Link versehen, der dann zum entsprechenden Beitrag führt.

1. Fahrt nach Kopenhagen über Puttgarden/Fehmarn mit der Fähre nach Lolland/Dänemark

2. Stadtführung Kopenhagen, Fähre Helsingör nach Helsingborg, Elchpark Schweden, Fahrt nach Stockholm




3. Stadtführung Stockholm, Uppsala Dom, hohe Küste am Bottnischen Meerbusen nach Umea


4. Weiter am Bottnischen Meerbusen nordwärts, Kirchdorf Lulea, über die finnische Grenze nach Rovaniemi (Polarkreisüberquerung und Santa Claus = ganzjähriges Büro des Weihnachtsmannes), Übernachtung in Lappland ("Rentierhotel")



5. Bei Karigasniemi nach Norwegen, weiter ans Nordkapp (Übernachtung Nähe Nordkapp)



6. Mit den Hurtigruten von Oksfjord nach Skjervoy


7. Entlang der Küste auf der E6 nach Süden, über die E10 auf die Vesteralen und Lofoten nach Melbu


8. Von Melbu nach Solvär, noch auf den Lofoten mit der Fähre aufs Festland, auf der E6 zur zweiten Polarkreisüberquerung dann bis Mo i Rana
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9. Weiter auf der E6 entlang der wildromantischen Küste Norwegens nach Trondheim, Dom, weiter bis Dombas

10. Von Dombas zum Geirangerfjord, Stabkirche Lom, nach Oslo

11. Stadtführung Oslo, am Skagerrak entlang bis Lund (nördlich Malmö)



12. Heimfahrt über die Öresundbrücke und mit der Fähre nach Puttgarden






 
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otium

Pontifex
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Stammrömer
Die Fotos sind wieder einfach toll! Herrliche Farben, spannende Blicke! Freue mich auf die weitere Ausgestaltung.
 

pecorella

Magnus
Stammrömer
Rom-Reise
13.03.2019-18.03.2019
Lieber Ludovico,

was für ein schöner Bericht, der für mich auch mit lieben Erinnerungen an meine Großeltern verbunden ist.

Die beiden reisten Anfang der 70-ger Jahre jedes Jahr mit ihrem T1 Richtung Nordkapp und ich habe hier viele Bilder davon.


CIMG2120a.jpg

Das die beiden es so viele Jahre später mal noch ins Internet schaffen, hätte ich auch nicht gedacht.​

Auch den BEVA verbindet mit Oslo ein besonderes Ereignis, er wurde dort 1976 Jugendeuropameister über 200 m Brust.
 
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Ka-el

Tribunus Militum
Stammrömer
Hallo Ludovico,

schöne Bilder. Norwegen ist auch noch auf meiner Liste. Letztes Jahr waren wir in Schweden. Das sind schon große Entfernungen. Eine Busreise bis zum Nordkap kann ich mir nur schwerlich vorstellen, bis Trondheim wäre noch in Ordnung. Oder mit dem Bus hoch und dem Schiff wieder runter. :) Ich bin gespannt auf deinen Bericht.
 

Ludovico ROB

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Danke für das rege Interesse. Ich hoffe, dass ich die Erwartungen erfüllen kann.
Mit dem Wetter hatten wir Glück. Es hat nur einmal während der Busfahrt und einmal in der Nacht geregnet. Im Norden Skandinaviens hat es seit Mai nur fünf Liter pro qm geregnet. Wir hatten wohl an einigen Orten dichte Wolken. Natürlich hätte ich am Nordkap den Globus gerne vor der Mitternachtssonne fotografiert und den Geirangerfjord in weichem Sonnenlicht mit blauem, leicht bewölkten Himmel. Aber insgesamt waren wir zufrieden.
 

Ludovico ROB

Triumphator
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Der erste Tag, Dienstag der 3. Juli, begann für uns mitten in der Nacht. Da kein Taxi zu bekommen war, brachte uns mein Cousin um 1.30 Uhr zum Busbahnhof in Tauberbischofsheim. Dort warteten schon weitere Mitreisende, die uns im Laufe der zwölftägigen Fahrt langsam alle bekannt wurden. Der Bus aus Triberg im Schwarzwald kam einige Minuten nach der vereinbarten Zeit an. Das Gepäck war schnell verstaut. Wir fanden unseren Platz in der vorderen Hälfte des Busses auf der rechten Seite. So mussten wir nicht immer erst mal den Gegenverkehr auf der Straße betrachten. Außerdem hatte ich die Route vorher grob auf Google Maps gecheckt und versprach mir auf dieser Seite mehr lohnenswerte Objekte. Die Busbesatzung stellte sich vor. Die Chefin und ihr Ehegatte als Fahrer und ein, leider völlig unerfahrener, Reisebegleiter. Es ging rasch weiter zur nächsten und letzten Zuladestelle am Bahnhof in Würzburg. Schnell war der Bus voll besetzt. Wir waren 46 Touristen plus Begleitung.
Da wir in der Nacht kaum geschlafen hatten, versuchten wir etwas zu ruhen, was auch einigermaßen gelang. Über Kassel, Hannover, Hamburg Lübeck ging es gen Norden. Zumindest bis Hamburg war uns die Strecke ja gut bekannt. Wir erhielten einige Verhaltensregeln und Informationen zur Organisation, unterhielten uns mit netten Sitznachbarn und dösten etwas. Alle zwei bis drei Stunden wurde eine Pause eingelegt. Zur Mittagspause wurde immer ein warmer Imbiss angeboten.


Wir waren froh, als wir um dreizehn Uhr die Fehmarnsundbrücke passierten. Schon hier wurde mir klar, dass direkt aus dem Bus heraus keine qualitativ gute Fotos möglich sein würden. Verschmutzungen der Frontscheiben und Spiegelungen im Glas waren auch mit Polfilter kaum zu eliminieren.


Gegen 13.30 Uhr erreichten wir den Fährhafen Puttgarden. Wir erhielten im Bus noch einige Erläuterungen zum Ablauf und Verhaltensregeln.


Ich nutzte die fünfundvierzig minütige Überfahrt nach Dänemark um mir die Beine zu vertreten und frische Luft zu schnappen. Rasch stieg ich, bewaffnet mit einer Kamera auf das Oberdeck und beobachtete das Geschehen rund um mich herum.

Manche Passagiere machten es sich an Deck bequem, andere bevorzugten den Blick durch die Scheiben der Innenräume.



Die Jagd unserer geflügelten Reisebegleiter mit der Kamera machte mir besonders Spaß.


Ein vorbeiziehendes Schiff war eine weitere, willkommene Abwechslung. Ich werde wohl kein Seefahrer mehr werden. Trotzdem empfand ich die kurze Fahrt als sehr entspannend.

Nach einer guten halben Stunde suchte ich die Toilette auf, getreu meinem eigenen Motto auf Reisen: zur Toilette geht man, wenn eine verfügbar ist und nicht erst, wenn man muss. Diese in Rom bewährte Taktik war auch auf dieser langen Busreise erfolgreich. Nun sah ich schon die Mitreisenden die engen Treppen nach unten eilen. Ich schloss mich direkt an. Lange warteten wir auf unseren Fahrer, der den Bus frühzeitig aufschließen wollte. Später stellte sich heraus, dass wir ihm den Weg nach unten versperrt hatten. Aus diesem kleinen Stolperer lernten wir für die weiteren Fährpassagen.

Nach der Mittagspause und weiteren zwei Stunden Fahrt erreichten wir unser Tagesziel, die Hauptstadt Dänemarks, Kopenhagen. An diesem Tag hatten wir etwa 860 km zurückgelegt und einen kleinen Vorgeschmack auf den Rest der Fahrt erhalten.
In dem Vorort gab es nicht allzu viel zu sehen. Wir checkten ein (auch dieser Ablauf mit Arbeitsteilung wollte geübt sein), machten uns frisch und ruhten noch etwas bis zum Abendessen. Wie meist während der Fahrt, gab es ein reichhaltiges Buffet. Am Tisch wurde rege geplaudert und schnell Reiseseilschaften geknüpft. Mit einem netten Ehepaar spazierten wir anschließend noch durch den nahen Park. Am Ende des Spazierganges blockierte mein neues Handy, mit dem ich eigentlich die Reise für die Familie dokumentieren wollte. Stundenlange Versuche das Smart Phone zu entsperren waren leider erfolglos. So gab auch ich schließlich entnervt auf und schlief doch noch etwas. Das Handy blieb von da an im Koffer. Ich musste es in Deutschland wieder entsperren lassen. Das ganze war ja nicht so schlimm. BEVA´s Handy erwies sich als durchaus brauchbar. Ich leitete meine elektronische Post auf dieses Handy und die Familie wurde auch laufend aktuell über die Reise informiert.​
 
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ColleMarina

Praetor
Stammrömer
Ich freue mich schon sehr darauf, was du über Kopenhagen berichten wirst. Ich war dort erst einmal in meinem Leben, und das war eine Klassenfahrt vor nunmehr 46 Jahren. Kopenhagen war damals für mich eine faszinierende Stadt.
Danke schon mal für deinen sehr lebensnahen Bericht!
 

Angela

Caesar
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Stammrömer
Lieber Ludwig,

auch ich bedanke mich sehr für diesen Bericht, der uns in der hiesigen Augusthitze in kühlere Gefilde entführt. Wieder einmal tolle Bilder bis jetzt!
Ich war auch einmal in Kopenhagen, habe aber sicher noch weniger gesehen als ColleMarina:
Wir waren für einen Tagesbesuch bei einem unserer Jütland-Strandurlaube mit den 4 Kindern dort - und meiner Erinnerung nach haben wir kaum mehr gesehen als das Tivoli. .)
 

Ludovico ROB

Triumphator
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Stammrömer
Danke für euer Interesse. Leider kann ich Kopenhagen nicht ausführlich zeigen. Zwei Stunden Stadtrundfahrt mit zwei Stops mussten leider reichen, um Kopenhagen etwas zu beschnuppern.

Die geführte Rundfahrt war für 8 Uhr terminiert. Da wir eine halbe Stunde bis zum Treffpunkt fahren mussten, hieß es um 6.30 Uhr frühstücken, 7.15 Uhr Koffer laden, 7.30 Uhr Abfahrt. In ähnlichem Stil war die Reise streng und eng getaktet. Es mussten ja Fähren erreicht, Führer zur rechten Zeit getroffen und die Hotels rechtzeitig vor dem Abendessen erreicht werden. Das ist, vor allem für die Busfahrer, oft nicht einfach.


Auf dem Weg zum Treffpunkt überholten wir viele Radfahrer (oder wir wurden überholt). Vor Bahnhöfen und Metrostationen gibt es meist große Fahrradparkplätze. Mir viel auf, dass in Kopenhagen viele Menschen stramme Waden hatten.


Unser Treffpunkt war am Tivoli. Die drei Mitreisenden, die die Stadtführungen nicht gebucht hatten, verließen den Bus. Dafür nahm vorne eine Deutsche platz, die schon lange Zeit in Kopenhagen wohnt.


Während wir den bekannten Vergnügungspark umrundeten, stellte sie sich vor und erzählte uns lebhaft und engagiert von der dänischen Geschichte und vor allem vom Leben in Dänemark. Jetzt im auch dort heißen Sommer blühen die Menschen nach den langen Winternächten sichtlich auf.


Leider konnte ich während der Fahrt aus dem Bus nur wenige einigermaßen brauchbare Fotos schießen, wie hier von dem bunten Haus, Es zeigt mir, dass sich die Menschen hier besonders nach hellen Farben sehnen.


Auf dem Weg vom Busparkplatz zu einer der Attraktionen passierten wir auch dieses Seefahrtsmonument


Noch ein Blick auf den Yachthafen,


dann lag sie vor uns, die splitternackte, kleine Meerjungfrau, das Wahrzeichen von Kopenhagen. Die junge Dame misst nur 125 cm. Um einige brauchbare Fotos aus der Nähe zu erhaschen, musste ich mich aber erst durch die Schar dieser asiatischen Touristen kämpfen und einen geeigneten Platz ergattern und behaupten. Mit meiner Romerfahrung fiel mir das allerdings nicht schwer.


Die Sonne stand zwar nicht ideal, doch die Fotos sind doch recht ordentlich geworden.


Der Blick über den Yachthafen auf die ankernden Kreuzschiffe in Lauerstellung zeigte uns, dass wir Glück hatten. Da wir eine so frühe Führung hatten, waren die Touristenhorden noch nicht über die kleine Dame auf dem Felsen hergefallen.


Wir liefen am Hafenbecken entlang Richtung Süden und erreichten den Gefion Brunnen. Dieser Brunnen zeigt eine Geschichte aus der germanischen Mythologie. Die Asenjungfrau mit ihren zu Stieren verwandelten Söhnen pflügt eine Furche zwischen der Insel Seeland und dem Festland. Der Brunnen diente auch schon als Filmkulisse.


Am Ufer des Binnenhafens ankerten prächtige Segelschiffe. Mir fielen diese zum Aschenbecher umfunktionierten Ringe auf.


In neuerer Zeit wurden an den Ufern gegenüber der Promenade moderne Gebäude errichtet, hier die Oper.


Etwas weiter steht das königlich, dänische Schauspielhaus. Wenn deutlich mehr Zeit zur Verfügung steht, lassen sich ganz sicher günstigere Perspektiven finden.​


Wenige Schritte weiter standen wir vor der sprudelnden Fontäne Amaliehaven. Dahinter war schon unser nächstes Ziel zu erkennen.


Im achteckigen Innenhof von Schloss Amalienborg fotografierte ich dieses Panorama, das eigentlich nur eine oben und unten beschnittene Super-Weitwinkelaufnahme ist. Der riesige Gebäudekomplex mit der schmucken Frederiks Kirche dahinter ist natürlich auch ein bevorzugtes Objekt für Touristen. Auch morgens um halb zehn mussten wir schon den Platz mit anderen Gruppen teilen.


Hier noch ein paar Aufnahmen, die die Gebäude etwas näher heranholen.


Der patroullierende Wachsoldat profitierte an diesem Tag von der Anzugserleichterung. Die Fellmütze durfte er in der Unterkunft lassen.
In dem Gebäude auf dem rechten Foto wohnt normalerweise die Königin. Da die Flagge nicht gehisst war, war sie wohl an diesem Tag auswärts.


Gerne wäre ich noch eine Stunde in diesem Komplex herumgeschlendert. Wir mussten aber weitergehen. So blieb nur noch ein letztes Foto von diesem modernen Werk.


Noch ein Blick auf die Amsterdam mit gespannten Segeln, dann hieß es wieder in den Bus steigen.


Sehr gerne hätte ich auch die bunten Häuser von Nyhavn näher unter die Lupe genommen. So blieb nur ein Schuss aus dem Busfenster.


In Schloss Christiansborg befinden sich neben dem Parlament, dem Folketing, auch das Oberste Gericht und der Sitz des Ministerpräsidenten-


Allein der Blick auf die vielen Wasserflächen schafft an solch sonnigen Tagen Kühlung.


Und schon waren die zwei Stunden um. Am Tivoli verabschiedete sich unsere kompetente Führerin und unsere drei Mitfahrer stiegen wieder zu. Wir hatten nur etwas an dieser sauberen, im Sommer hellen und freundlichen Stadt geschnuppert. Sicher lohnt sich ein mehrtägiger Aufenthalt, bei dem man die Stadt näher kennen lernen kann.


Der Bus brachte uns rasch nach Helsingöhr, wo uns schon die Fähre erwartete, die uns nach Helsingborg in Schweden bringen sollte.


Ein Blick zurück auf den Bahnhof von Helsingör und auf die Sankt Olai Kirche,


dann ging es hinaus auf den Öresund.


Als besondere Attraktion war uns der Besuch dieses Elchparkes angekündigt worden. Ich hoffte einen Elchbullen mit ähnlich prächtigem Geweih, wie jenem auf dem Foto, vor die Linse zu bekommen.



Was wir zu sehen bekamen, waren diese Tiere. Einer unserer Mitfahrer hatte mehr als zehn Jahre als Trapper, nicht weit von dieser Stelle, gearbeitet. Er sprach ganz begeistert von jenem Park. Wahrscheinlich hatte der enge Zeitplan dafür gesorgt, dass wir mit diesen Tieren vorlieb nehmen mussten.


Immerhin bekam ich drinnen doch noch einige prächtige Schaufeln zu sehen. Schautafel informierten über die Elche in Skandinavien. Mich erstaunte, dass die hälfte aller tödlichen Verkehrsunfälle in Schweden auf Zusammenstöße mit Elchen zurückzuführen sein sollen. Wir, eigentlich nur die Mitfahrer auf der linken Busseite, sahen auf der ganzen Fahrt nur zwei Elche in freier Wildbahn im lichten Wald. Elche sind eigentlich sehr scheue Tiere.


Auf dem Parkplatz hielt gerade dieses illustre Gefährt. In Skandinavien begegneten wir relativ vielen Oldtimern im Straßenverkehr.


Unser Busfahrer hatte die Frontkamera umgebaut und übertrug die Bilder auf den Bildschirm. So konnten wir ohne Verrenkung das Geschehen vor uns verfolgen.


Toilettenstopps wurden meist mit einem Fotostopp verknüpft. Hier war es einmal ein Süßwarenladen am Straßenrand, den die Busfahrerin kannte. Die Produktion lief leider gerade nicht.


Auch diese Ruine beim nächsten Stopp war nicht unbedingt ein Hammer. Da gibt es in Deutschland wesentlich imposantere Exemplare. Von Rom wollen wir hier ganz schweigen. Nach etwa 650 km erreichten wir unser Hotel am Rande von Stockholm. Dort soll der morgige Tag wieder mit einer zweistündigen Stadtführung beginnen.
 
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Ludovico ROB

Triumphator
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Der dritte Tag begann mit einer Stadtbesichtigung von Stockholm. Da wir unsere Stadtführerin bereits um 8 Uhr treffen sollten, hieß es wieder früh aufstehen, frühstücken und Koffer packen.

Die weit überwiegende Zeit der Führung verbrachten wir wieder im Bus. Wie schon in Kopenhagen, war es auch hier schwierig zu fotografieren. Trotzdem zeige ich hier einige Fotos, die lediglich einen kleinen Eindruck von der Stadt an diesem herrlichen Vormittag vermitteln können.



Die Stadt wird vom Wasser geprägt. Auf den kleinen Inseln der Innenstadt drängen sich vor allem Hotels und Bürobauten. Im hellen Licht strahlte Stockholm eine heiter Atmosphäre aus. Wir erfuhren wieder sehr viel über Land und Leute. Die Nobelpreisverleihung spielt offenbar eine bedeutende Rolle in der Stadt. An vielen verschiedenen Orten wurde uns das verdeutlicht.


Natürlich spielte auch die königliche Familie eine große Rolle. Aus diesem Foto ist das königliche Schloss zu sehen. Es ist die königliche Residenz. Die meisten Staatsempfänge finden hier statt. Das Gebäude wurde von Nicodemus Tessin im Barockstil erbaut. Das Schloss ist für Besucher offen und beherbergt auch drei Museen.



Der Bus brachte uns zu einem etwas erhöhten Punkt, von dem wir diesen herrlichen Blick auf die Stockholm hatten.


Bald ging es wieder zurück in die inneren Bezirke der Stadt. Vorbei am prächtigen Grand Hotel ging es zum Fährhafen.


Auf der gegenüberliegenden Seite bewunderten wir die Front mit dem königlichen Schloss und einer Reihe hübscher Gebäude.



Ich hoffe, dass der Eindruck bei den werten Lesern/Leserinnen ähnlich positiv ist wie bei uns.



Mit dem Bus ging es weiter durch das schmucke Stockholm


Letzte Station unserer zweistündigen Tour war am Vasa-Museum. Für eine Besichtigung des fast vollständig erhaltenen, auf seiner Jungfernfahrt 1628 gesunkene Kriegsschiff Vasa, reichte die Zeit natürlich nicht. In Stockholm gibt es viele interessante Museen zu besichtigen. Doch nicht nur deshalb finden wir die Stadt, ganz besonders im Sommer mit seinen langen, hellen Abenden, besonders sehenswert.


Wir brachten unsere Stadtführerin noch zum Ausgangspunkt


und verließen die Hauptstadt Schwedens in Richtung der bedeutendsten Universitätsstadt des Landes.


Ein Student aus Uppsala war nicht unter uns, So nahmen wir uns dort weder die Uni, noch irgendwelche Studentenlokale vor. Unser Ziel war der Dom der Stadt. Wir konnten der Reiseleitung abringen, dass wir den prächtigen Kirchenbau nicht nur von außen, sondern auch drinnen bewundern durften.


Schon die gewaltige Backsteinfassade ist sehr beeindruckend.




BEVA und ich waren entzückt von dem bezaubernden Innenraum. Klare und trotzdem einfallsreiche Architektur paart sich hier mit prächtigem, meist ornamentalem Schmuck. Leider war die gewährte Zeit viel zu kurz für eine ausgiebigere Besichtigung. Also versuchte ich wenigstens einige Fotos mit nach Hause zu bringen.



Ich bemerkte niemanden mehr aus unserer Gruppe. Also verließ auch ich dieses äußerst beeindruckende Kirchengebäude.


Draußen noch einige rasche Aufnahmen, dann eilte auch ich zum bereits wartenden Bus.

Vor dem nächsten Halt blieb genügend Zeit die Eindrücke zu verinnerlichen und mit den Nachbarn im Bus zu besprechen.



Am Bottnischen Meerbusen entlang ging es nach Norden. Diese Brücke ist eine von vielen, die wir auf unserer Skandinavien-Tour zu sehen bekamen. Ich nutzte einen Kurzstop für diese Aufnahmen. Die Brücke für die Autobahn E8 trägt den klangvollen Namen Högakustenbron. Noch ein Stück nordwärts, dann hatten wir unser Tagesziel erreicht.​
 
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Ludovico ROB

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Stammrömer
Überquerung des Polarkreises
Am vierten Reisetag ging es von Umea aus weiter nordwärts am Bottnischen Meerbusen entlang. Unsere erste Station war Gammelstad in Lulea. Das Kirchdorf ist Weltkulturerbe der UNESCO und wird auch heute noch genutzt, z.B. von Konfirmanden.


In dieser dünnbesiedelten Landschaft hatten die Gläubigen oft weite Wege zurückzulegen, um einen Gottesdienst besuchen zu können.



Also wurden bei der Kirche diese kleinen Holzhäuser errichtet, in denen die Kirchbesucher übernachten konnten. Heute stehen noch 408 dieser Häuschen.


Natürlich wollten wir auch sehen, was jenseits der Mauer geboten wurde.


Die Niederlulea Kirche aus Naturstein wurde im 15. Jahrhundert errichtet. Sie ist kein großes Kunstwerk, sondern schlicht aber durchaus ansehnlich. Leider konnten wir die Kirche nicht betreten, da dort gerade ein Gottesdienst stattfand. Wie wir dem auch in deutscher Sprache ausliegenden Prospekt entnahmen, gibt es drinnen einige durchaus sehenswerte Objekte. Die Kirche diente in früheren Zeiten auch als Schutz vor nahenden Feinden, war also eine Wehrkirche. Der Glockenturm aus dem 19. Jdt. ersetzt einen älteren aus Holz, der auf dem Berg stand.


Noch zwei kurze Blicke auf das Kirchengebäude,


dann verlassen wir das Gelände durch die kleine Pforte, um pünktlich zur Weiterfahrt am Bus zu sein.

Nach wenigen Stunden überquerten wir die Grenze nach Finnland.



Bei Rovaniemi erreichten wir den Polarkreis. Selbstverständlich hielten wir die lustige Überschreitung mit einigen Gruppenfotos fest, die ich hier nicht zeige.


Richtungspfeile zeigen den Weg in die nahe Umgebung, wie auch in die weite Welt. Man sieht, auch von hier führt zumindest ein Weg nach Rom.


Der Weihnachtsmann betreibt in Rovaniemi sein Hauptpostamt. Aus aller Welt trifft hier Post für ihn ein. Wir erhielten, natürlich gegen entsprechende Gebühr, einen Fototermin bei ihm.


Vor der Weiterfahrt durchstreiften wir noch dieses touristisch voll erschlossene Gelände.
Nein, BEVA tut nur so, als würde sie das Zweirad bevorzugen. Den Fahrer dieser Ural trafen wir übrigens am Polarkreis mit seiner Maschine wieder.


Am frühen Abend erreichten wir unser Hotel. Es war für uns das urigste der ganzen Reise; einfach, aber einfach urgemütlich.



Vor dem Hotel ruhte eine Herde Rentiere. Das war für uns natürlich wichtiger als das schnelle Einchecken.


Die Orientierung war einfach. Die wenigen Häuser lagen verstreut in der Landschaft. An der Kleidung der Touristen erkennt man, dass hier im hohen Norden auch am Abend noch angenehme Temperaturen herrschten.


Wir schlenderten nach dem Abendessen etwas um das Hotel herum. Plötzlich standen dien Tiere auf und spazierten Richtung Wald.


Wir waren entzückt von diesen disziplinierten Tieren. BEVA wollte nicht länger meine Mückenabwehr sein und verzog sich nach drinnen.


Da in dieser Jahreszeit hier die Sonne nicht untergeht, nutzte ich das Licht, um noch zu fotografieren. Die Busfahrerin bereitete gerade unseren Bus für den morgigen Tag vor. So eine lange Fahrt ist für die Busfahrer ganz besonderer Stress. Tagsüber absoluter Termindruck und wenn dann die Gäste den Tag ausklingen lassen, ist für die Buslenker der Tag noch lange nicht vorbei.



Wunderschönes weiches Licht hüllt die Landschaft ein.


Schon nach wenigen Minuten kamen mir die Rentiere im Wald äsend entgegen.


Auch ohne weiblichen Mückenschutz erreichte ich, nur durch einen einzigen Stich leicht verletzt, schließlich wieder unser Hotel.​

 
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