Roma - oggi e ieri

Zur Erinnerung an die Heilige, die vor 25 Jahren zur Schutzpatronin Europas ernannt wurde, erfährt das heutige "römische Kalenderblatt" eine "Neuauflage" aus einem älteren Beitrag.

Und passend zum Thema "Roma ieri" ein wiedergefundenes Foto (bzw. es ist ein Dia) vermutlich aus dem Jahr 1966, das die Statue der Heiligen zeigt.

Dieses Denkmal wurde von dem aus Sizilien stammenden Künstler Francesco Messina geschaffen und am 30. April 1962 eingeweiht. Der Standort wurde gewählt, da Katharina während der Fastenzeit 1380 jeden Tag frühmorgens von ihrer Unterkunft an der Piazza di S. Chiara über die Tiberbrücke bei der Engelsburg nach St. Peter ging, wo sie für die Einheit der Kirche zu beten pflegte.
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Wie in der Medienmitteilung der Schweizergarde und in diversen anderen Pressemeldungen zu lesen ist, findet wie jedes Jahr auch 2024 am 6. Mai die feierliche Vereidigung von Gardisten der Päpstlichen Schweizergarde (bei schönem Wetter) im Damasushof des Apostolischen Palastes im Vatikan statt.
Jedes Jahr legen die neuen Gardisten am Jahrestag der Plünderung Roms, [(Sacco di Roma) am 6. Mai 1527] bei der 189 Schweizergardisten Papst Clemens VII. gegen die Armee Karls V. verteidigten, den Eid ab. Der Eid wird auf der Fahne des Korps der Päpstlichen Schweizergarde und in Anwesenheit des Vertreters des Heiligen Vaters ... geleistet. Die Gardisten versprechen damit, den regierenden Papst und alle seine rechtmässigen Nachfolger zu schützen und zu verteidigen, auch unter Einsatz ihres eigenen Lebens - so wie es unsere tapferen und treuen Vorfahren in der Vergangenheit getan haben.
Weitere Zitate aus: Päpstliche Schweizergarde

Die Päpstliche Schweizergarde … ist das einzig verbliebene bewaffnete Militärkorps des Heiligen Stuhls. Sie sichert den Apostolischen Palast, die Zugänge zur Vatikanstadt sowie die Zugänge zur Sommerresidenz des Papstes im Städtchen Castel Gandolfo, leistet Ordnungs- und Ehrendienste und ist für die persönliche Sicherheit des Papstes verantwortlich. Die offiziellen Sprachen (Kommandosprachen) sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Das Korps wurde im Jahre 1506 durch Papst Julius II.gegründet und ist somit das älteste noch existierende Militärkorpsder Welt.


Von der Garde am Bronzetor und der Porta di Sant'Anna habe ich leider keine vorzeigbaren eigenen Fotos.


Seit 1970, als Papst Paul VI. die Nobelgarde (Nobelgarde) und die Palatingarde (Palatingarde) auflöste sowie der Vatikanischen Gendarmerie klassische Polizeiaufgaben zuwies, ist die Schweizergarde die letzte der vormals vier päpstlichen Garden und einzige militärische Formation desHeiligen Stuhls, aber keine Armee.“



Die Vereidigung der Schweizergardisten am 6. Mai
... findet jeweils in feierlicher Atmosphäre statt. Die Garde präsentiert sich dabei in „Gran Gala“, das heisst in Uniform inklusive Rüstung, der ansonsten nur für den päpstlichen Segen „Urbi et Orbi“ an Weihnachten und Ostern angezogen wird.
(Quelle hier aus der Medienmittelung)

Vor allem für ihre farbenprächtige Uniform sind die Schweizergardisten ein beliebtes Fotomotiv.
Grundsätzlich wird zwischen der Galauniform (im Renaissance-Stil) und der schlichten, blauen Kleinen Uniform (piccola tenuta) unterschieden.
Beschreibung der Galauniform für die Gardisten:


Wams in den Farben Gelb, Rot und Blau (Farben des Wappens der Familie Medici) mit roten Puffärmeln mit blauen und gelben Streifen, rote Puffhosen mit blauen und gelben Streifen .. Zur mezza-gala tragen alle Dienstgrade weisse Handschuhe, ausserdem ein nachtblaues Barett, .... An Sonntagen wird anstelle des Baretts ein geschwärzter Metallhelm (Morion) mit farbiger Helmzier getragen: Garde-Kommandant und Feldweibel tragen den Helm je mit weisser Straussenfeder, bei Offizieren ist der Helmbusch violett, bei allen übrigen (inklusive Musiker) rot …


Anfang 2018 wurde bekannt, dass die Morions aus Metall durch solche aus kratzfestem Kunststoff, die im 3D-Druck gefertigt werden, ersetzt werden ...
die eine bessere Durchlüftung und einen UV-Schutz haben (manche Gardisten klagten an sonnigen Tagen sogar über Brandwunden).


Anlässlich hoher (kirchlicher) Feiertage, wie etwa zu Ostern oder bei der Vereidigung am 6. Mai, wird die gran-gala angelegt, mit blankem Helm, Brustpanzer (Harnisch) und Armschienen ... Die Ausführungen für den Feldweibel und, mehr noch, für die Offiziere sind reich geschmückt. Die heutige Uniform wurde 1914 vom damaligen Kommandanten Jules Repond aus der bis dahin üblichen Uniform entwickelt, angelehnt an den Stil von Uniformen des 16. Jahrhunderts.“


Die Exerzieruniform (Tenue bleu)
besteht in unterschiedlichen Ausführungen für Offiziere und die übrigen Grade. Sie wird beim Exerzieren, im Nachtdienst sowie am Vatikan-Seiteneingang Sant’Anna getragen ...
dort auch aus praktischen Gründen, da die farbenprächtige Galauniform eine zu große Ablenkung für Autofahrer wäre. Die Exerzieruniform ist in blauer Farbe gehalten und wird mit einem weissen Kragen und mit weissen Manschetten getragen.

(s. dazu auch Schweizergarde Uniformen und aus Schweizergarde Vereidigung)

Der Tag der Vereidigung ist der Höhepunkt im Leben eines jeden Gardisten. Wenn man in der Gran-Gala-Uniform im Harnisch (Brustpanzer) auf die Gardefahne schwört, verspricht man Treue für sein ganzes Leben. Einmal Gardist – immer Gardist. Ein Schwur, der vor allem Tapferkeit und Treue voraussetzt. Ein Schwur, der auch zur völligen Hingabe und Loyalität verpflichtet.

Soviel zum Abschnitt „oggi“ - und so war es einmal „ieri“:

An den 6. Mai 1970 erinnern mich nur zwei verblasste Farbfotos des Damasushofes,



aber am 6. Mai 1968 war gefühlt die "ganze Schweiz" ;) auf dem Weg zur Vereidigung der neuen Gardisten.



Im Damasushof des Apostolischen Palastes präsentiert "frau" sich stolz in der schönsten Feiertagstracht


zur Vereidigung der neuen Schweizergardisten.


Auch die Presse zeigte Interesse am Geschehen
und Papst Paul VI. grüßte seine neu vereidigten Schweizergardisten vom Balkon des Apostolischen Palastes herab,

was nicht immer die Regel war, wie wir seinerzeit erfahren haben.

 
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"Pünktlich" zum großen Tag der Vereidigung ist die Baustelle im "römischen Kalenderblatt" geräumt.
34 neue Schweizergardisten werden am kommenden Montag, 6. Mai, ihren Treueschwur leisten. Wir übertragen die Feier live auf Deutsch ab 16.50 Uhr. Bei der Vereidigung im Damasus-Hof im Vatikan werden hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Schweizer Kirche und Politik erwartet, unter ihnen Bundespräsidentin Viola Amherd.
Die Feier am Montag wird per Live-Stream auf unseren üblichen Kanälen übertragen: Youtube, Facebook und auf unserer Homepage sowie auf der Internetseite der Schweizergarde und Partnersendern.
 
Heute ein Kalenderblatt zum Gedenktag "Maria Schnee" , das ich aus "I foristi insieme alla scoperta di Roma" rüberhole.
5. August - Weihetag der Basilika Santa Maria Maggiore
So ganz aktuell ist der Beitrag nicht mehr ;) - habe ich doch damals geschrieben
... auf einen der sieben römischen Hügel zu steigen, dorthin, wo vor (wenn ich richtig gezählt habe) 1663 Jahren im heißen römischen Sommer, 10 Tage vor Ferragosto, Schnee gefallen sein soll: auf den Esquilin-Hügel.
Es sind nun bereits 1666 Jahre, dass das Schnee-Wunder auf dem Esqulin-Hügel sich ereignet hat. Es ist gut und schön, dass wir uns noch immer daran erinnern und es in Rom auch gebührend gefeiert wird.


 
Ein neues römisches Kalenderblatt:
Ferragosto – feriae Augusti - Festtag des Augustus​

Wie sich Ferragosto heutzutage – oggi - in Rom abspielt entzieht sich meiner Kenntnis – vielleicht reicht auch ein Blick auf die webcams.

Ieri – d.h. früher war es eine besondere Zeit und man befand sich in Rom (wie vermutlich in fast ganz Italien) in einem besonderen Zustand, sozusagen in einem Ausnahmezustand.
In der heißesten Zeit des Sommers, um den 15. August, versuchten alle, die es möglich machen konnten, andare in vacanze - in Urlaub zu gehen.
Sei es, dass man im eigenen Land verreiste - was bei den meisten Italiener, die Urlaub machen konnten, der Fall war – oder Verwandtschaft besuchte. Hauptsache dorthin, wo es kühl war: ins kleine Ferienhäuschen am Ätna


und dann ans Meer bei Taormina

oder zu den nonni in die Berge der Abruzzen.

Um der großen Hitze in der Stadt zu entkommen buchte wer es sich leisten konnte für mehrere Wochen eine Ferienunterkunft am Meer, die gut von Rom aus zu erreichen war, wie z.B. am Strand von San Felice Circeo.


Dorthin wurde die Familie bzw. die Frau mit den Kindern gebracht und der Familienvater, der vielleicht nicht so lange Urlaub nehmen konnte, kam am Wochenende dazu.


Derweilen verlangsamte sich in der Stadt Rom das öffentliche Leben. Restaurants, kleine Geschäfte und Handwerksbetriebe, familiengeführte Läden wie alimentari oder fruttivendoli hatten die Rollläden heruntergelassen und das Schild „chiuso per ferie“angebracht.
DerAutoverkehr in der Stadt war um ferragosto sehr beruhigt und Touristen auf den Straßen nur vereinzelt unterwegs.


Selbst i gatti di Roma ließen sich die Streicheleinheiten in der Augusthitze ganz entschleunigt gefallen.


Und wer nicht die Möglichkeit hatte, dem Backofen Rom zu entfliehen, der fuhr wenigstens am Wochenende raus, entweder in die nahen „Berge“der Monti Prenestini,


ans Meer nach Ostia

oder an die Seen der Castelli Romani um Abkühlung zufinden, die man dort bei kühlem Castelli-Wein und Porchetta auch abends noch finden konnte.


Und nicht zu vergessen für den 15. August:
Mit Ferragosto (von lat. feriae Augusti ‚Festtag des Augustus‘) wird in Italien der Feiertag bezeichnet, der auf den 15. August fällt – die katholische Kirche begeht an diesem Datum den Feiertag Mariä Himmelfahrt. Er gilt als einer der wichtigsten kirchlichen und familiären Feiertage Italiens. Der 15. August gilt in Italien als der heißeste Tag des Sommers und kennzeichnet somit den „Wendepunkt des Sommers“.
Darum hole ich aus einem Sommerrätsel herüber: 15. August - Mariä Himmelfahrt.
Allen, die hier vorbeischauen wünsche ich einen schönen "Hochsommertag" und wer hat einen ebensolchen Feiertag.
 
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Liebe Pasquetta

Danke für die immer eindrücklichen Bilder aus vergangenen Zeiten. Bewundernswert , wer sich bei dieser Hitze noch durch Rom bewegen kann. Du hast es ja tatsächlich geschafft. Ob Rom heute noch leer ist an Ferragosto , wie damals?
 
Es freut mich, dass einige von euch am Ferragosto-Tag mit mir in meinem Roma ieri unterwegs waren.
Ob Rom heute noch leer ist an Ferragosto , wie damals?
Sicher nicht ;) , tempi passati, heute ist heute und das mit vielen vielen Touristen - wie ich gestern bei einem Blick auf diverse Webcams (z.B. am Pantheon o_O ) sehen konnte. Entspannter war der römische Stadtbummel an Ferragosto seinerzeit vermutlich schon.
Da damals ein 36er Film länger herhalten musste, gibt es in meinem Album nicht so viele Fotos vom Spaziergang an Ferragosto 1971 durch das Ghetto hinauf zum Aventin.

 
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Oggi - goldener Oktober - Ferienzeit - Reisezeit, nicht nur die Kraniche ziehen wie auch die vergangenen Jahre wieder Richtung Süden,


so manche/r hat das Glück nach Rom reisen zu können.

Wenn das - oggi - nicht möglich ist, dann ist es eben ein römischer Spaziergang in Gedanken an ieri. Und so hole ich aus "I foristi insieme alla scoperta di Roma" meine passeggiata mal hier herüber ins "Römische Kalenderblatt".
Einmal ieri führte der Spaziergang auch zur Pineta Sacchetti, von wo aus es einen hübschen Blick nach St. Peter gab.
 
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Passend zum Beitrag Wie Allerheiligen in Rom begangen wird - also oggi - einige Anmerkungen und Erinnerungen an ieri .

Allerheiligen – das Fest aller Heiligen
Seinen Ursprung hat das Fest bereits um das Jahr 400 im Orient. Man gedachte der vielen ungenannten Märtyrer, die für ihren Glauben gestorben waren. Jahrhunderte später übernahm die katholische Kirche den Gedenktag. Papst Bonifatius IV. bekam vom byzantinischen Kaiser im Jahre 608 den „allen Göttern“ geweihten Tempel in Rom geschenkt und weihte das „Pantheon“ der Gottesmutter und allen Märtyrern, Santa Maria ad Martyres.


Papst Gregor IV. legte im 9.Jh. das Fest auf den 1. November fest und aus dem Gedenken an die Märtyrer wurde ein Festtag, der an alle Menschen erinnert, die ein "heiligmäßiges" Leben geführt haben, aber nicht namentlich bekannt oder offiziell heiliggesprochen waren und keinen eigenen Gedenktag haben.

Allerseelen -
auch wenn der Brauch, die geschmückten Gräber zu besuchen und sie zu segnen oft schon an Allerheiligen stattfindet, ist der Gedenktag für alle Verstorben am Tag danach, am 2. November.
Auch dieser Gedenktag hat ein lange Tradition. Bereits Ende des10. Jh. führte Abt Odilo von Cluny das Fest für die von Cluny abhängigen Klöster ein.

In Rom wird es erst seit Beginn des 14. Jh. offiziell erwähnt, bestand aber vermutlich schon vorher.

Oggi und ieri an Allerheiligen und Allerseelen der Gang zum Friedhof, zu besonderen Campisanti in und um Rom.

Auf dem Friedhof in Pomezia sind deutsche Soldaten bestattet, die während des Zweiten Weltkriegs in Süd- und Mittelitalien ums Leben kamen.


Vom Eingangsbau des Friedhofes führt ein gerader, gepflasterter Weg vorbei an den Gräberfeldern zum zentralen Mal, das über der Gruft des Kameradengrabs errichtet wurde. Vier Säulen tragen einen Baldachin, dessen Unterseite mit Mosaiken verkleidet ist. Die Mittelsäule ist plastisch gestaltet mit vier überlebensgroßen Figuren von Soldaten und trauernden Angehörigen. „
Quelle: Kriegsgräberstätten - Volksbund

Auf dem Amerikanischen Soldatenfriedhof in Nettuno ruhen US-Soldaten, die bei den Landungen auf Sizilien, bei Salerno sowie bei Anzio und Nettuno gefallen sind. Im Zweiten Weltkrieg war Nettuno heftig umkämpft. Mit der Landung der Alliierten am 22. Januar 1944 und den darauf folgenden Gefechten kam es zur sogenannten Schlacht von Anzio-Nettuno, bei der die Alliierten schwere Verluste erlitten.

Den Campo Verano in Rom, zu dem sich hier im Forum ausgezeichnete Bild-Berichte von heute finden, habe ich bisher nur zweimal besucht, zum Totengedenktag im November.




Friedhofsbesuch und Totengedenken auch auf dem allseits bekannten Cimitero Acattolico oder wie er gewöhnlich genannt wird, dem „Protestantischen Friedhof“. Auch dessen Gräber sind mit Blumen geschmückt.



Den Abschluß bildet der Besuch auf dem Campo Santo Teutonico im Schatten von Sankt Peter. Auch hier sind die Gräber geschmückt.


Aber diesmal stehen nicht die berühmten Namen, die auf den Grabmälern stehen, im Fokus, sondern die Gräbersegnung an Allerheiligen für Allerseelen.

 

Es ist wieder einmal Zeit, ein "römisches Kalenderblatt" zu Roma - oggi e ieri aufzublättern. Heute ist (oder fast schon war) der Festtag der heiligen Cäcilia von Rom und da bietet es sich an, - wenigstens in Gedanken ;) - durch Trastevere zu spazieren und die Kirche Santa Cecilia in Trastevere aufzusuchen, wie ich es schon mal bei "I foristi insieme alla scoperta di Roma" getan habe, um der "musikalischen" Heiligen zu gedenken, die im Apsismosaik dargestellt ist, wie sie den Arm um Papst Paschalis I. legt, der ihr zu Ehren die Kirche in Trastevere neu errichten ließ.

 
Liebe Pasquetta

Danke für deine Erinnerungen an das alte vergangene und doch gegenwärtige Rom. Deinen Beitrag zu Allerheiligen/ Allerseelen habe ich gerade erst wieder " im Keller" gefunden. Schade, dass sowas im Infoschwall immer nach unten gerät.
Ich stelle fest, dass deine Fotos sich nicht unterscheiden von dem, was Pecorella und ich am Campo Verano gesehen haben. Wie schön , dass einige Traditionen sich unverfälscht durch die Jahrzehnte tragen.
 
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Es freut mich, dass du auf den Friedhöfen mit unterwegs warst, noch passend zum November, bevor heute die meisten Weihnachtsmärkte ihre Buden öffnen.
... erst wieder " im Keller" gefunden. Schade, dass sowas im Infoschwall immer nach unten gerät.
Das ist der Lauf der Dinge. :)
Wie schön , dass einige Traditionen sich unverfälscht durch die Jahrzehnte tragen.
So ist es, und gute Traditionen können auch Halt geben.
 
Das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen - Zeit meine restlichen "römischen Kalenderblätter" umzublättern bzw. aus "I foristi insieme alla scoperta di Roma" herüberzuholen von der Vorweihnachtszeit in Rom (mit ein paar Eindrücken zu Roma ieri, festgehalten auf nun verblassenden Dias)


bis zum Besuch der Kirche Santo Stefano Rotondo am 26. Dezember, dem Stephanitag.

San Silvestro beschließt das Kalenderjahr, jedoch noch nicht die Weihnachtszeit, und so wünsche ich allen, die hier noch vorbeischauen ein gutes neues Jahr, in dem für die, die es sich wünschen, wieder Reisen nach Rom möglich sind.

Felice Anno Nuovo!

 
Liebe Pasquetta

Danke , das du deine " Jahrhundert" - Schätze für uns hebst. Dein Rom vor 50 Jahren wirkt so normal und doch ist es verloren. Zumindest diese Stimmung, diese winzigen Ansichten aus den vergangenen Zeiten, diese kleinen Kammerspiele, die du auf deinen Dias eingefangen hast.
Das stimmt mich manchmal doch ein wenig melancholisch.... Rom hat sich gewandelt, der Fortschritt geht über vieles hinweg, was eigentlich erhaltenswert ist. Und ob der gegenwärtige Wandel zum Themenpark wirklich Fortschritt ist? Wir werden vielleicht die Antwort darauf nicht erleben. Stattdessen versenke ich mich in das Rom von vor 70 Jahren und gehe mit Raffalt ins Bett. Literarisch gesprochen...
Allen ein gutes , " leichtes", Neues Jahr.
 
Danke für eure Rückmeldungen! Das alte Jahr ist schon seit ein paar Tagen verflossen - ich hoffe und wünsche es euch, dass ihr gut in ein "leichtes" neues Jahr gekommen seid und es sich auch so fortsetzen möge.
Bald (nach dem "neuen" Liturgieverständnis am kommenden Sonntag) ist nun auch die Weihnachtszeit vorbei, es ist genug geräuchert geworden und die drei königlichen Weisen aus dem Morgenland ziehen weiter.


Wir machen nochmal Station in Roma oggi e ieri und stellen fest, auch dort heißt es oggi: "le feste sono finiti" und für meinen Geschmack war das Fest der Befana ieri "stilvoller" - sie brauchte nicht die Feuerwehr um an der Drehleiter mediengerecht herabzuschweben, damals reichte der Besen um zu den Kindern zu fliegen und die Socken oder Säckchen zu füllen ;) .

La Befana vien di notte
Con le scarpe tutte rotte
Il vestito alla romana
Viva, viva la Befana​

Die Befana kommt nachts
mit ganz kaputten Schuhen
mit geflicktem Rock
Es lebe die Befana!
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Um die "römischen Kalenderblätter" zu füllen, bin ich nochmal unterwegs "alla scoperta di Roma" und wenn ihr mitkommt, treffen wir uns
in Santa Maria in Aracoeli
beim Santo Bambino.

 
Mein Gedenktag liegt zwar schon einigeTage zurück - 8. Dezember -, aber in Abwandlung eines Sprichwortes gilt „Gedenktage soll man feiern wenn man sich erinnert“ und genügend Zeit dafür hat. „Wer sich erinnert, lebt zweimal“ und wenn die Zeiten schwieriger werden, dann ist es gut, schöne Erinnerungen zu haben, in denen vielleicht sogar ein Stück Zeitgeschichte steckt.

Das Heilige Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu. Zu Roma oggi kann ich diesbezüglich nichts Eigenes hinzufügen.

Für Roma ieri erinnere ich mich an einen kurzen beruflichen Romaufenthalt im April 1975, auch ein Heiliges Jahr, das fast ausgefallen wäre.
„Demnach hatte der damalige Papst erhebliche Zweifel, ob die mit der Idee des Ablasses verbundene Tradition der Heiligen Jahre überhaupt noch zeitgemäß sei. Diese Zweifel brachte er in handschriftlichen Notizen zum Ausdruck ... Nachgründlicher Abwägung habe sich Paul VI. dann doch entschieden, die Tradition der Heiligen Jahre fortzusetzen und damit auch bewusst in eine Auseinandersetzung mit der modernen Welt zu führen ...“
Quelle: Papst Paul VI. erwog wohl Abschaffung der Heiligen Jahre

Das erste Heilige Jahr nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde ein großer Erfolg. Mehr als neun Millionen Pilger (! ;)) durchschritten 1975 die Heiligen Pforten.

Ich kann mich nicht erinnern, ob wir im April 1975 auch darunter waren. Da wir aber eine Papstaudienz besuchten, nehme ich doch an, dass wir ebenfalls durch die geöffnete Heilige Pforte nach St. Peter gingen. Auch großer Andrang, weder dort noch in der Stadt selbst, ist mir nicht in Erinnerung.


Vor zehn Jahren, zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit konnte ich zweimal in Rom sein, zur Eröffnung am 8. Dezember 2015


und gegen Ende, im November dieses außergewöhnlichen Heiligen Jahres.


Am 8. Dezember 2015 waren es fünfzig Jahre, dass das Zweite Vatikanische Konzil zu Ende gegangen war. In der Kirche des Campo Santo Teutonico gab es ine kleine Ausstellung mit Foto- und Texttafeln zu sehen: „Das Zweite Vatikanische Konzil (1962 – 1965)“ mit einem schönen informativen Begleitheft dazu.



Und nun, am 8. Dezember 2026, lag das Konzilsende - logischerweise ;) - sechzig Jahre zurück. Der 8.Dezember 1965 ist als Erinnerung an Roma ieri aber noch gut präsent.


So sah es die Tage vorher auf dem Petersplatz aus.
Falls mir jemand raten kann wie ich das mittlere Bild drehen kann, bin ich dafür dankbar.
Ich kann es im Original drehen und wenden wie ich will, es bleibt in der Galerie immer "falsch rum".



Damals war ich – logischerweise ;) – sechzig Jahre jünger und sehr beeindruckt von dem ganzen Ereignis, das ich auf dem Petersplatz verfolgen konnte. Heute ist meine Sicht auf diese „Events“ anders – aber trotzdem „wer sich erinnert, lebt zweimal". :)


 
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