Roma Curiosa

Schwarzwaldgirl

Tribunus plebis
Stammrömer
Rom-Reise
14.08.2021-21.08.2021
Liebe Pecorella,
wieder hast du eine Kuriosität aufgedeckt. Vielen Dank dafür. Signore Gra sei Dank. Dass die Ringautobahn nach ihm benannt sein könnte, finde ich viel passender als den umständlichen ausgeschriebenen Namen.
Weiter so! Ich freue mich auf deine nächste Entdeckung/Enthüllung.
 

pecorella

Caesar
Stammrömer
Trevi: Der Brunnen der Liebenden


Es gibt keine Ecke in Rom , die nicht durch das Rauschen und Sprudeln eines Brunnens belebt wird und selbst innerhalb der großen Fontana di Trevi befindet sich noch ein weiterer kleinerer Brunnen auf der rechten Seite, der von vielen aufgrund der Massen meist übersehen wird. Dabei hat er eine ganz besondere Bedeutung.



Das kleine rechteckige Becken (ohne besondere Dekoration) mit zwei kleinen Tüllen ist der Brunnen der Liebenden und mit einer romantischen Legende verbunden.

Es heißt, dass Paare, die aus diesem Brunnen trinken, für immer verliebt und sich treu bleiben.

Der Brauch wurde in der Antike geboren und betraf Paare, die sich für den Militärdienst trennen mussten.

Die Liebenden füllten ein Glas, dass noch nie zuvor verwendet sein durfte, tranken daraus und zerbrachen es anschließend. So waren die Paare sich sicher für immer einander verbunden zu bleiben.
 
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Nihil

Praetor
Stammrömer
Ich mag den Trevibrunnen nicht wirklich, so sind meine Betrachtungsmomente ziemlich kurz. Und dieses Nebenbrünneli ist mir noch nie aufgefallen. Aber selbst an den Massenattraktionen gibt es immer noch Neues zu entdecken und die Geschichtchen dazu sind allerliebst.
 

pecorella

Caesar
Stammrömer
Vittoriano: Ein Festbankett im Bauch eines Pferdes


Als das Vittoriano am 4. Juni 1911 anlässlich des 50. Jahrestages der Einigung Italiens unvollendet eingeweiht wurde (fertiggestellt wurde es erst 1927), hatte schon einige Monate zuvor eine skurrile Party stattgefunden von der ich euch heute erzählen will.

Unübersehbar ist die große Reiterstatue von Vittorio Emanuele II. Das Pferd ist ein wenig groß geraten, genauer gesagt 16-mal so groß wie seine auf den Weiden lebenden Artgenossen.


In einer großen Gießerei waren 21 Arbeiter damit beschäftigt, dass Denkmal zu erschaffen.

Sie waren bereits im Februar 1911 fertig mit ihrer Arbeit und dies sollte angemessen gefeiert werden.

So kam es, dass am 5. Februar 1911 ein großes Bankett gehalten wurde , das ein Zeichen des Vertrauens und des Optimismus für das vereinte Land sein sollte.

Wirklich symbolisch war jedoch nicht die Handlung selbst, sondern ihr Ort: das Bankett fand im Bauch der Statue des Pferdes von Vittorio Emanuele II. statt.

Im Licht zahlreicher Glühbirnen saßen der Bürgermeister Torlonia, der Besitzer der Gießerei Bastianelli und die 21 Arbeiter und feierten die Fertigstellung des Denkmals.

Als Eingang nahm man die Hintertür bzw. das Hinterteil, das damals noch nicht ganz zugeschweißt war.


Es war sicherlich das originellste Mittagessen ihres Lebens.
 
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Nihil

Praetor
Stammrömer
Dieses imposante Denkmal habe ich auch von den verschiedensten Perspektiven abgelichtet, allerdings nie so nah, dass mir die Erklärungstafeln aufgefallen wären. Ein wirklich orginelles Anekdötchen.:)
 

pecorella

Caesar
Stammrömer
Ein Maß für einen Laib Brot

Heute muss ich leider mal wieder den Street-View bemühen, aber da das Gesuchte zum Glück sehr gut zu erkennen ist, braucht diese Geschichte nicht bis zu meiner Rom-Reise im Oktober warten. Dann mache ich natürlich ein Foto.

Heute geht es in den Borgo Pio und zwar an die Ecke zur Via del Campanile. Dort ist auf dem Street-View ganz unten ein in Stein gemeißelter Kreis zu sehen. Eigentlich denkt man sich nichts dabei, wenn man diesen Kreis sieht, aber in der Vergangenheit hatte er für die Menschen eine große Bedeutung.

Als es in Rom zu einer Hungersnot kam, war die Mehlmenge, die den Bäckern des Viertels zum Brotbacken zur Verfügung stand, begrenzt.

Da der Brotpreis gesetzlich festgelegt war, reduzierten die Bäcker, um etwas mehr zu verdienen, die Größe des Brotes und verkauften immer kleinere Brote zum gleichen Preis.

Der Papst bemerkte dies und intervenierte mit einer sehr einfachen Lösung: Er ließ eine Scheibe aus Travertin anfertigen, um die genaue Größe und Tiefe des verkauften Brotes anzugeben und verstärkte sie mit Kanten, um Manipulationen zu vermeiden.

So konnte nun jeder den gekauften Laib Brot nachmessen.
 
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Nihil

Praetor
Stammrömer
Also ehrlich...da bin ich immer mit Streetview die Strassen rauf und runtergefahren, auf der Suche nach dem Kreisrunden Objekt auf dem Boden, habe ausser Gullydeckel nichts gefunden. Und eigentlich legt man ja auch kein Brot auf die schmutzige Strasse, um zu schauen, ob dder Bäcker einen betrogen hat. Bis ich endlich dieses smilieartige Ding an einer Hausfassade entdeckte....:cool:
 

ColleMarina

Consul
Stammrömer
Also ehrlich...da bin ich immer mit Streetview die Strassen rauf und runtergefahren, auf der Suche nach dem Kreisrunden Objekt auf dem Boden, habe ausser Gullydeckel nichts gefunden. Und eigentlich legt man ja auch kein Brot auf die schmutzige Strasse, um zu schauen, ob dder Bäcker einen betrogen hat. Bis ich endlich dieses smilieartige Ding an einer Hausfassade entdeckte....:cool:
Das ging mir ehrlich gesgt auch so ;)
 
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