Rom per Video entdecken

pecorella

Caesar
Stammrömer
Stimmt, es handelt sich um die Capella Santa Barbara, eine kleine Kapelle bei Santo Quattro Coronati.

Danke für die Korrektur. :)
 

Tizia

Censor
Stammrömer
Ein sehr authentisches Video. Leider habe ich es bisher nur in den Vorhof von Santo Quattro Coronati geschafft und so wenigstens einen kleinen Einblick gewonnen. Sind die Fresken wirklich so stark beschädigt wie in dem Video? Das wäre sehr schade. Wahrscheinlich sind sie sehr, sehr alt.
 

Ludovico ROB

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Stammrömer
Die Fresken in der Barbara Kapelle sind wirklich sehr beschädigt. Trotzdem halte ich die kleine Kapelle für sehenswert. Sie ist außerdem ein Ort der Stille. Berühmt ist natürlich die Silvester Kapelle mit den Fresken der Lügengeschichte (Legende) um den eigentlich sehr schwachen Papst Silvester. Auch ein Besuch des Kreuzganges ist lohnenswert.
 

Nihil

Praetor
Stammrömer
An dieses Oratorium erinnern wir uns gerne. Wir haben die aufsichtführende Nonne gefragt ob wir ein Marienlied singen dürfen. Sie hat nicht nur zugestimmt, sondern auch andächtig zugehört. Nach unserem Gesang erklärte sie, dass sie die Orgel Schwester sei und hat uns gelobt. Sie würde ganz selten Gruppen erleben, die über drei Liedstrophen nicht sacken würden. Sechzig Prozent der Gruppe waren allerdings Chor Sänger. Der Chorleiter war auch dabei. Quattro Coronati besuche ich immer wieder gerne.
Das war bestimmt sehr hörenswert. Und solche alten Kirchen/ Kapellen haben ja oft eine tolle Akustik. Die noch existierenden Freskoreste mit Maria und Jesus erinnern mich sehr an Santa Maria Antiqua im Forum romanum.
 

Tizia

Censor
Stammrömer
Ein wunderbares Video. Bei dieser Kirche mit ihren vielen feinen Details geht mir das Herz auf. Wo genau finde ich sie?
 

Nihil

Praetor
Stammrömer
Ohhh, danke Pecorella, ich wusste garnicht, dass hier Sonderwünsche erfüllt werden.;)
Ein wunderbares Video. Bei dieser Kirche mit ihren vielen feinen Details geht mir das Herz auf. Wo genau finde ich sie?
Hallo Tizia, Santa Balbina liegt ganz in der Nähe der Caracalla Thermen. Auf dem Aventin direkt hinter dem Sportstadium Nando Martellini. Man sieht die Kirche von der Viale GuidoBaccelli liegen. Sie " tront "auf einer kleinen Anhöhe. Die Metrostation ist Circo Maximo, von dort aus sind es vielleicht 10 Min Fussweg.

Santa Balbina ziert sich allerdings, was die Besuchszeiten angeht. Ich hatte das Glück, an einem Sonntag um 10:00h kurz vor der Messe hinein zu gehen. Wie das Video zeigt, eine sehr hübsche Kirche, die sowohl Antikes wie auch Mittelalter und Barock ( wenig) vereinigt. Die antiken Bodenmosaiken, wurden dort erst in den 1930er Jahren verlegt. Eine Notlösung, als Mussolini die Via dei Fori Imperiali durch den antiken Bezirk fräsen liess. und man durch Notgrabungen die Mosaiken retten wollte.
 

Tizia

Censor
Stammrömer
Das Video gefällt mir auch sehr gut. Und mir fiel ein wie @pecorella mir per WhatsApp die Haltestellen und den Weg beschrieb damit ich das Viertel überhaupt fand. War damals im Winter bei wechselhaftem Wetter. Das war teilweise auch mystisch als es quasi Bindfäden regnete.
 

Ludovico ROB

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Stammrömer
Ich bin in den ersten zehn Jahren bei meinen Romaufenthalten täglich am Tor vorbeigelaufen. Eines Tages beschloss ich einmal durch die Nebenstraßen zu laufen. Ohne zu wissen um was es sich handelt glaubte ich mich in eine Märchenwelt versetzt. Als ich meinen Schwiegereltern davon erzählte, konnten sie meine Begeisterung kaum verstehen. Ihnen waren Antike, Renaissance und Barock wesentlich näher. Aber ich hatte mich in das Viertel verliebt,. Damals waren die Paläste noch in einem deutlich schlechteren Zustand als heute. Einmal konnte ich beim Drehen einer Filmszene vor dem Spinnenhaus zuschauen. Auch das blieb in meiner Erinnerung haften. In dem weiteren Viertel gibt es noch weitere Jugendstil Paläste zu bewundern. Man muss nur die Hauptstraßen mal verlassen.
 

pecorella

Caesar
Stammrömer
Santa Maria dell'Orto
La Macchina delle Quarant'Ore eine alte Tradition an Gründonnerstag

In dieser Kirche gibt es jedes Jahr zu Ostern etwas ganz besonderes, die "Macchina delle Quarant’Ore per il Giovedì Santo". Übersetzt heiß dies in etwa der Apparat der 40 Stunden.
Am Abend des Gründonnerstag wird auf dem Hochaltar ein Aufbau aus geschnitztem vergoldeten Holz aufgestellt. Auf diesem werden 213 Kerzen angezündet, die in den folgenden 40 Stunden herunterbrennen. Sie geben die Zeit vor für ein 40-Stunden-Gebet, es soll an die Zeit erinnern, die Jesus bis zu seiner Auferstehung im Grab lag.
Aus diesem Grund ist die Kirche an Gründonnerstag auch bis 24 Uhr geöffnet.

Vierzigstundengebete vor Ostern wurden um 1530 in Mailand von den Kapuzinern eingeführt und waren damals sehr verbreitet. Heute ist es in Rom nur noch in der Kirche Santa Maria dell'Orto zu finden.


Im zweiten Video könnt ihr den Aufbau der "Macchina delle Quarant'Ore" sehen.


 

Tizia

Censor
Stammrömer
Bei einem meiner Rom-Urlaube konnte ich eine Führung in dieser Katakombe mitmachen. Das Video ist eine schöne Auffrischung für meine Erinnerung. Danke, @pecorella
 
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