Kapitel 13
An dieser Stelle wird Gaukler Euch abholen, damit Ihr uns
Tre a Roma auf unserer nachmittäglichen Passeggiata begleiten könnt.
Wohin es geht, wird noch nicht verraten

... nur so viel: Mir lag besonders viel daran! :nod:
Nun, wenn man den Gaukler unseres Trios - bekennender
appassionato ATAC :thumbup: 8) :thumbup: - auffordert,
an dieser Stelle: Ecke Piazza Colonna/Via del Corso, jemanden abzuholen und ihn zu Simones Wunschziel zu geleiten, dann stehen die ersten paar Schritte von vornherein fest: zur nahe gelegenen
Piazza San Silvestro - um schon mal das weiteste Stück Wegs bequem mit dem römischen ÖPNV zurückzulegen. :thumbup::thumbup: 8) Und am allerbequemsten mit der
Linie 160, denn die schaukelt einen nicht nur bis zur Bocca della Verità, sondern noch eine Haltestelle weiter, bis
Greca. :idea: :thumbup: :thumbup:
Dieser Stadtplan-Link nun macht zugleich klar, wohin es gehen soll: auf den
Zu römischer Zeit eher Wohnort der gesellschaftlich zu kurz Gekommenen
(nachdem der Legende zufolge Romulus mit seinem Opfer bzw. seiner Vogelschau auf dem Palatin das Opfer seines Bruders Remus auf dem Aventin ausgestochen und ihn später getötet hatte), ist der Aventin heute ein vornehmes Residenzviertel in ruhiger - und teurer! - Lage.
Kaum ist der kurze Anstieg bewältigt, da befindet man sich auch schon an einem
Lieblingsort mehr als nur eines Forista: dem
Parco Savello, auch Orangengarten bzw.
giardino degli aranci geheißen.
Die frühchristliche Basilika Santa Sabina - deren Apsis zum Orangengarten hin gelegen ist
und über welche Claude uns gerne noch Näheres erzählen möchte - ist eine für Hochzeiten sehr beliebte Kirche ...
... und so erspähten wir am
Nasone alsbaldigst dieses Brautpaar:
Die Mauer am Eingang
(oder Ausgang, je nachdem) zum Vorplatz von Santa Sabina, der Piazza Pietro d'Illiria, schmückt einer unserer römischen Lieblingsbrunnen:
Von diesem recht angenehmen Ort sollen an anderer Stelle noch Abbildungen wie auch Erlebnisse nachgeliefert werden ... :~ :~ 8)
Ebenfalls beliebt für Hochzeiten ist die benachbarte Kirche S. Alessio:
Der Legende nach lebte der Heilige, welcher dem Ehestand abgeschworen hatte und sich folglich nicht verheiraten lassen wollte, 17 Jahre lang arm und unerkannt unter einer Treppe seines Elternhauses:
Der imposante Torbau, durch welchen man das Gelände betritt, beherbergt das Generalat der
Somasker, eines Reformordens aus dem 16. Jh. mit ähnlichen Zielen wie die Jesuiten, welcher jedoch im deutschen Sprachraum weitgehend unbekannt blieb.
Auf der anderen Seite der Mauer betritt man einen weiteren Park mit Orangenbäumen: weniger spektakulär als der Parco Savello - dafür jedoch gehörte

er an diesem sonnigen Nachmittag uns ganz allein, so dass wir dort eine gleichermaßen erholsame wie ... nun: unterhaltsame

:idea: :~:~ Pause einlegten.
Gleichsam im Zenit des Aventin und am Ende der Via Santa Sabina befindet sich die Piazza dei Cavalieri di Malta, konzipiert durch den bekannten Kupferstecher Giambattista Piranesi.
Auf ihn gehen auch die dortigen Gebäude des Malteser-Ordens zurück: Villa Malta mit Priorat und Botschaftssitz sowie die Kirche S. Maria del Priorato.
Die meisten Touristen kommen dorthin wegen des berühmten Schlüssellochblicks vom Holzportal des Torbaues aus ...
... über welchen hinweg man die Malteser-Flagge wehen sehen kann.
Nun war meine Vorstellung natürlich ursprünglich diese gewesen,
dank meiner Beziehungen zu den römischen Maltesern am Eingang zu klingeln ...
... und auch Claude und Simone einen Spaziergang durch das - mir von früheren Besuchen bekannte - Gelände hinter der Mauer zu ermöglichen. Dafür jedoch hätten wir diesen Programmpunkt "Aventin" auf den Montag legen müssen - was wegen Claudes früherer Abreise aber leider nicht möglich war.

Darum hier wenigstens drei Impressionen aus meinem Fundus:
Dem Prioratsgelände gegenüber, also auf der anderen Seite der Piazza dei Cavalieri di Malta, befindet sich der Zugang zu Kirche und Kolleg S. Anselmo der Benediktiner, wo man - in Rom inzwischen zur Seltenheit geworden! - besonders dem gregorianischen Choralgesang obliegt. :thumbup::thumbup::thumbup: 8)
Hingegen waren die größten Genüsse, welche der Konvent unserem Trio zu bieten hatte, so gar nicht geistiger, sondern vielmehr durch und durch irdischer und sogar profaner Natur, dass wir euch
an dieser :idea: Stelle leider nichts davon berichten können!

:~
Aber in der
Favola romana könnt ihr es nachlesen bzw. -schauen: hier am
Pfingstsonntag (scrollen bis auf ungefähr ein Drittel des Beitrags).
Während des Abstieges schließlich entdeckten wir einen Ort, der uns den ausgefallenen Ausblick von
hinter dem Schlüsselloch vergessen ließ:
Nun merke auf, geneigter Leser:
Mit dem Ende dieses Kapitels haben wir dennoch dem Aventin
noch nicht endgültig den Rücken gekehrt! :idea:
Sondern vielmehr steht, wie oben angekündigt, noch ein Intermezzo an, in welchem Claude euch die Basilika Santa Sabina näher vorstellen wird.
Anschließend möchte Simone euch zeigen, was für ein ganz besonderes Gittertor am Fuße des Aventin die
Comune di Roma eigens während der Tage unseres Besuches geöffnet hatte. :thumbup::thumbup: 8)
Also:
Gauki Knopp schrieb:
:lol:

:twisted: :~
G.