Palazzo Barberini: Caravaggio 2025

dentaria

Augustus
Stammrömer

... überhaupt erwartet. Hier ist, was wir wissen.

Eine Jubiläumsausstellung über Caravaggio kommt nach Rom, in den Palazzo Barberini. Bis jetzt ist noch nicht viel bekannt: Man kennt nur die Daten, vom 7. März bis zum 6. Juli 2025, den Titel(Caravaggio 2025) und die Namen der Kuratoren, nämlich Francesca Cappelletti (Direktorin der Galleria Borghese), Maria Cristina Terzaghi (Kunsthistorikerin mit Spezialisierung auf Caravaggio) und Thomas Clement Salomon (Direktor der Nationalen Galerien für Alte Kunst). Die Präsentation für die Presse findet am kommenden Mittwoch im Museum in der Via delle Quattro Fontane statt, mit Ansprachen der drei Kuratoren sowie von Massimo Osanna, Generaldirektor der Museen, und Michele Coppola, Exekutivdirektor des Bereichs Kunst, Kultur und historisches Erbe von Intesa Sanpaolo und Generaldirektor der Gallerie d’Italia (in deren Sitz in Neapel sich das letzte bekannte Werk Caravaggios, das Martyrium der Heiligen Ursula, befindet, so dass man davon ausgehen kann, dass das Werk in das Projekt einbezogen wird).

Es ist acht Jahre her , dass es eine große Ausstellung über Caravaggio gab: die letzte, 2017, war Dentro Caravaggio in Mailand, im Palazzo Reale, kuratiert von Rossella Vodret(hier ist unsere Rezension). Seitdem gab es kleinere Ausstellungen, in denen Caravaggio die Hauptrolle spielte, aber nie größere Projekte, die ihm ausdrücklich gewidmet waren. Daher ist die Neugierde auf diese neue Ausstellung groß.

Auf der Website gibt es noch keinen Hinweis.
 
Zuletzt bearbeitet:

Unter anderen ist das Porträt von Maffeo Barberini (1568-1644), des späteren Papstes Urban VIII., zu sehen, das kürzlich der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt wurde. Auch wird das ebenfalls in Privatbesitz befindliche Gemälde "Ecce Homo" gezeigt. Das verloren geglaubte Ölgemälde wird derzeit im Prado in Madrid ausgestellt. Die Galleria Borghese ist mit "Der kranke Bacchus", "David mit dem Haupt des Goliath" sowie "Johannes der Täufer" vertreten, sagte Direktorin Francesca Cappelletti. Diese Gemälde habe der Maler wohl bei seiner letzten Flucht mit sich geführt.
 
Das ist ja so verlockend, dass wir planen, Anfang März von Venedig aus einen Tagesausflug zu unternehmen ... :cool:
 
Unbedingt! Ich plane im März einen Tagesausflug von Bari. Bei der Ticketbestellung habe ich zwar die Zahlungsbestätigung per Email erhalten, aber trotz Nachfrage das Ticket noch nicht.
 
Ein kleiner zweiminütiger Video-Einblick in die Ausstellung:


Aus: Caravaggio: 24 opere in mostra a Palazzo Barberini: l'Ecce Homo ritrovato a Madrid, il Maffeo mai visto, i capolavori

Vgl.: Große Caravaggio-Ausstellung in Rom eröffnet
 
Zusatz:
Videobericht:
Audiobericht (nicht irritieren lassen von der Einführung, Caravaggio-Ausstellung kommt als erster Beitrag bis Min. 6):
 
Das 1610 in Neapel entstandene Bild «Das Martyrium der Heiligen Ursula». Dabei entdeckten die Restauratorinnen Laura Cibrario und Fabiola Jatta Details zu drei bislang kaum oder nicht erkennbaren Figuren, wie die Zeitung «La Repubblica» berichtet. (...) Nun konnten Kinn und Mund einer Figur links der Heiligen Ursula sowie die Nasenspitze eines Soldaten und der Umriss seines Helms aus dem dunklen Hintergrund identifiziert werden. Ebenso zeigt sich jetzt oberhalb der Heiligen die Kopfbedeckung eines Soldaten mit Schlitzen für die Augen.
 
Die Restaurierung der "Heiligen Ursula" war dringend erforderlich. Als ich das Gemälde zuletzt im Dezember 2017 in Mailand gesehen habe, war es in einem fürchterlichen Zustand - so hätte man es sicherlich nicht in Rom präsentiert.
 
Die Räumlichkeiten scheinen viel zu beengt zu sein für den Besucherandrang:

... Ausstellung aus: Federico Gianninis Bericht.
 
Wir waren vor einer guten Woche in der Ausstellung - ein Tag Rom mit der Bahn von Venedig aus.
Einige der Aspekte in der o.g. Besprechung kann ich teilen, vor allem die Kritik an den raumgrößenmäßig unzureichenden Gegebenheiten - da wäre tatsächlich im Palazzo Barberini mehr möglich gewesen.
Wir waren am 3. Tag der Ausstellung dort und hatten wohl das Glück, dass es deshalb (noch) nicht so voll war wie auf dem einen gezeigten Bild im Artikel von "finestresullarte". Ganz verstehen kann ich das zwar trotzdem nicht, da ja nur eine begrenzte Zahl Besucher pro Einlasszeit zugelassen werden. Demnach könnte der noch gesteigerte Andrang vielleicht an mehr Gruppen oder aber längerer Verweildauer der Besucher liegen.

Abgesehen davon:
Wir fanden die Ausstellung auf jeden Fall sehenswert, auch wenn der Hype im Vorfeld vielleicht zu groß war - und dadurch so viele Besucher angelockt wurden. Selten zu sehende Bilder mit ähnlichen Werken in Kombination zu sehen finde ich immer spannend, auch die Präsentation und Ausleuchtung ist nahezu überall sehr gut. Wir konnten ohne Schwierigkeiten überall Fotos machen und mussten uns nicht drängeln.

Hier ein paar Eindrücke:





 
Danke für Eure Eindrücke zur Ausstellung und die schönen Photos. Da hat sich der weite Weg doch gelohnt!
 

Eine Nacht zwischen Kunst in Bewegung und der ewigen Kunst Caravaggios: Roberto Bolle tanzte am Vorabend seines 50. Geburtstags in den Räumen des Palazzo Barberini in Rom, umgeben von den Meisterwerken Caravaggios, die im Rahmen der Ausstellung Caravaggio 2025 ausgestellt werden(hier unser Bericht).
Dieser Auftritt(hier das Video) markiert den Beginn zweier wichtiger Projekte: die zweite Ausgabe von Viva la Danza, die am 29. April auf Rai1 ausgestrahlt wird, und die italienische Erstaufführung der Oper Caravaggio von Mauro Bigonzetti, die Bolle am 9. Mai im Teatro del Maggio Fiorentino und vom 15. bis 21. Mai im Teatro degli Arcimboldi in Mailand aufführen wird.
 
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