OT aus Melania Mazzucco L´Architettrice

Nihil

Pontifex
Stammrömer
Lieber ins OT , denn das Gendern hat ja wahrscheinlich nur sehr entfernt mit dem Inhalt des Buches zu tun.
Tacitus, nun bist Du mir zuvor gekommen ...

Gerade der Anfang des Artikels speicht mir aus der Seele:

Der Architekt heißt im Italienischen „L’Architetto“. Und die Architektin auch: „L’Architetto“. Der Begriff, ein generisches Maskulinum, bezeichnet Personen unabhängig von ihrem Geschlecht. Eine Diskussion, dass die Frauen damit unsichtbar blieben oder gar ausgeschlossen würden, hat das nicht ausgelöst; von Zeichen und Signalen wie dem Genderstern, dem großen Binnen-„I“ oder dem Unterstrich werden italienische Sprache und Schrift verschont. Zwar ist inzwischen auch „L’Architetta“ geläufig, aber das ist deutlich seltener und vom Streben nach politischer Korrektheit wenig belastet. Andere Personenbezeichnungen haben ein Suffix, das das Femininum markiert, etwa pittore-pittrice (Maler-Malerin) oder scultore-scultrice (Bildhauer-Bildhauerin). Dagegen findet sich „L’Architettrice“ in keinem Wörterbuch, derzeit aber stapelweise in jeder Buchhandlung.
Beneidenswert, dass den Italienern dieser Unsinn mit der Genderei erspart bleibt.
Die Diskussion um die korrekte Anwendung , Gendern oder das Ausbrechen aus den jahrhunderte alten, vorgegebenen Sprachmustern, weil sie vielleicht die Lebenswirklichkeit nicht mehr repräsentieren, ist durchaus auch in den den Ländern mit romanischen Wurzeln angekommen.

[/QUOTE]
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben