Netzbecher: In Frankreich ausgegraben, in Mainz restauriert

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...auriert. Fünf Monate dauerte die komplexe Bearbeitung eines spätrömischen Diatretglases durch die Restaurierungswerkstätten am Römisch-Germanischen Zentralmuseum, Leibniz Forschungsinstitut für Archäologie (RGZM). Der stark fragmentierte, aber nahezu vollständig erhaltene, gläserne Netzbecher stammt aus spätrömischer Zeit und wurde 2020 bei Grabungsarbeiten im französischen Autun entdeckt. In einer Feierstunde am 7. Oktober 2021 gab die Generaldirektorin des RGZM, Prof. Dr. Alexandra W. Busch das einzigartige Glasgefäß zurück in die Obhut von Dr. Carole Fossurier und Nicolas Tisserand des Institut National de Recherches Archéologiques Préventives (Inrap).

Hier ein Foto des restaurierten Glasgefässes.
 

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"Im Sommer nächsten Jahres werden wir es in einer Ausstellung in Autun erstmals der Öffentlichkeit präsentieren", sagte Carole Fossurier vom Institut National de Recherches Archéologiques Préventives (Inrap). (...) Bis sie geborgen wurden, lagen die Glassplitter zu Füßen eines toten Menschen in einem Sarkophag, auf einem Friedhof in der Nähe der burgundischen Stadt Autun, dem antiken Augustodonum. Das Feld von 230 Gräbern wurde ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. genutzt. Das Diatretglas - so werden doppelwandige Gefäße mit durchbrochenem Glas bezeichnet - gehörte einst zu den wertvollsten Luxusgütern der römischen Elite. Ein kunstvoll gestalteter Buchstabenbogen auf dem restaurierten Gefäß ergibt den Spruch: "Vivas feliciter" - Lebe glücklich!
 
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