Donnerstag, 25. Dezember 2025
Am ersten Weihnachtsfeiertag hatten wir den Plan, die Messe im Pantheon zu besuchen. Auf
dieser Seite (jetzt natürlich die aktuellen Termine) fanden - und darauf vertrauten - wir die Uhrzeit der Messfeier des 25.12. um 10.30 Uhr. Damals stand sogar dabei "con il coro della basilica". Wir fanden uns rechtzeitig ein und stellten uns kurz nach 10 Uhr in die Schlange.
Leider blieb das Pantheon bis nach halb 11 hartnäckig geschlossen - die Schlange hatte sich gelichtet, es waren wohl hauptsächlich Touris, die nicht wussten, dass feiertags geschlossen ist. Warum allerdings der Gottesdienst nicht stattfand blieb schleierhaft.
Nun ja, es gibt andere Möglichkeiten, wir gingen die wenigen Schritte zur Minerva, wo der Gottedienst um 11 Uhr begann.
Wir nutzten anschließend die wunderbare Festbeleuchtung für eine ausgiebige Besichtigung der Carafa-Kapelle,
die man sonst nur mittels Münzen für kurze Zeit beleuchten kann.
Es regnete noch immer, wir besuchten Beli, gingen dann um das Pantheon herum zu Sant´ Eustacchio.
Die schöne Krippe ist nicht mehr in der Vorhalle, sondern links im Hauptschiff.
Da würde ich mir wünschen, hier ein Video einstellen zu können (vielleicht geht es ja und ich kann es nur nicht),
so nett fand ich das Karussell und den Brunnen mit echtem Wasser.
Mittagessen nochmal im "Navona Notte", Siesta zu Hause, um 15.30 gingen wir wieder los. Unser erstes Ziel war S. Luigi dei Francesi.
Direkt neben dem Pantheon gibt es eine kleine, feine Pasticceria mit Bar, die mir früher nicht aufgefallen war, dort gönnten wir uns was Süßes und - ganz tourimäßig zu dieser Zeit

- Cappuccino, beides sehr fein und günstig, bevor wir unseren kleinen "Kirchenrundgang" fortsetzten. Als nächstes Sant´ Andrea della Valle. Dort gab es nicht nur eine ganz große Krippenlandschaft im hinteren Mittelschiff, sondern außen herum eine sehr schöne Krippenausstellung unterschiedlichster Herkunft. Im Nachhinein die schönere und künstlerisch anspruchsvollere Ausstellung im Vergleich zur Vatikanischen.
Verschiedene Krippen:
Einige der Krippen waren in diesen "Guckkästen":
die beiden linken in Vergrößerung:
Eine Krippe aus Tirol und eine von der Mosel:
Gemütlicher Spaziergang - es hatte zu regnen aufgehört! - über Campo de´ Fiori zum Argentina und weiter zur Chiesa del Gesù.
(Die Krippe dort im Vergleich zur Opulenz der Kirchenausstattung recht bescheiden ...)
Weiter gab es eigentlich noch keinen Plan, wir nahmen den nächsbesten Bus und wollten schauen, wo er uns hinbringen würde.
Und siehe da, schon bei der Haltestelle Aracoeli animierte uns die am Ende der "Himmelsleiter" (
Scalinata di Aracoeli) erleuchtet lockende Kirche dazu, den Bus zu verlassen und die vielen Stufen zu Santa Maria in Aracoeli zu erklimmen.
Liebe Qing, auch ich mag diese Kirche ganz besonders und ich habe dort an dich gedacht!
Da in der ersten Seitenkapelle noch eine Andacht stattfand war die ganze Kirche festlich erleuchtet, das hatten wir so noch nie erlebt.
Auch die Bufalini-Kapelle haben wir noch nie so schön gesehen.
Herrliche Kosmatenarbeiten überall:
Wir gingen dann hinten hinaus, als die Lichter erloschen und das prächtige Orgelnachspiel verklungen war und spazierten übers Kapitol und die Cordonata hinab. Wieder nahmen wir einen Bus und schauten, wo er uns wohl hinbringen würde. Dieses Mal war es der 44er, der vorbei an S. Maria in Cosmedin, die leider schon zu hatte, nach Trastevere fuhr.
Dort stiegen wir aus und spazierten gemütlich über die Isola Tiberina ins Ghetto, sahen, dass hinter dem Portico d´ Ottavia das kleine Kirchlein Angelo in Peschiera bzw. San Michele Archangelo offen und erleuchtet war. Wir warfen einen kurzen Blick hinein, es war auch dort eine Andacht für nur ca. 15 Menschen, sodass wir nicht blieben.
Ein Foto der netten Krippe habe ich dennoch mitgebracht.
Wir statteten den Tartarughe einen Besuch ab und gingen von dort geradeaus bis zum Pantheon: unser Ziel war der gut sortierte kleine Coop, wo wir die Zutaten für ein Abendessen zu Hause einkauften.