Mit dem Elektroauto nach Rom: eine Testfahrt

gordian

Consul
Stammrömer
Und jetzt stelle man sich das Ganze noch mit zwei quengelnden Kindern vor und man weiss, warum die Batterieautos für Familien noch auf Jahre hinaus keine ernsthafte Alternative darstellen werden. Aber klar, die wichtige Zielgruppe sind Singles oder hippe Paare ohne Kinder in Großstädten. Aber selbst für diese Leute hat der Spaß irgendwann ein Loch, wie man bei uns so schön sagt. Ohne Subvention kauft diese Fahrzeuge kein toter Hund. Nur für reinen Stadtverkehr wirklich brauchbar, die reinen Stromer. Sonst für nichts
 

pecorella

Caesar
Stammrömer
Wir müssten damit einen Wohnwagen über den Brenner ziehen. Gesamte Fahrstrecke 1000 km.

Wahrscheinliche Fahrzeit 1 Woche, wir übernachten dann an den Ladesäulen.

Wobei man die mit Wohnwagen am Haken gar nicht anfahren kann.
 
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Nihil

Consul
Stammrömer
Wobei man die mit Wohnwagen am Haken gar nicht anfahren kann.
Ihr müsstet zusätzlich noch Zapfsäulen finden, die bergab gerichtet sind, damit ihr einfach nur runterrollen könntet.

Ich tue mich ja schon schwer mit Hybridautos....wenn ich den Motor nicht höre....Habe mal 10 Minuten gebraucht, so ein Auto zu starten, obwohl es schon die ganze Zeit an war.
 

Nihil

Consul
Stammrömer
Offen gestanden: Allein mit dieser Vorstellung könnte man mich jagen!
Moderator Dominik Meier: «Wenn wir keinen Schnelllader finden, sitzen wir stundenlang fest im Nirgendwo.»
Dieses Unvorhergesehene jagt natürlich einigen durchaus Angst ein. Dabei ist das festsitzen im Nirgendwo manchmal ein Reise- Geschenk, das einen ganz unverhofft mit neuen Erkenntnissen, Beziehungen und Verständnis bereichern. Man muss nicht immer stromlinienförmig von A nach B fahren und ankommen.
 

gordian

Consul
Stammrömer
Offen gestanden: Allein mit dieser Vorstellung könnte man mich jagen!
Moderator Dominik Meier: «Wenn wir keinen Schnelllader finden, sitzen wir stundenlang fest im Nirgendwo.»
Dieses Unvorhergesehene jagt natürlich einigen durchaus Angst ein. Dabei ist das festsitzen im Nirgendwo manchmal ein Reise- Geschenk, das einen ganz unverhofft mit neuen Erkenntnissen, Beziehungen und Verständnis bereichern. Man muss nicht immer stromlinienförmig von A nach B fahren und ankommen.
Wie gesagt, ohne Kinder kann man sowas ja durchaus erspriesslich finden. Aber nur dann. Aber in der schönen neuen Welt der Stromerbegeisterten kommen Kinder oder Dorfbewohner ja nicht vor. Die sind abzuschaffen
 

Nihil

Consul
Stammrömer
Wie gesagt, ohne Kinder kann man sowas ja durchaus erspriesslich finden. Aber nur dann. Aber in der schönen neuen Welt der Stromerbegeisterten kommen Kinder oder Dorfbewohner ja nicht vor. Die sind abzuschaffen
Also quengelnde Kinder sind auch im Benziner oder Dieselauto unerträglich. Habe ich irgendetwas nicht mitbekommen in Deutschland? Wieso mögen " Strombegeisterte " keine Kinder und Dörfler?
 

gordian

Consul
Stammrömer
Wir haben zwei mittlerweile glücklicherweise erwachsene Kinder und ich versichere Dir, es ist ein signifikanter Unterschied ob Du mit den Kindern zehn Minuten an einer Tankstelle stehst oder zwei Stunden (mit Glück) an einer Stromladestation (möglichst bei 30° C). Und es ist auch wesentlich weniger vergnüglich mit den Kids drei Tage für eine Strecke zu benötigen, die Du mit einem Benziner in einem schaffst.
Und zur zweiten Frage : Frag mal einen Dorfbewohner (in einem richtigen Dorf , nicht in einem großstädtischen Vorort mit U-Bahn-Anschluss) warum er keinen Stromer hat, er wird dir das gern ausführlich erläutern ebenso wie der Familienvater mit drei Kindern, der vom stromerbegeisterten Nachbarn als böser Umweltsünder angemacht wird..
 

dentaria

Augustus
Stammrömer
Rom-Reise
15.03.2022-19.03.2022
Ich erinnre mich gut an die Zeit als man in Süditalien bleifreies Benzin suchen musste. Auch damals war Grosseto die Grenze, dann wurde es abenteuerlich. Ist so 35 Jahre her.
 

Schwarzwaldgirl

Aedilis
Stammrömer
Ich schließe mich Dentaria an. Uns denkt auch noch, dass wir in Deutschland beim ADAC Benzingutscheine für Italien gekauft haben ... das ist heute nicht mehr vorstellbar. So ist zu hoffen, dass es mit den Elektrotanksäulen auch vorangeht.
 

gordian

Consul
Stammrömer
Ja, südlich der Toskana kanns infrastrukturell regional eng werden. Das gilt mit Sicherheit auch für die Versorgung mit Elektroladesäulen mal ganz davon abgesehen, dass ich mir kaum auszudenken wage, was an diesen Ladesäulen in der Urlaubszeit los sein würde, wenn sich die Elektroautos wirklich durchsetzen sollten und die Ladezeiten nicht signifikant gesenkt werden könnten. M.E. sind Wasserstoffantriebe die Zukunft. Aber das ist meine Privatmeinung. Derzeit käme für mich äußerstenfalls ein Hybridauto in Frage. Niemals ein reiner Stromer (Ja, wir sind auch Dorfbewohner)
 

Schwarzwaldgirl

Aedilis
Stammrömer
Bei den Hybridautos ist zwischen den Hybrids mit Stecker (Plug-in-Hybrid) und den Mildhybrids zu unterscheiden. Die Hybrids mit Stecker fahren rein elektrisch 40 bis maximal 60 km weit; danach fährt dieses Fahrzeug mit dem Verbrennermotor (oder wird dann wieder an der Steckdose aufgeladen). Der Verbrauch dieser Plug-in-Hybrids ist nur gering, wenn diese für die kurze Reichweite immer wieder mit Strom betankt werden. Ein eigentlich schwachsininges Antriebsmodell, aber die Regierung unterstützt es mit dem Umweltbonus. Laut Auskunft mehrerer Autohändler sind viele der zugelasenen Plug-in-Hybrids Firmenfahrzeuge. Die Fahrzeuge werden nicht ständig so aufgeladen, dass sie "umweltfreundlich" elektrisch fahren. Sie fahren dann eben mit Verbrennermotor, die Tankrechnungen zahlt die Firma. Mildhybrids haben einen Verbrennungsmotor und eine Batterie, die sich während des Fahrens z.B. beim Bremsen auflädt. Diese werden nicht mit einem Umweltbonus gefördert.
Wir sind weder Singles, noch ein hippes Paar, noch wohnen wir in der Großstadt oder deren Einzugsbereich. Unsere nächsten Großstädte sind Stuttgart (bis Hbf 75 km) und Karlsruhe (bis Hbf 63 km). Unser Dorf hat 5 Ortsteile und hat zusammen ca. 1100 Einwohner. Wir leben also richtig auf dem Dorf bzw. in der Pampa. Wir haben einen öffentlichen Nahverkehr der abends um 19 Uhr aufhört, am Wochenende früher, nur Busverkehr, keine Zuganbindung. Ohne Auto gehts nicht. Wir haben uns bewusst für einen Mildhybrid entschieden, Reichweite voll getankt (Tankinhalt ca. 45 ltr.) 1050 km, Verbrauch 3,8 ltr. Super E10. Damit kämen wir mit einer Tankfüllung fast ins Hotel nach Rom (1083 km). Google gibt 12 Stunden Fahrzeit an. Zum Glück gibt es heute das Flugzeug ... nicht umweltfreundlich, ich weiß... BEVA liest gerade mit und meint, es sei die Frage, ob wir nicht doch ein hippes Paar wären.
 
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dentaria

Augustus
Stammrömer
Rom-Reise
15.03.2022-19.03.2022
Bei den Hybridautos ist zwischen den Hybrids mit Stecker (Plug-in-Hybrid) und den Mildhybrids zu unterscheiden. Die Hybrids mit Stecker fahren rein elektrisch 40 bis maximal 60 km weit; danach fährt dieses Fahrzeug mit dem Verbrennermotor (oder wird dann wieder an der Steckdose aufgeladen). Der Verbrauch dieser Plug-in-Hybrids ist nur gering, wenn diese für die kurze Reichweite immer wieder mit Strom betankt werden. Ein eigentlich schwachsininges Antriebsmodell, aber die Regierung unterstützt es mit dem Umweltbonus.
Seit wann gibt es diesen Umweltbonus?

BEVA liest gerade mit und meint, es sei die Frage, ob wir nicht doch ein hippes Paar wären.
Köstlich!
 

Schwarzwaldgirl

Aedilis
Stammrömer
Der Umweltbonus = Kaufprämie der Regierung BAFA (3.000 €) soll bis 2025 laufen. Eine zusätzliche Innovationsprämie der Regierung (seit 8. Juli 2020) verdoppelt den staatlichen Anteil auf dann 6.000 €. Diese Innovationsprämie soll 2021 auslaufen. Manche Hersteller gewähren zusätzlich einen Rabatt in Höhe von 3.000 €. Wobei fraglich ist, ob der Rabatt des Herstellers damit nur einen neuen Namen bekommen hat; denn zusätzlich zu einem normalen Rabatt bekommt man ihn nicht.
 

gordian

Consul
Stammrömer
Das unterstreicht nur was ich sage. Mit Hybriden kann man etwas anfangen . Mit einem reinen Stromer ist man schlicht aufgeschmissen.
 
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