In ein paar Tagen, am 14. Oktober 2018, wird Papst
Paul VI. heiliggesprochen. Ich nehme dies zum Anlass, seine frühere Titularkirche als Kardinal in meinem römischen Mosaik vorzustellen.
SS. Silvestro e Martino ai Monti
In einem zweiteiligen Beitrag werde ich über diese von den Römern meist einfach S. Martino ai Monti genannte Kirche berichten.
Bis März 2018 war dies
Zur Kirche Santa Maria ai Monti zu kommen, stellte sich als nicht so einfach heraus, da der Taxifahrer weder Strasse noch Kirche kannte und mich in einer anderen Ecke von Monti an der Kirche Santi Silvestro e Martino ai Monti absetzte, die ich allerdings nicht besuchen konnte, da gleich eine Messe beginnen sollte.
meine einzige Erfahrung mit San Martino ai Monti.
Acht Jahre danach kam ich an einem sonnigen März-Nachmittag ganz bewusst zu dieser Kirche über deren Geschichte ich zu diesem Zeitpunkt allerdings wenig wusste. Zu Beginn meines Berichts erlaube ich mir ein paar Hinweise zu wichtigen Daten der Baugeschichte des sakralen Baukomplexes, den der Besucher hier vorfindet, zu geben.
Zur Geschichte von S. Martino ai Monti
Wie der Name bereits verrät, liegt die Basilika im heutigen Rione Monti auf dem Mons Oppius, dem südlichen Ausläufer des Esquilin. In der Antike befanden sich hier u.a. die Domus Aurea, die Residenz Kaiser Neros, die Thermen des Trajan und des Titus, der
Portikus der Livia, ein Tempel der Isis und des Serapis und ein grosser Brunnen, der sogenannte
Lacus Orphei. Nach diesem Brunnen an seiner Rückseite wurde S. Martino ai Monti im Mittelalter auch S. Martino in Orphea genannt.
Angaben im
Liber Pontificalis zufolge gründete Papst
Silvester I. um 330, also zur Zeit Kaiser Konstantins des Großen, auf dem Besitztum eines Mannes namens Equitius (ital. Equizio) auf dem Mons Oppius eine Kirche. Sie ist unter der Bezeichnung
Titulus Equitii (ital. Titolo di Equizio) bekannt. Die hohen Räume aus dem 3. Jh. (wohl ein Nebengebäude der Trajansthermen, evt. eine gedeckte Markthalle oder ein Lager z.B. für Getreide), genannt "Saal der sechs Gewölbe", wurden zu kirchlichen Zwecken umgestaltet und allen Märtyrern geweiht.
Der heute unterirdische
Titulus Equitii ist von der Krypta von San Martino ai Monti aus zugänglich und liegt etwa 8-10 Meter tiefer als die heutige Kirche.
Um 509 liess
Papst Symmachus neben dem
Titulus Equitii eine neue Kirche errichten und weihte sie dem 397 gestorbenen
Martin von Tours. Sie war dreischiffig und besass vier Säulenpaare. Von dieser Kirche sind nur einige Säulenkapitelle und Dachziegel erhalten sowie evt. 3 Säulen von denen sich eine in der Sakristei und zwei im
Titulus Equitii befinden.
772 liess Papst
Hadrian I. diese Kirche renovieren.
Um 845 wurde die stark verfallene Kirche unter Papst
Sergius II. abgerissen und nicht weit entfernt die heutige Basilika errichtet. Damals entstand auch neben der Kirche das Benediktiner-Kloster SS. Pietro, Paolo, Silvestro e Martino
Dieser Plan zeigt oben links den Grundriss des
Titulus Equitii, unten links die Kirche von Papst Symmachus und rechts die heutige Basilika. Es hat sich in der Beschriftung des Plakats allerdings ein kleiner Fehler eingeschlichen: die Symmachus-Kirche stammt aus dem VI. und nicht aus dem IV. Jahrhundert!
Nähert man sich S. Martino ai Monti von der Rückseite an der gleichnamigen Piazza her, erkennt man an der typischen Ziegelbauweise der mächtigen, gemauerten Apsis sehr gut die karolingischen Ursprünge der Kirche.
Innen ist die Basilika in ein sehr breites Mittelschiff und zwei relativ schmale Seitenschiffe gegliedert. Sie besitzt 12 antike Säulenpaare.
Die Ausstattung der von Papst Sergius II. gebauten Kirche wurde unter Papst
Leo IV. fortgesetzt. Wandgemälde und Apsismosaik sind leider nicht erhalten geblieben. Seit dieser Zeit ist der Doppelname SS. Silvestro e Martini geläufig.
1299 vertraute Papst
Bonifatius VIII. Kloster und Kirche den
Karmeliten an. Bis heute ist S. Martino ai Monti nicht nur Pfarrkirche sondern auch Klosterkirche der Karmeliten.
1555/1559 liess Kardinal
Diomede Carafa zahlreiche Arbeiten an seiner Titelkirche durchführen.
1560 liess der Titularkardinal
Carlo Borromeo eine hölzerne Kassettendecke anfertigen.
1587 entstand die über eine Treppe erreichbare Tür an der Rückseite von S. Martino ai Monti.
Zwischen 1636 und 1664 wurde die Kirche im Stil des Barock ausgestattet. Die Anfänge der Barockisierung gehen auf Papst
Urban VIII. Barberini (1623 bis 1644) zurück.
1650 wurde die hölzerne Kassettendecke unter Beibehaltung einiger alter Elemente erneuert und seither immer wieder restauriert. Die jüngste Restaurierung wurde eben abgeschlossen.
Zum grossen Mäzen der Kirche wurde in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts der Karmeliter, damaliger Prior und späterer Generalobere, Giovanni Antonio Filippini, dem wir die Kirche in ihrer heutigen Form verdanken. Er verpflichtete den Mailänder Baumeister Angelo Fontana sowie eine ganze Gruppe von Künstlern für die Erneuerung der Innenausstattung von S. Martino ai Monti vor allem
Filippo Gagliardi,
Gaspard Dughet (auch Poussin), Fabrizio Chiari,
Jan Miel,
Paolo Naldini und weitere Künstler.
1664 bis 1676 wurde die heutige Fassade errichtet. Die Stuckarbeiten stammen von Stefano Castelli. Wir erkennen Reliefs der beiden Kirchenpatrone Martin von Tours und Silvester I., sowie Attribute dieser Heiligen.
Von 1712 bis 1713 war
Giuseppe Maria Tomasi di Lampedusa Titularkardinal von S. Martino ai Monti. Es handelt sich dabei um einen Vorfahren des für seinen Roman "
Il gattopardo" bekannten italienischen Schriftstellers
Giuseppe Tomasi di Lampedusa.
1714 wurde der kleine
campanile a vela an der Rückseite der Kirche über der Apsis errichtet.
1793 bis 1795 wurde die Apsis von
Antonio Cavallucci und seinen Schülern neu ausgemalt und der Hochaltar erneuert.
In den vergangenen Jahren gab es erneut Restaurierungsarbeiten in der Kirche, die im März 2018 noch nicht ganz abgeschlossen waren. Das rechte Seitenschiff war mit Planen zugehängt, an einer Statue neben dem Eingangsportal wurde gearbeitet und der
Titulus Equitii war nicht zugänglich.
Bei meinem zweiten Besuch war alles fertig! Und so lade ich nun ein zu einem Rundgang zu jenen Kunstwerken des Innenraums von S. Martino ai Monti, die mir besonders gut gefallen haben. Dem alten
Titulus Equitii widme ich später einen eigenen zweiten Teil.
Dekoration des Innenraums von San Martino ai Monti
Wenden wir uns zuerst
Hauptschiff und Altarraum zu:
24 antike Säulen aus
Cipollino-Marmor mit korinthischen Kapitellen tragen einen Architrav. Da der Fussboden der Kirche im Laufe der Zeit niedriger gelegt wurde, stehen die Säulen auf würfelförmigen Sockeln aus grauem Marmor.
Zurück zum Architrav: Dieser ist mit teils vergoldeten Stuckarbeiten verziert. Sie sind das Werk von Paolo Naldini, einem Bernini-Schüler, der sie von 1649 bis 1652 anfertigte. Thema der Stuckarbeiten über dem rechten Seitenschiff sind biblische Episoden und jüdische Symbole (u.a. eine Menora), Thema der Darstellungen über dem linken Seitenschiff sind vor allem Marterwerkzeuge, die in den Gläubigen Bewunderung für die Stärke der frühchristlichen Märtyrer hevorrufen sollten.
Diese Darstellungen werden auf jeder Seite von vier Medaillons unterbrochen. Rechts zeigen diese Symbole aus dem Alten Testament (die Gesetzestafeln, die Harfe König Davids, ein Weihrauchfass und einen Drachen als Sinnbild der Gefangenschaft der Juden in Ägypten und als Sinnbild Satans). Links zeigen die Medaillons die vier
Evangelistensymbole. Leider habe ich nicht genügend auf diese interessanten Details geachtet, was ich bei einem weiteren Besuch gerne nachholen werde.
Die Hochwand über dem Architrav ist reich geschmückt. Gut gefielen mir die gemalten Rundbogennischen mit täuschend echt aussehenden Scheinarchitekturen von Filippo Gagliardi und die kleinen vorspringenden Balustraden (sogenannte
coretti). Ein weiteres Element der Wandgestaltung sind Heiligenfiguren und Medaillons mit Darstellungen weiterer Heiliger und Märtyrer, deren Reliquien in der Kirche verehrt werden.
Im Hauptschiff vor der Treppe zur Krypta steht ein Altar. Der Bereich des Hochaltars ist über zwei seitliche Treppen zu erreichen. Dieser hochgelegene Altarraum ist sehr auffallend. Hochaltar und Fresken der Apsis sind Werke des 18. Jahrhunderts. Die heutigen Fresken ersetzen solche aus dem 17. Jh. von einem Maler namens Galeazzo Leoncini.
Kommen wir nun zum
linken Seitenschiff:
An der Rückwand der Kirchenfassade findet man ein Fresko mit dem Titel "Taufe des Sultans von Damaskus". Es handelt sich um ein Werk des bereits genannten flämischen Malers
Jan Miel von 1651. Gezeigt wird, wie (der Legende nach) ein gewisser S. Cirillo, dritter Generalobere der Karmeliten, den Sultan von Damaskus tauft. Nach langer Suche habe ich eben gelesen, dass es sich um
Cyrillus von Konstantinopel (1138 bis 1234) handeln muss. Sultane der in Frage kommenden Zeit findet man in
dieser Liste aber da es sich um eine Legende handelt, lassen wir sie auch im Bereich der Legenden.
Ganz besonders interessant sind in meinen Augen zwei miteinander "verwandte" Fresken von
Filippo Gagliardi (1606/08 bis 1659) aus der Zeit um 1650, von denen wir hier das erste sehen:
Es entstand 1651 und zeigt sehr schön eine Innenansicht von S. Giovanni in Laterano vor dem Umbau durch Francesco Borromini.
Die baufällig gewordene antike Kirche wurde ab 1646 von
Francesco Borromini für das
Heilige Jahr 1650 stabilisiert und barockisiert. Dabei hat er unter anderem den Innenraum umgestaltet, indem er die ursprünglich 14
Arkaden des Mittelschiffs auf 5 pro Seite reduzierte. In die vermauerten Nischen ließ er riesige Statuen der zwölf Apostel stellen.
Quelle
Im Fresko Gagliardis tragen die Säulen Arkaden. Das entspricht nicht der Realität. Die Säulen trugen nie Arkaden, sondern ein Gebälk mit Architrav.
Quelle
Im Vordergrund ist eine Begegnung des Heiligen Franziskus, des Heiligen Dominikus und des Heiligen Angelus des Karmeliten (oder Angelus von Jerusalem) dargestellt.
Angelus der Karmelit ist 1218 nach Rom gekommen um von Papst Honorius III. die Anerkennung der Regel des Karmelitenordens zu erhalten.
Hier eine Darstellung des gleichen Sujets in der Pinakothek von Bologna.
Statue des Heiligen Antonius von Padua
Auf dem Weg durch das linke Seitenschiff kommt man nun zu einem Fresko des Mailänders Galeazzo Leoncini von 1640. Wie bereits gesagt, sind dessen Werke in der Apsis nicht erhalten. Nach Fertigstellung des Freskos beendete er seine Tätigkeit als Maler und wurde Wirt, vielleicht weil er die Grenzen seiner Kunst erkannte. Auch wenn das Fresko kein Meisterwerk ist, so ist die Darstellung doch sehr interessant.
Der Betrachter geht natürlich zunächst einmal davon aus, dass es sich bei der Szene um ein reales Ereignis handelt und zwar um eine Kirchenversammlung. Man erkennt viele geistliche Würdenträgern und einen Papst auf seinem Thron. Allerdings hat die hier dargestellte, sogenannte Synode Papst Silvesters I. von 324 zur Vorbereitung des Konzils von Nicäa im Jahr 325 nie wirklich stattgefunden!
Man fühlt sich an die
Konstantinische Schenkung erinnert. In der Tat wurden unter Papst Symmachus, wenn auch ohne sein Wissen, unechte Texte angefertigt, die als
Symmachianische Fälschungen bekannt sind! Sie wurden im historischen Kontext eines Konflikts zwischen Papst Symmachus und dem Gegenpapst Laurentius zur Zeit des ostgotischen Herrschers
Theoderich verfasst.
Wikipedia schrieb:
Im Jahre 501 wurde Symmachus verschiedener Verbrechen angeklagt. Er erklärte aber, nicht weltlicher Strafgerichtsbarkeit zu unterstehen. Als Grundlage für diese Behauptung dienten die
Symmachianischen Fälschungen, die von seinen Anhängern verfasst wurden, um seine Position zu stützen.
Quelle
WIkipedia schrieb:
Herausragend unter diesen Fälschungen ist die Synode des Papstes
Silvester, die angeblich mit fast 300 namentlich genannten Geistlichen und unter Teilnahme Kaiser
Konstantins stattgefunden haben soll. Als letzter ihrer zwanzig Beschlüsse wird dort unter der Überschrift
Ut nullus dijudicet primam sedem justitia postuliert:
„Nemo enim judicabit primam sedem: quoniam omnes sedes a prima sede justitia desiderant temperari. Neque ab Augusto, neque ab omni clero, neque a regibus, neque a populo judex judicabitur.“
„Niemand aber soll den höchsten Sitz richten: da ja alle Sitze wünschen, daß ihnen vom höchsten Sitz Gerechtigkeit widerfahre. Weder vom Kaiser noch vom gesamten Klerus, weder von Königen noch vom Volke soll er gerichtet werden.“
Quelle
In der Mitte des linken Seitenschiffs befindet sich der Eingang zur Sakristei. Beim Sakristan, einem hilfsbereiten alten Herrn, muss man sich melden, wenn man die Krypta und vor allem den
Titulus Equitii besuchen will. Über dem Eingang erkennt man ein Fresko des Malers Gaspard Dughet (1615 bis 1675). Es ist Teil eine Zyklus' der sich über beide Seitenschiffe erstreckt. Ich werde in Zusammenhang mit dem rechten Seitenschiff mehr dazu schreiben.
Nun kommen wir zu dem zweiten Fresko von Filippo Gagliardi. Es wurde nicht später als 1656 ausgeführt und zeigt eine sehr interessante Ansicht, nämlich das Innere des alten Petersdoms!
Manche Elemente entspringen vielleicht der Phantasie des Malers. So stand z.B. der berühmte Pinienzapfen nicht im sondern vor dem alten Petersdom. Den neuen, 1626 geweihten Petersdom kannte Filippo Gagliardi gut, denn er hat ein Gemälde von dessen Innenraum angefertigt, das sich heute in Madrid im Prado befindet! Siehe:
Interior of Saint Peter’s Basilica in Rome - The Collection - Museo Nacional del Prado
Dass Gagliardi in S. Martino ai Monti den alten und nicht den neuen Petersdom dargestellt hat, hängt wohl damit zusammen, dass im Vordergrund des Freskos eine bestimmte, für die Karmeliten wichtige Szene aus dem Mittelalter dargestellt sein soll (ich muss gestehen, dass ich diese auf meinem Foto nicht erkenne) und zwar eine Predigt von Angelus dem Karmeliten während der eine kranke Frau geheilt wurde.
Im
rechten Seitenschiff befinden sich sich sechs grossformatige und mehrere kleinformatigere Fresken des Malers Gaspard Dughet, auch
Gaspard Poussin (1615 bis 1675) genannt. Auch im linken Seitenschiff, z.B. über dem Eingang zur Sakristei, findet man solche aber jene im rechten Seitenschiff sind aufgrund ihrer Grösse die Auffallenderen.
Als Schüler und Schwager von
Nicolas Poussin wandte er sich der historischen Richtung der
Landschaftsmalerei zu, worin bereits Poussin Bedeutendes geleistet hatte. Mit derselben edlen und großartigen Auffassung verband Gaspard aber eine tiefere, wärmere
Farbe, doch haben seine Gemälde meist durch Nachdunkeln stark gelitten.
Bedeutsame Linien in der Landschaft, großartig komponierte Bäume und Verwendung antiker Ruinen und dergleichen, oft verbunden mit Gewitter und Sturmwind, bilden die Eigentümlichkeit seiner Landschaften, welche zahlreiche Künstler zur Nachahmung bewogen.
Der Zyklus besteht aus insgesamt 18 Fresken und zeigt Szenen aus dem Leben des Propheten Elias resp.
Elija und seines Nachfolgers Elischa resp.
Elisa oder Elisäus. Sie werden im AT im 1. Buch der Könige erwähnt. Siehe:
1. Buch der Könige – Wikipedia
Besonders der Prophet Elias ist manchem vielleicht wegen seiner Himmelfahrt auf dem Feuerwagen bekannt, einer Szene, die sinnigerweise

auch an der Fassade des Vatikanbahnhofs dargestellt ist.
Der Prophet Elija wird im Alten Testament dargestellt als Mann Gottes, der beständig in der Gegenwart Gottes lebt, zugleich aber auch mit Eifer für den Kult des einzigen und wahren Gottes streitet. In der geistlichen Nachfolge dieses Gottesmannes begannen am Ende des 12. Jahrhunderts die ersten Eremiten unter dem Schutz Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel ihr Leben. Der Prophet Elija kann daher zu Recht als geistiger „Gründer“ unseres Ordens betrachtet werden.
Quelle:
Prophet Elija - Karmel OCD
In unserem Orden gedenken wir heute des Propheten Elischa (früher: Elisäus). Dadurch soll die Erinnerung an den Ursprung des Ordens auf dem Berg Karmel und die geistliche Verbindung mit den großen Propheten Elija und Elischa aufrechterhalten werden. Elischa hat den Geist des Propheten Elija empfangen und durch große Zeichen bezeugt.
Prophet Elischa - Karmel OCD
16 der 18 Episoden sind Werke von Gaspard Dughet, 2 Werke von
Giovanni Francesco Grimaldi. Entstanden sind sie zwischen 1640 und 1655. Die Fresken gefallen mir vor allem wegen der schönen Landschaften vor deren Hintergrund sich die Szenen aus dem Leben der Propheten abspielen. Zwar soll es sich ja um das Heilige Land, den Berg Karmel ... handeln aber was wir hier tatsächlich sehen, ist die römische
Campagna, die dem Maler sehr gefiel und die er sicher gut kannte.
Das kleine Fresko auf dem mittleren Foto oben zeigt die vorhin bereits erwähnte Himmelfahrt des Elias auf dem Feuerwagen
Zu den einzelnen Episoden siehe bei Interesse
diese italienische Webseite.
Ein Weihekreuz in S. Martino ai Monti
Links und rechts neben dem Eingangsportal finden wir an der Innenseite der Fassade von S. Martino ai Monti zwei Statuen des bereits genannten
Paolo Naldini. Die Statuen sind aus Stuck gefertigt und zeigen Petrus und Paulus. Beide sind ganz frisch restauriert.
Die Krypta
Unser Rundgang ist nun so gut wie beendet aber wir verlassen die Kirche noch nicht, sondern gehen wieder Richtung Krypta und steigen, nachdem der Sakristan uns aufgeschlossen hat, in dieselbe hinab. Der Entwurf ist ein Werk von
Filippo Gagliardi (früher wurde er fälschlicherweise Pietro da Cortona zugewiesen) unter dem die Arbeiten auch ausgeführt wurden.
Partecipò anche al rinnovamento di
San Martino ai Monti (
1647-
1654).
Die Stuckarbeiten an der Decke der Krypta stammen von Paolo Naldini.
Zum Glück liess man bei der Erneuerung der Kirche im Stil des Barock die mittelalterliche Ädikula bestehen. Hier werden die Reliquien vieler Märtyrer verehrt, die man aus der Priscilla-Katakombe in die Kirche geholt hat um sie in unruhigen Zeiten in Sicherheit zu bringen. Unklar ist die Herkunft der grossen roten Porphyrscheibe an der Vorderseite. Sie kam möglicherweise erst bei der Barockisierung der Krypta an diesen Platz und könnte voher zu einem Paviment gehört haben. Erstaunen ruft die lila Beleuchtung hervor aber schön ist, was gefällt!