Mein Rom-Mosaik

Simone-Clio

Augustus
Teammitglied
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Stammrömer
Nachdem ich heute früh gelesen habe, dass morgen, am 9. Juni 2020, die Pantheon-Tür sich wieder für Besucher öffnen wird, beende ich früher als geplant einen begonnenen Beitrag zum Bronzeportal des Pantheons und stelle ihn hier ein.
Zur Wiederöffnung des Pantheon, siehe Bilder 3 bis 8 dieser Fotostrecke der Repubblica: Roma, pochi e prudenti, ma intanto tornano i turisti nel Pantheon e al Vittoriano riaperti

Und hier ein Video mit der Tür! :)
 

Angela

Augustus
Teammitglied
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Stammrömer
Rom-Reise
15.03.2020-22.03.2020
So wie fast allen von Euch geht es auch mir:
Auf die Tür habe ich noch nie wirklich geachtet, zu sehr ist der Blick immer nach oben gerichtet, um die grandiosen Säulen und ihre Kapitelle zu betrachten.
 

Nihil

Praetor
Stammrömer
Die Bronzetüren habe ich immer bewundert, allerdings jetzt erst ihre Geschichte erfahren. Aber der Blick des Besuchers wird magisch ins Innere der Gebäudes gezogen. Und deswegen habe ich nie die das Portal umgebende Epitaphen (oder wie auch immer man sie nennt) drumherum gesehen. Auf den alten Fotos sieht man sie schemenhaft, verstaubt. Da ich diese nie wahrgenommen habe, dachte ich die sind vielleicht abgenommen worden. Aber nein auf Pecorellas Foto sind sie klar und deutlich zu erkennen.
 

Pasquetta

Triumphator
Stammrömer
Heimlich hatte ich gehofft, dass du vielleicht eine Aufnahme aus der Zeit vor 1998 besitzen könntest. Danke für die Bereicherung des Themas durch dieses Foto.
Bitte, gern geschehen. Es freut mich, dass der Griff zu meinem ersten Rom-Album mit diesem Foto erfolgreich war ;) . Viele Fotos hat man damals ja noch nicht gemacht und es ist tatsächlich das einzige vom Pantheon.

Kleines OT - das zeigt, was mich damals vermutlich mehr beeindruckt hat. Ich hatte zum Foto notiert: "Aus der Vorhalle des Pantheons führt eine mächtige zweiteilige Tür in das Innere. Durch ein Trinkgeld wurde der Kirchenaufseher dazu bewegt, uns das "Ave Maria" von Bach/Gounod auf der nicht sichtbaren Orgel des Pantheons zu spielen. Das Orgelspiel füllt den ganzen Raum und man kann nicht feststellen aus welchem Teil der Kirche die Musik kommt." :)
 

Nihil

Praetor
Stammrömer
Das ist aber ein nettes OT...;), damals waren die Kirchenaufseher noch vielseitig einsehbar. Mit dem Orgelspiel brachte der Mann die Schönheit des Gebäudes auch noch zum Klingen. Das muss ein wunderbares Erlebnis gewesen sein.
 

Simone-Clio

Augustus
Teammitglied
Moderator
Stammrömer
Wie sich die Bilder gleichen. ;)

Und deswegen habe ich nie die das Portal umgebende Epitaphen (oder wie auch immer man sie nennt) drumherum gesehen.
Falls der Inhalt der Inschriften links und rechts vom Portal dich interessiert, kannst du hier nachlesen: Recycling à la Barberini | NZZ

Hier die Übersetzung der beiden Inschriften aus dem Lateinischen:

«Papst Urban VIII. hat die alten Überreste der bronzenen Kassettendecke zu den Vatikanischen Säulen und zu kriegerischen Geschützen umgeschmolzen, dass der unnütze und nahezu der (allwissenden) Fama selbst unbekannte Zierrat werde im Vatikanischen Tempel zu Ornamenten des Apostolischen Grabes, in der Hadrianischen Burg zu Instrumenten der öffentlichen Sicherheit, im Jahre des Herrn 1632, seines Pontifikats 9.» - «Das Pantheon, dieses im ganzen Erdkreis weltbekannte Bauwerk, das von Agrippa, dem Schwiegersohn des Augustus, ungläubig dem Jupiter und den übrigen erlogenen Göttern, von Papst Bonifatius IV. der Gottesgebärerin und den heiligen Märtyrern Christi gläubig geweiht worden ist, hat Papst Urban VIII. mit zwei Türmen zum Gebrauch kampanischer Bronze ausgeschmückt und mit einem neuen Dachgebälk ausgestattet im Jahre des Herrn 1632, seines Pontifikats 9.»
Weiter möchte ich mich in meinem Reisebericht allerdings nicht vom ursprünglichen Thema, der Pantheon-Tür, entfernen.
 

Nihil

Praetor
Stammrömer
Oh, prima, vielen Dank für die Verlinkung. Da muss ich mich nicht selber auf die Suche begeben.
 
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