Kolumne "Römische Notizen" von Gudrun Sailer

Simone-Clio

Augustus
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Stammrömer
Der erste Beitrag dieser Römischen Notizen von Gudrun Sailer bei katholisch.de greift ein Thema auf, das wohl gerade in der Luft liegt:

Über die hässlichen Seiten der Ewigen Stadt

Ich bleibe in dieser doppelten Stadt nicht deshalb, weil ich für den Papst arbeite, der trotz allem ein guter Arbeitgeber ist (dazu bald mehr), sondern weil ich mich dazu entschlossen habe, das erste Rom zu sehen, wenn das zweite Rom sich plärrend darüberlegt.
 

Ludovico ROB

Triumphator
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Ja, der Artikel trifft den Nagel auf den Kopf. Da ich dieses Jahr schon neun Wochen in Rom verbracht habe und auch vorher seit Jahren immer weniger die rosarote Touristenbrille aufgesetzt habe, überwiegt bei mir zur Zeit leider sehr das zweite Rom. Vielleicht ändert sich das ja nach einem oder zwei Jahren der Enthaltsamkeit wieder.
 

pecorella

Magnus
Stammrömer
Ach Ludwig, ich kann dich verstehen. Ich wünsche dir, dass du Rom nach etwas Abstinenz wieder etwas gelassener sehen kannst.

Mir fallen diese Veränderungen ja auch auf, da ich genau wie du, nicht nur auf den Ameisenstraßen der Touristen unterwegs bin. Wenn man wie du auch in den Bezirken außerhalb des Centro Storico zu tun hat, sieht man schnell das Rom mit dem die Römer täglich leben müssen.
 

Nihil

Queastor
Stammrömer
Hallo Simone
Ein interessanter Bericht aus den Eingeweiden Roms. Das bekommt man als Normaltouri nicht mit, oder will es nicht sehen, denn auch in der Innenstadt sind die Defizite offensichtlich.
So ein " Himmelfahrt"- Kommando über die Via Aurelia habe ich auch hinter mir. Das war wirklich angsteinflössend. Und da war kein " Nehmen und Geben" der Verkehrsteilnehmer, wie in einem anderen Artikel beschrieben. Das war beim Fussgänger nackte Angst, überfahren zu werden, denn Ausweichmöglichkeiten sind durch die Mauer versperrt, und warum sollte man als Autofahrer nicht auch den mehr oder weniger nicht vorhandenen Bürgersteig mitbenutzen, um die überhöhte Geschwindigkeit beizubehalten.o_O
 

nummis durensis

Princeps Senatus
Stammrömer
Rom-Reise
22.12.2018-26.12.2018
Gudrun Sailer schreibt kurzweilig, unterhaltsam, menschlich und gleichzeitig "zielstrebig". Eine tolle kleine Kolumne, die mir hier eben den usseligen Montagmorgen gerettet hat.

Danke Gudrun S., und Danke Simone :)

Grüsse
Rainer
 

Simone-Clio

Augustus
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Stammrömer
Stil und Inhalt der Kolumne heben sich wirklich wohltuend von vielen anderen Berichten aus und über Rom ab. Es freut mich, dass Ihr ein paar gute Minuten mit der Lektüre verbracht habt.
 

Simone-Clio

Augustus
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Stammrömer
Teil 3 der Kolumne vom 17.12.

Was der Papst zu Weihnachten seinen Leuten sagt

Am Freitag empfängt Papst Franziskus seine Mitarbeiter zur Weihnachtsaudienz. Wie viel Standpauke wird's denn diesmal sein?, so fragen sich Inhaber hoher Dienstgrade im Stillen. Gelassen sind die Leute vom Abteilungsleiter abwärts. Franziskus hat nämlich noch eine zweite adventliche Mitarbeiter-Audienz eingeführt. Da lobt er viel, sagt Nettes und streichelt Kinderköpfe.
 

Simone-Clio

Augustus
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Simone-Clio

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Simone-Clio

Augustus
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Gaukler

Caesar
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Es ist schon gut, dass wir im Laufe der Jahrhunderte wenigstens ein bisschen was hinzugelernt haben. ;)
Unerfreulich verlief die Dynamik selbst nach ganz integer gemeinten Papst-Rücktritten, so im Fall des Coelestin V., der 1294 nur Monate nach seiner Wahl abdankte. Obwohl Coelestin ausdrücklich erklärte, er verzichte "auf den Thron, die Würde, die Last und die Ehre" des Amtes, fürchtete der Nachfolger Bonifatius VIII. um die Gefolgschaft mancher Mitstreiter. So ließ er den braven, greisen Ex-Papst ins Verlies werfen, wo dieser eineinhalb Jahre darauf das Zeitliche segnete, ein Emeritus in Ketten.
Man beachte dazu übrigens auch die abschließenden Zeilen der Autorin. :cool:
 

Simone-Clio

Augustus
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Teil 8 der Kolumne befasst sich mit dem Kolosseum: Kolosseum – Mahnmal für die ersten Märtyrer ...?

Das Kolosseum ist das Größte, was die alten Römer je gebaut haben. Es war schon 1.000 Jahre außer Betrieb, als man anfing zu meinen, die Römer hätten dort gezielt Christen hingemetzelt. Eine Ente. Und doch leiten die Päpste am Karfreitag einen Kreuzweg am Kolosseum. Warum das trotzdem aufgeht, beschreibt Gudrun Sailer.
 

Simone-Clio

Augustus
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Stammrömer
Folgendes Zitat aus der Römischen Notiz

1750 ließ Benedikt XIV. einen Kreuzweg im Amphitheater einrichten. Den realisierte der heilige Franziskanermissionar Leonardo di Porto Maurizio, der im Kloster am Palatin neben dem Kolosseum lebte und den Papst wöchentlich besuchte. Die Via Crucis als anschauliche, körperlich-geistliche Andachtsform auf den Spuren des Leidenswegs Christi lag den Franziskanern sehr am Herzen, und Leonardo schuf nach und nach hunderte Kreuzwege, der im Kolosseum ist der bedeutendste. Die 14 Marmor-Bildstöcke säumten den Rand der antiken Arena und wurden zum Fixpunkt religiösen Brauchtums in Rom. Einer dieser Bildstöcke kehrte 2017 ins Kolosseum zurück, die übrigen lagern im Depot.
leitet über zu einer Ergänzung in Form eines Beitrags der Autorin bei vaticannews: Kreuzweg im Kolosseum: Das Werk eines Franziskaners von 1750 - Vatican News

In dem Amphitheater selbst hatte 1750 ein damals weithin berühmter Franziskanermissionar eine Via Crucis angelegt, die lange Zeit der religiöse Bezugspunkt schlechthin für die Römer am Karfreitag war.
 
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