Kissel, Das Forum Romanum

pyk

Civis Romanus
Ersteller des Themas #1
[bt]679[/bt]
Hallo!

Das Forum Romanum ist für mich immer noch einer der spannendsten Plätze in Rom, nicht obwohl, sondern gerade weil man sehr viel Phantasie braucht, um sich in die Antike zurückzudenken.

Als kleine Hilfe für den nächsten Forumsbesuch:

Kissel, Theodor, Das Forum Romanum. Leben im Herzen Roms, Düsseldorf u.a. 2004.
(Kostet 19,95 Euro, gebunden)

Das Buch ist schon aufgrund seines Umfangs (350 Seiten) nicht dazu gemacht, es auf dem Forum selbst zu studieren.
Kissel bemüht sich auch nicht um eine archäologische Beschreibung des Forums (gibts es schon genug), sondern erzählt nach Bauwerken, übergeordneten Themen und Epochen gegliedert die römischen Mythen und Legenden nach, die sich um das Forum ranken; zudem schafft er es, mit Hilfe der Quellen ein lebendiges Bild vom Alltagsleben der Römer auf dem Forum zu zeichnen.

Alles in allem ein (auch für den Laien) gut und spannend zu lesendes Buch, das ich nur empfehlen kann.

pyk
 
#2
Sehr gut!

Ich lese das Buch gerade. Wir waren letztes jahr im Herbst in Rom und werden dieses Jahr wider im Herbst in Rom sein. Das Buch ist prima als Vorbereitung auf das Forum Romanum, ich werde es jetzt mit noch ganz anderen Augen sehen und beobachten. Das Buch ist wirklich spannend und sehr informativ, ich kann es auch nur empfehlen!

Vale
Lucius
 
#3
Auch hier noch meinen Senf, den ich dazugeben möchte:

Schon beim Lesen der ersten Zeilen merkt man, dass hier jemand gewerkelt hat, der Rom mit dem Herzen sieht und mit Leib und Seele dieser Stadt verfallen ist.

Von daher verzeihe ich dem Autor, dass er sich manchmal in Details verliert und nicht aufhören mag von den alten Zeiten zu erzählen. Dabei hält er sich aber streng an die literarischen Vorlagen und mischt diese mit der gewissen Prise auf, die auch Cicero und Cato lebendig werden lassen. Seine flachsige Art, die alten 'Säcke' dem Leser näher zu bringen, gefällt mir ausserordentlich gut.

Er lässt das Forum mit all seinem Treiben in alten Zeiten lebendig werden, wobei er sich allerdings grösstenteils auf die Zeit der Republik stützt.

Eine gelungene Gratwanderung inmitten alter Steine :thumbup:
 
Top