Katholische Kirche: Papst schickt Kontrolleure ins Erzbistum Köln

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13.12.2021-18.12.2021
Katholische Kirche: Papst schickt Kontrolleure ins Erzbistum Köln (msn.com)

Der Papst hat eine Apostolische Visitation der Kölner Erzdiözese von Kardinal Rainer Maria Woelki angeordnet. Wie die Nuntiatur in Berlin mitteilte, wurden Kardinal Anders Arborelius aus Schweden und der Bischof von Rotterdam, Johannes van den Hende, zu Visitatoren ernannt. Sie sollen sich in der ersten Junihälfte "vor Ort ein umfassendes Bild von der komplexen pastoralen Situation im Erzbistum Köln verschaffen".

Außerdem sollen sie untersuchen, ob der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, der Hamburger Erzbischof Stefan Heße und die Kölner Weihbischöfe Dominikus Schwaderlapp und Ansgar Puff Fehler gemacht haben beim Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs.
 

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Visitation im Erzbistum Köln - Druck auf Woelki wächst (deutschlandfunk.de)

Von der vom Vatikan angekündigten Visitation im Erzbistum Köln erhoffen sich katholische Initiativen, dass nun auch die moralische Verantwortung von Kardinal Woelki in den Blick genommen wird. Dlf-Redakteurin Christiane Florin sagt, die Visitation sei eine „Teilentmachtung“ von Woelki.

Die Initiative „Eckiger Tisch“ sprach von einer guten Entwicklung. Die Betroffenen seien nun ermutigt, nun ihre Sichtweise vorzubringen, damit der Vatikan ein vollständigeres Bild bekomme. Auch die Sprecherin der Reforminitiative Maria 2.0 im Rheinland hofft darauf, „dass die Visitatoren einen offenen Blick haben und alle Stimmen in diesem Bistum hören“.
 

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Woelki wird überprüft: Apostolische Visitatoren in Köln eingetroffen | Kölner Stadt-Anzeiger (ksta.de)

Zudem ist Arborelius als Mann des offenen Wortes bekannt: Als der Vatikan 2009 behauptete, nichts davon gewusst zu haben, dass der erzkonservative Geistliche Richard Williamson den Holocaust geleugnet habe, stellte Arborelius klar, dass er dessen Äußerungen schon 2008 nach Rom gemeldet hatte. Gleichwohl hatte der damalige Papst Benedikt XVI. die Exkommunikation Williamsons aufgehoben.

Mit düsteren Inquisitoren im Stil des Mittelalter-Krimis „Der Name der Rose“ haben die beiden Visitatoren also wenig gemein - auch wenn Arborelius am Montag sogar eine Mönchskutte trug. Auch Kardinal Woelki beteuert, mit ihrem Besuch voll und ganz einverstanden zu sein und sogar darum gebeten zu haben. Der „Blick von außen“ sei jetzt wichtig, so Woelki. Aus Kirchenkreisen heißt es allerdings: „Er weiß, dass es eng wird.“ (dpa)
 
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