Jörg Ernesti: Deutsche Spuren in Rom

Simone-Clio

Augustus
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Stammrömer


Jörg Ernesti zeigt in diesem Buch die Ewige Stadt und ihre geheimen Orte, an denen man mitten in der Hektik der Metropole noch für sich ist. Der Professor für Mittlere und Neue Kirchengeschichte setzt den Schwerpunkt auf die deutschen Spuren in Rom. Diese sind am Ende des Buches in praktischen Spaziergängen zusammengefasst, die sich jeweils innerhalb eines halben Tages machen lassen. Wer nicht nach Rom reisen möchte, kann die Stadt zu Hause entdecken. Die Texte und Bilder laden dazu ein, die beschriebenen Strecken gedanklich mitzugehen.





Buchseite der Neuerscheinung beim Herder-Verlag:


Mit Leseprobe.

Vgl. auch hier:


Auch wenn in Zeiten der Corona-Maßnahmen eine Romreise vielleicht wenig sinnvoll erscheint – mit Jörg Ernesti, dem Autor zahlreicher Bücher und wichtiger Papstbiografien, kann der Leser zumindest in Gedanken mitgehen auf den deutschen Spuren der Ewigen Stadt. Eine Romreise ist vielleicht in einigen Monaten wieder drin, dann aber gewappnet für eine Erkundung mit Blick auf die Kultur der Heimat.
 

Simone-Clio

Augustus
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Stammrömer
Interview mit Jörg Ernesti - Audio des domradio:

 

Pasquetta

Triumphator
Stammrömer
... die andere mit Blumenkranz auf blondem Haar. So hat der Maler Friedrich Overbeck die Verbundenheit zweier Kulturnationen ins Bild gesetzt. Als Teil der deutschen Künstlerkolonie in Rom des 19. Jahrhunderts ist er nur ein Beispiel dafür, wie Menschen aus dem deutschsprachigen Raum in der Ewigen Stadt gewirkt haben. Der Kirchenhistoriker Jörg Ernesti hat sich auf Spurensuche in der Ewigen Stadt begeben.
 

tacitus

Magnus
Stammrömer
Also in Rom sind ja auch Spuren hinterlassen, die nicht ganz so erfreulich sind. Die Deutschen haben, als sie Rom besetzt haben, ja auch eher unglückliche Spuren hinterlassen. Das berüchtigte Massaker in den „Fosse Ardeatine“ ist so ein Beispiel dafür. Das alte SS-Gefängnis in Rom, das man auch besichtigen kann, ist ein Beispiel dafür, dass dieser Austausch auch nicht immer ganz störungsfrei war zwischen deutscher und italienischer Kultur.
D/Italien: Auf den Spuren der Deutschen in Rom - Vatican News

Kursivierungen von mir!
Mich gruselt es doch etwas, wenn sich ein Professor für Kirchengeschichte derart euphemistischer Formulierungen bedient.
 

Gaukler

Caesar
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Das ergeht mir ebenso.

Und es kommt hinzu: Von jemandem, der sich in unserem deutschen Sprachraum Professor nennen lässt, sollte man unbedingt erwarten dürfen, dass er auch noch weitere sprachliche Missgriffe zu vermeiden in der Lage wäre.

Aber womöglich wären dieselben nicht primär seine Schuld, sondern die seines (demzufolge in jenen Punkten schlampigen) Interviewers.

Dennoch: Er oder sein Mitarbeiterstab sollten den Text durchgelesen haben vor der Veröffentlichung.
 

tacitus

Magnus
Stammrömer
Ist halt wahrscheinlich ein Telefoninterview. Aber das ändert nichts an den Verniedlichungen, die ich markiert habe.

Der unbedarfte Leser wird auch denken, er könne im jetzigen Petersdom die Stelle sehen, wo Karl der Große gekrönt wurde. Ich muss aber gestehen, nicht genau zu wissen, ob die Porphyrscheibe am Mittelportal nicht doch genau die Stelle markiert, wo das im Mittelschiff der alten konstantinischen Basilika geschah. Bei der Entfernung zum Petrusgrab und zum Altar kommt mir das aber unwahrscheinlich vor.
 
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Pasquetta

Triumphator
Stammrömer
Der unbedarfte Leser wird auch denken, er könne im jetzigen Petersdom die Stelle sehen, wo Karl der Große gekrönt wurde. ...
Ich kenne bisher weder das Buch (werde es mir evtl. erst anschaffen, wenn der Preis dafür nicht mehr so hoch ist (der mir persönlich für das Buch nicht gerechtfertigt erscheint - aber wie geschrieben: ich kenne es nicht)) noch den professore oder was er bisher veröffentlicht hat, aber dem nach, was man als "Leseprobe" bzw. Besprechung einsehen kann, ist es für mich ein Rom-Buch von einem Rom-Fan geschrieben, das einlädt mehr oder weniger "tiefschürfende" Rom-Spaziergänge unter einem bestimmten Thema zu unternehmen.
Mal sehen, wie ich dazu stehe, wenn ich diese "deutsche Spuren in Rom" mal lesend nachgegangen bin ;) .
 

Simone-Clio

Augustus
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Stammrömer
Ich kenne bisher weder das Buch (...) noch den professore oder was er bisher veröffentlicht hat (...)
Zu Jörg Ernesti gibt es hier im Forum noch den Hinweis auf dessen Werk über Papstmedaillen:

 

mystagogus

Pontifex
Stammrömer
Rom-Reise
19.09.2018-25.09.2018
Habe das Buch von Ernesti gerade gelesen und kann sprachliche Schnitzer, wie hier (zurecht) moniert, so nicht finden.
Man kann m.E. das Buch jedem Rominteressierten empfehlen. Wenn er noch noch nicht in Rom war, erfährt er sowohl Grundlegendes als auch interessante Details über die im Titel genannten deutschen Spuren in Rom. Als Romkenner erhält er vielleicht einige zusätzliche Details zu den in den 19 Kapiteln ausgeführten historischen Personen und Orten. Ernesti, der selbst acht Jahre in Rom lebte, schreibt keinen Kunst- oder Stadtführer, sondern "ein Rombuch für Liebhaber" , was ihm meiner Meinung nach auch gelingt.

P.S. : Zur Porphyrplatte schreibt er, sie sei beim Neubau des Petersdomes versetzt worden.
 
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Pasquetta

Triumphator
Stammrömer
Gut, Deine Beurteilung zu lesen. So kann man die Irritationen in den Interviews getrost abhaken und sich auf ein neues Rom-Buch freuen.
 
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