I foristi insieme alla scoperta di Roma

Nihil

Praetor
Stammrömer
Liebe Pasquetta

und all die anderen, die mit ihren Fotos und persönlichen Geschichten diesen Thread so schön bereichern. Herzlichen Dank für die Stunden! wunderbarer Erinnerungen an eigene Romerfahrungen, aber doch auch weiter weg, anders und breiter als nur die eigene beschränkte Ansicht. Wir alle sehen dasselbe und jeder sieht was anderes. Und zusammengesetzt, ergibt sich ein lebendiges , buntes Rom-Mosaik. Tolle Team-Arbeit!:D
Da mein Computer leider über den Jahreswechsel komatös wurde, kann ich erst jetzt konzentriert weiterlesen und geniessen. Ein grosser Dank an alle Mitschreiber!
 

Pasquetta

Triumphator
Stammrömer
Oh o_O - lange niemand mehr alla scoperta di Roma unterwegs gewesen ;) . Heute ist Palmsonntag - Einstieg in die Karwoche, Weg und Blick hin auf Ostern.
Gelegenheit, wieder einmal nach Rom zu schauen, denn natürlich war auch dort diese Zeit immer etwas Besonderes ...
2004 - das letzte Mal, dass ich in der Karwoche und über das Osterfest in Rom war. Damals wurden die ganzen kirchlichen Feierlichkeiten u.a. noch vor dem Petersdom auf dem Petersplatz begangen (mit dem Vorvorgänger von Papst Franziskus) - wie hier am Palmsonntag.


Und nun das zweite Jahr, dass uns andere Bilder aus Rom während dieser besonderen Tage gezeigt werden. Vielleicht gar nicht so verkehrt, mal einen anderen Blick machen zu müssen ;) .

Ich wünsche euch allen noch einen schönen restlichen Palmsonntag und eine gute Karwoche, die man sich in gewisser Weise auch "versüßen" darf; wie wäre es mit einem Stückchen italienischer Crostata alla marmellata (senza uova) ;).

 
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Tizia

Censor
Stammrömer
Liebe @Pasquetta, vielen Dank für deinen schönen Bericht zum Palmsonntag. Ostern war ich noch nie in Rom. Umso schöner deine Erinnerungsfotos, die mir zeigen, wie es einst war. Ich wünsche dir auch einen schönen Palmsonntag, auch wenn er sich bereits in den Abend neigt.
 

Nihil

Praetor
Stammrömer
Wie Tizia war ich auch noch nie in Rom zur Osterzeit. Um so schöner, dass uns Pasquetta an diesen Feiertag erinnert, aufgenommen zu ganz anderen Zeiten als heute. Gibt es in Rom auch Prozessionen? Hier wird eine schön geschmückte Statue von Jesus auf dem Esel durch die Strassen getragen/ gefahren. Und die Bevölkerung steht Spalier mit Olivenzweigen in der Hand oder Palmenblättern. Letztere werden auch wunderschön zu Gebilden verflochten. Aber vielleicht ist das nur so Brauch in Hispania.
 

Ludovico ROB

Triumphator
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Moderator
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Stammrömer
Ich war zwar schon mehrmals über Ostern in Rom. Das war aber als die Kinder noch zur Schule gingen, also vor der Jahrtausendwende. Die kirchlich hen Feierlichkeiten haben wir nur am Fernseher verfolgt. Allerdings hat man tagsüber am Kolosseum und auf dem Petersplatz die Auswirkung gesehen. An Pasquetta hat uns immer der Blumenschmuck auf dem Petersplatz erfreut. Mal sehen was uns diese Osterzeit noch beschert.
 

Pasquetta

Triumphator
Stammrömer
Gibt es in Rom auch Prozessionen? Hier wird eine schön geschmückte Statue von Jesus auf dem Esel durch die Strassen getragen/ gefahren. Und die Bevölkerung steht Spalier mit Olivenzweigen in der Hand oder Palmenblättern. Letztere werden auch wunderschön zu Gebilden verflochten. Aber vielleicht ist das nur so Brauch in Hispania.
Prozessionen am Palmsonntag in Rom sind mir nicht bekannt. Ich vermute, dass es ähnliche wie in Spanien eher im "richtigen" Süditalien gibt und die dann vor allem zu Karfreitag.
Prozessionen am Palmsonntag mit den "Palmbuschen" gibt bzw. gab es vor Corona in kleinerem Umfang auch in Süddeutschland (und sicher nicht nur dort, auch z.B. in Österreich). In weniger "ausdrucksfreudigen" katholischen Gefilden beschränkte sich die Prozession meistens nach der Palmweihe in einem Umzug um und in die Kirche.

Was es dieses Jahr auch nicht gab; mir fällt auf, dass ich schon die Zeiteinteilung "vor" und "in" Coronazeiten habe, hoffentlich gibt es bald ein "nach Corona".

An Pasquetta hat uns immer der Blumenschmuck auf dem Petersplatz erfreut.
Den es ja auch erst seit ca. drei Jahrzehnten gibt. Früher war weniger "Lametta", wie man auf dem Foto aufgenommen in der Osterwoche 1965 (ich vermute, es war der Mittwoch nach Ostern w/Audienzbesuch), sehen kann: keinerlei Blumenschmuck.

@Ludovico ROB
Übrigens, Pasquetta machte die wenigen Male, die sie am Ostermontag in Rom war, an Pasquetta einen Ausflug aufs Land. ;) Aber zum Blumenschmuck auf den Petersplatz war sicher auch wie ein Ausflug ins Grüne.
 

Pasquetta

Triumphator
Stammrömer
Vielleicht haben heute ja auch einige von euch einen kleinen virtuellen Abstecher nach Rom gemacht. Das Bild, das sich uns zum Ostersonntag darbot, gleicht dem vom letzten Jahr: der Petersplatz verlassen, ohne Blumenschmuck und geschmückter Loggia - der Ostersegen Urbi et Orbi aus der Basilika - kein Ab- bzw. Anspielen der Nationalhymnen - keine festlich-fröhlich gestimmten Besuchermassen ... gut, wenn da die Osterfreude auch anderen Ausdruck findet.
Trotzdem möchte ich euch kurz mitnehmen - in Fortsetzung des oben gezeigten Palmsonntags - auf den Petersplatz:


Ich wünsche uns allen noch eine gute, frohe Osterzeit - morgen ist erstmal Pasquetta, da sollten wir einen Ausflug aufs Land machen - die uns alle gesund und unbeschadet wieder einen Schritt weiter kommen lässt zu realen scoperte a Roma. ;)
 

Pasquetta

Triumphator
Stammrömer
Um den Festtagsreigen der Ostertage (nicht der Osterzeit ;) ) abzuschließen hier noch ein kleiner Nachtrag, weniger alla scoperta di Roma aber doch "rundrum". Ich hoffe, auch ihr habt gestern an Pasquetta - trotz Corona-Einschränkungen - wenigstens einen Osterspaziergang machen und euch an der frischen Blütenpracht erfreuen können.
Nachdem ganz Italien über die Feiertage zur Zona rossa erklärt wurde, werden die Römer auch dieses Jahr leider auf ihren traditionellen Pasquetta-Ausflug verzichten haben müssen :( .
Il lunedì dell'Angelo, in Italia, è un giorno di festa che generalmente si trascorre insieme con parenti, ma soprattutto amici, con una tradizionale gita o scampagnata "fuori le mura" o "fuori porta", pic-nic sull'erba, grigliate e attività all'aperto
Wen wundert's, dass man sich da gerne an frühere Zeiten erinnert ;) .
Anfang der 1970er Jahre war es schon mal ein "Pic-nic sull'erba" und fast direkt neben dem Straßenrand, wie die Römer oft ihren Pasquetta-Ausflug gestalteten: raus an die Via Appia, Autotüren auf und das Familientreffen dort davor auf dem Grasstreifen ...
Uns zog es Richtung Olevano, wo es guten Wein gibt. ;)


Später war dann wohl auch "Kultur" angesagt.


Wie auch an Pasquetta 2004, dem bisher letzten Osterfest, das ich in Rom erleben durfte.


Ich wünsche euch/uns noch weitehin viele schöne Entdeckungsspaziergänge durch Rom!
 
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Pasquetta

Triumphator
Stammrömer
Wie an anderer Stelle zu lesen war, haben sich auch Foristi bereits wieder auf den Weg nach Italien bzw. Rom gemacht. Nicht jedem ist dieser glückliche Umstand möglich, aber wir haben ja unsere „römischen Erinnerungen“ . Nicht umsonst heißt es:

"Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können."
(Jean Paul)

Und so halten wir uns an die schönen Erinnerungen an Römisches.
Vor einigen Tagen (am 2. Juni) war der Gedenktag der Heiligen Petrus und Marcellinus. Grund genug, in Gedanken von hier aus „alla scoperta di Roma“ wieder einmal bei Marcellinus und Pietro in Rom vorbeizuschauen.


Näheres dazu brauche ich nicht zu beschreiben, es findet sich etliches davon im Forum, siehe bei Interesse z.B. hier.


Ich war vor zwanzig Jahren das erstemal in der Katakombe Ss. Pietro e Marcellino. Damals musste man noch einen förmlichen Antrag stellen, um die Katakombe besichtigen zu dürfen. Geleuchtet durch das unterirdische Gängegewirr wurde uns von einem freundlichen "Begleiter", der auch einige Erklärungen lieferte.

Schon damals war, wenn man die Metro an der Piazza Vittorio Emanuele II verlässt,


der Weg zur Giardinetti-Bahn-Endhaltestelle am Bahnhof Termini so „schwierig“ zu finden :oops: , wie auch bei meinem letzten Besuch, der nunmehr auch schon wieder mehr als zwei Jahren zurückliegt.


Das recht urtümliche Giardinetti-Bähnlein bringt uns „ruckelnd und zuckelnd“ vorbei an der Porta Maggiore

nach Torpignattara an die Haltestelle Berardi der Via Casilina, sozusagen „bis vor die Katakombentür“.


Mit Recht wird die Katakombe der hl. Marcellino e Pietro als die mit den schönsten Wandgemälden gerühmt, auch wenn man natürlich nur einen Bruchteil der riesigen Anlage besichtigen kann. Fotografieren – selbstverständlich und leider - nicht erlaubt.
Aber dafür gibt es ja Youtube.


Natürlich kann man – mangels eigener Fotos – auch eine kleine Broschüre und ein paar cartoline über die Katakombe SS. Marcellino e Pietro erstehen.

Ein Blick – leider nur durch das Absperrgitter - auf die Ruinen des neben dem Eingang zu den Katakomben liegenden Mausoleums der hl. Helena rundet das Bild ab. Man kann sehr gut erkennen, wo beim Bau zur Verstärkung und gleichzeitig um das Gewicht der Kuppel zu reduzieren, leere Tontöpfe (pignatte) und Amphoren eingesetzt wurden. Darauf geht auch der Name des Stadtviertels zurück: Tor Pignattara.“


Der monumentale Sarkophag in rotem Porphyr wurde zur Aufnahme der sterblichen Überreste der Mutter Konstantins, Helena, geschaffen, die um 355 n. Chr. gestorben war und im kaiserlichen Mausoleum bei Tor Pignattara, zwischen der Via Prenestina und der Via Labicana begraben wurde.

In den Ruinen des Mausoleums befindet sich eine kleine Kirche (Anf. 17. Jh.) zu Ehren der beiden Heiligen Marcellinus und Petrus ... die nach dem Bau der jetzigen großen Kirche entweiht wurde.


Wenn die Porta Maggiore auftaucht, dann ist unsere Rückfahrt mit der Giardinetti-Bahn bald zu Ende –


aber ein paar Schritte weiter wartet Dante auf uns


und Trilussa hat (gerade in Rom) recht:
Felicità


C'è un'ape che se posa
su un bottone de rosa:
lo succhia e se ne va...
Tutto sommato, la felicità
è una piccola cosa.

"Eine Biene lässt sich auf einer Rosenblüte nieder, saugt den Nektar und fliegt wieder weg – alles in allem: das Glück liegt in den kleinen Dingen." ;)



Übrigens:
Seit einiger Zeit geistert eine Meldung durch die Presse über einen Artikel von drei „Forschern“ die meinen, bei „San Pietro“ in der Katakombe an der Via Casilina handelt es sich um den Apostel Petrus, der zwar unter der vatikanischen Basilika begraben wurde, aber dessen Gebeine wegen Unruhen und Verfolgungen auf das Gelände „Ad Duas Lauros“ „umgebettet“ wurden.

;) Na ja, man könnte sich schon fragen, warum sollte Kaiser Konstantin ein Mausoleum für seine Mutter Helena (das urspünglich für ihn selbst sein sollte, das schließt man aus dem darin gefunden Sarkophag mit den Schlachtszenen)


und eine riesige Umgangsbasilika über einer Katakombe bauen lassen, in der u.a. zwei "kleine Heilige"(ein Exorzist und ein Priester) bestattet waren ...

Die Umgangsbasilika Santi Marcellino e Pietro in Rom ist der älteste christliche Sakralbau, der dem Märtyrerkult über den Katakomben diente und gleichzeitig für christliche Bestattungen benutzt wurde.
Die Meinung der Autoren, das Grab des Apostels Petrus in der Katakombe am dritten Meilenstein der antiken Via Labicana identifiziert zu haben, dürfte sich wohl kaum bestätigen.

La tomba di Pietro a Tor Pignattara? I dubbi dell’archeologo - Vatican News
 
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ColleMarina

Consul
Stammrömer
Ein schöner kleiner Ausflug an diesem düsteren Samstag - you made my day, liebe Pasquetta! Ich kenne diese Katakombe zwar noch nicht und auch nicht die daneben liegenden Gebäude; aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Und danke für das nette Gedicht von Trilussa!
 

Nihil

Praetor
Stammrömer
und Trilussa hat (gerade in Rom) recht:
Felicità


C'è un'ape che se posa
su un bottone de rosa:
lo succhia e se ne va...
Tutto sommato, la felicità
è una piccola cosa.

"Wie die Biene eine Rosenblüte anfliegt, den Nektar saugt und wieder wegfliegt – alles in allem: das Glück liegt in den kleinen Dingen." ;)
Eine schöne Aussage, die sehr passend ist auf meinen letzten Romausflug und überhaupt mir aus dem Herzen spricht. Danke für die schönen Erinnerungen.
 
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