Hotelsuche - Hilfe zur Selbsthilfe

anhaza

Pontifex
Stammrömer
[FONT=Arial, sans-serif]1. Wohin in der Stadt[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Will man einen kurzen Weg vom Bahnhof zum Hotel, denn immerhin muss man ja das Gepäck transportieren, oder bevorzugt man ein Hotel in der Nähe der meisten Sehenswürdigkeiten / Einkaufsstraßen, damit man sich auch tagsüber mal kurz ins Hotel zurück ziehen kann.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Problematik: In sehr großen Städten wie Rom, Paris, London, ... liegen die Sehenswürdigkeiten nicht unbedingt alle zusammen sondern sind über das komplette Stadtgebiet verteilt.[/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]Es ist zu empfehlen, Google Earth und/oder Google Maps zu nutzen um einen Überblick über die Stadt zu bekommen und man kann den Flughafen, den Bahnhof und die Sehenswürdigkeiten markieren. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Außerdem sind in den meisten Städten in Google Earth und Maps auch schon Hotels markiert.[/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]2. Anforderungen[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Soll das Frühstück inklusive sein oder extra?[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Wird WLAN (kostenlos/kostenpflichtig) gebraucht?[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Wird ein Parkplatz/eine Garage für ein Auto (Mietwagen) gebraucht?[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Soll das Hotel ein Restaurant, eine Terrasse, einen Garten, Wäscheservice,... haben?[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Wasserkocher im Zimmer oder gar eine Kitchenette?[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Sind Mindestanforderungen im Bereich der Hotelsterne vorhanden? (Selbst innerhalb von Europa sind die Sterne noch immer nicht vereinheitlicht und in einigen Ländern gibt es auch noch unterschiedliche Kategorien an die, bei gleicher Sternezahl verschiedene Anforderungen gestellt sind.)[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Und zu guter letzt: Wie hoch ist das Budget pro Nacht? Man kann bei einem geringen Budget kein Luxushotel erwarten (aber manchmal mit Glück eines finden wenn man in einer absoluten Nebensaison reist).[/FONT]


[FONT=Arial, sans-serif]3. Hotelsuche[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Die Voraussetzungen sind klar jetzt kann mit der eigentlichen Hotelsuche begonnen werden.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Man kann es sich schwer machen und die bekannten Reservierungssysteme einzeln abfragen oder man nutzt eine Metasuchmaschine (wie z.B. Compare & Save on Cheap Hotel Deals - HotelsCombined) bei der gleich verschiedene Reservierungssysteme abgefragt werden (unter anderem auch die Systeme der Hotelketten).[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Achtung: Keine Metasuchmaschine fragt alle Reservierungssysteme ab - einfach weil es Reservierungssysteme gibt die die Provision nicht aufteilen wollen, die muss man dann wohl oder übel selber durchsuchen.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Nachdem die Anforderungen welche unter Punkt 2. festgelegt wurden in der Metasuchmaschine als Kriterien eingegeben wurden (insbesondere die Preisobergrenze - wobei da ein Plus von einigen EUR manchmal ein Schnäppchen bringt) bekommt man eine deutlich reduzierte Auswahl.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Jetzt fängt die Arbeit an: Von den Hotels die nach der ersten Sichtung interessant erscheinen kopiert man die Adresse in die Zwischenablage, wechselt zu Google Earth und kopiert die Adresse in das Suchfeld. Dann wird einem die Lage des Hotels angezeigt.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Dort setzt man einen Marker mit dem Name des Hotels (wobei man optimalerweise die gelbe Nadel durch ein anderes Symbol naheliegenderweise das Bett ersetzt und eventuell die Farbe der Markierung anpasst). [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Und wenn man zuvor (oder jetzt) noch die Lage des Flughafens, des Bahnhofes und der Sehenswürdigkeiten mit einer anderen Markierung (in einer anderen Farbe und mit einem anderen Symbol - da stehen so einige zur Auswahl) markiert hat sieht man ganz schnell wie gut die Lage des Hotels zu der unter Punkt 1. getroffenen Entscheidung passt.[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Hinweis: In Google Earth werden vielen Städten auch die öffentlichen Verkehrsmittel angezeigt - und wenn man auf das Haltestellensymbol klickt bekommt man die Linien die dort halten angezeigt. Man kann also sehen ob ein Bus der am Bahnhof hält auch an der nächstgelegenen Haltestelle zu meinen eventuellen Hotel hält.[/FONT]

Ergänzung: Es ist nicht zu empfehlen die Suche in einer Metasuchmaschine mit einem Tablett oder Smartphone und einer App der Metasuchmaschine zu machen, selbst wenn man den Bildschirm eventuell auf einen Fernseher streamen kann, da in den Apps zumeist deutlich weniger Filterkriterien enthalten sind.

[FONT=Arial, sans-serif]4. Entscheidungshilfen[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Sicherlich sind jetzt nur noch wenige Hotels in der engeren Auswahl. Aber trotzdem sollte man, sofern die Zeit nicht schon drängt, noch nicht buchen, sondern zuerst einmal die Webseite des jeweiligen Hotels suchen. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Achtung: Bei einer Suche mit Google sind die ersten Einträge bezahlte Anzeigen von Reservierungssystemen - leicht zu erkennen an dem Linktext www . reservierungssystem . com / Hotelname - außerdem findet sich der Hinweis "Anzeige" neben dem Eintrag.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Wenn Sie auf einen Linktext http://www.HotelName.Kennung treffen sind Sie auf der Webseite des Hotels. Oder Sie versuchen einfach blind: www.hotelname.Landeskennung oder www . hotelname . com (Hinweis: in einigen Ländern, z.B. England, haben Firmen keine direkten Einträge unter der Länderkennung dann würde die Adresse www.hotelname.co.uk lauten!)[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Und da die Hotelsuche ja rechtzeitig vor der Reise gemacht wurde bleibt auch noch Zeit entweder auf der Webseite des Hotels nach einer Online Buchungs Möglichkeit zu schauen oder, wenn diese nicht vorhanden ist, das Hotel per E-Mail anzuschreiben und ein Angebot zu erfragen.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Denken Sie daran, ein Reservierungssystem nimmt eine Provision die bei einer direkten Buchung im Hotel nicht fällig wird. Wenn Sie schon keinen besseren Preis angeboten bekommen (einfach weil Reservierungssysteme in den Verträgen einen Passus drin haben der das dem Hotel verbietet - ein Punkt der genau wie die Preisparitätsklausel hier in Deutschland vom Kartellamt beanstandet wurde) dürften Sie bei einem Individual-Hotel eher das bessere Zimmer oder ein Upgrade bekommen als der Kunde der mittels eines Reservierungssystems bucht.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Bei Kettenhotels können Preise in Reservierungssystemen entweder von dem jeweiligen Hotel stammen oder aber von einer Verkaufsabteilung der Kette für eine Region, das Land oder gar den ganzen Kontinent, da zeigt die Metasuchmaschine eher den besten Preis an.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Hinweis: Hotelkette ist nicht gleich Hotelkette - manche "Ketten" sind ein Zusammenschluss von Individual-Hotels bei anderen ist es Franchise oder die Kette stellt das Management für ein Hotel. [/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Bewertungen: Sicher wird man auch Hotelbewertungen ansehen, doch dabei ist zu bedenken, dass a. einige Hotels die Kunden auffordern (sei es persönlich bei der Abreise oder im Nachhinein per Mail) eine Bewertung abzugeben, doch der eher geringere Teil der Kunden dem nachkommt und b. eher unzufriedene Kunden eine Bewertung abgeben und c. es einige Kunden gibt die versuchen mit der Drohung einer schlechten Bewertung Vorteile zu erlangen - etwas was ich als Erpressung bezeichne. Dazu kommen noch Bewertungen die gekauft werden, etwas, was trotz gegenteiliger Behauptungen der Bewertungsplattformen, einfach zu realisieren ist.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Daher empfehle ich sowohl die besten als auch die schlechtesten Bewertungen nicht zu beachten und das was übrig bleibt als Hinweis zu sehen - wobei z.B. gewisse landestypische Gegebenheiten (z.B. eher kein Teppichboden in den Fluren und Zimmern in Südeuropa) einzubeziehen sind.

Ergänzung am 01.06.2015:
Heute bin ich auf ein Reservierungssystem gestossen, welches a. spanischem Recht unterliegt (was an sich gesehen noch nicht einmal ein echtes Problem ist) aber b. die Daten der Hotels vermutlich von einem der grossen und bekannten Systeme bezieht und diese dann unkorrekt wieder gibt sowie c. gleich vom Kunden kassieren will (eigentlich auch kein echtes Problem) - und zwar deutlich mehr als in dem grossen bekannten System. (Denen genügt also nicht der Anteil an der Provision, die schlagen noch mal ordentlich drauf. So etwas ist im übrigen auch bei anderen Wiederverkäufern zu finden. Ein Hinweis darauf ist wenn man z.B. einen kleinen Teil, wie 5,00 oder 10,00 EUR als Zahlung leisten soll. Das ist dann normalerweise keine Anzahlung sondern eine Gebühr des Anbieters.)

Ergänzung am 01.11.2015:
Heute sind mir im Text zwei Fehler aufgefallen die entstanden sind weil Webadressen in Links umgewandelt werden. Und weil mein Text Beispiele enthält führten diese Links ins Leere und es standen Fehlermeldungen im Text. Ich hoffe dies umgangen zu haben indem ich die Beispieladressen mit Zwischenräumen geschrieben habe .

Des weiteren sind in verschiedenen EU-Ländern Bestrebungen im Gange gewisse Teile der Verträge von Reservierungssystemen (Preisparitätsklausel) für ungültig zu erklären. Es kann also jetzt häufiger passieren, dass man in den verschiedenen Systemen unterschiedliche Preise findet, was man bei der Nutzung einer Metasuchmaschine am besten erkennen kann.
Und bei grossen Hotels (gerade bei amerikanischen Ketten) gibt es eigentlich nur zwei Zimmertypen: Normale Zimmer und Zimmer die auf den "Clubetagen" (die werden je nach Kette unterschiedlich bezeichnet) liegen. Wobei die normalen Zimmer durchaus pro Reservierungssystem unterschiedliche Bezeichnungen haben (so wurden von den Ketten schon früher die Preisparitätsklauseln umgangen).

Ergänzung am 02.12.2015:
Nachdem ich in den letzten Tagen mal wieder über Bewertungen gestaunt hatte, habe ich mir mal die Bewertungen in einem der "unabhängigen" Bewertungssysteme etwas genauer angesehen. (Ich habe unabhängig in Anführungszeichen gesetzt weil die nicht wirklich unabhängig sind. Die müssen sich finanzieren und dies geschieht entweder weil sie zu einem Reservierungssystem gehören oder aber durch die Vermittlung von Hotelübernachtungen an die Reservierungssysteme - also sind es zugleich Wiederverkäufer der Systeme.) Aber um auf die Bewertungen zurück zu kommen: Wie kann man Rachebewertungen von normalen Bewertungen unterscheiden? Mir ist aufgefallen, dass bei den Bewertungen hinter denen ich Rachebewertungen vermute oder weiss (nachdem ich die jeweiligen Kollegen gefragt hatte) die Schreiber der Bewertung sehr oft nur extrem wenige, manchmal sogar nur die eine Bewertung abgegeben haben. Wenn also jemand mehr Bewertungen abgegeben hat dürfte die Bewertung vermutlich realistischer sein.
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[FONT=Arial, sans-serif]Ergänzung am 02.07.2016 zu meinem Punkt 4:
Nach dem mittlerweile immer mehr Kartellbehörden in Europa den Bestpreis der Reservierungsysteme unersagen lohnt es sich immer mehr das Hotel selber zu kontaktieren bzw. auch das Reservierungssystem der jeweiligen Hotelketten anzusehen. Dort erwarten einen jetzt häufig gleiche oder sogar bessere Preise.
Bei einer aktuellen Hotelsuche ist mir bei Booking jetzt eine Werbung "41% billiger" aufgefallen. Ein direkter Vergleich mit Expedia/Venere ergab dort den gleichen Preis und auch auf der Webseite des Hotels konnte zum exakt gleichen Preis gebucht werden. Ob es sich also lohnt über ein Reservierungssystem zu buchen wird immer fraglicher.


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Bruno-Conti-Fan

Senator
Stammrömer
Moin anhaza,

eine tolle Zusammenstellung. Sehr detailliert und umfassend. Herzlichen Dank für deine Mühe.

Für Anforderungen (2.) bzw. Entscheidungshilfen (4.) ist bei meinen Reisen immer die Anbindung an das ÖPNV-Netz wichtig. Wie weit weg ist die nächste Haltestelle und wie gut ist sie zu erreichen? Also wieviele Linien halten dort, wie oft muss ich umsteigen und wie ist (insbesondere abends) die Taktfrequenz?

Bei Bewertungen achte ich bei positiven und negativen Punkten darauf, ob die genannten überhaupt wichtige Aspekte für mich sind und inwieweit somit die Bewertung für mich relevant ist. Wenn jemand z.B. bemängelt, der Fernseher habe nur ein deutschsprachiges Programm oder sich über das Frühstück äußert, ist das für mich nicht relevant. Im Urlaub gucke ich fast nie Fernsehen und im Hotel in einer Stadt frühstücke ich nur, und selbst dann oft nicht, wenn das bereits im Preis mit drin ist. Mir reichen ein Cappuccino/Espresso und ein Hörnchen. Das gibt es auswärts meist besser.
 

anhaza

Pontifex
Stammrömer
Hallo Bruno-Conti-Fan,

eine tolle Zusammenstellung. Sehr detailliert und umfassend. Herzlichen Dank für deine Mühe.
Zu viel der Ehre.
Da ich schon seit langem genau so vorgehe wenn ich ein Hotel in einer fremden Stadt buche war es eigentlich nur die Arbeit dieses Vorgehen auszuformulieren

Für Anforderungen (2.) bzw. Entscheidungshilfen (4.) ist bei meinen Reisen immer die Anbindung an das ÖPNV-Netz wichtig. Wie weit weg ist die nächste Haltestelle und wie gut ist sie zu erreichen?
Alle Punkte habe ich nicht aufgeführt, einfach weil jeder selber wissen sollte was ihm wie wichtig ist.
Und der ÖPNV ist in der Hotelsuche versteckt, einfach weil man am besten nach den Haltestellen schaut wenn man das Hotel auf Earth markiert.

Ich persönlich bevorzuge meistens ein Hotel welches ich (mit leichtem Gepäck) gut zu Fuß (vom Endpunkt des Flughafentransfers) erreichen kann. Bei einem längeren Aufenthalt in einer Stadt nehme ich meistens einen Mietwagen und dann suche ich eher nach einem Hotel mit Parkplatz/Garage und der ÖPNV ist zweitrangig.

Also wieviele Linien halten dort, wie oft muss ich umsteigen und wie ist (insbesondere abends) die Taktfrequenz?
Wobei letzteres (die Taktfrequenz) manchmal gar nicht so leicht herauszufinden ist. Insbesondere da man dazu erst einmal die Webseiten des jeweiligen Verkehrsanbieters öffnen muss - und ob die neben der Landessprache noch in einer weiteren Sprache existieren, bzw. was in der weiteren Sprache existiert ist doch sehr unterschiedlich.

sich über das Frühstück äußert,
Gerade das ist ein Punkt in den Bewertungen dem ich nie vertrauen würde - einfach aus der Erfahrung heraus, dass das bei mir angebotene Frühstück von Kunden die im gleichen Zeitraum übernachteten extrem unterschiedlich (sehr schlecht - hervorragend) bewertet wurde. Da schaue ich lieber ob ich ein Bild des Frühstückbueffets finde, entweder vom Hotel selber (kann etwas geschönt sein) oder von Kunden.

[mod=cellarius]Teilsatz gelöscht. Solche Spitzen sind unnötig und unerwünscht. Bitte unterlasse sie in Zukunft.[/mod]

und im Hotel in einer Stadt frühstücke ich nur, und selbst dann oft nicht, wenn das bereits im Preis mit drin ist.
Da ich zu den Leuten gehöre die eher ausgiebig frühstücken ist es mir schon sehr wichtig, egal ob es inklusive ist oder nicht. Wobei ich beim Frühstückspreis auch eine Schmerzgrenze habe. (Allerdings ist mir auch klar warum manche Frühstücksbueffets so "überteuert" angeboten werden: Je größer das Angebot auf dem Bueffet desto mehr muss am Ende der Frühstückszeit vernichtet werden und das steigert eben die Kosten.)

Atschuess

Andreas
 

Gaukler

Caesar
Forum-Sponsor
Stammrömer
(...) der ÖPNV ist zweitrangig.
Wobei er allerdings zumindest in Rom alles andere als zweitrangig ist.

Ungeachtet deines persoenlichen Standpunkts, der dir selbstverstaendlich unbenommen sein soll:
Ich persönlich bevorzuge meistens ein Hotel, welches ich (mit leichtem Gepäck) gut zu Fuß (vom Endpunkt des Flughafentransfers) erreichen kann.
Aber fuer die meisten Rombesucher stellt sich das halt anders dar. - Zudem ist ja auch schon der Flughafentransfer ein Kriterium, welches man bei der Herbergssuche :] beruecksichtigen sollte.
 

anhaza

Pontifex
Stammrömer
(...) der ÖPNV ist zweitrangig.
Wobei er allerdings zumindest in Rom alles andere als zweitrangig ist.
Zweitrangig bedeutet dabei nicht, dass das Hotel weitab jeglicher ÖPNV Anbindung liegt, denn man will ja nicht unbedingt jeden Tag das Auto nutzen und in der Innenstadt nach Parkplätzen suchen müssen.

Ich persönlich bevorzuge meistens ein Hotel, welches ich (mit leichtem Gepäck) gut zu Fuß (vom Endpunkt des Flughafentransfers) erreichen kann.
Aber fuer die meisten Rombesucher stellt sich das halt anders dar. - Zudem ist ja auch schon der Flughafentransfer ein Kriterium, welches man bei der Herbergssuche :] beruecksichtigen sollte.
Da die die meisten Flughafentransfers am (Haupt-) Bahnhof enden, schrieb ich auch dass man diesen markieren sollte - und der Flughafen sollte markiert werden um a. die Verbindungen mit dem ÖPNV von dort leichter zu finden (in einigen Städten werden die Flughäfen neben den "Schnelllinien ins Zentrum auch vom normalen ÖPNV mit verschiedenen Linien angesteuert) und b. auch um den Weg ins Zentrum einzuschätzen und den damit verbundenen Zeitaufwand.
Ein Hotel bei dem ich im ÖPNV erst x mal umsteigen müsste wäre nichts für mich.
Allerdings ist so etwas gerade in den Metropolen manchmal eher schwierig bzw. teuer, da die Sehenswürdigkeiten ja nicht unbedingt in der Nähe des Bahnhofes liegen, weshalb man sich ja schon am Anfang der Suche darüber klar werden sollte was man bevorzugt.

Atschuess

Andreas
 

Gaukler

Caesar
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Stammrömer
(...) der ÖPNV ist zweitrangig.
Wobei er allerdings zumindest in Rom alles andere als zweitrangig ist.
Zweitrangig bedeutet dabei nicht, dass das Hotel weitab jeglicher ÖPNV-Anbindung liegt, denn man will ja nicht unbedingt jeden Tag das Auto nutzen und in der Innenstadt nach Parkplätzen suchen müssen.
Also zum einen ist der Rom-Tourist allerbestens beraten, in Rom überhaupt nicht ein Auto zu nutzen - aus diversen Gründen; und allemal im Hinblick auf die Parkplatzsuche.

Zum anderen kriege ich die Antwort auf meine Aussage, dass der ÖPNV in Rom alles andere als zweitrangig sei, irgendwie nicht richtig einsortiert: "Zweitrangig bedeutet dabei nicht, dass das Hotel weitab jeglicher ÖPNV-Anbindung liegt":?:

Soll konkret heißen ... was?


Kurzum: Wer sich in Rom nicht einlassen möchte auf die Übernachtungspreise im Zentrum (und nicht einmal das würde garantieren, wirklich alles zu Fuß machen zu können - man denke nur an S. Giovanni in Laterano oder an S. Paolo fuori le mura ... von der Via Appia einmal ganz zu schweigen), der muss unbedingt achten auf die gute ÖPNV-Anbindung - z.B. eines Quartiers nahe einer der großen Ausfallstraßen wie etwa der Via Nomentana oder der Via Gregorio VII.
 

anhaza

Pontifex
Stammrömer
Also zum einen ist der Rom-Tourist allerbestens beraten, in Rom überhaupt nicht ein Auto zu nutzen - aus diversen Gründen; und allemal im Hinblick auf die Parkplatzsuche.
Also ich habe auch mit einem Wagen keine schlechten Erfahrungen gemacht und sogar immer einen Parkplatz gefunden.

Zum anderen kriege ich die Antwort auf meine Aussage, dass der ÖPNV in Rom alles andere als zweitrangig sei, irgendwie nicht richtig einsortiert: "Zweitrangig bedeutet dabei nicht, dass das Hotel weitab jeglicher ÖPNV-Anbindung liegt":?:

Soll konkret heißen ... was?
Wenn ich mich mit (grossem) Gepäck (= grosser Koffer) in den ÖPNV wagen würde sollte für mich die Haltestelle nicht weiter als ein oder zwei Minuten Fussweg vom Hotel entfernt sein. (Taxi kommt für die meisten komischerweise irgendwie nicht wirklich in Frage.)
Wenn ich mich ohne Gepäck, weil ich mit dem Wagen angereist bin) bewegen würde dürfte die Haltestelle durchaus auch fünf bis zehn Minuten Fussweg entfernt sein. (Etwas was in solch grossen Städten in für Touristen interessanten Gebieten eher nicht der Fall ist.)

Kurzum: Wer sich in Rom nicht einlassen möchte auf die Übernachtungspreise im Zentrum (und nicht einmal das würde garantieren, wirklich alles zu Fuß machen zu können - man denke nur an S. Giovanni in Laterano oder an S. Paolo fuori le mura ... von der Via Appia einmal ganz zu schweigen), der muss unbedingt achten auf die gute ÖPNV-Anbindung - z.B. eines Quartiers nahe einer der großen Ausfallstraßen wie etwa der Via Nomentana oder der Via Gregorio VII.
In Rom würde ich persönlich eher darauf achten in akzeptabler Entdernung zu einer Metrostation zu sein (was ich damals trotz Wagens auch gemacht habe), einfach weil ein Bus genauso im Stau steht wie alle anderen Autos auch - denn Busspuren habe ich eigentlich keine gesehen.

Deshalb suche ich mir (wenn ohne Leihwagen) ja auch immer Hotels die in der Nähe des oder eines Bahnhofes liegen, da dort eigentlich immer eine recht gute Verkehrsanbindung gegeben ist.
Und da ich meistens nur zu den Zeiten verreisen kann wenn wenig Geschäftsleute unterwegs sind finde ich fast immer gute Preise in den Hotels die hauptsächlich von Geschäftsleuten genutzt werden.

Atschuess

Andreas

P.S.: Ich habe den Orginal Text absichtlich recht neutral formuliert, einfach weil der Grundgedanke für jedes Reiseziel gleich ist. Um die Besonderheiten der jeweiligen Destination zu erkennen soll man eben auch die einzelnen Punkte (Bahnhof, Sehenswürdigkeiten, Flughafen und was man sonst noch meint) in Earth markieren, so bekommt man den besten Überblick. In Paris z.B. gibt es ja keinen Hauptbahnhof, da käme es darauf an wo der Shuttle vom jeweiligen Flughafen endet. In Lissabon dagagen gibt es zwar einen "Hauptbahnhof", der zwar nicht so heisst, und einen Shuttlebus vom Flughafen dorthin, aber der Bahnhof liegt weit ab vom Schuss, wehalb der Flughafenshuttle auch einige Haltestellen in der Stadt hat. Und zusätzlich gibt es eine Shuttlebus an der Küste entlang nach Estoril und Cascais.
 

Ludovico ROB

Triumphator
Teammitglied
Moderator
Forum-Sponsor
Stammrömer
Ergänzung Busspuren: in der Innenstadt und z.B auf der Via Nomentana gibt es schon Busspuren, die zum Teil auch Taxis nutzen dürfen. Durchgängig sind die aber nicht. Da wir meist am nördlichen Rand von Rom wohnen, sind wir froh, dass es jetzt die Metro B1 gibt. Damit geht es deutlich schneller. Trotzdem wählen wir ab und zu bewusst auch den 90er. Einfach deshalb, weil wir gerne auch mal das Leben in den Wohnbezirken sehen wollen. Wir sind aber sicher nicht die Standardtouristen sondern eher "Halbrömer".
 
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anhaza

Pontifex
Stammrömer
Da wir meist am nördlichen Rand von Rom wohnen, sind wir froh, dass es jetzt die Metro B1 gibt. Damit geht es deutlich schneller. Trotzdem wählen wir ab und zu bewusst auch den 90er. Einfach deshalb, weil wir gerne auch mal das Leben in den Wohnbezirken sehen wollen. Wir sind aber sicher nicht die Standardtouristen sondern eher "Halbrömer".
Sicher ist eine Metro oder eine Strassenbahn auf eigenem Gleiskörper schneller um einen von A nach B zu bringen.
Und sicher ist eine Busfahrt durchaus interessanter. Ich habe bei zwei meiner letzten Reisen (nicht Rom) z.B. gar keine Stadtrundfahrt gemacht sondern bin mit Strassenbahnen und Bussen teilweise von Endstation zu Endstation gefahren. Dabei habe ich Gebiete zu sehen bekommen in die eine Stadtrundfahrt nie gehen würde und zuletzt kam ich an einer Endhaltestelle mit dem Busfahrer ins Plaudern (was ich sehr interessant fand).

Atschuess

Andreas
 

pecorella

Magnus
Stammrömer
Ich denke deine Aufzählung enthält wirklich viele Punkte die bei der Auswahl eines Quartiers - nicht nur in Rom - helfen können und bei erneuten Fragen kann man darauf verweisen.

Schlussendlich können wir hier niemandem die Wahl der Unterkunft abnehmen, da sie von vielen persönlichen Wünschen und Faktoren abhängig ist.

Für andere Großstädte gibt es meines Wissens so ein Forum wie das Unsere nicht und dort buchen die Leute ja auch Unterkünfte.:nod:
 
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