Giubileo 2025 – das Heiliges Jahr vom Anfang bis zum Ende

QingAnna

Consul
Stammrömer
2025 ist das Heilige Jahr in der katholischen Kirche.

Ich war zwei Mal in Rom und versuche hier zu berichten bzw. zu notieren.


 
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Die katholische Kirche begann im Jahr 1300 mit der Einführung von Heiligen Jahren, zunächst in 100-Jahres-Zyklen, später in 50-Jahres-Zyklen und schließlich in 25-Jahres-Zyklen. Manche Sonder-Heilige Jahre haben eine besondere Bedeutung, wie beispielsweise 2015, das Jahr der Barmherzigkeit.

Vor zehn Jahren unternahmen Anna und ich eine Pilgerreise nach Rom und besuchten alle vier heilige Pforten bis auf jene von Santa Maria Maggiore. Der Papst zelebrierte an diesem Tag eine heilige Messe, und danach öffnete er die heilige Pforte, wir verließen Rom in der Stunde darauf.

Ich bedauerte dies ein wenig und hatte mehr Hoffnung auf das nächste Heilige Jahr. 2025 ist ein Heiliges Jahr, und unter normalen Umständen könnte dies mein letztes Heiliges Jahr sein, ein Heiliges Jahr, in dem ich noch frei reisen kann.

Ursprünglich hatte ich geplant, Gutes zu tun, mir am Ende des Jahres einen Monat Urlaub zu nehmen, um ehrenamtlich tätig zu sein und nach Rom zu pilgern. Doch kürzlich hat mich der plötzliche Tod zweier Menschen in meinem Alter tief getroffen. Im Jahr zuvor hatte ich zudem plötzlich gesundheitliche Probleme, von denen ich mich glücklicherweise erholt habe. So beschloss ich, im kalten Januar aufzubrechen. Das letzte Jahr war unglaublich arbeitsreich und anspruchsvoll. Der letzte Sommer war die schwerste Belastung meines Lebens. Mein Chef sagte mir, seine größte Sorge sei, dass Qing dem Druck nicht standhalten und zusammenbrechen würde. Zum Glück hatte ich die Kraft, es durchzustehen. So begab ich mich mitten im Winter auf eine Pilgerreise nach Rom während des Heiligen Jahres – meine erste und vielleicht auch die letzte.

Tag 1 - Jan 21.2025

Ich startete um vier Uhr morgens und genoss den Blick auf die Alpen aus dem Flugzeug.

Mein Leben war voller Höhen und Tiefen, ereignisreich, aber ich bin auch sehr dankbar, in einem so schönen Land und in einem so wunderbaren Umfeld leben und arbeiten zu dürfen und ein Zuhause zu haben. Ich wohne diesmal wieder in der Wohnung eines Freundes und in der Nähe des Vatikans. Von diesem Moment an dachte ich nicht mehr an andere, sondern konzentrierte mich ganz auf diese Pilgerreise. Das Heilige Jahr bedeutet auch der Besuch der Heiligen Pforten der vier päpstlichen Basiliken (die nur im Heiligen Jahr geöffnet sind). Dieses Mal waren jedoch auf der offiziellen Webseite des Heiligen Jahres sowie ein Pilgerausweis notwendig. Den Zugang zu den vier Heiligen Pforten musste man reservieren. Der Pilgerweg zum Petersdom verläuft vor der Via della Conciliazione, daher ging ich vom Vatikan zurück zur Engelsbrücke, überquerte sie und meldete mich im Pilgerbüro an.


Da ich allein war, teilten mich die Mitarbeiter einer italienischsprachigen Gruppe zu. Wir trugen ein Holzkreuz, Symbol des Heiligen Jahres, beteten und machten uns gemeinsam auf den Weg. Zehn Jahre später ging ich diesen Pilgerweg erneut. Vom Pilgerbüro aus liefen wir gemeinsam den Mittelgang entlang. Auf dem Petersplatz angekommen, machten wir Gruppenfotos und stellten uns gegenseitig vor. Ich war die Einzige, die kein Italienisch sprach, also sagte ich, ich käme aus Bayern, die Heimat von Papst Benedikt XVI. in Deutschland. Beim Passieren der Sicherheitskontrolle nahm ich die Mitarbeiter und Polizisten als sehr höflich und freundlich gegenüber den Pilgern wahr, was mich sehr berührte. Als es an der Zeit war, durch das Heilige Pforte des Petersdoms zu schreiten, baten mich alle, das Kreuz zu tragen, und folgten mir. Mein Wunsch für dieses Heilige Jahr war es, durch die vier Heiligen Pforten zu gehen. Ich hätte nie geglaubt, dass ich in diesem Moment eine Gruppe um mich hätte und das Kreuz des Heiligen Jahres durch das Heilige Portal tragen würde. Ich hatte diesen Moment nie so erwartet; ich fühlte mich unglaublich gesegnet vom lieben Gott. So verwandelte sich meine Solo-Reise in eine Pilgerfahrt durch die Heiligen Pforten des Petersdoms, begleitet von Mitgläubigen. So viele Gefühle stiegen in mir auf, zu viele, um sie aufzuzählen. Wir beendeten unsere Pilgerfahrt am Grab des heiligen Apostels Petrus, wo wir mit Umarmungen Abschied nahmen.


Bevor ich die Basilika verließ, besuchte ich die Kapelle des Heiligen Sebastian, die letzte Ruhestätte des heiligen polnischen Papstes. Ich sagte ihm, dass ich nach Rom gekommen sei und dankte ihm für seinen anhaltenden Schutz.

Diesmal hatte ich den Wunsch: in die Krypta hinabzusteigen und am Grab des deutschen Papstes zu beten. Das letzte Mal war ich in Rom, um an seiner Beerdigung teilzunehmen; zwei Jahre sind schnell vergangen.

Nachdem ich den Vatikan verlassen hatte, fuhr ich in die Stadt. Was gab es zu sehen? Meine geliebte Basilika Santa Maria in Ara Coeli. Obwohl es dunkel war, stieg ich die Treppe hinauf.

Oben angekommen, war die Kirche noch geöffnet. Schnell zündete ich zwei Kerzen an, um der Jungfrau Maria zu danken, und ging dann zum Santo Bambino, damit meine beiden Kleinen etwas vom heiligen Licht aufnehmen konnten. Mein kleiner, pummeliger Coco und Annas kleiner Bär, waren mit mir nach Rom gekommen.

Rom /Vatikan in der Nacht.
 
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Tag 2 -22.01.2025

Der erste Tag mit Anreise war lang und auch anstrengend, aber ich bin trotzdem am nächsten Tag sehr früh aufgestanden.

Nach dem Frühstück fuhr ich mit dem Bus nach Santa Maria Maggiore in der Nähe von Termini– zur Heiligen Pforte, die wir vor zehn Jahren verpasst hatten. Die einzige Santa Maria Kirche unter den vier päpstlichen Basiliken.

Krippenreliquie


Hier befindet sich auch das Grab des Barockmeisters Bernini, und verglichen mit seinen Werken (Petersplatz, Vier-Flüsse-Brunnen, David und auch die unzähligen prachtvolle Kirchen) wirkt es ziemlich schlicht.

Diese Kirche ist sehr schön und groß sowie auch ruhig (im November nicht mehr) und ich meine mich zu erinnern, sie war auch eine der Lieblingskirchen von Papa Benedetto in Rom.

Ich besuchte eine Messe in der berühmten Cappella Paolina Borghesiana unter Salus Populi Romani und kaufte anschließend im Kirchenladen ein paar Andenken für die Kinder (Meine Tochter war ein ehemaliges Frühchen und in der schwierigen Zeit habe ich noch vier Familien kennengelernt mit dem gleichen Schicksal. Die Kinder sind alle katholisch). Ich kaufe die Geschenke sehr gerne in diesem Kirchenladen; seit Jahren kommen sie immer gut an. Als ich bezahlen wollte, sah ich plötzlich eine schwarze Geldbörse neben der Kasse liegen. Ich gab sie der Verkäuferin, die sagte, ein Priester habe sie beim Kauf vergessen. Ich bat sie, ihm nachzugehen, während ich den Laden im Auge behielt. Später kam der Priester zurück, ohne zu bemerken, dass er etwas verloren hatte. Die Verkäuferin gab ihm die Geldbörse zurück und sagte ihm, ich hätte sie gefunden. Ich freue mich, im Heiligen Jahr etwas Gutes zu tun.

Nächster Halt: San Giovanni in Lateran, die älteste der vier päpstlichen Basiliken. Meine Tochter Anna liebt besonders diese Heilige Pforte; vor zehn Jahren führte sie das Jesuskind am kleinen Fuß hindurch.


Die prächtige Basilika.


Ich ging hinaus und wandte mich trotz des Regens dem Baptisterium zu. Ich war besonders angetan von diesem eleganten und prachtvollen Baptisterium. Verglichen mit dem schlichten Baptisterium in Ravenna und dem glitzernden Baptisterium in Florenz (mit seinem berühmten Goldenen Tor) war das Lateran-Baptisterium, die älteste Form der katholischen Kirche, bemerkenswert ruhig. Es war niemand da. Letztes Mal kam ich hier auf meinem 7-Kirchen-Pilgerweg vorbei, damals es war schon dunkel, und ich hatte keine Zeit, mich richtig umzusehen. Diesmal konnte ich es und entdeckte sogar einen Gullydeckel mit verschiedenen Fischmotiven.


Dann überquerte ich die Straße zur Scala Santa und kniete nieder. Das ist die Holztreppe, die Jesus hinaufstieg, um das Urteil von Pilatus entgegenzunehmen, nachdem er zum Tode verurteilt worden war; niemand durfte sie hinaufgehen. Ich kniete nieder, um auf Knien die Stufen zu erklimmen, und das habe ich schon mehrmals getan. Beim ersten Mal tat es so weh, dass ich fast geweint hätte, aber jetzt bin ich geübt und weiß, wie ich knien kann, ohne dass es allzu weh tut.

Nach einer kurzen Pause am Nachmittag setzte ich meinen Weg fort und fuhr mit dem Bus in die Nähe von Piazza Navona. Besonders angetan bin ich von Sant'Agostino, wo sich Caravaggios Madonna von seinem Pilgerweg befindet, zusammen mit Fresken von Raffael. Der von Bernini entworfene Altar, der viele Jahre lang renoviert und stets eingerüstet war, ist nun vollständig restauriert. Auch die Madonna del Parto, die der Kindersegnung gewidmet ist, wurde zur Begrüßung des Heiligen Jahres restauriert.


Die prächtige Kirche San Luigi, die Französische Kirche, beherbergt drei Gemälde von Caravaggio.

Das Pantheon.

Roms kürzester Obelisk, unser Belli im Rom-Forum, die gotische Kirche wurde viele Jahre lang renoviert. Diesmal konnte ich sie endlich besichtigen.

Der Altar beherbergt die Gebeine der heiligen Katharina, die aus Siena kam und den französischen Papst nach Rom brachte.

Jesus mit dem Kreuz, ein Werk von Michelangelo.

Die berühmte Kuppel von San Ignazio di Loyola scheint in letzter Zeit in den sozialen Medien für Furore gesorgt zu haben. Lange Schlangen bilden sich, nur um Fotos mit der Spiegelung des Gemäldes zu machen. Ursprünglich waren nicht viele Menschen dort.

Schließlich besuchte ich Il Gesù, die Mutterkirche aller Kirchen bei den Franziskaner-Mönchen. Meine letzte Station war das Kolosseum. Um es in Ruhe zu bewundern, knipste ich plötzlich ein Foto vom roten Himmel.

Anschließend fuhr ich durch unzählige Baustellen zurück in den Vatikan. Ich war zu müde, um noch essen zu gehen. Zwei Tage, die drei heiligen Pforten, die von St. Paolo, morgen geht es weiter...
 
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Tag 3 - 23.01.2025

Heute ist der dritte Tag. Ich habe schlecht geschlafen und bin gegen 5 Uhr morgens schon aufgewacht. Ich bin in meine Lieblingsbar frühstücken gegangen.
Vor 7 Uhr wartete ich schon bereits vor der Tür des Pilgerzentrums an der Via della Conciliazione 7, um meinen Ausweis und die Eintrittskarten für die Papstmesse am Sonntag abzuholen. Es ist die erste große Event-Veranstaltung des Heiligen Jahres, Jubiläum der Kommunikation und Medien.
Obwohl ich kein Journalist bin, war ich zufällig an jenem Wochenende dort, also habe ich mich online angemeldet und auch gleich meine Karten geholt.
In der Via della Conciliazione entlang sah ich die zwei kleinen Drachenbrunnen, die uns so gut gefallen; sie wurden zum Heiligen Jahr renoviert.

Bevor ich zum Petersdom ging, kam ich an der Kirche Santo Spirito in Sassia vorbei, einer bei polnischen Katholiken beliebten Kirche, in der sich ein berühmtes Jesusbild befindet.

Heute hatte ich keine Reservierungen bzw. Termine, also konnte ich in alle Ruhe durch die Heilige Pforte gehen und auch die Figuren an der Pforte berühren.

Im Inneren des Petersdoms befindet sich der Stuhl des heiligen Petrus.

Dann besuchte ich Campo Santo im Vatikan und sah die Schweizer Garde-Kapelle, deren Restaurierung fünf Jahre dauerte.

Ich nahm einen Bus, egal welchen, und er brachte mich ins historische Viertel Trastevere zur ältesten Marienkirche Roms, Santa Maria in Trastevere.


Ich war ganz begeistert von dem alten Mosaikboden.

Die goldenen Mosaiken in der Apsis.

Dies ist die Kapelle links, klein, aber wunderschön.

Als ich die Straße überquerte und die unebenen Wege der alten Viertel entlangging, sah ich eine weitere Kirche, Santa Cecilia in Trastevere.
Die Märtyrerin Cäcilia, die Schutzpatronin der Musikliebhaber (ich durfte später das Event mit Treffen der Chöre im November intensiv erleben).

Dann überquerte ich den Tiber und ging zum Largo di Torre Argentina.

Anschließend schlenderte ich durch die Gassen zum Campo di Fiori.

Gleich am Rand des Platzes befindet sich eine kleine Tür. Dahinter liegt eine Gasse im typisch römischen Stil. Ich hatte früher keine Zeit dafür gehabt, aber diesmal machte ich extra einen Abstecher dorthin; sie ist wirklich authentisch und zugleich ruhig.

Ein paar Schritte weiter ändert sich der Stil schlagartig, ein Palast im Renaissancestil. Dr. Fischer war Oberster Richter des Vatikans und arbeitete hier.

Bevor ich den Bus nahm, betrat ich die Kirche Sant’Andrea della Valle mit der zweigrößten Kuppel Roms.

Eine Szene aus der Oper Tosca spielt hier. Die beiden Fotos unten zeigen die Kuppel durch einen Spiegel.

Nach dem Mittagessen schlief ich eine Stunde, von meinem Balkon aus sah ich die Reklame für den Film Konklave, den ich zuvor gesehen hatte.

Diesmal nahm ich statt der U-Bahn zwei Busse zur vierten Papstbasilika, und somit der vierten Heiligen Pforte.

Es dauerte lange. Vor einigen Jahren, als ich die Route der Sieben Basiliken entlangging, bin ich die gesamte Strecke zu Fuß gegangen.
Ästhetisch gesehen ist San Paolo fuori le Mura zweifellos eine die schönste Basiliken Roms. Jedes Mal, wenn ich sie besuche, scheint immer die Sonne an einem blauen Himmel.

Die Heilige Pforte

Innen wurden Porträts aller Päpste verewigt, darunter auch einige der letzten.

Die Kirche ist einzigartig. Das Sonnenlicht durch die Fenster wird nicht von Glas, sondern von dünnen Platten aus ägyptischem Alabaster erzeugt und verströmt ein geheimnisvolles, warmes Leuchten.

Ich saß lange da und genoss die Stille, die Ruhe und den inneren Frieden.

Ich habe nun alles erreicht, was ich mir für dieses heilige Jahr vorgenommen hatte. Gott sei Dank.

Anschließend reiste ich von Süden nach Norden durch Rom, um einen Hügel zu besteigen und den Sonnenuntergang zu bewundern. Wo kann man in Rom den Sonnenuntergang am besten genießen? Natürlich am Pincio nahe der Piazza del Popolo.

Es war einst das nördlichste Stadttor Roms. Damals kamen die Pilger nach Rom, meist aus dem Norden Europas und reisten nach Süden, daher war das Nordtor das erste Tor, durch das sie die Stadt betraten.

Die Kirche rechts ist Santa Maria del Popolo, voller Schätze.
Die zweite Kapelle links vom Eingang ist die Cappella Chigi

In der Cappella Cerasi befinden sich zwei Gemälde von Caravaggio:

Piazza del Popolo

Sonnenuntergang am Pincio.

Nachdem ich den Hügel hinabgestiegen war, ging ich zur Spanischen Treppe.
Ich habe absichtlich einen Umweg gemacht und diesen Ort gefunden. Hier wohnte der Reporter, gespielt von Gregory Peck, im Film „Ein Herz und eine Krone“.

Weiter ging es zur Spanischen Treppe bei Nacht.

Auf dem Weg zum Trevi-Brunnen liegt die Kirche Sant’Andrea delle Fratte. Dort stehen zwei von Bernini selbst geschaffene Engel.

Nachdem ich immer weitergelaufen war, erreichte ich den Trevi-Brunnen. Eine Münze hineinzuwerfen, ist ein Muss. Vielleicht komme ich eine Weile nicht mehr nach Rom.

Gegen 20 Uhr war ich wieder zu Hause. Ich gehe heute Abend nicht auswärts essen. Ich esse mit Annas Teddybär und meinem Coco. Vor mir liegen die Ausweise für das Wochenendtreffen und die Eintrittskarten für die Papstmesse – ich freue mich auf eine neue Erfahrung.
 
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Tag 4
24.01.2025


Heute ist mein vierter Tag in Rom, an diesem Tag habe ich keine festen Pläne und kann spontan entscheiden, was ich sehen möchte.

Ich möchte Michelangelos Moses sehen. Außerdem möchte ich die Kirche San Pietro in Vincoli besuchen, die ich bei meinen beiden vorherigen Romreisen nicht besuchen konnte. Gestern habe ich die Pauluskette in San Paolo gesehen; heute möchte ich die Petruskette sehen.

Die Kirche liegt im römischen Stadtteil Monti, der nicht immer so vornehm war – ein Arbeiterviertel –, aber heute ein vielfältiges und unkonventionelles Viertel ist. Die Hügel und die Gassen hier bilden einen perfekten Kontrast zur Pracht des Vatikans.

Nachdem ich die Straße überquerte und viele Stufen hochgestiegen war, erreichte ich San Pietro in Vincoli.
Ich persönlich liebe diese Kirche, nicht nur wegen Michelangelos Werk, sondern auch wegen der Petruskette, ihrer Gemälde und ihrer Gestaltung. Ich finde sie sehr einladend. Als Anna klein war, schlief sie nach einem langen Spaziergang in der Marienkapelle ein. Ich spüre hier die Stille und auch Wärme.

Als ich die Kirche verließ und Richtung Kolosseum ging, sah ich die Fußgängerbrücke und erinnerte mich an meine Zeit in Rom mit Anna. Trotz der gleißenden Sonne machte ich ein Foto und genoss die Erinnerungen an unsere Vergangenheit, die gemeinsame Erkundung Roms.

Ich fuhr mit der Straßenbahn zur San Clemente und umging dabei das Kolosseum. Hier liegt Ludus Magnus, die Ruinen der Gladiatorenschule, eingebettet im Schatten des Kolosseums.

Ich habe schon einmal über San Clemente geschrieben; es ist eine Kirche aus dem mittelalterlichen 12. Jahrhundert mit einer unterirdischen Kapelle aus dem 4. Jahrhundert und darunter römischen Bauten aus dem antiken 1. Jahrhundert. Während ich die unterirdischen Gänge erkundete, hörte ich das Rauschen einer Quelle, was mich angesichts der Geschichte des Katholizismus sehr berührte. Der rustikale Innenhof und die Mosaiken im Inneren sind einen Besuch wert. Die Geschichte und die Atmosphäre dieser Kirche beschränken sich nicht nur auf das Sehen, sondern umfassen auch das Hören und Fühlen.

Als ich die Kirche verließ, stand schräg gegenüber ein Gedenkpavillon. Wahrscheinlich ist es nur eine Legende; angeblich soll es hier einst eine Päpstin gegeben haben, die hier entblößt und ihr Körper zerschmettert wurde. Ich weiß nicht, ob diese Person jemals existiert hat, aber der Gedenkpavillon ist real.

Ich ging bergauf zu einer einzigartigen Rundkirche, Santo Stefano Rotondo, Roms einziger Rundkirche. T/W: Vorsicht mit Kindern; die Fresken zeigen Szenen des Martyriums früher Heiliger, ziemlich blutig.


Anschließend ging ich entlang der Kirchenmauer zur Villa Celimontana, einem Stadtpark. Das Wetter war sonnig und mild, und viele römische Einwohner unterhielten sich im Park – eine Oase im Herzen einer antiken Stadt.

Ich ging ein Stück weiter zu Santi Giovanni e Paolo. Bei meinem letzten Besuch dort hatte ich eine Hochzeit miterlebt und erinnere mich noch gut an den stolzen Vater. Manchmal ist es nicht die Architektur, die einen Ort unvergesslich macht, sondern die emotionale Verbindung, die er auslöst. Seht euch diese prächtige Kirche an; die Römer heiraten hier sehr gern.

Ich ging gerade bergab, um an der Hauptstraße einen Bus zu erreichen, als ich die Kirche Santi Andrea e Gregorio al Monte Celio hoch oben an einem Hang entdeckte. Sie gehört zum Orden der Schwester Teresa.

Die Busfahrt war lang. Die Bushaltestelle liegt zwischen den römischen Ruinen und dem Circus Maximus – wohl der beste Warteplatz der Welt mit einem atemberaubenden Panoramablick. Ich war etwas müde und habe keine Fotos gemacht; schließlich kennt jeder diese antiken Ruinen. Mittags ging ich zurück in meine Wohnung gegenüber von Vatikan, aß zu Mittag, machte ein Nickerchen und wachte um 16 Uhr wieder auf, um mein Glück in den Vatikanischen Museen zu versuchen. Ich war seit vielen Jahren nicht mehr in den Vatikanischen Museen gewesen – fünf Jahre Pandemie, und sie waren immer unglaublich überfüllt. Einmal frühmorgens, sahen wir, wie das Sonnenlicht langsam in die Sixtinische Kapelle strömte, die Figuren in Michelangelos Gemälde und ihre Kleidung im Licht leuchteten – diese Szene und die visuelle und spirituelle Wirkung waren unvergesslich… …

Diesmal hatte ich keine Reservierungen gemacht, um Geld zu sparen (nur ein Scherz). Mir fiel auf, dass alle, auch die Reisegruppen, morgens in Eile waren, was den Nachmittag chaotisch machte. Also beschloss ich, mein Glück am Abend zu versuchen, zwei Stunden vor Schließung, in der Hoffnung, mit einer Eintrittskarte noch hineinzukommen. Ich ging einen langen Rundgang an den Mauern entlang, und als ich zum Eingang kam, war niemand da. Ich war die Einzige, die eine Eintrittskarte kaufte. Die Angestellten sagten mir, es sei Freitag, also hätte ich eine Stunde länger Zeit. Okay, jetzt hatte ich drei Stunden.

Ich sah einige Touristen im Innenhof sitzen, manche barfuß – es sah bemitleidend aus; sie mussten den ganzen Tag gelaufen sein. Mein Prinzip für Museumsbesuche ist, gut vorbereitet zu sein, mehrere passende Routen zu planen und meinen Zeitplan dann an die Besucherzahlen und den Besucherandrang anzupassen. Ich muss Prioritäten setzen und lernen, Dinge auszulassen, und nicht den ganzen Tag nur wegen einer Eintrittskarte in einem Museum zu verbringen. Das Sehvermögen und das Gehirn haben psychologische Grenzen; man muss sich nicht überanstrengen. Normalerweise beschränke ich meine Museumsbesuche auf zweieinhalb Stunden, nie länger als drei. Dieser gemütliche Besuch der Vatikanischen Museen dauerte etwa eine Stunde für den Hauptbereich und weitere anderthalb Stunden für die Stanzen des Raffael und die Sixtinische Kapelle – der Museum-Abend war besonders angenehm.

Hier sind einige meiner Lieblingswerke. Mit zunehmendem Alter und Lebenserfahrung verändern sich die Vorlieben und Stile.

Ich bin zufällig auf die Bernini-Sonderausstellung gestoßen; seine Engel mit gebrochenen Flügeln wirken so authentisch.

Der Anblick dieser prächtigen goldenen Landkarte-Galerie erinnerte mich an jene lange Nacht im Vatikan mit meinem Onkel, meiner Tante und meinem Kind. Heute zeigte ich meinem Onkel einige Fotos, und meine Tante sagte, sie sei überglücklich, so viele Schätze mit mir gesehen zu haben, und sie schätze diese wundervollen Momente sehr.

Die Stanzen Raffaels waren fast leer.

Dann Sixtinische Kapelle...

Diese Treppe trägt meine römischen Jahre, meine Erfahrungen und Erinnerungen fort – ich bin so glücklich, wieder hier zu sein zu dürfen.
Diese Pilgerreise im Heiligen Jahr hat mich zutiefst gesegnet.
 
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Tag 5
25.01.2025


Heute ist Samstag, der zweite Tag des ersten großen Wochenende-Event des Heiligen Jahres, Treffen der Medien, Kommunikation und Glauben.

Am Freitagabend gab es eine Begrüßungszeremonie und eine heilige Messe in San Giovanni in Laterano, aber ich war im Museum und habe nicht teilgenommen. Ich besuchte die Vatikanischen Museen und war erst gegen 21 Uhr wieder zu Hause; Am Abend habe ich noch mein Tagebuch geschrieben und es wurde spät.

Am Samstag habe ich verschlafen, war erst um 7:10 Uhr wach. Normalerweise wache ich um 5 Uhr auf, aber diesmal habe ich mich zu sehr auf meine innere Uhr verlassen. Ich bin schnell aufgestanden, habe mich fertig gemacht, eine Tasse Kaffee getrunken, mir ein Sandwich gemacht und bin losgelaufen. Laut Mitteilung sollten sich alle pünktlich um 8:20 Uhr am Anfang der Via della Conciliazione treffen, um gemeinsam zum Petersplatz zu pilgern und durch die heilige Pforte. Ich wohnte bereits gegenüber vom Vatikan, musste aber noch mit dem Bus zwei Stationen fahren, um zur Engelsbrücke zurückzukehren und mich der Hauptgruppe anzuschließen.

Es war eine beeindruckende Szene: Jedes Mal wurden Gruppen aufgerufen, die sich dann nach Sprachen sortierten. Diesmal entschied ich mich für eine große englischsprachige Gruppe – die Gruppe vom Heiligen Kreuz und schloss mich ihnen an.

Am Tag davor habe ich noch mit meiner Tochter Anna telefoniert und ich hatte überlegt, ob ich mich der Gruppe anschließen sollte, da es für meine Pilgerreise keine Gruppenangebote gab und ich mit niemandem etwas verabredet hatte. Anna meinte: „Lass dich einer Gruppe zuordnen; das wird großartig. Der Glauben ist keine Einzelleistung, sondern eine Gemeinschaft.“


Wir gingen gemeinsam durch die Heilige Pforte und durch die große Basilika Sankt Peter, feierten dann die Messe in einer Seiten-Kapelle und empfingen die Heilige Kommunion. Nach der Messe gingen wir durch Sankt Peter und an Wachposten der Schweizergarde vorbei, Richtung der Audienzhalle. Der Vatikan war sehr gastfreundlich, vor der Halle gab es Kaffee und Snacks. Ich musste dringend auf die Toilette und hatte keine Zeit für Kaffee, also schnappte ich mir schnell einen Keks und ging in den Saal.

Maria Ressa, die Friedensnobelpreisträgerin von 2021, war der Ehrengast. Sie war hellwach und sprachgewandt. Zwei Punkte ihrer Rede habe ich mitgenommen: Liebe ist mächtig, und Hoffnung ist nicht passiv, sondern aktiv.

Papst Franziskus begrüßte uns ebenfalls und hielt eine kurze Ansprache. Er kann nicht mehr laufen und wurde im Rollstuhl hinausgefahren. Der alte Papst sah nicht fit aus, sein Gesundheitszustand bereitet mir etwas Sorgen. Ich wünsche ihm nichts Schlimmes im Heiligen Jahr.

Nach der Versammlung, obwohl am Nachmittag noch einige Symposien stattfanden, verließ ich den Vatikan, aß im Restaurant zu Mittag, trank Kaffee und ging dann wieder in die Stadt. Diesmal wollte ich den Orangenhain auf dem Aventin sehen, aber die Aussichtsplattform wurde gerade renoviert.
Rom und der Tiber.

Ganz in der Nähe befindet sich Santa Sabine, die weltweit Mutterkirche der Benediktiner ist. Die uralte und ehrwürdige Kirche genießt hohes Ansehen; jedes Jahr zu Beginn der Fastenzeit findet hier die Aschermittwochsmesse statt.


Anschließend ging ich bergab und fuhr mit der Straßenbahn zum Termini, um mir einige Kirchen anzusehen.

Die Bronzestatue des polnischen Papstes vor dem Termini erntete bei ihrer Aufstellung viele negative Kritiken, da sie als verzerrte Darstellung seines Bildes galt. Mir gefällt die Statue sehr gut; es kommt auf den Blickwinkel an. Mit seinem Gewand scheint er uns vor Wind und Regen zu beschützen.


Auf dem Weg entlang kam ich am Mosesbrunnen vorbei, der damals von den Römern verspottet wurde (ich finde die Figuren recht karikaturartig und witzig; heute würde sie jeder akzeptieren. Der Künstler hatte einfach Pech in seiner Zeit.
In Santa Maria della Vittoria befindet sich Berninis Teresa. Ich besuchte Teresas Heimatstadt Avilla vor zwei Jahren, und sie jetzt wiederzusehen, fühlt sich vertrauter an.

Man kann dort auch zwei weitere Kirchen besichtigen: San Carlino, ein Werk Borrominis. Ganz in der Nähe steht Berninis Sant'Andrea al Quirinale. Aber heute habe ich sie nicht besucht. Stattdessen ging ich zurück nach Santa Maria degli Angeli, wo Michelangelo ein antikes Bad in eine Kathedrale verwandelte. Das Gebäude ist sehr weitläufig. Hier verläuft auch eine Meridianlinie, die derzeit restauriert wird.


Anschließend ging ich in einem 45-Grad-Winkel zur alten Kirche Santa Prassede, einer Kirche aus dem 9. Jahrhundert mit einer alten und kunstvoll gestalteten Mosaikkapelle. Die möchte ich mir unbedingt noch einmal ansehen.


Ich überquerte die Straße, ging ein letztes Mal nach Santa Maria Maggiore, durchschritt noch einmal das Heilige Portal und war zufällig während der Messe dort. Ich hörte kurz zu und ging dann wieder.

Der Termini ist die Haltestelle des Expressbusses 40. Ich fuhr an einem Samstag durch das volle und verstaute Rom, betrachtete in aller Ruhe die Sehenswürdigkeiten und stieg dann an der Engelsbrücke aus, um zum Vatikan zurückzulaufen. Vom selben Punkt aus eilte ich am Morgen zum Treffpunkt der Gruppe. Auf meinem Heimweg nach „Feierabend“ dankte ich Rom für den wundervollen Tag. Grazie!
 
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Tag 6
26.01.2025
Heute ist Sonntag, und die Sonntagsmesse mit Papst Franziskus findet im Petersdom statt. An diesem Wochenende gab es auch die erste globale Veranstaltung des Heiligen Jahres, die sich mit dem Thema Jubiläum der Kommunikation und Medien, befasst und bei der Maria Ressa, die Friedensnobelpreisträgerin von 2021, zu Gast war. Speziell zu dieser Messe wurde ein Buch veröffentlicht.

Natürlich war ich mit meinen „Kindern“ dabei. Die heilige Messe war wie immer perfekt organisiert. Der himmlische Gesang des Sixtinischen Chores wieder zu hören, fühlte sich vertraut und zugleich ungewohnt an. Ich saß in der zweiten Reihe im Mittelgang und trug einige Erinnerungsstücke an das Heilige Jahr bei mir, in der Hoffnung, den Segen des Papstes zu empfangen, wenn er vorbeiging. Zu meiner Linken und Rechten saßen Geistliche aus Italien und Frankreich.


Nach der Messe kam der Papst auf uns zu. Er hatte Schwierigkeiten beim Gehen und saß im Rollstuhl.

Nachdem ich die Kirche verlassen hatte, stand ich fünfzehn Minuten vor dem Angelusgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Dieses Fenster gehörte ursprünglich zum Arbeitszimmer des deutschen Papstes, dessen letzte Ruhestätte sich heute in der Krypta des Petersdoms befindet, weniger als 100 Meter vom Apostel Petrus entfernt.

Der Platz war unglaublich lebendig, mit vielen Pilgergruppen aus verschiedenen Ländern und eine Bühne, die von jungen Leuten zum Singen aufgebaut wurde.


Nachdem ich den Petersplatz verliess, aß ich in meinem Lieblingsrestaurant zu Mittag und nahm mir sogar noch eine Tüte Nachtisch mit.


Meine Sonntagsmesse in Rom im Heiligen Jahr fand einen perfekten Abschluss. Es war nicht nur meine eigene Reise, sondern auch die Zeit mit der Gemeinde. Es hätte nicht schöner sein können; es hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen. Ich bin unendlich dankbar und nehme mir vor, mein Leben lang den Weg der Barmherzigkeit zu folgen und ein gütiger Mensch zu sein.

Am Nachmittag fuhr ich mit dem Bus zur Piazza Venezia, um meinen Abschiedsreise zu beginnen. Die Piazza Venezia ist derzeit eine riesige Baustelle; Roms dritte Metrolinie wird gebaut. Wer noch nie in Rom war, kann sich die Piazza Venezia in der Verfassung kaum vorstellen. Außerdem möchte ich alle daran erinnern, dass Rom außergewöhnlich sicher ist; es gab keine Taschendiebe. Ich trug meinen Rucksack die ganze Zeit auf dem Rücken, und es gab keine Roma auf den Straßen, in Bussen oder an den wichtigsten Touristenattraktionen (nicht aus Diskriminierung, sondern weil sie früher eine große Diebesbande waren).

Als ich die Piazza Venezia erreichte, überquerte ich die Straße, stieg die Stufen hinauf und verabschiedete mich von meiner geliebten Santa Maria in Ara Coeli, meine Lieblingskirche in Rom. Rom umarmte mich und verabschiedete sich mit der hellen Wintersonne.

Warum ich diese Kirche so liebe? Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen; diese altehrwürdige, erhabene Kirche hat mich in ihren Bann gezogen. Ich zündete eine Wachskerze vor der Jungfrau Maria an, um mich von ihr zu verabschieden und ihr für ihre Fürsorge zu danken. Früher hätte ich gesagt: „Ich gehe jetzt, bis zum nächsten Mal“, aber meine Erfahrungen der letzten Jahre haben mir gezeigt, dass das Leben manchmal unberechenbar ist. Wie sehr ich der Madonna vertraue und sie liebe! Danke, dass du mich mein Leben lang gesegnet und beschützt hast und mir Geborgenheit geschenkt hast.

Ein paar Schritte weiter, links vom Hauptaltar, im Pavillon, befindet sich das Grab von Helena, der Mutter Konstantins des Großen. Auch dort zündete ich eine Kerze an, um ihr zu danken. Sie beeinflusste Konstantins Konversion zum Katholizismus, was zur rechtlichen Anerkennung des Katholizismus im Römischen Reich führte. Sie unternahm Pilgerreisen ins Heilige Land und brachte die Holzteile der Krippe, in der Jesus gelegen hat, die Holztreppe, die er hinaufging, und die Nägel, mit denen er ans Kreuz genagelt wurde, mit.


Anschließend ging ich mit meinen Kindern zum Jesuskind, um mich von ihm zu verabschieden. Die Atmosphäre war freudig. Schließlich kaufte ich im Kirchen-Laden noch ein paar Souvenirs, um sie als Geschenke für Freunde und Familie mit nach Hause zu nehmen.

Als ich die Kirche durch die Seitentür verließ, erstrahlte die antike Geschichte im Sonnenlicht – Rom Forum.


Das Kapitol war eine weitere Baustelle; abgesehen vom letzten römischen Dichterkaiser wurde alles ringsum renoviert.


Ich wollte das alte jüdische Viertel Roms besuchen, um den Schildkrötenbrunnen und den Fontana delle Tartarughe zu sehen, aber alles, was ich sah, war eingehüllt und abgesperrt. Normalerweise sähe es so aus. Der Bau begann im 16. Jahrhundert und wurde von Bernini im 17. Jahrhundert vollendet – die perfekte Essenz barocker Kunst.

Dann schlenderte ich durch die Straßen des jüdischen Viertels. Auf diesem Platz gibt es viele jüdische Restaurants, und vor den jüdischen Bäckereien bildeten sich lange Schlangen. Ich hatte das Gebäck schon einmal probiert.

Das ist der typische jüdische Stil.

Heute wollte ich nicht zur Campo di Fiori; sowohl die Campo di Fiori als auch Piazza Navona sind an Wochenenden immer überfüllt. Ich ging Richtung Tiber und kam am frisch renovierten Palazzo Farnese vorbei. Auf Fotos sieht er einfach nur ordentlich und sauber aus; Auch Michelangelo hat hier seine Spuren hinterlassen. Heute beherbergt das Gebäude die französische Botschaft in Italien.


Dann bog ich in eine ganz besondere Straße Roms ein, die Via Giulia. Gepflegt, prachtvoll und ruhig, liegt sie nur einen kurzen Spaziergang vom Tiber entfernt – eine sehr elegante und dennoch friedliche Gegend. Audrey Hepburn lebte viele Jahre in Rom; sie wohnte in dieser Straße.

Ich musste vor 17 Uhr zurück im Vatikan sein, da die Krypta um 18 Uhr schließt, und ich wollte mich vom deutschen Papst verabschieden. Da die Busse sonntags unzuverlässig sind, schlenderte ich unter der späten Wintersonne am Tiber entlang – ein besonders schöner Urlaubsspaziergang in Rom. Die Ponte Sisto in der Ferne, eine im 15. Jahrhundert vom Papst in Auftrag gegebene Brücke, musste man auf Pilgerreisen nach Rom überqueren; sie blickt auf eine lange Geschichte zurück. Am Sonntag strömten viele Römer vom alten Trastevere-Viertel ins Stadtzentrum, als sei die Zeit zurückgedreht worden.

So kam ich zum Petersdom.

Die Tafel zeigt den Ort des Attentats auf den polnischen Papst.

Im Petersdom war viel los, als ob alle Römer durch das Heilige Portal strömten. Ich stieg in die Krypta ab und hier ist sehr ruhig und war fast leer.

Dann fuhr ich mit dem Bus zurück in die Stadt und verabschiedete mich am Kolosseum von Rom. Ich wollte auf diesem kleinen Hügel stehen und den jungen Römern beim Basketballspielen zusehen – auf dem besten Basketballplatz der Welt. Ich stand wieder auf dieser Brücke, blickte auf das Kolosseum in der Nacht und dachte an meine Tochter und dankte Anna innerlich für ihre Begleitung all die Jahre. Diese tiefe familiäre Verbundenheit ist eine Erkenntnis, die ich in diesem heiligen Jahr gewonnen habe. So begann meine große Pilgerreise durch das heilige Jahr, eine Rückkehr in eine Welt voller inniger Gefühle. Ich bin voller Dankbarkeit, mein ganzes Leben lang, in guten wie in schlechten Zeiten, war der liebe Gott immer für mich da und hat mich immer geholfen.


Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diese einfachen Worte zu lesen. Ich wünsche Ihnen alle Gesundheit, Frieden und Glück. Danke!
 
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die zweite Pilger-Reise im November 2025
19-20.11.2025


Die langen Geschäftsreisen im Fernost im Herbst waren anstrengend, und nach meiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete ich eine Zeitlang in Österreich und wagte mich in neue Bereiche vor, was mich körperlich und geistig völlig erschöpfte. Ich wollte mich erholen, und plötzlich kam mir Rom in den Sinn.

Dieses Jahr ist ein Heiliges Jahr, und obwohl ich bereits eine Pilgerreise nach Rom unternommen hatte, war meine Sehnsucht danach unglaublich groß. Ich vermisste Rom schrecklich und hoffte, meinen Geburtstag dort verbringen zu können. Also plante ich spontan, mit dem Zug zu fahren und einen Teil der Strecke zurückzulegen, wobei ich an einigen Orte Halt machen würde, wie auf meiner Pilgerreise nach Rom. Ich organisierte die Reisezeiten und Hotels entlang der Route, um meine Freunde in Rom mit einer „Ich komme!“-Nachricht zu überraschen. Unerwartet teilte mir der Freund mit, dass ein Bekannter aus Amerika zu Besuch sei und seine Unterkunft in Rom für diese paar Tage nicht verfügbar sei, obwohl ich unbedingt dort wohnen wollte. Dann änderte sich mein Plan, sodass ich früher als geplant und ziemlich überstürzt nur zwei Tage nach meiner Rückkehr aus Österreich abreiste. Die Reiseroute war auch unlogisch: Zug nach München, Flugzeug nach Florenz, dann Zug nach Rom. Die spontanen Arrangements ließen nicht viele Möglichkeiten.

19.11.2025
Bevor das Flugzeug landete, floss Arno vorbei, und die Kuppel des Florentiner Doms (Santa Maria del Fiore) war in der Ferne deutlich zu sehen – die Stadt der Renaissance.

Ich fuhr mit der Straßenbahn in die Stadt, aß zu Mittag und besuchte dann mit Annas Teddybär die Basilika Santa Maria Novella, bevor ich den Zug nach Rom nahm.


Ich verließ das Haus um 4:30 Uhr morgens und kam in Rom an, gerade als die Lichter der Stadt angingen. Ich aß zu Abend und überquerte dann die Straße zum Petersplatz.



20.11.2025

Ich war vom Vortag erschöpft, stand aber trotzdem vor 6 Uhr auf, frühstückte schnell in meinem Café und erreichte früh am Morgen das Pilger-Pavillon, um mich der ersten Pilgergruppe anzuschließen, die zum St. Peter aufbrach.



Die zweite heilige Pforte heute war Santa Maria Maggiore. Ich war überrascht, es so voll war, wie einen Markt vorzufühlen, denn Papst Franziskus ist dort begraben.


Ich überquerte auch die Straße, um die nahegelegene Kirche Santa Prassede mit ihren berühmten Mosaiken zu besichtigen.


Nach dem Mittagessen machte ich ein Nickerchen. Nachmittagssnacks und Kaffee in Rom.

Dann fuhr ich mit dem Bus nach Innenstadt. Ich besuchte meine Lieblingskirche in Rom, Santa Maria in Ara Coeli, und stieg die Treppe hinauf.

Vor der Marienstatue zündete ich eine Kerze an.

Eine Fußgängerbrücke in der Nähe des Kolosseums erinnerte mich an Anna, als ich sie als Kind mit nach Rom nahm; Ich erinnere mich, dass sie eines Morgens dort gespielt hat. Am Abend ging es zurück in den Vatikan.

Buonasera, Vatikan!
 
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die zweite Pilger-Reise im November 2025
2025 Nov 21



Ich stand früh auf und frühstückte. Zu meiner Überraschung fand ich in Rom Pistaziencroissants nach sizilianischer Art.
Nach dem Frühstück kehrte ich zum Ausgangspunkt Via della Conciliazione zurück und gehörte wieder zu den Ersten am Morgen. Ich ging mit der Pligergruppe durch die Heilige Pforte in den Petersdom.

Ich war überrascht, Kardinal Re, ein Mitglied des Kardinalskollegiums, zu sehen. Ich erinnerte mich gut an ihn, da er vor drei Jahren die Messe bei der Beerdigung des deutschen Papstes zelebriert hatte. Er war 91 Jahre alt, lief noch flott und sprach laut und fließend, führte eine Pilgergruppe an und war bester Laune. Ich saß damals in der Cappella San Sebastian und blickte zu ihm zurück.

Da ich schon einmal dort war, beschloss ich, die Grotte zu besuchen, um unserem deutschen Papst zu gedenken.

Ich verbrachte den halben Vormittag im Vatikan inklusiv Campo Santo. Dort zündete ich auch Kerzen für Schwester Pascalina an, die deutsche Nonne, die Pius XII. diente und dort begraben liegt. Hier zündete ich auch Kerzen an und betete für einige Freunde. Die Ära des deutschen Papsttums ist vorbei; manche Freunde, die ich damals kennengelernt habe, sind aus Rom weggezogen, andere sind verstorben. Zurück an vertrauten Orten – vieles hat sich verändert; so ist die Geschichte nun mal.

Mittags ging ich zu meinem Lieblingsplatz, dem Gianicolo, mit Blick über Rom.

Am Freitag aß ich Fisch in der Cafeteria und machte ein Nickerchen. Meine Wohnung in Rom hat einen Balkon; im Winter dort zu sitzen, fühlt sich wie zuhause an.

Nachmittags, nach dem Kaffee, besuchte ich die dritte Basilika, genauer gesagt den Lateran, die erste der vier großen päpstlichen Basiliken. Aus dem Bus zu steigen, den Platz zu überqueren und die Basilika zu betreten, fühlte sich an wie ein Sprint über einen Markt. Gegen Ende des Heiligen Jahres begegnete ich vielen älteren Pilgergruppen, die von der Kirche organisiert worden waren. Diese Pilger waren in ihren 70ern und 80ern und erlebten ihr letztes Heiliges Jahr. Ich habe vieles in Rom gesehen, aber die Gesichtsausdrücke der Pilger beim Durchschreiten die Heiligen Pforten, ihre Ehrfurcht, die Spuren ihres Lebens in ihren Gesichtern – es stimmt, dass im Heiligen Jahr jeder Pilger eine eigene Geschichte erzählt. Dies ist meine zweite Reise nach Rom in diesem Jahr, und mein tiefster Eindruck galt nicht nur dem Durchschreiten die Heiligen Pforten, sondern auch der Beobachtung der Mimik und Haltung der Gläubigen. Es war ein Mensch, ein unbedeutender Mensch, ein ganzes Leben.

Es gibt da noch ein Detail, das ich bisher nicht erwähnt habe: Die Vertiefung in der Mitte des Lateran ist das Grab von Papst Martin V. aus dem 15. Jahrhundert. Dort werfen die Menschen Münzen hinein. Ich stand still da, nahm dann ruhig eine Münze aus meinem Portemonnaie und warf sie hinein. Ein helles Geräusch ertönte, und viele um mich herum taten es mir gleich und warfen ebenfalls Münzen hinein. Die Basilika erfüllte sich mit freudigen Klängen. Ich lächelte und wandte mich zum Gehen.

Ich ging im Regen weiter zur Kirche Santa Croce, wo Reliquien aufbewahrt werden, die Helena, die Mutter Konstantins des Großen, aus dem Heiligen Land mitgebracht hatte, darunter Holzstücke vom Kreuz Jesu, Nägel und die Dornenkrone.

Auf dem Heimweg, während eines Besuchs im Kolosseum, geriet ich in der Dunkelheit in einen heftigen Hagelsturm. Ich habe unter einem alten Baum Schutz gesucht. Nachdem der Regen aufgehört hatte, fuhr ich mit dem Bus nach Hause. Der Himmel war rot. Mittags beobachteten meine Kinder den Himmel; der weiße Dunst war ein eisiger Nebel, der den heftigen Regen des Nachmittags und die Gewitter und den Hagel des Abends ankündigte.
 
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2025 Nov 22-23 (Samstag & Sonntag)

Es war Samstag. Ich kam früh auf dem kühlen Petersplatz an und nahm in der vierten Reihe Platz. An diesem Wochenende fand das weltweite Chortreffen zum Heiligen Jahr statt, und am Samstag gab es auf dem Petersplatz eine Sonderaudienz von Papst Leo, der aus USA stammte.

Ich sah ihn zum ersten Mal persönlich. Meine beiden Kinder saßen auf ihrem Heiligen-Jahr-Schal und sicherten sich so einen Platz.

Ich hatte das Glück, neben einem Chor aus Buenos Aires zu sitzen; sie improvisierten während des Wartens eine Weltklasse-Aufführung. Hinter mir sang ein Chor aus Sardinien Volkslieder. Vor uns stand eine Gruppe aus Norditalien; der ganze Platz hallte vom Gesang wider – es war wirklich ergreifend.

Dies war ein besonderes Geschenk, das ich im Heiligen Jahr empfangen durfte. Mein erstes Heiliges Jahr war Mitte Januar, zeitgleich mit dem ersten weltweiten Medientreffen, bei dem ich die Gelegenheit hatte, einen Nobelpreisträger zu treffen, an einem Symposium teilzunehmen und sogar Papst Franziskus zum letzten Mal zu begegnen.

Den neuen Papst aus den Vereinigten Staaten zum ersten Mal zu sehen, beeindruckte mich sehr; er war jung, zugänglich und pragmatisch.

Am Nachmittag besuchte ich die Heilige Pforte der Basilika Sankt Paulus vor der Mauer. Ich kam mit dem Bus. Ich wage es nicht, diesen Besuch als geschäftigen Markt zu bezeichnen. In der Vergangenheit hatte ich bei meinen Besuchen jeweils nur weniger als zehn Menschen gesehen; diesmal sah ich selbst im Bus lange Schlangen bei den Sicherheitskontrollen.

Das Wunderbarste war diesmal, dass die Kirche in drei Bereiche unterteilt war, in denen jeweils ein anderer Chor sang. Mein Gott, es war ein beispielloses Schauspiel, unbeschreiblich schön.


Dann nahm ich einen Bus, überquerte eine Brücke und schlenderte am Ufer des Tibers entlang. Der wunderschöne Tiber, mit der Fahne des Maltesers hoch oben am rechten Ufer.


Wohin ging es als Nächstes? Dem Rat des Papstes folgend, besuchte ich die Kirche Santa Cecilia in Trastevere, der Schutzpatronin der Musiker. Dort erlebte ich ein wunderbares Abendgebetkonzert.

Ein erfüllender Samstag. Ich habe die Heiligen Pforten der vier Basiliken besucht und damit meine Pilgerreise abgeschlossen. Ursprünglich wollte ich in meiner Geburtstagswoche nach Rom kommen, aber meine Unterkunft war nicht verfügbar, also reiste ich früher an und erlebte unerwartet eine großartige Feier zum Heiligen Jahr mit einem großen Chorkonzert.



Es war Sonntag, die große heilige Messe auf dem Petersplatz, ein Musikfest mit einem großen Auftritt der verschiedenen Chöre zum Heiligen Jahr. Es war kalt, nur drei Grad Celsius am Frühmorgen. Ich trug eine Daunenjacke und hatte mich noch dick eingepackt, und trotzdem war es recht kühl. Ich kam zwei Stunden früher, viele andere sogar drei oder vier Stunden früher. Man kann sich vorstellen, wie kalt es war.

Meine Kinder ergatterten noch einen Platz. Papa Leo zelebrierte die große heilige Messe. Die Priester, in ihren Gewändern zum Heiligen Jahr, spendeten die heilige Kommunion.


Der Besuch der Sonntagsmesse war eine Freude; ein wunderbares Geschenk für mich in diesem Heiligen Jahr.

Was den neuen Papst betrifft, so habe ich ihn dieses Mal zweimal getroffen. Er ist ein sehr weiser und zugänglicher Papst mittleren Alters, ein Augustiner, der Wissen schätzt und viele Jahre in der Missionsarbeit tätig war. Er spricht fließend Italienisch und Latein. Während der Papstaudienz am Samstag sprach er Italienisch, Deutsch, Spanisch, Englisch und Polnisch. Seine Botschaft war sehr praxisorientiert. Beim Sonntagsgottesdienst, nur zehn Minuten vor dem Angelusgebet um 12:00 Uhr, dachten alle, dass er eilig in den Papstpalast zurückkehren oder schnell auf den Balkon des Petersdoms gehen würde. Stattdessen betete er spontan das Angelusgebet vor dem Ende der Messe und beendete sie anschließend. Sehr flexibel und pragmatisch – das hatte ich nicht erwartet. Er ist sich seiner Verantwortung bewusst und hofft, dass Gott ihm Kraft gibt.

Das Motto des Heiligen Jahres ist Hoffnung, und ich wünsche allen, dass sie mit Hoffnung, Freude, Frieden und Gesundheit erfüllt sind.

Nach dem Mittagessen fuhr ich mit der U-Bahn zum Piazza del Popolo im Norden der Stadt, dem Ort, an dem Gläubige einst auf Pilgerreise nach Rom einzogen. Am Sonntag fand auf dem Piazza del Popolo eine Veranstaltung statt; es wimmelte von Menschen, überall waren Bühnen mit Gesang. Unter der strahlenden Wintersonne stieg ich zum Pincio hinauf, einem beliebten Aussichtspunkt in Rom, um den Sonnenuntergang zu genießen.

Der Musik lauschen, die gutaussehenden Männer und schönen Frauen um mich herum beobachten, den Himmel beim Sonnenuntergang in ein sanftes Orange-Rosa tauchen sehen – still im alten Rom zu sitzen, war ein wahrhaft freudiges Erlebnis.

Anschließend ging ich zur spanischen Treppe, einem weiteren belebten Viertel. Ich schlenderte in eine Seitengasse, aß Tiramisu und besuchte die Kirche in der Nähe von Berninis ehemaligem Wohnhaus. Die beiden Engel zu beiden Seiten des Altars stammen von ihm. Ich sah die beiden Engel, die Bernini selbst geschaffen hat.

Ich nahm das Anna-Bärchen und warf Münzen in den Trevi-Brunnen – eine für mich, zwei weitere hob ich vom Boden auf, insgesamt drei. Die Bärin symbolisiert Anna; vielleicht pilgert sie ja in ihrem heiligen Jahr dorthin, wenn sie so alt ist wie ich.

Am Abend schlenderte ich umher und besuchte das Pantheon, Santa Maria Minerva und den kleinen Elefanten Belli.


Sant’Ignazio di Loyola, das von Online-Influencern überlaufen ist, war vor einigen Jahren fast menschenleer. In der Kirche befindet sich ein Miniatur-Weihnachtskrippe. Viele schöne Kirchen befinden sich rund um die Piazza Navona.

Die Kirche Sant’Agostino, die Madonna del Parto, bei der man um Kinderwunsch betet, stellt eigentlich die Mutter von Nero dar.
Caravaggios Gemälde befindet sich in derselben Kirche.

Santa Maria dell‘Anima
Das Wochenende war wunderschön, erlebnisreich und gesegnet, ich war sehr glücklich und dankbar.
 
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Liebe Qing,
wie schön, ein Bericht zum Heiligen Jahr aus deiner Feder. Herzlichen Dank, dass du deine persönlichen Erlebnisse und Gefühle mit uns teilst und auch noch mit wunderschönen Bildern garnierst.
Herzlichst
Ute
 
Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich in diesem Moment eine Gruppe um mich hätte und trug das Kreuz des Heiligen Jahres durch das Heilige Portal.

Liebe Qing, genau dies sind die unglaublich schönen und in die tiefe gehenden Überraschungen, die Rom einen schenken kann! Ich danke für den ersten Berichtsteil und bin gespannt, was Du noch so alles erlebt hast.

Liebe Grüße
Padre
 
Liebe Qing,
herzlichen Dank für den stimmungsvollen Beginn deines Berichtes. Wir haben unsere Romreise aufs nächste Jahr verschoben (ist bereits gebucht), da wir das Gedränge scheuten. Ich selbst habe bereits vier Heilige Jahre in Rom erlebt. Schön, dass du mich auch in diesem Jahr dabei sein lässt, so ganz gemütlich im Sessel. Wir werden dir natürlich weiter folgen.

Liebe Grüße
Ludwig und Bärbel
 
vielen Dank liebe Gaukler, Ute, Padre und Ludwig & Bärbel, für Eure Wörter. Ihr habt mir viel geholfen.
Ihr habt mich auf dem Rom nach Rom begleitet.
Grazie mille!

Tag 2 ist fertig.
 
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Natürlich habe ich auch diesen Berichtsteil gerne gelesen.

Als ich die Straße überquerte und die unebenen Wege der alten Viertel entlangging, sah ich eine weitere Kirche, Santa Cecilia in Trastevere.
Bei diesem Satz bin ich mir nicht sicher, ob ich ihn richtig verstehe. Nämlich so, dass du S. Cecilia gerade erst zufällig entdeckt hättest und zuvor noch gar nicht kanntest?

In dem Falle herzlichen Glückwunsch zum Erstbesuch dieser wirklich wunderschönen römischen Kirche.


Ich habe nun alles erreicht, was ich mir für dieses heilige Jahr vorgenommen hatte. Gott sei Dank.
Wie schön, wenn man das sagen kann!
 
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