Noch deutlich umfangreicher (über eine Seite lang!) sind die an derselben Stelle veröffentlichten Regelungen bzgl. der
Mitnahme von Fahrrädern - im Grunde muss man sagen, dass es eher verboten als erlaubt sei (was aber natürlich auch nicht anders ist als in deutschen Großstädten, nämlich im Hinblick auf das zumeist recht hohe Fahrgastaufkommen).
Kurz gefasst die wesentlichen Bestimmungen, welche zumindest
de iure die Fahrrad-Mitnahme zumeist verhindern dürften, unter anderem diese:
- erlaubt überhaupt nur in der Metro, an Wochenenden und nach 20.00 h; und nur im ersten Wagen;
- natürlich nur mit eigenem Fahrschein (außer für Inhaber von Monats- oder Jahreskarten)
- nur Räder ohne zusätzlichen Elektroantrieb;
- Ein- und Ausstieg nicht über Rolltreppen, sondern nur über Rampen von mindestens 2 m Breite oder Aufzug; und (darum) gar nicht an Spagna, Barberini, Repubblica, Termini, Vittorio Emanuele, San Giovanni; ferner auch nicht über besagte Rampen, sofern eine daneben verlaufende Rolltreppe außer Betrieb sein sollte;
- Kinder unter 12 Jahren nur in Begleitung Erwachsener;
- und natürlich kann das Fahrrad jederzeit vom Transport ausgeschlossen werden, wenn ein Fahrer oder anderer Bediensteter der ATAC das sagt (Metrostation oder Bahn zu voll, Reifen zu dreckig, oder was auch immer).
Schließlich wird überhaupt nur
ein einziger Bus benannt, auf dem es gestattet ist:
Linie 791 an Sonn- und Feiertagen ... vielleicht deswegen, weil man damit zur Villa Doria Pamphili kommt.
Tatsächlich habe ich nur ganz selten mal einen Radfahrer im römischen ÖPNV getroffen (und ich bin ja nun wirklich nicht ganz selten per Bus und Bahn unterwegs

roud: :]). Das einzige Mal, an das ich mich noch konkret erinnere: im Februar, nach einem Abendessen in Trastevere; der Radfahrer wartete gemeinsam mit uns an der Hst.
Morosini/Regina Margherita. Darum dachte ich zunächst, er wolle vielleicht jemanden vom Bus abholen ...
invece no. :] Der Busfahrer hat allerdings seinerzeit nicht protestiert; auf diese Weise konnte sich der Radfahrer den langen und beschwerlichen Gianicolo-Anstieg ersparen.
Kurzum: Wer in Rom mit dem Rad unterwegs sein möchte, der darf sich jedenfalls nicht darauf verlassen, ggf. ein Stück ÖPNV-Transport einlegen zu können.