Für Venedigfans

Noch hat er selbst es nicht bestätigt, aber es sieht so aus, dass ein neues Bansky-Werk in Venedig aufgetaucht ist, sozusagen am Rande der Kunstbiennale:
Über einem Kanal in Venedig ist ein Graffiti entdeckt worden, dass von dem berühmten Streetart-Künstler Banksy stammen soll. Es befindet sich im Universitätsviertel Dorsoduro. Das Bild zeigt einen Jungen, der eine brennende Fackel in die Höhe hält.
An anderer Stelle - WDR - schreibt man
Auf dem Bild ist ein kleiner Junge mit Rettungsweste zu sehen. Er hält eine brennende Seenotfackel in die Höhe und steht mit den Füßen im Wasser. Banksy selber hat sich bisher noch nicht zu dem Bild bekannt, das nahezu gleichzeitig zum Beginn der Kunstbiennale in Venedig an der Hauswand aufgetaucht ist.
Auch Venezia today berichtet davon und hofft, da man mit 99%iger Wahrscheinlichkeit davon ausgeht, dass es ein "echter Bansky" ist, dass der Künstler sichh dazu meldet und das Graffito keine Fälschung ist.
... „una possibilità del 99% che sia, di fatto, di un'opera di Banksy. Ora non resta che aspettare che l'artista si faccia avanti. Nella speranza che non si tratti di un falso.“

Also: Augen auf beim nächsten Bummel durch Dorsoduro bei San Pantalon ;).
Es gibt Neuigkeiten:

Das Projekt zur Restaurierung von Banksys “The Migrant Child”, einem der wenigen Werke des britischen Künstlers, die auf italienischem Staatsgebiet anerkannt sind, hat offiziell begonnen. Das im Mai 2019 an der Fassade des Palazzo San Pantalon aus dem 16. Jahrhundert in Venedig entstandene Werk wird ab dem 17. Juni 2025 konservatorischen und sicherheitstechnischen Arbeiten unterzogen. Dies wurde von der Banca Ifis bestätigt, die auch den bevorstehenden Beginn der Arbeiten zur Renovierung des gesamten Gebäudes, das sich in einem baufälligen Zustand befindet, angekündigt hat. Mit der konservativen Restaurierung des Werks wird Federico Borgogni betraut, ein Restaurator mit Erfahrung in der Behandlung von Wandmalereien, die von Banksy selbst geschaffen wurden. Borgogni hat sich bereits in der Vergangenheit mit dem Schutz von Werken des Straßenkünstlers befasst und dabei in städtischen Kontexten und auf besonders empfindlichen Wandoberflächen gearbeitet. Die Sicherung von The Migrant Child wird etwa einen Monat dauern, danach werden umfangreichere Arbeiten an der gesamten Struktur des Gebäudes beginnen.
Der Palazzo San Pantalon im Stadtviertel Santa Croce ist ein Beispiel für die venezianische Baukunst vor dem 19. Der Palast, der dank des Plans von Jacopo de Barbari bereits um 1500 dokumentiert ist, besteht aus drei Stockwerken und einem Wassertor, das das Gebäude mit den Kanälen Rio di Ca’ Foscari und Rio Novo verbindet.
 

Im Jahr 2027 erwartet die Animationswelt ein neues Highlight: Pixar und der renommierte Genueser Regisseur Enrico Casarosa kehren gemeinsam nach Italien zurück. Nach dem oscarnominierten Erfolg von „Luca“ im Jahr 2022 widmet sich Casarosa in seinem neuesten Werk der bezaubernden Lagunenstadt Venedig.
 

Das Gebäude hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder angepasst. Von einem geschäftigen Handelsposten über ein Zollhaus und ein Postamt bis hin zu einem modernen Luxuskaufhaus hat es seine Funktion kontinuierlich gewechselt. Diese historische Anpassungsfähigkeit, trotz seines geschützten Status, deutet darauf hin, dass eine neue Bestimmung nicht nur wahrscheinlich, sondern dem Wesen des Gebäudes inhärent ist.
Die Schließung der DFS Group ist somit nicht das Ende, sondern lediglich ein weiterer Katalysator für eine erneute Transformation. Die aktuelle Unsicherheit sollte daher nicht als Krise, sondern als Chance verstanden werden. Es ist die Gelegenheit für den Fondaco, seine nächste, vielleicht noch passendere Iteration in der fortlaufenden Geschichte Venedigs zu finden, die die Bewahrung des Erbes mit den Anforderungen der Gegenwart und Zukunft in Einklang bringt.
Mit vielen schönen Bildern
 

Am Markusplatz in Venedig hat ein neues Kunstmuseum eröffnet: das San Marco Art Center, abgekürzt SMAC. Seine Räume wurden von dem britischen Star-Architekten David Chipperfield gestaltet, wie das Monopol Magazin berichtet. Der neue Kunstort befindet sich in den „Alten Prokuratien“, einem der Gebäude, die den meist von Touristen bevölkerten Platz einrahmen. Die „Procuratie Vecchie“ war einst Sitz der venezianischen Baubehörde. Das Gebäude mit Arkadengang war rund 500 Jahre lang für die Öffentlichkeit unzugänglich. Das ändert sich nun mit der Eröffnung des San Marco Art Center. Auf mehr als 1000 Quadratmetern Fläche sollen jährlich zwei bis vier Ausstellungen zu sehen sein. Das Eröffnungsprogramm ist dem australischen Architekten Harry Seidler und der koreanischen Landschaftsarchitektin Jung Youngsun gewidmet. Das SMAC finanziert sich nach eigenen Angaben aus dem Verkauf von Eintrittkskarten, durch Partner und Sponsoren. Es hat keine eigene Sammlung. Das Museum hat 58 Fenster mit Blick auf die Piazza San Marco.

 
Für mich war diese Nachricht von Stefan Maiwald heute neu:


Und schon wieder ist eine Gondel in Venedig umgekippt. Inzwischen kommt das beinahe täglich vor – alle Passagiere und auch der Gondoliere landeten im Wasser. Warum geschieht das dauernd? Weil die Passagiere ihre Fahrt via Selfie oder Video festhalten wollen und sich dabei trotz aller Mahnungen viel zu weit über Bord lehnen. Aber eine Gondel ist kein gewöhnliches Boot, sondern hat nur ganz geringen Tiefgang und ist daher sehr, sehr wacklig. Also, bei allen Selfie-Wünschen: Nicht zu weit vorbeugen, nicht während der Fahrt aufstehen, brav sitzen bleiben und genießen.

Kaum zu glauben!
 

Venedig hat bereits 2019 Ballspielen in einigen öffentlichen Bereichen der Stadt verboten. Auf der Insel Murano ist es nur auf einem bestimmten Platz erlaubt, und auch dort nur für Kinder unter elf Jahren. Die Eltern argumentieren allerdings, dass der Platz, auf dem ihre Kinder spielten, erst nach der Einführung dieses Verbots erbaut wurde und damit nie in die Liste aufgenommen worden sei. Sie planen, die Angelegenheit beim Bürgermeister der Stadt vorzubringen. Die Höhe des Bußgelds steigt den Berichten zufolge von 50 auf 500 Euro, sollten die Eltern sie nicht rechtzeitig begleichen.
 
Unsere Tochter, die vor ca 2 Wochen mit der Familie in Venedig war, hat sehr begeistert von mehreren Delfinen erzählt, die sie gesehen haben. ;)
 

Seit über einem Monat ist der Delfin „Mimmo“ im vielbefahrenen Kanal vor dem Markusplatz gewesen. Nun wurde er dazu getrieben, in ruhigere Gewässer in Richtung offenes Meer auszuweichen. Mit Hilfe eines Sonars wurde das Meeressäugetier am Samstag von Einsatzbooten in Richtung der Giardini della Biennale geleitet, wo das Wasser tiefer ist, wie lokale Medien berichteten. Dort wurde „Mimmo“ dabei beobachtet, wie es mehrmals aus dem Wasser sprang, bevor es abtauchte und verschwand. Die Überwachung wird in den kommenden Tagen fortgesetzt, um festzustellen, ob das Tier endgültig ins offene Meer weitergezogen ist oder ob es künftig erneut in die stark befahrenen - und daher gefährlichen - Gewässer des Markusbeckens zurückkehren könnte.

Ich habe ihn am Freitag nicht gesehen.
 

Aktivistinnen und Aktivisten der Klimabewegung „Extinction Rebellion“ haben gestern die Gewässer des Canal Grande in Venedig sowie Flüsse und Brunnen in zehn weiteren italienischen Städten grün gefärbt. In Venedig nahm auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg an der Aktion teil. Die Sicherheitskräfte griffen ein, identifizierten mehrere Teilnehmer und beschlagnahmten Musikinstrumente sowie ein ausgerolltes Banner.


... Farbstoff verwendet wurde, war nicht angemeldet. Die Polizei verhängte gegen alle 37 Aktivisten, darunter Thunberg, ein 48-stündiges Aufenthaltsverbot für das Stadtgebiet.

Die Aktivisten wurden angezeigt, ihre Transparente und Musikinstrumente beschlagnahmt. Thunberg zeigte keine Ausweisdokumente vor, gab jedoch ihre Personalien mündlich an und wurde aufgrund ihrer Bekanntheit identifiziert.
 

... Sebastian gezeigt, der ersten Etappe einer Reise zwischen Venedig, New York und Rimini.
Ein bedeutendes Meisterwerk der venezianischen Renaissance kehrt nach mehr als siebzig Jahren nach Venedig zurück. Die Pietà oder der tote Christus, der von vier Engeln gestützt wird, von Giovanni Bellini (Venedig, ca. 1430 - 1516), die im Museo della Città di Rimini aufbewahrt wird, wird dank eines umfassenden Restaurierungsprojekts, das von Venetian Heritage gefördert und finanziert wurde, in der Galerie Giorgio Franchetti im Ca’ d’Oro der Öffentlichkeit präsentiert.
 
Für Venedigfans, denen der Sinn vielleicht nicht so nach "besinnlicher Vorweihnachtszeit" steht:

- Aus der Reihe "Spurlos in ..." der dritte Film, diesmal aus Venedig (mit immer wieder schönen Aufnahmen aus dem nicht touristischen Venedig), abrufbar in der ARD-Mediathek bis 04.12.2026.

- Ein neuer Venedig-(Krimi)-Roman des irischen Schriftstellers John Banville :

 
Der großartige Cees Nooteboom ist gestorben. Vielleicht ein Grund, wieder einmal seiner Liebe zu Venedig nachzuspüren und sein Venedig-Buch aufzuschlagen.
Der große niederländische Autor und Reisende Cees Nooteboom stellt sich die Frage: »Weshalb liebe ich diesen Ort mehr als andere Orte?« In seinen Texten aus drei Jahrzehnten gibt er die Antwort – und setzt Venedig, La Serenissima, ein Denkmal von ungeheurer Strahlkraft.
(mit Leseprobe)
 
Liebe Pasquetta,
noch bevor ich deinen Hinweis las hatte ich gerade sein kleines Büchlein aus dem Inselverlag "Venezianische Vignetten" als Abendlektüre am Bett liegen und als ich dem BEVA davon erzählte, sagte er mir, dass Cees Nooteboom gestorben ist.
Dann werde ich das andere Venedigbuch, das auch in unserem Bücherschrank steht, wieder zur Hand nehmen.
Es ist wirklich unglaublich schön und ganz besonders, wie er versteht, über Venedig zu schreiben.
 

Aktueller Zusatz zum Delfin Mimmo. Er schwimmt immer noch ab und zu direkt vor dem Markusplatz. Aber der Lebensraum ist eine grosse Gefahr für das Tier.

 
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