Tag 1 (26.09.2009)
Anreise und die wertvollen Tipps des Forums
Nachdem sich unser Cheffotograf - der leider nicht mitfahren konnte - der ersten Reise bereit erklärt hatte, mich zum Flughafen Frankfurt zu fahren, um dieses Mal zumindest auf der Hinreise ein
eventuelles Bahnchaos zu umgehen.
Am Flughafen Frankfurt habe ich gleich mein Gepäck aufgegeben, da ich recht zeitig dort war, ging dies recht zügig von statten. Leider mit einem kleinen Rückschlag, ich hatte meinen Fotorucksack und ein kleines Stativ nebst Stadtplan und sonstigen Unterlagen, die ich gern griffbereit haben wollte, in einen kleinen Bordtrolley gepackt, den die nette Dame am Check-In-Schalter aber gern wiegen wollte und für zu schwer empfand. Also sollte ich ihn aufgeben, was ich meiner Fotoausrüstung nicht antun wollte, also schnell den Fotorucksack und die Unterlagen herausgeholt und den Trolley inkl. Stativ meinem Freund mitgegeben. Da mir das zu Umständlich war, einen fast leeren Trolley noch mitzuschleppen.
Später stellte sich dann heraus, dass das durchaus berechtigt war, da es sich bei dem Flugzeug um eine recht kleine 70-100 Mann Maschine gehandelt hat und der Trolley nicht mal in das Gepäckfach an Board gepasst hätte.
Der Flug verlief sehr ruhig bei schönem Wetter und wir landeten pünktlich in Rom.
Da mein britischer Freund und seine Frau aus London anreisten, konnten wir die Flugzeiten nicht optimal aufeinander abstimmen, so dass ich ca. 2 Stunden vor ihnen in Rom war und mich dort schon mal mit dem Vermieter der Wohnung treffen wollte. Ich flog dieses mal mit Alitalia, da ich im Mai keine günstigen Flüge mit Lufthansa bekam.
Nach der pünktlichen Landung in Rom und der recht zügigen Gepäckausgabe, bin ich zunächst etwas planlos Richtung Terminal C gelaufen, auf der Suche nach einem Weg von der Abflughalle in die Ankunftshalle, wo sich die Touristeninformation befindet. Meine Erinnerung vom letzten Aufenthalt, wo wir in Terminal B angekommen sind, war nicht mehr ganz so frisch. Nachdem ich die Touristeninformation gefunden hatte, diese aber geschlossen war (das kleine Büro zwischen den ganzen Autovermietungen, habe ich an einem Nachbarstand gefragt und wurde in Richtung eines Cafes links neben den Rolltreppen zum Bahnhof geschickt, wo sich das große Büro der Touristeninformation befindet. Dort habe ich erst mal 3 Roma-Pässe für uns besorgt (Tipp: entweder einigermaßen passend Bargeld dabei haben oder mit Karte bezahlen, im Büro haben sie recht wenig Wechselgeld) und um die Ecke ein Zigarettenpäuschen gemacht. Dann noch schnell eine Flasche Wasser gekauft, der Temperaturunterschied zu Deutschalnd war doch etwas erschlagend und ein wenig Pause neben einem der Ausgänge gemacht. Kurz mit einem australischen Ehepaar ins Gespräch gekommen, die mit einem Taxi angeblich für 30€ in die Innenstadt nahe der
Piazza Navona gebracht werden sollten, ich habe sie dann noch kurz gewarnt, dass sie bei dem Preis eventuell über den Tisch gezogen werden könnten. Sie fragten mich dann noch, ob ich mitfahren wollte, darauf hatte ich aber keine Lust

, da ich ja Richtung Vatikanische Museen musste. Dann noch schnell das Bahnticket für die FR1/FR3 nach
Valle Aurelia am Automaten gezogen und den Vermieter telefonisch kontaktiert, dass ich ca. in 1 bis 1,5 Stunden an der Wohnung ankommen werde.
Auf dem Bahnsteig in Fiumicino beobachtete ich dann eine ältere Frau, die mit 2 Japanern diskutierte und ziemlich planlos geguckt hat. In der rechten Hand hielt sie ihr Bahnticket und in der linken einen Netzplan. Die Japaner konnte ihr wohl auch nicht wirklich helfen, weswegen ich sie ansprach und fragte, ob ich ihr vielleicht helfen könne.
Sie hatte ein Hotel in der
Via Andrea Ferrara, also ziemlich weit außerhalb und eine nur recht grobe Beschreibung, wie sie dorthin kommt. Nachdem ich mir einen Überblick verschafft habe, habe ich ihr angeboten, dass sie mit mir zusammen bis
Valle Aurelia fahren könnte, sie dann am besten der Wegbeschreibung des Hotels folgend mit der Metro 2 Stationen bis
Cornelia fahren und dort einen Bus nehmen soll, der sie zum Hotel bringt oder ggf. noch mal nachfragen. Auf der Bahnfahrt haben wir uns ein wenig unterhalten und es stellte sich heraus, dass sie aus Neuseeland kam und eine Art Weltreise machte. Ich habe sie dann noch zum richtigen Metrobahnsteig gebracht und mich selbst einen Stock tiefer in die Metro Richtung Innenstadt gesetzt.
Als ich an der Metrostation
Ottaviano ankam habe ich dem Vermieter kurz eine SMS gesendet und dieser wartete dann schon am Hauseingang, um nicht zu sagen -portal.
Da wir bzw. ich laut der Ferienwohnungsagentur noch den Restbetrag der Miete zzgl. einer Kaution (für eventuelle Schäden) bezahlen musste, musste ich leider von Deutschland einen größeren Betrag Bargeld mitnehmen, was mir etwas unangenehm war, ich laufe allgemein ungern mit viel Bargeld durch die Gegend. Nachdem mir der Vermieter kurz die Wohnung gezeigt hat und mir die wichtigsten technischen (Gas, Warmwasser etc.) Sachen erklärt hat, haben wir das finanzielle geregelt und er schaute etwas erstaunt, als ich ihm noch den Betrag für die Kaution vorzählte. Er meinte dann noch, wir könnten die Schlüssel bei Abreise einfach auf dem Tisch liegen lassen und die Tür zuziehen. Dann meinte ich nur, dass er ja schon noch mal vorbeikommen müsste, um die Kaution zurück zu zahlen. Er schaute wieder etwas erstaunt, meinte dann nur, dass er noch nie eine Kaution genommen hätte und hat mir schließlich das Geld zurückgegeben.
Danach habe ich auf Nachricht von meinem Freund gewartet, nach einer knappen Stunde waren auch sie an
Ottaviano angekommen und ich habe sie kurz abgeholt. Nachdem wir uns alle etwas ausgeruht und frisch gemacht hatten, haben wir noch schnell im diperdi nebenan das Nötigste eingekauft, festgestellt, dass der Supermarkt recht teuer ist und uns dann entschieden am ersten Abend essen zu gehen und zwar im
I Quattro Mori.
Auf dem Weg dorthin Zwischenstopp am Petersplatz gemacht und die nächtliche Stimmung bewundert.
Auf dem Rückweg zur Wohnung konnte ich dann noch einige nächtliche Eindrücke der Engelsburg festhalten, mangels Stativ gestalteten sich die Nachtaufnahmen allerdings als recht schwierig.
(Fotos und eventuelle Ergänzungen folgen

)
Weiter geht es dann mit Tag 2...
Gruß
humocs