Kinder-Erlebnisse: Family-Tour in den Vatikanischen Museen

Simone-Clio

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Die Nutzerin SunnyH erzählt in ihrem Reisebericht Die Stadt der Treppen und der spontanen Umplanung von einer speziellen Tour für Kinder und ihre Familie :thumbup: durch die Vatikanischen Museen:

19 Uhr, die Türen öffnen sich und wir sind drin – in den Vatikanischen Museen. Zuerst holen wir mit unserer Onlinebestätigung unsere Karten ab, besuchen sicherheitshalber noch „das Örtchen“ und holen dann die Audioguides, auch die Familiy Tour für Kinder gab es auf deutsch, zusätzlich gab es eine kleine Übersichtskarte mit Symbolen und für den Kurzen einen Schatzplan, ebenfalls mit Symbolen, die abzulaufen waren. Wir verschafften uns einen kurzen Überblick und stellten fest, die Tour, die für Kinder gedacht ist, reicht uns völlig aus. Wir starteten in den Ägyptischen Museen und waren schon völlig begeistert, welche Kunstschätze und interessanten Objekte hatte der Vatikan hier zusammengetragen.

Die Numerierung der Kinderkarte war etwas gewöhnungsbedürftig, die Nummern, die unter den einzelnen Dingen standen, entsprach natürlich der aus der Führung für Erwachsene, z.B. sollte man in Ägypten die Nr. 6 suchen, dies war eine große steinerne Tafel direkt neben einer Tür. Es dauerte einen Moment und bedurfte der Hilfe eines wirklich ganz reizenden Wärters, der uns suchen half, bis wir das System der Kinderführung begriffen hatten, das meinten die mit Schatzsuche! Wir mussten fortan immer die Objekte des kleinen Planes in den Räumen suchen und konnten uns dann mit dem Audioguide die tolle, kindgerechte und wirklich gute Erklärung anhören. Junior machte natürlich einen Sport daraus, die Sachen schneller zu finden als wir J.

Zu den Museen könnte man Romane schreiben, dies haben bereits viele Leute getan, die deutlich kompetenter sind als wir, hier die Kurzfassung unserer Lieblinge:

-Die Mumien der Ägypter (die „ausgepackte“ und die „noch eingewickelte“)

-Herkules

-Der Raum der Tiere – die Darstellung der Tiere sieht so echt aus, die Wolle vom Schaf, das Fell des Löwen, hier könnte ich stundenlang schwärmen!

-Die Wandteppiche

-Der Raum der Karten, dieser hat mir persönlich sogar besser gefallen, als die Sixtina, meiner Familie aber nicht J

-Die Stanzen von Raffael (...)

-Die Sixtinische Kapelle – hier war der Audioguide aus der Kinderführung grandios, toll erklärt, mit viel Humor und nicht nur Fakten. Unser Sohn schaute und schaute, wir waren fast eine dreiviertelstunde an diesem heiligen Ort, eines seiner persönlichen Rom-Highlights. Den versteckten Michelangelo im Fell und den Mann mit den Eselsohren haben wir gesucht und auch gefunden.

Alles in allem war es für uns eine gute Entscheidung, den Besuch gewagt zu haben. Die Kinderführung war super, unser absolute Empfehlung! Den Besuch in den Abendstunden würden wir jederzeit wieder so machen, es war zwar voll, aber man konnte überall gut schauen und sich so lange aufhalten, wie wir wollten.

Wir erstanden in den Museen dann noch ein Buch, allerdings eines für Kinder, „Zu Besuch bei Leonardo da Vinci“. Passte zwar nicht so ganz dazu, aber egal, es ist ein wunderbares Kinderbuch, reich illustriert und schön zu lesen. Aus dieser Reihe gibt es noch einige, wir werden bestimmt beim nächsten Mal in Rom noch mehrere Bücher aus dieser Reihe mitnehmen.
Alle Informationen auf der Seite der Vatikanischen Museen: Kunstvermittlung - "Family Tour"

Virtuelle Persönlichkeiten werden sie auf ihrer besonderen Tour begleiten: von der sympathischen Museumsaufsicht Gregorius bis zum Engel von Melozzo von Forlì, von dem Bewohner des antiken Ägyptens bis zum Gott Merkur, bis schließlich - in der Sixtinischen Kapelle angelangt - selbst von Michelangelo geführt zu werden.
 

Lea Tabea

Legionär
Vielen Dank für diesen schönen Bericht. Vor drei Jahren war ich mit meinem damals 9 jährigen Sohn Sohn dort. Er wollte keine Familienführung, sondern mag es, die Dinge allein zu entdecken. Problem: Wenn man sich mit den Massen durch die langen Gänge schiebt, kommt man nicht raus, wenn man genug hat. Für meinen Sohn war es deshalb das blödeste Erlebnis, obwohl er wirklich ein sehr interessiertes Kind ist.
 
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