Die Nonnen von Sant'Ambrogio: Eine wahre Geschichte

tacitus

Magnus
Stammrömer

Ein neues Buch des Kirchenhistorikers Hubert Wolf.
Verlagstext:
Die Akten dieses Inquisitionsprozesses sollten für alle Ewigkeit in den Archiven des Vatikans verschwinden. Um ganz sicher zu gehen, legte man sie an der falschen Stelle ab, ohne zu ahnen, dass sie gerade dadurch über hundert Jahre später der Forschung zugänglich werden – und Hubert Wolf sie aufspürt.
Rom, im Juli 1859: Eine Nonne ruft um Hilfe, man will sie vergiften, doch sie kann fliehen. Es kommt zu einem Prozess, in dem die Inquisition Unglaubliches aufdeckt: Im Kloster Sant’Ambrogio werden seit Jahrzehnten Nonnen als Heilige verehrt. Visionen, Dämonenaustreibungen, Segnungen per Zungenkuss, lesbische Initiationsriten und Wunder sind an der Tagesordnung. Zweiflerinnen werden beseitigt. Und hinter alledem steht ein Netzwerk von Jesuiten mit besten Kontakten zum Papst.
Bis heute besitzt der Fall Sant’Ambrogio eine gewaltige Sprengkraft: Einer der Beichtväter, der unter falschem Namen bei den Nonnen übernachtete, entpuppt sich als vatikanischer Spitzentheologe und enger Vertrauter des Papstes, der das Unfehlbarkeitsdogma maßgeblich mitformulierte. Die wahre Geschichte von Sant’Ambrogio ist damit auch ein Kapitel aus der wahren Geschichte des modernen Katholizismus.


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Magnus
Stammrömer
Zusatz:
Der Kirchenhistoriker Hubert Wolf hat in den Archiven des Vatikans Akten eines Inquisitionsprozesses um das Nonnenkloster Sant'Ambrogio aus dem 19. Jahrhundert gefunden, die Stoff für einen schlüpfrigen Kriminalroman böten.
Die Geschichte der «Nonnen von Sant'Ambrogio»: Sexualleben als Gottesdienst - Literatur Nachrichten - NZZ.ch

Zusatz:
Geheime Initiationsriten und sexuelle Gewalt: Hinter den Klostermauern von Sant'Ambrogio in Rom spielten sich Mitte des 19. Jahrhunderts ungewöhnliche Szenen ab.
Sex im Nonnenkloster - Hubert Wolf "Die Nonnen von Sant'Ambrogio - | Religionen | Deutschlandradio Kultur

Zusatz:
Wolf, der seit Jahren mit DFG-geförderten Großprojekten die Geschichte der römischen Inquisition und Indexkongregation aufarbeitet, zeichnet ein schmerzlich genaues Bild der dahinter stehenden Mentalitäten. Nicht nur in Rom, sondern teils auch bei deutschen klerikalen Eliten ist der gegen die Moderne gerichtete päpstliche Zentralismus verbunden mit einer wahnhaften Verfallenheit an den Mystizismus.

 
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