Dichter im Café

Pasquetta

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Das Kaffeehaus - legendärer Treffpunkt europäischen Geistes, Umschlagplatz von revolutionären Ideen, Bühne des Lebens. Hermann Kesten unternimmt in seinem essayistischen Buch »Dichter im Café« eine kulturhistorische Tour d'Horizon durch die Cafés und die Literaturgeschichte der Moderne und stellt dabei fest, dass diese ganz einzigartigen Orte für ihn und andere Literaten im Exil zu »Wartesälen der Poesie« geworden seien. Er erzählt von eigenen Erfahrungen und Begegnungen, von Büchern, Persönlichkeiten und Leidenschaften - und immer lauscht er humorvoll den Geschichten. Eines der schönsten Bücher des Romanciers und Chronisten westlichen Geisteslebens, voll von unvergesslichen Szenen.


---------- Beitrag ergänzt um 21:27 ---------- Vorangegangener Beitrag um 21:04 ----------

Durch den Hinweis auf eine Lesung (die in der Casa di Goethe stattfindet) zu Hermann Kesten - mit dem schönen Titel "Uns geht es gut. Wir sind in Rom." ;) -, bin ich wieder an oben genanntes Buch erinnert worden. Kesten, der ein eifriger Café-Besucher war,
„Rom sieht wie ein einziges kontinuierliches Kaffeehaus aus”, schrieb er einmal. Kesten war täglich in einem Café anzutreffen, sei es im Doney an der Via Veneto, dem Rosati an der Piazza del Popolo oder im Babington an der Piazza di Spagna. Dort schrieb er eines seiner erfolgreichsten Bücher, “Dichter im Café”. In den fünfziger Jahren war Kesten fester Bestandteil des literarischen Lebens in Rom.
schreibt darin in einem Kapitel auch über seine römischen Café-"Erfahrungen".

Im Frühjahr ist eine Biographie über Hermann Kesten erschienen,
"Zu Hause im 20. Jahrhundert" Hermann Kesten - Autor: Albert Debrunner
die recht gute Kritiken bekommen hat und anscheinend lohnt, gelesen zu werden.
Hier noch mehr dazu:
BR - Albert M. Debrunner: Biographie über Hermann Kesten
Nürnbergs bedeutendster Schriftsteller des 20. Jahrhunderts ist Hermann Kesten. Er spielte lange Zeit eine zentrale Rolle in der Literatur. Jetzt erinnert die erste Biographie "Zu Hause im 20. Jahrhundert" an den bedeutenden Autor.
 

Pasquetta

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Ich hatte gestern vergessen, darauf hinzuweisen, dass Hermann Kesten über zwanzig Jahre (von 1953 bis zum Tod seiner Frau 1977) in Rom gelebt hat. Er "verdient" es also, hier im Rom-Forum erwähnt zu werden ;).
 

Pasquetta

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Wie es der Zufall will, gibt es später einen Vortrag über das Leben von Hermann Kesten, den ich mir natürlich nicht entgehen lasse.
Was für ein schöner Zufall. Ich hoffe, Du hattest einen anregenden Abend und konntest etliches über den fast vergessenen Hermann Kesten erfahren.
Dieses Bild von Michael Mathias Prechtl habe ich auch entdeckt und es scheint mir die "Situation" Kestens gut zu verdeutlichen.
 

dentaria

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Ja, es war sehr interessant und ich habe mir nun schon ein Buch von ihm bestellt, allerdings ein anderes.


Das Bild von Prechtl gefällt mir sehr gut, aber die Referentin konnte mal wieder mit den Hörnern des Mose nichts anfangen! ;)
 

dentaria

Caesar
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Nun, da sie nicht um Hilfe gebeten hat, bleibt es für sie bei dem " Hinweis auf ein biblisches Sagenwesen".;)
 
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