Da sola a Roma

dentaria

Caesar
Forum-Sponsor
Stammrömer
Rom-Reise
12.12.2019-16.12.2019
Du warst cleverer als ich. Ich hatte einen Reiseführer in Trani kennengelernt, der mir das Judenviertel gezeigt hat und mir Tipps gegeben hat für einen weiteren Besuch Tranis. Dummerweise habe ich ihm meine Telefonnummer gegen, seine dann aber blockiert, nachdem Anrufe ohne Ende kamen! :(
 

pecorella

Magnus
Stammrömer
Wahrscheinlich wäre es mir ähnlich ergangen, oder er hätte gar vor meinem Hotel gestanden. Der war so was von motiviert, unglaublich, obwohl ich ihm gesagt habe, dass ich verheiratet bin.
 

Schwarzwaldgirl

Centurio
Stammrömer
Rom-Reise
26.10.2019-01.11.2019
Dass du verheiratet bist, war sicher der Reiz. Bestimmt ist er es nämlich auch ...
Für alle Fälle gebe ich solchen Leuten immer ein Fake-Telefonnr. - die zwar zu uns gehört (damit niemand fremden belästige), die aber in unserer Fritz-Box blockiert ist und nirgends läutet und auch nicht auf unseren AB geht. Wer da anruft, kann sich "zu Tode wählen".
 

dentaria

Caesar
Forum-Sponsor
Stammrömer
Rom-Reise
12.12.2019-16.12.2019
Nächstes Mal bin ich vorsichtiger ...
Aber er war nett, wirkte seriös und hatte halt tolle Tipps für die möglichst interessante Reisezeit.

Nachdem ich die Nummer blockiert hatte, war ja auch Ruhe!
 

pecorella

Magnus
Stammrömer
Freitag 01.11.19

Heute will ich endlich zur Villa Adriana nach Tivoli. Ich hatte es mir schon so oft vorgenommen, aber nie gemacht. Der Grund war, dass ich hier mehrfach im Forum gelesen hatte, dass man die Villa Adriana nur schwer erreichen kann, zumindest dann, wenn man auf den ÖPNV angewiesen ist.
So schien die Villa Adriana irgendwie unerreichbar für mich. Doch dieses Mal musste es sein und so beschäftigte ich mich genauer mit dem Weg dorthin. Es stellte sich dann als ganz einfach heraus. Man einfach nimmt ab Ponte Mammolo den Bus nach Tivoli und steigt oberhalb von der Villa Adriana aus und läuft dann die restlichen ca. 1000 m zu Fuß.
Gott sei Dank, die Villa Adriana liegt also doch nicht auf einem anderen Stern. @Tizia amüsierte sich prächtig, als ich ihr im Vorfeld von meinen "ÖPNV-Problem" mit der Villa Adriana erzählte.

Das Wetter war super, die Sonne schien, aber es war morgens noch recht kühl, sodass ich wieder recht bepackt das Haus verlassen musste.
Da Feiertag war ging die Fahrt Richtung Tivoli relativ rasch voran. Da im Bus keine Haltestellen angezeigt wurden, bat ich den Fahrer mir Bescheid zu geben, wann die Haltestelle erreicht war. Das machte er dann auch.
So kam ich bald zum Eingang der Villa Adriana.


Zunächst muss man einen etwas längeren Berg hinauf gehen, das ist vollkommen unspektakulär, auch wenn rechts und links schöne Olivenhaine sind.

Bald erreichte ich ein Haus in dem ein sehr schönes Modell von der Villa Adriana ausgestellt ist. Zunächst musste ich mir die Sicht mit einer Reisegruppe teilen, aber zum Glück zog diese bald weiter.



Nun wollte ich schauen, was heute noch davon übrig geblieben ist.Durch diesen Torbogen kam man zum Pecile.


Ein herrlicher Garten mit einem Schwimmbecken bzw. Fischteich, das komplett von Rosmarin umwachsen ist. Ich fühlte mich gleich sehr wohl. Ein Garten samt Schwimmbecken, eigentlich wäre ich gerne hinein gesprungen. Früher war hier ein Kolonnengang, den man bei jedem Wetter nutzen konnte.
Es wurde sogar von den Ärzten empfohlen hier nach dem Essen einen Spaziergang zu machen.


Bald kam ich an den Grandi Terme vorbei


und nur wenige Meter weiter, war es mit der Beschaulichkeit die dieser Ort bietet vorbei. Bald wusste ich auch warum. Ich war am Canopus angekommen. Mindestens 3 – 4 Reisegruppen waren dort. Ich habe sie danach nirgends mehr gesehen.
Man muss zugeben, dass der Canopus wirklich ein toller Ort ist. Zunächst wird man von 2 Flussgöttern des Nil begrüßt.


Direkt dahinter liegt der Canopus, der auch den Flusslauf des Nil darstellen soll. Ringsum findet man griechische Statuen, oder das, was heute noch davon übrig geblieben ist.


Nach dem Desaster mit dem Casanova von Gestern, gehe ich heute lieber auf Nummer Sicher und wähle dieses hübsche Mannsbild aus. Knackig und gut gewachsen ist er auf jeden Fall.


Ich bin voller Hoffnung, dass er mich bei einem Angriff von diesem Krokodil verteidigen wird.


Dann laufe ich oberhalb des Canopus weiter.


Bald komme ich am Cento Camerelle vorbei. Es sieht ein wenig aus wie der Circo Massimo, viel ist nicht übrig geblieben. Aber zur anderen Seite wird das Gelände von ca. 9 Meter hohen Mauern abgegrenzt. Diese sind noch ganz gut erhalten.


Die Treppe die ich nun hinauf gehe leider nicht. Sie ist in einem schlechteren Zustand als so manch antikes Bauwerk hier.


Ich hoffe, dass dies der Pretorio ist, da ich es von oben fotografiert habe, gab es kein Hinweisschild.


Dann ging es weiter zur Peschiera. Selbst heute kann man sich vorstellen, wie es früher dort zugegangen sein muss. Das Gebäude nebenan umfasste einst 3 Stockwerke.


Vorbei an weiteren alten Überresten geht es weiter zur Piazza d’Oro. Hier war einst ein sehr prächtiger Hof. In der Mitte befand sich das Nymphäum des Palastes und er Platz diente im Sommer als Wohnraum unter freiem Himmel.


Ein weiterer besonders schöner Ort ist das Teatro Marittimo. Die kleine Insel war von einem Wasserkanal und einem Säulengang umgeben und der Kaiser zog sich hierher zum Nachdenken zurück.


Weiter ging es vorbei an dem Giardino Bibilioteche


Zuletzt folgte noch der Tempio di Venere, der fast ein wenig versteckt liegt.



Dann wurde es Zeit nach Rom zurück zu kehren, denn es zogen immer mehr dunkle Wolken auf. Auf dem Weg zur Bushaltestelle war eine kleine Pizzeria. Hier gab es noch zum Abschluss eine kleine Stärkung und einige Meter weiter auch noch ein Eis.

Tizia hatte mich informiert, dass der Roseto Comunale an diesem Wochenende nochmals seine Türen öffnen würde. Damit hatte ich ja nun gar nicht gerechnet und so nutzte ich die Gelegenheit und blieb gleich in der Metro B bis Circo Massimo sitzen und lief hinauf zum Roseto.
Natürlich blühten nicht mehr so viele Rosen wie im Frühling, aber so konnte man sich auf die wenigen Prachtexemplare besser konzentrieren.



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Ziemlich müde ging es nun erst einmal zurück in die Unterkunft, dann folgte abends noch ein Bummel durchs Zentrum.

Ab morgen bin ich dann nicht mehr "Da sola " unterwegs, mir folgt eine kleine Herde!
 

nummis durensis

Pontifex Maximus
Stammrömer
Rom-Reise
20.12.2019-27.12.2019
Das Lustschloss des Hadrian ist doch immer wieder eine Sünde wert, danke für's Zeigen. Wollten wir dort eigentlich nicht mal unser "Forenlager" einrichten...? :D:eek:;)

War die kleine Ausstellung mit den alten Köppen eigentlich noch geöffnet?

@dentaria : Du findest in das noch so winzigste Museum auf diesem Erdteil, und die paar Meter zur Villa ist für dich eine Reise zu einem fremden Stern? Ich bin erschüttert... ;)

Grüsse
Rainer
 

Tizia

Pontifex Maximus
Stammrömer
Liebe @pecorella, was für ein schöner Bericht! Und die tollen Spiegelungen auf deinen Fotos! Die meisten Orte kamen mir sehr bekannt vor und weckten schöne Erinnerungen, vor allem an meinen abendlichen Besuch mit dem Freiluft-Konzert. - War gespannt ob du die Gelateria gefunden hast und lese nun dass du ein Eis bekommen hast!

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Schwarzwaldgirl

Centurio
Stammrömer
Rom-Reise
26.10.2019-01.11.2019
Liebe Pecorella,
vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Ich hatte das Gefühl, ich bin mit dir dort. Schön, dass ich dieses Ziel miterleben durfte. Schon die ersten 1000 m bergauf sind für uns nicht realisierbar, dank dir durfte ich es trotzdem erleben! Und welch charmante Begleitung, mit dem hättest du schon ein bisschen mehr Zeit verbringen können. BEVA muss nicht alles wissen...
 

pecorella

Magnus
Stammrömer
Samstag 2.11.19

Heute bin ich etwas aufgeregt, denn gegen Mittag erwartete ich 4 Freundinnen auf Romreise. Eine davon kenne ich über unsere gemeinsame römische Freundin. P. war auch schon ein paar Mal in Rom, kennt sich aber nicht ganz so gut aus wie ich. Also kam von ihr im Frühjahr die Anfrage, ob ich nicht auch wieder zufällig Ende Oktober in Rom bin. Ja klar, war ich „zufällig“ dann zur gleichen Zeit dort.

Von daher nahm ich mir für den Morgen nicht sonderlich viel vor, denn der die Mädels sollten schon um 11:00 Uhr auf dem Ciampino landen.

Aber so ein keiner Stadtbummel kann ja nicht schaden und zu sehen und fotografieren gibt es ja immer etwas in Rom. Mir fiel ein, dass ich mir schon länger die Kirche St. Andrea delle Fratte anschauen wollte. Also machte ich mich auf dem Weg. Natürlich wollte ich dort Fotos machen, doch der Fotoapparat machte plötzlich nur noch Videos.

Nun sind Pecorella und Technik zwei Dinge die sich ausschließen. Leicht verzweifelt und in größter Sorge, alle auf dem Fotoapparat befindlichen Bilder zu löschen, fiel mir nichts Besseres ein, als hier im Forum um Hilfe zu rufen.


Zum Glück war @nummis durensis gerade online und erreicht mit einiger Geduld, dass das aufgebachte Schaf endlich den richtigen Knopf fand und der Apparat wieder Fotos machte. Dafür noch einmal Danke Nummis.

Etwas hektisch mache ich ein paar Handyfotos in St. Andrea delle Fratte, die ich aber nicht sonderlich gelungen finde.


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Ich lief weiter zur Villa Borghese, aber ein Besuch bei der Wasseruhr musste reichen, dann machte ich mich über die Vial del Corso auf den Rückweg zum Hotel.

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Bald schon erreicht mich die Nachricht, dass die Mädles gut angekommen waren und sie sich auf den Weg zu unserem Treffpunkt bei der Piramide machten. P. wollte gerne mal den Cimitero Acattolico sehen und außerdem erinnerte sie sich immer an ein Caffè in der Nähe, wo sie sehr leckere Törtchen gegessen hatte. Das konnte nur das Dolce Barberini gewesen sein.

Die Vier waren wirklich lustig. Wir verstanden uns auf Anhieb. Drei waren ehemalige Teilnehmerinnen eines Italienisch-Kurs und Nr. Vier war damals ihre Lehrerin, sie ist Italienerin.

So ging es zu fünft kreuz und quer über den Cimitero Acattolico, erst auf den alten Teil und dann auf den etwas neueren Teil. Hier kann man auch beobachten, wie die vielen Katzen gefüttert werden.

Danach ging es wie versprochen zum Caffè Barberini und natürlich hatte ich Recht. P. erkannte das Caffè wieder und war begeistert, dass ich nach so mageren Hinweisen gleich wusste, welches Caffè gemeint war.



20191102_144844.jpg :D
Nach ausgiebigem Genuss von leckeren Törtchen machten wir uns auf zum Schlüsselloch. Hier stieß auch noch S. hinzu. S. ist Römer, er spricht zwar ein wenig Deutsch, aber ab jetzt mussten wir alle italienisch sprechen. So liebe ich es ja und mit G. hatten wir für den Notfall auch noch eine Übersetzerin dabei.

Weiter ging es zum Orangengarten und Roseto Comunale. Dann machten wir uns auf zum Eataly um dort zusammen zu Abend zu essen. Da es mittlerweile regnete, blieben wir dort recht lange und bestaunten das wirklich sehr umfangreiche Angebot an Lebensmitteln und Haushaltsartikeln. Einige davon wurden auch gleich gekauft :D

Dann machte sich bei den Freundinnen doch das recht frühe Aufstehen bemerkbar und wir fuhren alle in unsere Unterkünfte zurück.

Ich war glücklich über die kleine Herde, die mich in den nächsten Tagen begleiten sollte.

Und Morgen wird uns übrigens allen sehr gründlich das Fell gewaschen.
 
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