Casa di Goethe

mystagogus

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Rom-Reise
19.09.2018-25.09.2018
Ein wirklich lesenswertes Interview. Maria Gazetti beleuchtet die ital. (Kultur)-politik m. E. völlig richtig.
Man kann die Hoffnung haben, dass die heutigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen gegen diese
populistische und nationalistische Politik eintreten.
Nebenbei: Ich war gerade in Nancy auf der Place Stanislav und konnte erfahren, wie wichtig der Europagedanke
für uns heute und besonders für die nächsten Generationen ist.
... und in Italien habe ich letztens in Gesprächen in Apulien (leider) meistens die Argumente der 5 Stelle gehört.
 

Pasquetta

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Rom: Museum zeigt Ausstellung über Goethes "Werther"
...
Link zur Ausstellungsseite der Casa di Goethe: Wechselausstellung
...
Dauer der Ausstellung: 24.5. bis 20.9.2019
Sogar in die deutsche Ausgabe des Osservatore Romano hat es diese anscheinend sehenswerte kleine Ausstellung geschafft:
Poesie und Schicksal - "Wie Italien den Werther las"
Da man diese Besprechung nur "ansatzweise" lesen kann, hier noch ein anderer ausführlicherer Artikel von Henning Klüver.
 

Simone-Clio

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Aus dem verlinkten FAZ-Artikel:
So begreift man, dass das weitverbreitete, literarisch emsig beschäftigte Bürgertum, in dem die Handlung spielt, im Italien des späten 18. Jahrhunderts erst im Entstehen war. Tonangebend war stattdessen eine schmale Schicht aristokratischer Literaten wie Ugo Foscolo, der mit seinen „Letzten Briefen des Jacopo Ortis“ von 1802 eine eng angelehnte Version schuf, Selbstmord inbegriffen. Für das literarische Italien war das ein wichtiges Ereignis, ohne jedoch den „Werther-Effekt“ des fast dreißig Jahre zuvor erschienenen Originals zu wiederholen. Die von Maria Gazetti kuratierte Ausstellung zeigt den originalen Brief Foscolos an Goethe, worin er sein Werk mit der Beteuerung anzeigt, kein Plagiat geschaffen zu haben. Goethe antwortete nicht.
Wobei das Photo der FAZ eben jenen Jacopo Ortis zeigt - nicht Werther.

Die Ausstellung war in der Tat recht interessant.
 

Pasquetta

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Schon mal vormerken ;):
Im Rahmen der "Settimana Tedesca in Italia" - der "Deutschen Woche in Italien" - gibt es in der Casa di Goethe eine neue Ausstellung - "Sguardi sull'Italia 1780-1850" -, die am
Sonntag 6. Oktober 2019 , 11.00 Uhr​
eröffnet wird. Dann soll es auch das kürzlich erworbene Gemälde von Tischbein - "Dichtung und Malerei" - zu sehen geben. Nähere Angaben dazu gibt es Anfang September, nach der Sommerpause.
 

Pasquetta

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Dem neuen Programm nach
findet die Ausstellung "Italien - Blicke 1780 - 1850" / "Sguardi sull'Italie 1780 - 1850" nach der Eröffnung am 06.10.2019, 11.00 Uhr, vom 08.10.2019 bis 09.02.2020 statt.
Domenica 6 ottobre 2019 ore 11.00
Festa per un quadro e inaugurazione mostra
Presentazione del dipinto finora sconosciuto e appena acquisito di J.H.W. TISCHBEIN “Allegoria della Poesia e Pittura”, Roma 1783
con HERMANN MILDENBERGER (Klassik Stiftung Weimar), MICHAEL THIMANN (Università di Gottinga) e DUCCIO TROMBADORI (Roma)
Inaugurazione
Sguardi sull‘Italia – 1780-1850 | “Prospetti pittorici“dalla collezione della Casa di Goethe
Italien, Blicke - 1780-1850 | „Mahlerische Ansichten“aus der Sammlung der Casa di Goethe
8.10.2019 – 9.02.2020
Dazu gibt es interessante Veranstaltungen zum Thema "Blicke auf Italien" u.a. am
Mittwoch, 30. Oktober 2019, 19.00 Uhr
Buchvorstellung
ANDREAS ROSSMANN | Mit dem Rücken zum Meer. Ein sizilianisches Tagebuch, Verlag Walther König 2017
 

Pasquetta

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Heute, am 270. Geburtstag von Goethe gab es in der Casa di Goethe wieder die obligatorische "Geburtstagsfeier" mit freiem Eintritt ins Museum und mit brindisi pünktlich zur "Geburtsstunde": "mittags mit dem Glockenschlage zwölf, kam ich in Frankfurt am Main auf die Welt ", wie es der Dichterfürst selbst gerne in "Dichtung und Wahrheit" fabuliert hat.

Sogar auf TG3 Lazio, min. 15:29 fand es Beachtung:

 

Pasquetta

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Dann soll es auch das kürzlich erworbene Gemälde von Tischbein - "Dichtung und Malerei" - zu sehen geben. Nähere Angaben dazu gibt es Anfang September, nach der Sommerpause.
Zusatz:
Anlässlich der Erwerbung des Gemäldes erscheint die Publikation:
Die Entdeckung eines Gemäldes: J.H.W. Tischbein, Allegorie der Dichtung und Malerei, Rom 1783
hg. von Maria Gazzetti, mit einem Vorwort von Maria Gazzetti und Beiträgen von Hermann Mildenberger, Michael Thiman und Duccio Trombadori
 

Pasquetta

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Maria Gazzetti, die Leiterin der Casa di Goethe in Rom hat das Bundesverdienstkreuz bekommen - Auguri!
... "Vorbildliches Engagement für faire Chancen"
... Kurz vor dem Weltfrauentag werden viele Frauen für ihre herausragende künstlerische Vermittlungsarbeit sowie Frauen und Männer für ihr Engagement für mehr Geschlechtergerechtigkeit geehrt.
 

Simone-Clio

Augustus
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Ein sehr interesantes Gespräch mit der Leiterin der Casa di Goethe Maria Gazzetti.


Audio unter "Beitrag hören". Dieses ist ausführlicher als der Artikel.

Hier ein paar Auszüge:

Seit dem Lockdown habe man sehen können, dass das Zentrum monokulturell geworden sei. „Es gibt große Ladenketten und Airbnbs.“ Die Vermittlungsagentur habe ganze Wohnungen und ganze Gebäude aufgekauft. „Das steht jetzt alles leer, ohne Touristen ist das Zentrum wie ausgestorben“, sagt Gazzetti. „Das ist für das Museum ein Thema, das uns schon lange beschäftigt.“
und

In den letzten Jahren habe sich ihr Land sehr verändert, findet die 1955 in Mittelitalien geborene Museumsleiterin. Nach mehr als drei Jahrzehnten in Deutschland, stellt sich Gazzetti bis heute die Frage: „Was ist mit den Italienern passiert? Ich habe das Gefühl, die Menschen sind sehr unzufrieden, sind sehr dazu bereit, anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Es wirkt banal es noch einmal zu wiederholen, aber zwanzig Jahre Berlusconi, Konsum, Werbung, Oberflächlichkeit, Zerstörung der Bildung, der Schulen, das ist das Ergebnis.“
 

mystagogus

Pontifex
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Rom-Reise
19.09.2018-25.09.2018
Da hat Frau Gazzetti leider wohl recht. Ich frage mich auch , was das für ein Land ausmacht, welches in ca 70 Jahre 64 Regierungen "verbraucht".
Um Italien tut es mir leid. Besonders um die Menschen, die ich kennenlernte und die wahrlich keine Populisten wählten.
 

Pasquetta

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Stammrömer
Wie jedes Jahr im August auch in diesem, wenn auch unter anderen Voraussetzungen und anscheinend ohne brindisi, aber wieder mit freiem Eintritt:

Am 28ten August 1749, mittags mit dem Glockenschlag zwölf, kam ich in Frankfurt am Main auf die Welt. "Rätin, er lebt!"
Freitag, 28. August 2020
12.00 - 20.00

Anlässlich des 271. Geburtstages von
Johann Wolfgang Goethe
Freier Eintritt

Ohne Voranmeldung. Info 06 32650412
Einlass nur mit Mundschutz
Quelle: Casa di Goethe
 

Pasquetta

Triumphator
Stammrömer
Liebe Freunde der Casa di Goethe,
viele von Ihnen konnten die kurz vor dem Lockdown im März eröffnete Ausstellung "Quellen der Inspiration. Deutsche Künstlerbibliotheken in Rom 1795-1915" nicht sehen.
Wir freuen uns, Ihnen ein Video (17 Min.) zu präsentierten - die Kuratoren Michael Thimann, Ulf Dingerdissen und Maria Gazzetti kommen zu Wort.
Das Video wurde von unserer ehmaligen Stipendiaten Kerstin Schomburg realisiert.
Der gleichnamige Ausstellungskatalog ist im Museum oder in unserem Online-Shop erhältlich.
Buon week end a tutti!
 

Simone-Clio

Augustus
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Stammrömer
Casa di Goethe bereitet eine neue Ausstellung vor:

Piranesi oggi / heute
vom 16.10.2020 bis 28.02.2021​
Die Austellung "Piranesi heute" ist bis zum 19. September verlängert. Siehe: Wechselausstellung

verlängert bis 19.9.2021
Vgl. dazu den Artikel "Die Antike zum Leben erweckt" von Christa Langen-Peduto in der aktuellen deutschen Ausgabe des Osservatore Romano vom 12. März 2021 Seite 5. Dort wird allerdings als Datum für das Ausstellungsende der 21.9. angegeben.

Aktuell leider trotzdem nicht zu sehen, da Rom und das Latium (wie fast ganz Italien) bis mindestens 6. April incl. als rote Zone eingestuft sind.
 

Pasquetta

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Stammrömer
Auch hier schon mal der Hinweis auf die nächste Ausstellung in der Casa di Goethe:

Auf facebook kann man vorerst dies dazu lesen:
Scrittura, arte e ricerca
Friedrich Noack (1858-1930) in Italia
A cura di Dorothee Hock
Collaborazione scientifica Claudia Nordhoff

Sulle tracce di un uomo che fu egli stesso un grande segugio: Friedrich Noack, il "più operoso di tutti i giornalisti tedesco-romani" (Ludwig Pollak), noto innanzitutto per un volume fondamentale sulle presenze tedesche nella città di Roma. Fino ad oggi non si sapeva quasi nulla della vita del corrispondente dall’Italia, studioso nonché socio attivo dell’Associazione degli Artisti tedeschi, vissuto a Roma dal 1891 al 1915. La Casa di Goethe è riuscita a rintracciare il suo lascito privato inedito. Un viaggio a ritroso nel periodo a cavallo del 1900: acquerelli, fotografie, manoscritti, documenti e oggetti personali raccontano il talento poliedrico di un uomo che come pochi altri capisce e ama l’Italia e la sua allora giovane capitale.
wikipedia Friedrich Noack
und s. auch hier
 
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